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Elijah Millgram

Praktische Induktion

Reihe: Perspektiven der Analytischen Philosophie | Perspectives in Analytical Philosophy
 2010, 192 S., kart.
 ISBN: 978-3-89785-223-5
 EUR 32,00

Übersetzt von Joachim Schulte

 

Praktisch zu denken heißt nicht nur herauszufinden, wie man, was man wünscht, bekommt; es heißt auch, darüber nachzudenken, was man überhaupt wünschen sollte, welche Zwecke erstrebenswert sind.

Der instrumentalistischen Auffassung, daß wir zwar die Mittel zu unseren Zwecken mehr oder weniger vernünftig wählen können, nicht aber unsere Zwecke selbst, hält Elijah Millgram die Idee der »praktischen Induktion« entgegen: einer der theoretischen Induktion ähnlichen Methode des praktischen Denkens, die sich auf die Erfahrung stützt. Neue Zwecke aus der Erfahrung zu lernen, aus der eigenen und der anderer, ist notwendig, um mit einer sich ständig verändernden Welt zurechtzukommen.

Und das erklärt auch die kognitive Tragweite sowohl unserer Fähigkeit, Lust und Schmerz zu empfinden, als auch unserer Fähigkeit zur Freundschaft. Die Rolle, die Lust und Schmerz in der Erkenntnis spielen, ist nicht die des Ziels, sondern die des Leitfadens. Und die Rolle, die die Freundschaft spielt, verdankt sich der Tatsache, daß wir uns auf die Aussagen anderer verlassen – Aussagen darüber, was zählt und was nicht zählt, was es verdient, von uns gewünscht zu werden.

Übersetzt aus: dem Englischen von Joachim Schulte
Originaltitel: Practical Induction
 
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Über den Autor/in

Elijah Millgram

promovierte an der Harvard University im Jahr 1991. Er lehrte an den Universitäten in...
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Inhaltsverzeichnis

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Einleitung

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