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Wolfgang Kersting

Wohlgeordnete Freiheit

Immanuel Kants Rechts- und Staatsphilosophie
 3., überarb. Auflage, 2007, 408 S., kart.
 ISBN: 978-3-89785-587-8
 EUR 46,00

Im systematischen Zentrum der praktischen Philosophie Kants steht die Konzeption der Autonomie, die Lehre von der Selbstgesetzgebung der reinen praktischen Vernunft. Mit ihr gibt Kant der gesamten praktischen Philosophie, der Moralphilosophie wie der Rechtsphilosophie, ein revolutionär neues geltungstheoretisches Fundament. Lange suchte man die Grundlagen und Prinzipien der praktischen Philosophie in objektiven Ideen des Guten und der Gerechtigkeit, in einer normativen Verfassung des Kosmos, im Willen Gottes, der Natur des Menschen oder in der den Interessen der Individuen dienenden Klugheit. Kant hat die epistemologische Fragwürdigkeit dieser Legitimationsinstanzen der metaphysischen Tradition deutlich gemacht und aufgezeigt, daß sie bei der Begründung allgemeingültiger praktischer Gesetze versagen. Er hat zudem erkannt, daß durch die Berufung auf Interessen allenfalls rationale Vorzugswürdigkeit ermittelt, jedoch nicht die eigentümliche Natur moralischer Verbindlichkeit erfaßt werden kann. Die menschliche Vernunft kann nur solchen Regeln praktische Notwendigkeit und bindende Kraft zugestehen, die ihrer eigenen Gesetzgebung entstammen.

 
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Über den Autor/in

Wolfgang Kersting

Studium der Philosophie, Germanistik und Geschichte an der Universität Göttingen und der...
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Einleitung

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