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J. Monika  Walther 

Das Gewicht der Seele

Erzählungen

Herausgegeben von Iris Nölle-Hornkamp
Reihe: Jüdische Schriftsteller in Westfalen
 2009, 426 S., kart.
 ISBN: 978-3-89785-696-7
 EUR 29,80

»Ob es all die Frauen mit den Namen Anna, Rosa und Clara, all die Männer, die Georg heißen und von denen ich erzählt habe, je gegeben hat? Rosa, Clara ja und einige andere hat es gegeben, aber nicht in dieser Gestalt und mit diesem Namen und Lebenslauf. Und die Blumenthals, Ballays, die Wohlraths und Hurgarowitschs? Die Böttschers und Böttichers? Die Wolffs und die Müllers, Millers? Gibt es all die vielen Ichs und jenen Kasper Adler, der bis heute Himmel und Hölle durchstreift, Irina und die Genossin Namenlos, die beiden Frauen in Lissabon, gibt es das Café De Dream in Frysland – und gibt es zornige Schafe?

Einen wunderbaren Onkel, der mich in der DDR, in Leipzig den Duft der fremden Hauptstädte schmecken ließ, mich ihre Namen lehrte, ja – den gab es und meine Großmutter und die Urgroßmütter, die ihre Söhne gen Westen schickten. Von ein paar Dingen weiß ich (so der Titel eines Gedicht-bandes) und >In der Traumwäscherei ist Arbeit< (ein anderer Titel) und also gibt es sie alle und sind alle auch erfunden, also erzähle ich von realen und erfundenen Menschen, Facetten, Irrläufern, von Fluchtlinien, erfinde eine Welt, die es nicht mehr gibt, und erzähle davon, wie alles sein kann. Das Ich bin nicht Ich, aber mich gibt es.«

J. Monika  Walther 

 

 

»Eine Synthese aus Wirklichkeit und Magie, Theorie und Poesie findet sich in der Lyrik von J. Monika  Walther . Sie schreibt eine sozial engagierte Poesie, es ist ein multiperspektivisches Erzählen, vielleicht zu charakterisieren als Bewusstseins-bewegungen geschult am Vorbild Viginia Woolf. >Träume sind das Reservoir für sich nie erfüllende Utopien in einer Traumzeit, in einer nicht zu berechnenden, nicht planbaren Zukunft.< Bei dieser Schriftstellerin gibt es noch viel zu entdecken.«

Die Literaturwissenschaftlerin Elisabeth Roters-Ulrich über J. Monika  Walther 


Das Buch wurde gefördert von
der Kunststiftung NRW,
dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe und der Margarete-Schrader-Stiftung.

 

 

Demnächst erscheint die Kriminalgeschichte »Goldbroiler oder die Beschreibung einer Schlacht« im Geest-Verlag. Mehr unter: www.jmonikawalther.eu

 
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Über den Autor/in

J. Monika Walther

geb. 1945 in Leipzig, stammt aus einer jüdisch-protestantischen Familie, aufgewachsen in...
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