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Sebastian Wolf

Der deskriptive Kern der Verantwortung

Eine metaethische Untersuchung angesichts neurokognitionswissenschaftlicher Erkenntnisse
Reihe: Perspektiven der Analytischen Philosophie | Perspectives in Analytical Philosophy
 2012, 254 S., kart.
 ISBN: 978-3-89785-224-2
 EUR 38,00

In der Metaethik gibt es eine Position, die behauptet, dass unsere moralische Praxis, wie wir sie derzeit ausüben, aus empirischen Gründen nicht gerechtfertigt werden kann. Der Hauptfehler dieser revisionistischen Argumentation liegt in ihrer Versteifung auf die Unterscheidung von bewussten und unbewussten Handlungen. Diese Studie argumentiert, dass für verantwortliches Handeln ein deskriptiver Kern von Verantwortung gegeben sein muss, der von dieser Unterscheidung unabhängig ist. Er besteht erstens aus einer Form von Autonomie, die verstanden wird als Handlungen, die das Kernselbst der Person ausdrücken. Und er besteht zweitens aus einer Form von rationaler Kontrolle, die verstanden wird als eine, die nicht allein relativ zu den eigenen Präferenzen der Person ist, sondern auch relativ zu objektiv geltenden Gründen – sie wird verstanden als orthonome Kontrolle. Die entscheidende Dichotomie für verantwortliches Handeln ist demnach  vielmehr die zwischen aktiv und passiv, zwischen dynamisch und statisch. Weil Personen im Normalfall ihr Verhalten und ihren Charakter aktiv, flexibel und dynamisch ihren Umständen anpassen können, sind sie  daher angemessene Verantwortungssubjekte.

 
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Über den Autor/in

Sebastian Wolf

geb. 1978, 2006-2010 Studium an der LMU München. Von 2006-2009 Promotion in München und...
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Inhaltsverzeichnis

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Einleitung

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