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Diethelm Klesczewski (Hrsg.)Steffi Müller-Mezger (Hrsg.)Frank Neuhaus (Hrsg.)

Strafrecht in der Zeitenwende

Reihe: fundamenta iuris
Band 8
 2010, 148 S., kart.
 ISBN: 978-3-89785-487-1
 EUR 18,80

In politischen Zeitenwenden bricht sich ein grundlegend neues Verständnis von Recht gegenüber der überkommenen Ordnung Bahn. Dieser Widerstreit findet seine besondere Ausprägung meist im Strafrecht.

Dieser Band geht daher zunächst auf die Frage ein, wie sich der in weltpolitischen Wendezeiten aufbrechende Konflikt unterschiedlicher Rechtsprinzipien im Strafrecht niederschlägt. Das moderne Strafrecht fußt auf dem Denken der Aufklärung, ihrem Kampf gegen religiös motiviertes Strafrecht, die Todesstrafe und die Folter. Das ist Thema des zweiten Abschnitts dieses Bandes.

 

Besonderer Anlaß dieser Publikation war das 20. Jubiläum der friedlichen Revolution. Am 9.10.1989 leiteten 70.000 Bürgerinnen und Bürger in Leipzig mit einer gewaltfreien Demonstration das Ende der SED-Herrschaft ein. Das gibt den Anstoß, sich mit den rechtsphilosophischen Wurzeln des zivilen Ungehorsams und seiner strafrechtlichen Relevanz auseinanderzusetzen. Kennzeichen von Zeitenwenden ist es ferner, die in der überwundenen alten Ordnung erduldete Repression als strafwürdiges Unrecht abzuurteilen. Dies wird in diesem Band anhand der Mauerschützenprozesse diskutiert. Auch der Angriff auf das World-Trade-Center am 11.09.2001 läutete eine neue Ära globaler Herausforderungen ein. Seitdem sieht sich die Weltgemeinschaft mit einem neuartigen Terrorismus bisher ungeahnten Ausmaßes konfrontiert und reagiert darauf mit einer Verschärfung auch des Strafrechts und der polizeilichen und geheimdienstlichen Überwachung.

 

Die Beiträge sind verfasst von W. Schild, M. Kahlo, H. Radtke, A. Mosbacher und M. Polaino-Orts. Es handelt sich um Vorträge, die auf der vierten Sommerakademie des Instituts für Grundlagen des Rechts gehalten wurden. Sie werden ergänzt durch Diskussionsberichte. Sie zeichnen ein Meinungsbild, welches nur von einem den Menschenrechten verpflichteten, rechtsstaatlichen Strafrecht einen dauerhaften Beitrag zur Lösung politischer Krisen erwartet.


Aktuell:

 

11. Leipziger Buchmesse-Akademie

18. bis 21. März 2010

 

Messegelände Leipzig

Halle 3, Stand G201/H200

 

Samstag, 20. März 2010, 15:00 Uhr

 

Diethelm Klesczewski:

Strafrecht in der Zeitenwende - rechtsphilosophische Gedanken über zivilen Ungehorsam und die Mauerschützenprozesse

 

Politische Zeitenwenden sind immer auch dadurch gekennzeichnet, dass sich ein grundlegend neues Verständnis von Recht gegen die überkommene Ordnung Bahn bricht. Dieser Konflikt findet seine besondere Ausprägung im Strafrecht. Denn das neue Verständnis des Rechts drückt sich in einem Bruch mit der alten Ordnung aus, den diese zumeist auch mit Strafe zu unterdrücken sucht. Diethelm Klesczewski betrachtet den in weltpolitischen Wendezeiten aufbrechenden Konflikt unterschiedlicher Rechtsprinzipien anhand des Strafrechts. Einen besonderen Fokus legt er dabei auf die rechtsphilosophischen Wurzeln des zivilen Ungehorsams, wie er beispielsweise bei den gewaltfreien Demonstrationen ´89 zu beobachten war, sowie auf die Mauerschützenprozesse.

 

 
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Die Herausgeber/innen

Diethelm Klesczewski

geb. 1960, Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Hamburg, 1991 Promotion,...
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Steffi Müller-Mezger

geb. 1978, Studium der Rechtswissenschaften an der Juristenfakultät Leipzig, seit 2006...
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Frank Neuhaus

geb. 1974, Studium der Medizin und Rechtswissenschaften an der Universität Leipzig, im...
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Inhaltsverzeichnis

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Einleitung

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