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Eine Besonderheit der Philosophie gegenüber anderen Wissenschaften besteht darin, dass die Frage, was Philosophie ist, selbst eine philosophische Frage ist. Und nicht nur ist die Frage philosophisch, sondern sie wird auch von verschiedenen Philosophinnen und Philosophen unterschiedlich beantwortet: Es herrscht keine Einigkeit darüber, was der Gegenstandsbereich der Philosophie ist, wodurch sich philosophische Probleme von nicht-philosophischen Problemen unterscheiden und welche Methoden zur Lösung philosophischer Probleme geeignet sind.

Als weitere Eigenart der Philosophie wird manchmal angeführt, dass es in der Philosophie keinen richtigen Fortschritt gibt. Über manche Probleme, mit denen sich Platon und Aristoteles auseinandergesetzt haben, zerbrechen sich Philosophinnen und Philosophen heute immer noch den Kopf. Und es gibt kaum eine philosophische Position, von der man behaupten könnte, dass sie in der Philosophie allgemein als zutreffend anerkannt ist.

In der vorliegenden Abhandlung wird eine bestimmte Auffassung davon verteidigt, was philosophische Probleme auszeichnet und wie solche Probleme zu lösen sind. Diese Auffassung werde ich nachfolgend als »Begriffsanalyse« (BA) oder »Ordinary Language-Philosophie« (OLP) bezeichnen. Auf die Vor- und Nachteile der verschiedenen Bezeichnungen gehe ich weiter unten ein, ich beziehe mich aber mit beiden Ausdrücken auf dieselbe Konzeption. Der OLP zufolge steht die Sprache im Zentrum der Philosophie. Diesen Wesenszug teilt sie mit der so genannten Ideal Language-Philosophie (ILP), die Ende des 19. Jahrhunderts entstanden ist und deren wichtigste Vertreter Gottlob Frege, Bertrand Russell, Alfred Tarski, die logischen Positivisten und W. V. O. Quine waren.1 Während es aber in der ILP darum geht, die vagen, irreführenden oder in anderer Hinsicht defizitären Ausdrücke unserer gewöhnlichen Sprache zu philosophischen (oder anderen wissenschaftlichen) Zwecken durch Ausdrücke einer logisch einwandfreien Sprache zu ersetzen, benötigen wir der OLP zufolge keine andere als unsere gewöhnliche Sprache, um philosophische Probleme zu lösen.

Der OLP zufolge beschäftigen wir uns in der theoretischen Philosophie adäquaterweise hauptsächlich mit der Analyse oder Klärung von Begriffen. Begriffe werden dabei als Abstraktionen aus unserem Sprachgebrauch aufgefasst, und um beispielsweise den Begriff Wissen zu analysieren, müssen wir bestimmen, wie das Substantiv »Wissen«, das Verb »wissen« und andere, sinnverwandte Ausdrücke verwendet werden beziehungsweise welches die Regeln sind, denen der Gebrauch dieser Wörter unterliegt. Die traditionellen philosophischen Fragen »Was ist Wahrheit?«, »Was ist Wissen?«, »Was sind Überzeugungen, Identität, Ursachen, Wahrnehmung, Gewissheit, usw.?« sind übersetzbar in die Frage »Was bedeuten ›Wahrheit‹, ›Wissen‹, ›Überzeugung‹, ›Identität‹, ›Ursache‹, ›Wahrnehmung‹ und ›Gewissheit‹?«, welche wiederum derselben Frage entspricht wie: »Wie werden die genannten Ausdrücke und andere, sinnverwandte Ausdrücke verwendet?«. So setzt sich Ryle in The Concept of Mind zum Beispiel mit der Frage »Was ist der Geist?« auseinander, indem er untersucht, wie verschiedene Ausdrücke, die im Zusammenhang mit der Beschreibung mentaler Phänomene eine Rolle spielen, verwendet werden. Ebenso geht auch P. M. S. Hacker rund 60 Jahre später in The Intellectual Powers vor. Die folgenden Beispiele aus Hackers Buch illustrieren, welche Art von Aspekten unseres Sprachgebrauchs im Rahmen einer Klärung unserer Begriffe des Bewusstseins, des Wissens, des mentalen Zustands und des Schmerzes von Ordinary Language-Philosophinnen und -Philosophen herangezogen werden:

Bewusstsein: Man kann sich nicht absichtlich eines Umstands bewusst werden und entsprechend auch keine Gründe dafür haben, sich eines Umstands bewusst zu werden. Man kann sich nicht entscheiden oder weigern, sich eines Umstands bewusst zu sein oder zu werden. Demgegenüber kann man absichtlich und aus bestimmten Gründen seine Aufmerksamkeit auf etwas richten und sich dazu entscheiden oder sich weigern, seine Aufmerksamkeit auf etwas zu richten.2

Wissen: »Er weiß nicht, dass Sarah heute Geburtstag hat« würden wir ebenso wie »Er weiß, dass Sarah heute Geburtstag hat« nur sagen, wenn Sarah heute Geburtstag hat.3

Mentaler Zustand: Dass »glauben« und »wissen« so genannte »Zustandsverben« (im Gegensatz zu »Tätigkeitsverben«) sind, belegt nicht, dass Glauben und Wissen Zustände sind. Denn viele Zustandsverben gehen nicht mit entsprechenden Zuständen einher: »(in etwas) passen« ist ein Zustandsverb, aber ein Schlüssel befindet sich nicht im Zustand des In-ein-bestimmtes-Schloss-Passens. »Enthalten« ist ein Zustandsverb, aber ein Kuchen befindet sich nicht im Zustand des Mehl-Enthaltens. »Kosten« (im Sinne von: einen Preis haben) ist ein Zustandsverb, aber eine Aubergine kann sich nicht im Zustand des Zwei-Franken-dreißig-Kostens befinden.4

Schmerz: Dafür, ob wir sagen würden, dass zwei Personen denselben Schmerz haben, ist normalerweise der Ort, die Intensität und die Art (z. B. stechend, stumpf, pulsierend) des Schmerzes ausschlaggebend. Manchmal spielt der Ort aber auch keine Rolle. So kann Jack zum Beispiel denselben arthritischen Schmerz im linken Fußgelenk haben, den Jill im rechten Handgelenk hat.5

Manche dieser Beispiele handeln nicht vordergründig von unserem Sprachgebrauch. Dass man sich nicht absichtlich eines Umstands bewusst werden kann, scheint zum Beispiel prima facie eher eine Tatsache über eine Grenze unserer kognitiven Fähigkeiten zu beschreiben als über unseren Begriff des Bewusstseins oder unsere Verwendung von »bewusst« oder »Bewusstsein«. Dieser Eindruck täuscht allerdings. Hacker hätte stattdessen auch schreiben können: Die Regeln zur Verwendung von »sich eines Umstands bewusst werden« schließen eine Kombination mit »absichtlich« aus. Der Ausdruck »sich absichtlich eines Umstands bewusst werden« beschreibt nicht eine Fähigkeit, die wir (vielleicht bedauerlicherweise) nicht haben, sondern er beschreibt überhaupt nichts.

Bei anderen Beispielen könnte man in Versuchung kommen, ihre philosophische Relevanz in Frage zu stellen. Jemand könnte sagen: Schön und gut, wir sprechen also so, als ob zwei Personen denselben Schmerz haben könnten. Aber dies zeigt doch nicht, dass es auch adäquat ist, so zu sprechen, beziehungsweise dass es für zwei Personen tatsächlich möglich ist, denselben Schmerz zu haben! Dieser Einwand beruht jedoch auf einem Missverständnis davon, wie die Argumente der OLP funktionieren. »Denselben Schmerz haben« hat unabhängig von der Art und Weise, wie wir die Ausdrücke »Schmerz« und »derselbe Schmerz« gebrauchen, überhaupt keine Bedeutung. Die Bedingungen, unter denen wir normalerweise sagen (oder sagen würden), dass zwei Personen denselben Schmerz haben, sind konstitutiv dafür, was es bedeutet, dass zwei Personen denselben Schmerz haben. Wenn nun eine Philosophin oder ein Philosoph behauptet, dass in Wirklichkeit andere Bedingungen dafür gelten, denselben Schmerz zu haben, oder dass zwei Personen unter keinen Umständen denselben Schmerz haben können, dann bringt sie oder er damit entweder eine unwahre Behauptung darüber zum Ausdruck, wie der Ausdruck »denselben Schmerz haben« für gewöhnlich verwendet wird, oder die Forderung, den Ausdruck in Zukunft anders zu verwenden und ihm eo ipso eine neue Bedeutung zu verleihen. Es ist also inadäquat, zu sagen, dass wir so sprechen, als ob zwei Personen denselben Schmerz haben können. Richtiger wäre: Wir sprechen so, dass zwei Personen denselben Schmerz haben können: Die Art und Weise, wie wir sprechen, legt fest, dass es nicht (begrifflich) ausgeschlossen ist, dass zwei Personen denselben Schmerz haben. Dass es in der Welt auch tatsächlich vorkommt, dass zwei Personen einen Schmerz derselben Intensität und Art im gleichen Körperteil und somit denselben Schmerz haben, folgt natürlich nicht daraus, dass wir manchmal sagen, dass zwei Personen denselben Schmerz haben, sondern ist eine Tatsache unserer Erfahrung.

Wie angesichts der vorangehenden Ausführungen bereits klar geworden sein sollte, erlaubt es uns die Klärung von Begriffen der hier verteidigten Auffassung zufolge nicht nur, so genannte »Was-ist-X-Fragen« der oben aufgezählten Art zu beantworten, sondern auch komplexere philosophische Fragen wie eben beispielsweise »Können zwei Personen denselben Schmerz haben?« oder auch »Sind Personen identisch mit ihrem Körper?«, »Was unterscheidet Handlungen von Körperbewegungen?«, »Ist es möglich, dass ich ein Gehirn im Tank bin?«, »Können wir wissen, was andere Leute denken?« oder »Existiert Gott?«. Diese Fragen werden zwar nicht durch die Beschreibung der Art und Weise, auf welche bestimmte Wörter verwendet werden, beantwortet, aber wenn wir erst einmal eine Übersicht darüber erlangt haben, wie die für die einzelnen Fragen relevanten Ausdrücke gebraucht werden, so die Idee, werden die Fragen entweder leicht zu beantworten sein oder sich nicht länger stellen. Im letzten Fall sprechen die Vertreterinnen und Vertreter der OLP auch von der Auflösung anstelle der Lösung eines philosophischen Problems.

Ein Beispiel für ein philosophisches Problem, das aufgelöst statt gelöst werden kann, lautet: Worin besteht unsere mentale Fähigkeit der Introspektion, unter Rückgriff auf die wir beispielsweise feststellen, dass wir selbst Schmerzen, eine bestimmte Absicht oder eine Überzeugung haben? Eine Untersuchung der Art und Weise, wie die Ausdrücke »Schmerzen«, »Absicht« und »Überzeugung« in Zuschreibungen zum Sprecher oder der Sprecherin selbst gebraucht werden, zeigt, dass wir in Bezug darauf, dass wir selbst Schmerzen, bestimmte Absichten und bestimmte Überzeugungen haben, über die Autorität der ersten Person verfügen. Aufrichtige Äußerungen der Art »Ich habe Kopfschmerzen« oder »Ich beabsichtige, morgen früh aufzustehen« werden nicht auf der Grundlage von Evidenz beziehungsweise unter Rückgriff auf eine Fähigkeit zur Introspektion getroffen. Die Frage, worin unsere diesbezügliche Fähigkeit besteht beziehungsweise auf welcher Grundlage wir die entsprechenden Urteile fällen, stellt sich also nach einer sorgfältigen Betrachtung unseres Sprachgebrauchs nicht mehr.

Ein anderes Beispiel für die Auflösung eines philosophischen Problems findet sich in Strawsons Abhandlung zur Rechtfertigung induktiver Schlüsse in Introduction to Logical Theory. Strawson argumentiert dort dafür, dass wir zwar in Bezug auf einzelne induktive Schlüsse die Frage stellen können, ob und wie sie gerechtfertigt sind, aber dass diese Frage in Bezug auf induktives Schließen im Allgemeinen keinen Sinn ergibt. Dies ergibt eine Analyse unseres Begriffs des Rechtfertigens. Dass ein einzelner induktiver Schluss gerechtfertigt ist, bedeutet nämlich nichts anderes als dass er in einem angemessenen Zusammenhang zum bisher Beobachteten steht.

Manche Vertreterinnen und Vertreter der OLP – insbesondere der früheren Phase der betreffenden Strömung, die in Cambridge angesiedelt war6 – sind im Anschluss an den späten Wittgenstein der Auffassung, dass sämtliche Probleme der theoretischen Philosophie Schein-Probleme der im vorangehenden Absatz beschriebenen Art sind, die auf sprachlich-begrifflicher Verwirrung beruhen und sich durch eine gründliche Auseinandersetzung mit unserer Verwendung sprachlicher Ausdrücke auflösen lassen. Mit dieser Auffassung geht eine bestimmte Erklärung der zweiten eingangs erwähnten Besonderheit der Philosophie einher: Die Schwierigkeit, einen Fortschritt zu erkennen. Wenn es überhaupt keine echten philosophischen Probleme gibt, dann kann es jedenfalls keinen philosophischen Fortschritt im Sinne der Vermehrung unseres Wissens in Bezug auf die richtigen Lösungen philosophischer Probleme geben. Fortschritt könnte es höchstens in dem Sinn geben, dass philosophische Schein-Probleme als solche entlarvt werden. Und dies, so die Idee, ist bis zur Etablierung der OLP kaum geschehen, da die Möglichkeit, dass sie es nicht mit echten Problemen zu tun haben, von den Philosophinnen und Philosophen der Vergangenheit nicht häufig genug in Betracht gezogen wurde.

Die Position, die in der vorliegenden Abhandlung verteidigt wird, gleicht eher der Auffassung der späteren Vertreterinnen und Vertreter der OLP, die der Strömung angehörten, die manchmal auch als »Oxford-Philosophie« bezeichnet wird.7 Dieser Position zufolge sind nicht alle Probleme der theoretischen Philosophie Schein-Probleme, aber auch die echten philosophischen Probleme sind begriffliche Probleme und lassen sich nur durch eine Klärung unserer Begriffe lösen. Auch die Oxford-Philosophie kann erklären, weshalb es bis zu ihrer Entstehung kaum philosophischen Fortschritt gab: Weil sich frühere Philosophinnen und Philosophen nicht darüber im Klaren waren, mit welcher Art von Problemen sie es zu tun hatten und dass sie sich zur Lösung der Probleme mit dem gewöhnlichen Sprachgebrauch hätten auseinandersetzen müssen. Von Platon über Descartes bis zu Russell haben sich die Philosophinnen und Philosophen in der Wissens-Debatte zum Beispiel damit befasst, die Bedingungen dafür zu eruieren, dass man etwas »wirklich weiß«, und es dabei als nebensächlich erachtet, unter welchen Bedingungen wir Personen normalerweise Wissen zuschreiben beziehungsweise wie wir das Wort »wissen« normalerweise verwenden. Erst J. L. Austin und Gilbert Ryle haben sich in »Other Minds« respektive »Knowing How and Knowing That« vertieft mit der gewöhnlichen Gebrauchsweise von »wissen« auseinandergesetzt. Angesichts dieses Umstands ist es nicht weiter überraschend, dass die Frage, was Wissen ist, früher nicht zufriedenstellend beantwortet werden konnte.8

Entgegen dem, was manchmal behauptet wird,9 ist es nicht essentiell für die OLP, dass ihre Vertreterinnen und Vertreter unsere gewöhnliche Sprache in irgendeiner Hinsicht positiver bewerten als Vertreterinnen und Vertreter der ILP. Der OLP zufolge benötigen wir keine logischen Formalisierungen und auch keine formale Semantik zur Lösung oder Auflösung philosophischer Probleme, sondern kommen mit unserer gewöhnlichen Sprache aus. Diese Auffassung impliziert aber nicht, dass die gewöhnliche Sprache besonders präzise oder übersichtlich ist oder dass man sie nicht verbessern könnte. Der Punkt ist ganz einfach, dass unsere philosophischen Probleme sich im Zusammenhang mit unserer gewöhnlichen Sprache ergeben und darauf beruhen, dass wir keine Übersicht über unsere Begriffe und die Relationen zwischen ihnen haben. Und um eine solche Übersicht zu erlangen, führt kein Weg daran vorbei, den gewöhnlichen Gebrauch unserer sprachlichen Ausdrücke zu untersuchen. Wenn wir noch eine andere Sprache ins Spiel bringen, verkomplizieren wir das Unterfangen nur zusätzlich, weil wir uns dann auch noch über die Relationen der Ausdrücke dieser Sprache zu den Ausdrücken unserer gewöhnlichen Sprache klar werden müssen.10

Hinsichtlich der Nützlichkeit der formalen Logik für die Klärung der Bedeutung natursprachlicher Ausdrücke sind viele Vertreterinnen und Vertreter der OLP außerdem deshalb skeptisch, weil die logischen Junktoren und Quantoren semantisch von ihren natursprachlichen Gegenstücken abweichen. Für die Wahrheit des aussagenlogischen Ausdrucks »p → q« ist es beispielsweise hinreichend, dass p unwahr ist. Dies gilt aber nicht für das natursprachliche »Wenn…, dann …«. Dies wird zum Beispiel anhand des folgenden Beispiels ersichtlich:

Jack und Jill laufen an die Bushaltestelle. Sie wollen auf keinen Fall den Bus um 23.55 Uhr verpassen, weil sie glauben, dass dies der letzte Bus ist, der an diesem Abend zu ihnen nach Hause fährt. In Wirklichkeit gibt es auch noch einen Bus um 0.15 Uhr. Jack sagt zu Jill: »Wenn wir den Bus um 23.55 Uhr verpassen, dann müssen wir zu Fuß nach Hause gehen!«. Tatsächlich erwischen Jack und Jill den Bus um 23.55 Uhr.

Da Jack und Jill den Bus um 23.55 Uhr nicht verpassen, ist das Antezedens des von Jack geäußerten Wenn-dann-Satzes unwahr. Seine Äußerung von »Wenn wir den Bus um 23.55 Uhr verpassen, dann müssen wir zu Fuß nach Hause gehen« müsste demnach wahr sein, wenn natursprachliche Wenn-dann-Sätze (oder ihre Äußerungen) unten denselben Bedingungen wahr wären wie ihre logischen Entsprechungen. Wir würden allerdings nicht sagen, dass Jacks Äußerung wahr ist: Wenn Jack und Jill den Bus um 23.55 Uhr verpasst hätten, hätten sie nicht zu Fuß nach Hause gehen müssen, da um 0.15 Uhr ein weiterer Bus gefahren ist.11

Nun könnte man natürlich einwenden, dieses Problem ergebe sich nicht prinzipiell bei der Übertragung natursprachlicher Ausdrücke in logische Formeln, sondern könnte durch eine Anpassung der Regeln zur Verwendung der logischen Konstanten behoben werden. Die Wahrheitsbedingungen für das logische Konditional müsste man zum Beispiel so anpassen, dass die Wahrheit des Antezedens nicht mehr hinreichend für die Wahrheit eines Satzes der Form »A → B« ist, sondern dass solche Sätze unter denselben Bedingungen wahr sind wie natursprachliche Wenn-dann-Sätze. Dies ist allerdings alles andere als einfach, unter anderem deshalb, weil der natursprachliche Wenn-dann-Operator nicht wahrheitsfunktional ist: Der Wahrheitswert des Satzes »Wenn wir den Bus um 23.55 Uhr verpassen, dann müssen wir zu Fuß nach Hause gehen« ist nicht durch die Wahrheitswerte von »Wir verpassen den Bus um 23.55 Uhr« und »Wir müssen zu Fuß nach Hause gehen« festgelegt. Wollten wir eine formale Sprache konstruieren, die sich dazu eignet, die Bedeutungen der Ausdrücke unserer natürlichen Sprache mit allen Nuancen, die relevant für die Wahrheit oder Falschheit von Aussagen sein können, zu erfassen, so müsste diese formale Sprache wohl nahezu so komplex sein wie unsere natürlichen Sprachen und wäre deshalb kein brauchbares Werkzeug zur vereinfachten Darstellung der Bedeutung unserer gewöhnlichen Ausdrücke. Und ein mathematisches Kalkül für die »Errechnung« der Wahrheit komplexer Ausdrücke aus der Wahrheit weniger komplexer Ausdrücke könnte man für eine solche Sprache nicht entwickeln, wenn Strawson Recht hat mit seiner Behauptung zum Abschluss von »On Referring«: »Neither Aristotelian nor Russellian rules give the exact logic of any expression of ordinary language; for ordinary language has no exact logic.«12

Für die Vertreterinnen und Vertreter der OLP ist es typisch, stückweise vorzugehen: Statt Wissen, Wahrheit oder Wahrnehmung im Allgemeinen in den Blick zu nehmen, werden zunächst einmal einzelne Fälle von Wissen, Wahrheit oder Wahrnehmung respektive einzelne Verwendungen der betreffenden Ausdrücke in den Blick genommen und Fragen wie die folgenden gestellt: Wie könnten wir eine Beschreibung der Form »S weiß, dass p« in einem spezifischen Fall, in welchem es natürlich wäre, einen solchen Satz zu äußern, paraphrasieren? Was ist im spezifischen Fall dafür ausschlaggebend, dass wir die betreffende Äußerung als wahr und/oder angemessen auffassen? Und wie ist es im spezifischen Fall um die Anwendbarkeit anderer, mit Wissen zusammenhängender Begriffe bestellt, wie etwa der Begriffe der Wahrheit, der Rechtfertigung, der Überzeugung, der Gewissheit oder des Verstehens? Diese Fokussierung auf spezifische Fälle hängt damit zusammen, dass es in der OLP nicht darum geht, eine Theorie des Wissens (oder der Wahrheit, der Wahrnehmung etc.) aufzustellen, sondern die Bedeutung der betreffenden Ausdrücke zu klären. Und zur Erreichung dieses Ziels ist es der hier verteidigten Auffassung zufolge hilfreicher, sich mit einzelnen Fällen auseinanderzusetzen, in denen wir einen zur Diskussion stehenden Ausdruck tatsächlich verwenden würden, als abstrakt darüber nachzudenken, unter welchen Bedingungen Zuschreibungen von Wissen, Wahrheit oder Wahrnehmungen im Allgemeinen zutreffend sind.

»Begriffsanalyse« und »Ordinary Language-Philosophie« sind als Bezeichnungen für die in der vorliegenden Abhandlung verteidigte Philosophie- Konzeption beide in gewisser Hinsicht irreführend. Der Nachteil der Bezeichnung »Begriffsanalyse« besteht darin, dass sie nahelegt, dass wir in der Philosophie Begriffe in ihre Bestandteile zerlegen bzw. analytisch (d. h. unter Bezugnahme auf notwendige und hinreichende Bedingungen) definieren wollen, was häufig weder möglich noch zur Auflösung philosophischer Verwirrung notwendig ist. Wenn wir sagen wollen, die in der vorliegenden Abhandlung verteidigte Auffassung der Philosophie sei eine Form der Begriffsanalyse, muss »Analyse« im Sinne von dem aufgefasst werden, was P. F. Strawson als konnektive (im Gegensatz zu reduktiver) Analyse bezeichnet. Einen Begriff einer konnektiven Analyse zu unterziehen, bedeutet, seinen Platz in unserem Begriffssystem zu bestimmen, insbesondere durch eine Spezifikation seiner Relationen zu anderen Begriffen – die nicht in irgendeinem Sinn einfacher oder basaler sein müssen als der zu analysierende Begriff.13

Ein weiteres, wenn auch vielleicht weniger schwerwiegendes Problem mit der Bezeichnung »Begriffsanalyse« kommt in Ryles Artikel »Categories« zur Sprache. Ryle macht dort geltend, diese Bezeichnung werde dem Umstand nicht gerecht, dass die Philosophie – auch die so genannte »begriffsanalytische Philosophie« – im Wesentlichen ein argumentatives Unterfangen sei.14

Der Nachteil der Bezeichnung der zur Diskussion stehenden Philosophie- Konzeption als »Ordinary Language-Philosophie« besteht wiederum darin, dass sie nahelegt, die Philosophie befasse sich ausschließlich mit unserer gewöhnlichen Sprache, also der Alltagssprache, und beispielsweise nicht mit wissenschaftlichem Fachvokabular. Dies ist nicht der Fall. Zur Auflösung bestimmter philosophischer Probleme, die sich beispielsweise im Bereich der Überschneidung der Philosophie des Geistes mit den Neurowissenschaften oder im Bereich der Überschneidung der Sprachphilosophie mit den Informationswissenschaften ergeben, müssen auch technische Begriffe der Neurowissenschaften oder der Informationswissenschaften in den philosophischen Blick genommen werden. Eine geeignete Lesart von »Ordinary Language-Philosophie« steht mit dem Umstand, dass auch der Gebrauch von wissenschaftlichen Fachtermini legitimes Untersuchungsobjekt der Philosophie sein kann, nicht im Widerspruch: Es geht in der OLP nicht um die gewöhnliche (im Gegensatz zu einer technischen) Sprache, sondern um die gewöhnliche (im Gegensatz zu einer abweichenden oder »metaphysischen«) Verwendung sprachlicher Ausdrücke, sei es im Alltag oder in einer Wissenschaft.15 Und wenn ein Ausdruck sowohl im Alltag als auch in einer Wissenschaft verwendet wird, aber auf unterschiedliche Art und Weise,16 dann gibt es zwei verschiedene gewöhnliche Verwendungen dieses Ausdrucks, die beide, je nach Kontext, für philosophische Probleme relevant sein können. Das Verwirrungspotential liegt dann vor allem in der Gefahr, die beiden Begriffe miteinander zu vermengen.17

Es gibt mindestens drei Faktoren, die dafür verantwortlich sind, dass die OLP Ende der 1970er-Jahre aus der Mode gekommen ist. Erstens hat sich zunehmend auch in Großbritannien die bereits 1951 in »Two Dogmas of Empiricism« von Quine vorgebrachte These etabliert, dass die Unterscheidung zwischen analytischen (oder begrifflichen) und synthetischen Wahrheiten problematisch ist. Wenn es aber keine begrifflichen Wahrheiten gibt, dann kann die Aufgabe der Philosophie auch nicht in der Zusammenstellung solcher Wahrheiten bestehen. Das Infragestellen der Unterscheidung zwischen analytischen und synthetischen Wahrheiten hat außerdem zu einer Verbreitung der Auffassung geführt, dass die traditionell als nicht-empirisch aufgefassten Wissenschaften mit den traditionell als empirisch aufgefassten Wissenschaften in Wirklichkeit ein Kontinuum bilden, was zu Skepsis in Bezug auf Philosophie-Konzeptionen wie diejenige der OLP Anlass gegeben hat, denen zufolge die Philosophie ein reines Lehnstuhl-Unterfangen darstellt.

Zweitens ist die Gebrauchstheorie der Bedeutung, die der OLP zugrunde liegt, durch Paul Grices Werk in Verruf geraten. Unter Berufung auf Grice wird oft behauptet, die Gebrauchstheorie der Bedeutung vermenge semantische mit pragmatischen Phänomenen, und Grice selbst behauptet im Zusammenhang mit gewissen Argumenten der OLP, in denen darauf Bezug genommen wird, was wir in bestimmten Situationen (nicht) sagen würden, dass die betreffenden Aspekte unseres Gebrauchs uns entgegen der Auffassung der Urheberinnen und Urheber der fraglichen Argumente keinen Aufschluss über die Bedeutung der betreffenden Ausdrücke geben. So räumt Grice zum Beispiel ein, dass wir in einer gewöhnlichen Situation, in welcher wir einen roten Gegenstand wahrnehmen, nicht sagen würden, dass es uns so erscheine, als würden wir einen roten Gegenstand wahrnehmen. Trotzdem, so Grice, würde eine solche Äußerung etwas Wahres zum Ausdruck bringen, denn das, was von der Äußerung »Es erscheint uns, als würden wir einen roten Gegenstand wahrnehmen« implikiert wird – nämlich dass es zweifelhaft oder sogar ausgeschlossen ist, ob/dass wir tatsächlich einen roten Gegenstand wahrnehmen – ist ihm zufolge nicht Teil der Bedeutung dieses Satzes.18

Drittens hat Saul Kripke mit seinem 1980 erschienenen Naming and Necessity eine Vielzahl von Philosophinnen und Philosophen davon überzeugt, dass es notwendige Wahrheiten gibt, die nicht begrifflich wahr sind, und dass es auch und gerade solche metaphysisch notwendigen Wahrheiten sind, mit denen wir uns in der Philosophie auseinandersetzen sollten. Ausgehend von Kripke hat sich die ganze Mögliche-Welten-Semantik und -Metaphysik entwickelt,19 die sich heute einer sehr großen Anhängerschaft erfreut und der zufolge die interessantesten Fragen, die sich in den verschiedenen Bereichen der Philosophie stellen, nicht (allein) auf der Grundlage davon beantwortet werden können, welches unser gewöhnlicher Gebrauch sprachlicher Ausdrücke ist.

In den letzten zwanzig Jahren sind mehrere Bücher zur Rehabilitation der BA beziehungsweise der OLP erschienen: Die 1998 und 2012 erschienenen Monographien von Frank Jackson und Avner Baz, From Metaphysics to Ethics und When Words Are Called For, tragen die Untertitel »A Defence of Conceptual Analysis« respektive »A Defense of Ordinary Language Philosophy«. Und 2013 ist die englische Übersetzung von Sandra Laugiers Du réel à l’ordinaire. Quelle philosophie du langage aujourd’hui? erschienen, mit dem Titel: Why We Need Ordinary Language Philosophy. In diesen Büchern wird allerdings jeweils nicht genau die Position verteidigt, die in der vorliegenden Abhandlung zur Diskussion steht. Viele relevante Aspekte, die mit der spezifischen Auffassung zusammenhängen, die ich selbst als die adäquate Weise, das Unterfangen der Philosophie aufzufassen, erachte, fehlen deshalb in diesen Büchern. Demgegenüber wird in Oswald Hanflings Philosophy and Ordinary Language (2000) eine Konzeption verteidigt, die dem, was in der vorliegenden Abhandlung als »Begriffsanalyse« oder »Ordinary Language-Philosophie« bezeichnet wird, sehr nahe steht. Dem, was Hanfling in seiner Monographie zur Aufklärung diverser verbreiteter Missverständnisse in Bezug auf die OLP schreibt, habe ich denn auch nichts hinzuzufügen, und auch auf die bereits genannten Herausforderungen für die hier verteidigte Position, die von Quine, Kripke und ihren Anhängern ausgehen, liefert Hanfling überzeugende Repliken. Der Grund dafür, dass es sich dennoch lohnt, eine weitere Verteidigung der OLP zu schreiben, besteht insbesondere darin, dass mittlerweile neue Einwände gegen diese Konzeption publiziert und teilweise von der philosophischen Gemeinschaft auch sehr ernst genommen worden sind. Im Übrigen lässt aber auch Hanflings Entgegnung auf Grice gewisse Fragen offen, die in der vorliegenden Abhandlung beantwortet werden.

Die neuen Einwände gegen die OLP stammen hauptsächlich von Timothy Williamson und von den Vertreterinnen und Vertretern der Experimentellen Philosophie. Timothy Williamson räumt in seinem 2007 erschienenen Buch The Philosophy of Philosophy ein, dass Quines Argumente gegen die Analytisch- synthetisch-Unterscheidung nicht stichhaltig sind, argumentiert aber dafür, dass die Unterscheidung trotzdem nicht haltbar ist. Und die Vertreterinnen und Vertreter der Experimentellen Philosophie sind der Auffassung, dass die Idee, dass wir in der Philosophie mit unserem gewöhnlichen Sprachgebrauch oder dem, »was wir sagen würden«, befasst sind, sich nicht mit dem Standpunkt verträgt, dass Philosophie aus dem Lehnstuhl betrieben werden kann. Ich möchte zeigen, dass sowohl Williamson als auch die Experimentelle Philosophie in diesen Punkten falsch liegen. Außerdem werde ich mich mit Herman Cappelens Philosophy without Intuitions (2012) auseinandersetzen. Einer der wichtigsten Thesen, die Cappelen in diesem Buch aufstellt, besteht darin, dass begriffliche Wahrheiten für die Philosophie keine besondere Relevanz haben. Auch diese Auffassung ist natürlich gemäß der in der vorliegenden Abhandlung vertretenen Position abzulehnen, und es wird sich zeigen, dass die Fallstudien, die Cappelen zur Verteidigung seiner Auffassung durchführt, einer sorgfältigen Prüfung nicht standhalten.

Das Buch ist wie folgt aufgebaut: Im Kapitel 1 werde ich auf den späten Wittgenstein als den wichtigsten Wegbereiter der hier verteidigten Philosophie- Konzeption eingehen. Nicht zuletzt deshalb, weil diverse Vertreterinnen und Vertreter der OLP – beispielsweise Alice Ambrose, Norman Malcolm und G. E. M. Anscombe – Schülerinnen und Schüler von Wittgenstein waren, weist dessen Philosophie-Konzeption große Parallelen zur OLP auf. In der vorliegenden Abhandlung soll untersucht werden, was bei Wittgenstein damit gemeint ist, dass es keine Theorien, Thesen, Entdeckungen oder Erklärungen in der Philosophie gibt und dass es in der Philosophie nicht darum geht, Wissen zu erlangen. Außerdem wird dargelegt, welches Wittgenstein zufolge die Quellen philosophischer Verwirrung sind und mit welchen Strategien wir diese Verwirrung ihm zufolge überwinden können. Des Weiteren werden einige Argumente besprochen, die für Wittgensteins Philosophie-Konzeption sprechen, aber auch Schwierigkeiten diskutiert, die sich im Zusammenhang mit seiner Konzeption ergeben.

Im zweiten und dritten Kapitel des Buchs gehe ich auf die Unterschiede ein, die zwischen der hier verteidigten Philosophie-Konzeption und denjenigen von Frank Jackson und Avner Baz bestehen. Dabei befasse ich mich zunächst mit Jacksons so genannter »Methode möglicher Fälle« und versuche zu zeigen, dass diese Methode eine Reihe von Nachteilen gegenüber der Methode aufweist, auf die Oswald Hanfling in seiner Analyse des Wissensbegriffs zurückgreift. Danach argumentiere ich dafür, dass Avner Baz, der die Methode möglicher Fälle ebenfalls kritisiert, in seiner Zurückweisung dieser Methode zu weit geht.

Im Kapitel 4 gehe ich auf Grices Argument gegen die Gebrauchstheorie sprachlicher Bedeutung ein und versuche zu zeigen, dass es den Vertreterinnen und Vertretern der Gebrauchstheorie durchaus möglich ist, eine Grenze zwischen Semantik und Pragmatik zu ziehen. Die Idee, dass es ihnen nicht möglich ist, geht auf eine Fehlauffassung davon zurück, womit genau die Gebrauchstheorie sprachliche Bedeutung identifiziert.

Im fünften Kapitel der vorliegenden Abhandlung wird Williamsons The Philosophy of Philosophy besprochen, und zwar nicht nur die Argumente, auf deren Grundlage Williamson die Unterscheidung zwischen analytischen und synthetischen Urteilen ablehnt, sondern auch Williamsons Diskussion der Frage, welches der Gegenstandsbereich der Philosophie ist. Es wird dafür argumentiert, dass es erstens contra Williamson Urteile gibt, die allein aufgrund ihrer Bedeutung wahr sind. Zweitens, dass es Williamson nicht gelingt, zu zeigen, dass es möglich ist, triviale analytische Sätze zu verstehen, ohne ihnen zuzustimmen, und drittens, dass philosophische Wahrheiten in einem bestimmten Sinn tatsächlich nicht-substanziell sind und von Begriffen statt von der Welt handeln.

Im Kapitel 6 setze ich mich mit Herman Cappelens Philosophy without Intuitions und insbesondere mit Cappelens Behauptung auseinander, dass begriffliche Wahrheiten in der gegenwärtigen analytischen Philosophie keine wichtige Rolle spielen. Ich versuche, zu zeigen, dass die Kriterien, auf die Cappelen zur Identifikation einer Berufung auf Sprachkompetenz zurückgreift, allesamt entweder nicht zu diesem Zweck geeignet sind oder von ihm nicht akkurat angewendet werden.

Im Kapitel 7 setze ich mich schließlich mit der Experimentellen Philosophie auseinander. Ich lege die Gründe dafür dar, dass es zur Beurteilung davon, »was wir sagen würden«, nicht nötig ist, Umfragen oder andere empirische Studien durchzuführen, und dass der Umstand, dass beispielsweise Personen aus unterschiedlichen Kulturen die Frage, ob in einem Gettier-Fall Wissen vorliegt oder nicht, unterschiedlich beantworten, dem Wert von aus dem Lehnstuhl entwickelten Begriffsanalysen keinen Abbruch tut.

1

Als Oberbegriff für die ILP und die OLP wird manchmal die Bezeichnung »Linguistische Philosophie« verwendet.

2

Vgl. Hacker 2013, S. 21.

3

Vgl. Hacker 2013, S. 179.

4

Vgl. Hacker 2013, S. 165.

5

Vgl. Hacker 2013, S. 269.

6

Prominente Exponenten und Exponentinnen dieser Phase sind John Wisdom, Norman Malcolm, Alice Ambrose und G. E. M. Anscombe.

7

Zu dieser Strömung werden insbesondere Gilbert Ryle, John Langshaw Austin und Peter Strawson gerechnet.

8

Das Beispiel stammt aus Weitz 1953, S. 200f.

9

Vgl. z. B. Parker-Ryan (IEP), Abschnitt 1.

10

Vgl. Strawson 1963, S. 506.

11

Das Beispiel stammt aus Strawson 2011 [1952], S. 90.

12

Strawson 1950, S. 344.

13

Vgl. Strawson 1992, Kap. 2.

14

Vgl. Ryle 1938, S. 205.

15

Vgl. Ryle 1953, S. 167-171.

16

Dies gilt beispielsweise für den Ausdruck »Information« im Alltag und in den Informationswissenschaften.

17

Vgl. z. B. Hacker 1987, S. 493-495.

18

Vgl. Grice 1961. Prinzipiell stand Paul Grice der OLP allerdings freundlich gegenüber, wie man unter anderem seinem Artikel »Postwar Oxford Philosophy« (1989, in Studies in the Way of Words) entnehmen kann. Von vielen Philosophinnen und Philosophen wird er sogar selbst als Vertreter der OLP aufgefasst.

19

Der Begriff der möglichen Welt findet sich jedoch bereits bei Leibniz.

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