Haben Menschliche Embryonen Eine Disposition zur Personalität?

In: Der manipulierbare Embryo

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Haben menschliche Embryonen eine Disposition zur Personalität? Dass dem so sei, wird angenommen im Rahmen neuerer Versuche, das klassische Potentialitätsargument für den Embryonenschutz mit Hilfe des Dispositionsbegriffs zu reformulieren. In meinem Beitrag unterziehe ich dieses dispositionale Potentialitätsargument einer kritischen Analyse mit Blick auf seine zentrale ontologische Prämisse. Es zeigt sich, dass Hoffnungen auf eine dispositionale Rehabilitierung der klassischen und vielfach kritisierten Annahme eines personalen Potentials des menschlichen Embryos verfehlt sind. Das dispositionale Potentialitätsargument operiert in denselben metaphysischen Fahrwassern wie sein Vorgänger und gerät infolgedessen nicht minder als dieser in Konflikt mit biologischen Erkenntnissen über die menschliche Embryonalgenese.