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Prof. Dr. Regina Ammicht Quinn ist Sprecherin des Internationalen Zentrums für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) der Universität Tübingen und Gründungsdirektorin des Tübinger Zentrums für Gender- und Diversitätsforschung (ZGD; zusammen mit Prof. Ingrid Hotz-Davies). Promotion zur Ethik der Theodizeefrage in Theologischer Ethik (1991), Habilitation in Sozialethik zu Körper, Religion und Geschlecht (1999); im Zuge von Erstplatzierungen bei Berufungen mehrmalige Verweigerung des römischen nihil obstat. Sie ist Mitglied des Lenkungskreises der Plattform »Lernende Systeme« (BMBF); Mitglied des Wissenschaftlichen Programmausschusses zur Sicherheitsforschung (BMBF) (Vorsitz 2013-2017); Mitglied des Exzellenzclusters »Machine Learning in Science« (Universität Tübingen); Vorsitzende des Public Advisory Boards des Cyber Valley.

Klaus Corcilius ist Professor für Philosophie an der Universität Tübingen. Er arbeitet hauptsächlich zur Philosophie der Antike und insbesondere zu Aristoteles und Platon. Jüngere Publikationen sind: Aristoteles. De anima. Einführung, griechischer Text von Aurelius Förster (1912), Übersetzung und Kurzkommentar, Meiner, Hamburg, 2017; und von Aristoteles. De motu animalium. Philologische Einführung, neuer griechischer Text von Oliver Primavesi, philosophische Einführung, Übersetzung und Kommentar von Klaus Corcilius, Meiner, Hamburg, 2018; Intellectual Cognition in Timaeus 37a2-c5, Oxford Studies in Ancient Philosophy LIV (2018/1), 51-105.

Michael Drieschner, geboren 1939, Studium der Physik in München, Göttingen, Berlin und Paris; Diplom 1964 in München. Promotion in Philosophie bei C.F. von Weizsäcker 1968 in Hamburg. 1970 bis 1978 am Max-Planck-Institut zur Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt (Starnberg), Arbeiten über Umweltfragen und Grundlagen der Quantenmechanik. 1980 Habilitation, Privatdozent an der Universität München, Industrietätigkeit. Seit 1986 Professor für Naturphilosophie an der Ruhr-Universität Bochum. Buchveröffentlichungen: Voraussage – Wahrscheinlichkeit – Objekt, Heidelberg 1979; Einführung in die Naturphilosophie, Darmstadt 1981, 21991; C.F. v.Weizsäcker – eine Einführung, Hamburg 1992; Moderne Naturphilosophie – eine Einführung, Paderborn 2002. Herausgeber: C. F. v. Weizsäcker im Kontext. Gesammelte Werke auf CD-ROM. Berlin (Infosoftware) 2011. Zahlreiche Veröffentlichungen über Grundlagen der Naturwissenschaft, Quantenmechanik, Wahrscheinlichkeitstheorie (vgl. https://homepage.ruhr-uni-bochum.de/michael.drieschner/aufsaetz.htm).

Antonia Grunenberg lebt als Publizistin in Berlin. 1975 Promotion in Philosophie an der FU Berlin; 1985 Habilitation in Politischer Wissenschaft an der RWTH Aachen. Von 1994-1996 war Grunenberg DAAD-German Studies Professorin an der University of Pennsylvania in Philadelphia, bevor sie 1998 auf eine Professur für Politikwissenschaft an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg berufen wurde. Grunenberg ist Gründerin und war bis zu ihrer Emeritierung im Jahr 2009 Leiterin des dortigen Hannah Arendt-Zentrums. 2010-2011 Forschungsaufenthalt am Institut d’Etudes Avancées de Nantes (IEA). Bücher (Auswahl): Antifaschismus – ein deutscher Mythos, Reinbek 1993; Der Schlaf der Freiheit. Von der Entgrenzung der Politik und der Bedrohung des Gemeinsinns, Reinbek 1997; Die Lust an der Schuld. Von der Macht der Vergangenheit über die Gegenwart, Berlin 2001; Arendt, in der Reihe »Spektrum Meisterdenker«, Herder Verlag Freiburg 2003; Hannah Arendt und Martin Heidegger. Geschichte einer Liebe, Piper Verlag, München und Zürich 2006; Götterdämmerung. Aufstieg und Untergang der deutschen Intelligenz 1900-1940. Walter Benjamin und seine Zeit, Freiburg 2018.

Ulrich Hemel, geboren 1956, ist Direktor des Weltethos-Instituts in Tübingen und Bundesvorsitzender des Bundes Katholischer Unternehmer. Nach Studien der Katholischen Theologie, Philosophie, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften habilitierte er sich im Fach Religionspädagogik zum Thema »Ziele religiöser Erziehung« (1988). Er führte dabei als erster den später generell verwendeten Leitbegriff der »religiösen Kompetenz« im Sinn weltanschaulicher Selbststeuerungsfähigkeit ein. Nach einer Zeit bei The Boston Consulting Group (1991-1996) und der Paul Hartmann AG (1996-2004, zuletzt CEO) gründete er nach Stationen bei Private Equity Unternehmen sein eigenes Unternehmen und spezialisierte sich auf Angewandte Ethik. Im Weltethos-Institut hat er das Weltethos-Ambassador-Programm für zukunftsfähiges Wirtschaften ins Leben gerufen. Wesentliche Werke »Wert und Werte-Ethik für Manager« (2005), Weltethos für das 21. Jahrhundert (2019) und »Kritik der digitalen Vernunft – Warum Humanität der Maßstab sein muss« (2020).

Prof. em. Dr. Dr. h.c. mult. Otfried Höffe leitet die Forschungsstelle für Politische Philosophie an der Universität Tübingen. Er ist Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Nationalakademie Leopoldina. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Moral-, Rechts- und Staatsphilosophie, außerdem Aristoteles und Kant. Zuletzt erschienen »Für ein Europa der Bürger!« (Tübingen 2020) und »Rawls’ epochale Philosophie des Politischen« (Freiburg/Br. 2021).

Paul Hoyningen-Huene ist promovierter theoretischer Physiker, pensionierter Professor für Theoretische Philosophie an der Leibniz Universität Hannover und Lehrbeauftragter für Philosophy of Economics an der Universität Zürich. Sein primäres Forschungsgebiet ist die allgemeine Wissenschaftsphilosophie. Seine Arbeiten beziehen sich u.a. auf die Philosophien von Thomas S. Kuhn und Paul Feyerabend, auf Inkommensurabilität, Reduktion, Emergenz, wissenschaftlichen Realismus, die Abgrenzung von Wissenschaft und Alltagswissen, auf Fußball und die Verwissenschaftlichung der Konservierungs- und Restaurierungsdisziplin. Buchveröffentlichungen u.a.: Die Wissenschaftsphilosophie Thomas S. Kuhns. Rekonstruktion und Grundlagenprobleme, 1989; Formale Logik. Eine philosophische Einführung, 1998; Systematicity. The nature of science, 2013.

Reinhard Kahle ist Carl Friedrich von Weizsäcker-Stiftungsprofessor für Theorie und Geschichte der Wissenschaften und Leiter des Carl Friedrich von Weizsäcker-Zentrums an der Universität Tübingen. Zuvor war er Professor für Mathematik an der Universität Coimbra (2003-08) und der Universidade Nova de Lisboa (2008-18). Er ist Mitglied der Académie Internationale de Philosophie des Sciences. Zu seinen Forschungsinteressen gehören aktuelle Entwicklungen im Umfeld der künstlichen Intelligenz sowie die Geschichte und Philosophie der modernen mathematischen Logik. Er hat zusammen mit Kollegen mehr als 10 Bücher und Sondernummern herausgegeben, unter anderem Gentzen’s Centenary: The quest for consistency (Springer, 2015) und The Legacy of Kurt Schütte (Spriner, 2020), beide zusammen mit Michael Rathjen.

Klaus Mainzer war nach einem Studium der Mathematik, Physik und Philosophie, Promotion und Habilitation in Münster Heisenbergstipendiat; Professor für Grundlagen und Geschichte der exakten Wissenschaften, Dekan und Prorektor der Universität Konstanz; Lehrstuhlinhaber für Philosophie und Wissenschaftstheorie, Direktor des Instituts für Philosophie und Gründungsdirektor des Instituts für Interdisziplinäre Informatik an der Universität Augsburg; Lehrstuhlinhaber für Philosophie und Wissenschaftstheorie, Direktor der Carl von Linde-Akademie und Gründungsdirektor des Munich Center for Technology in Society (MCTS) an der Technischen Universität München. Er ist u.a. Mitglied der Academy of Europe (Academia Europaea), der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste (seit 2020 deren Präsident), der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech), Sprecher der acatech-Arbeitskreise »Grundfragen« und »Verantwortung«, Gastprofessor und Autor zahlreicher Bücher mit internationalen Übersetzungen. Seit 2016 lehrt er als Emeritus of Excellence an der Technischen Universität München, seit 2019 als Seniorprofessor am Carl Friedrich von Weizsäcker-Center an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Seine Forschungsschwerpunkte sind mathematische Grundlagenforschung, Komplexitäts- und Berechenbarkeitstheorie, Grundlagen der Künstlichen Intelligenz, Robotik, Internet der Dinge, Wissenschafts- und Technikphilosophie, Zukunftsfragen der technisch-wissenschaftlichen Welt.

Apl. Prof. Dr. Gotlind Ulshöfer vertritt zur Zeit die Professur für Systematische Theologie I an der Ev.-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen. Davor hatte sie dort eine DFG-Heisenbergstelle inne mit dem Projekt »Ethik der Macht im digitalen Zeitalter«. Im Wintersemester 2018/19 hat sie die Professur für Feministische Theologie und Gender Studies an der Augustana-Hochschule Neuendettelsau vertreten, 2017-2018 war sie Gastprofessorin für Theologische Ethik an der Universität Zürich, seit 2016 war sie DFG-Heisenberg-Stipendiatin an der Universität Tübingen. Sie war 2001-2016 Studienleiterin an der Evangelischen Akademie Frankfurt/Arnoldshain, sowie 2009 Gastprofessorin am Union Theological Seminary, New York, USA und 2012-2013 Lehrstuhlvertretung an der Universität Bamberg. Seit 2003 ist sie Pfarrerin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Sie studierte Evangelische Theologie und Volkswirtschaft an den Universitäten Tübingen, Heidelberg, der Hebräischen Universität Jerusalem und am Princeton Theological Seminary, USA, sie wurde an der Universität Heidelberg promoviert und habilitierte sich an der Universität Tübingen.

Prof. Dr. Francesca Vidal studierte Allg. Literaturwissenschaft und Mediavistik an der Gesamthochschule Paderborn, promovierte am Seminar für Allg. Rhetorik an der Universität Tübingen und habilitierte in Kulturwissenschaft an der Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz. Zur Zeit ist sie Leiterin des Schwerpunkts Rhetorik, Studiengangsleiterin des Weiterbildungsmaster ›Unternehmenskommunikation und Rhetorik‹ und Zentrale Gleichstellungsbeauftragte der Universität in Landau. Außerdem ist sie Mitglied des Vorstandes der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften e.V., Präsidentin der int. Ernst-Bloch-Gesellschaft e.V., Mitglied des Präsidiums der int. Novalis-Gesellschaft e.V., 2te Vorsitzende des Vereins Kreativ für Menschenrechte und Mitglied des wiss. Beirats von Givat-Haviva. Sie ist Herausgeberin des internationalen Jahrbuches für Rhetorik, der Rhetorischen Forschungen (de Gruyter) und des Jahrbuches der Ernst-Bloch-Gesellschaft (Königshausen & Neumann) und hat zahlreiche Publikationen (Monografien; Herausgaben und Beiträge) aus den Bereichen Philosophie und Rhetorik. Homepage: https://wp.uni-koblenz.de/vidal/.

Niels Weidtmann hat Philosophie, Politik und Biologie in Würzburg und an der Duke-University in den USA studiert. Promotion mit einer Arbeit zur Philosophie der Interkulturalität bei Heinrich Rombach. Anschließend war er einige Jahre Mitarbeiter der Studienstiftung des deutschen Volkes und Wissenschaftlicher Referent im Bundespräsidialamt. Seit 2006 ist er Wissenschaftlicher Leiter des Center for Interdisciplinary and Intercultural Studies (vormals Forum Scientiarum) der Universität Tübingen. Im Jahr 2016 hatte Weidtmann eine Gastprofessur an der Universität Wien inne, seit dem Jahr 2019 ist er Präsident der Gesellschaft für Interkulturelle Philosophie. Forschungsschwerpunkte: Interkulturelle Philosophie, Phänomenologie und Hermeneutik, Strukturphilosophie und Wissenschaftsphilosophie. Autor des Buches Interkulturelle Philosophie. Aufgaben – Wege – Dimensionen (Tübingen 2016). Zahlreiche Publikationen in den Gebieten der Interkulturellen Philosophie und der Phänomenologie. Herausgeber mehrerer Publikationsreihen.

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Ein Begriff in seiner Aktualität