Kritik der interkulturellen Vernunft

Dieses Buch soll die intelligiblen Grundlagen einer strukturellen Anthropologie bereitstellen. Zunächst wird eine explizite Rekonstruktion des Vernunftbegriffs vorgenommen: Dabei wird das genaue Verhältnis zwischen Wahrnehmung der Welt und Modellierung der Welt durch menschliches Denken bestimmt und der Begriff der Kommunikation diskutiert, um das Spezifische an ihr erfassen zu können, wenn sie durch das Adjektiv “interkulturell” näher qualifiziert wird. Es folgen Vorschläge für jene Kategorien, die als unveränderliche Universalien menschlichen Denkens akzeptiert werden können. Unter explizitem Anschluß an Sartre und Bourdieu werden die ethischen Implikationen erörtert, die als unmittelbare Konsequenzen aus den erzielten kategorialen Ergebnissen sich weiterer Reflexion anbieten. Es soll deutlich werden, worüber man im Grunde spricht, wenn von “interkultureller Kommunikation” die Rede ist. Nur dann wird man imstande sein, das aus diesem Sachverhalt folgende Inventar von Verhaltensmöglichkeiten sinnvoll zu erwägen und praktisch werden zu lassen.

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