Therapie und Person

Ethische und anthropologische Aspekte der tiefen Hirnstimulation

Editors:
Arne Manzeschke
Search for other papers by Arne Manzeschke in
Current site
Brill
Google Scholar
PubMed
Close
and
Michael Zichy
Search for other papers by Michael Zichy in
Current site
Brill
Google Scholar
PubMed
Close
Weltweit wurden bereits über 70 000 Patienten mit einer tiefen Hirnstimulation ('Hirnschrittmacher') behandelt. Diese Art der Therapie wird vor allem bei Parkinson sehr erfolgreich angewendet, experimentell kommt sie auch bei Depressionen, Epilepsie, Zwangsstörungen und Cluster-Kopfschmerzen zum Einsatz. Bei einem Teil der Patienten lassen sich jedoch Persönlichkeitsveränderungen beobachten, die von Apathie, Halluzinationen und Depressionen bis zu Leichtsinn, Kleptomanie und dem Verlust moralischer Urteilsfähigkeit reichen. Die tiefe Hirnstimulation soll den Zustand eines Patienten verändern – doch welche Veränderung betrachten er und seine Umgebung als erwünscht, welche Veränderungen der Persönlichkeit erscheinen als vertretbar? Welches Verständnis von Persönlichkeit, Identität oder Personalität liegen diesen Einschätzungen und Wertungen zugrunde? Und: Müssen wir entsprechende philosophische Konzeptionen durch die Erfahrungen mit Eingriffen in das Gehirn neu denken? Vor welche ethischen und anthropologischen Herausforderungen stellt uns dies? Mit diesen und weiteren interdisziplinären Fragen Setzen sich in diesem Band Expertinnen und Experten aus den Bereichen der Medizin, Psychiatrie, Psychologie, Soziologie, Philosophie und Theologie auseinander.

  *The price does not include shipping fees. We reserve the right to change prices.

  • Collapse
  • Expand