Die zeitliche Dimension der Gerechtigkeit

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Gerechtigkeit hat eine zeitliche Dimension. Sie mag eine ewige Idee sein, als Zustand ist sie aber nicht von Dauer. Denn Gerechtigkeit lässt sich nicht ein für alle Mal herstellen, sondern nur für konkrete Zeitpunkte und Zeiträume konstatieren. Für unser Urteil darüber, was in einer bestimmten Situation oder in einer bestimmten Hinsicht gerecht ist, spielt das Verstreichen von Zeit deshalb eine entscheidende Rolle: Wie lange sind menschliche Willensäußerungen als verbindlich anzusehen? Wie weit in die Zukunft und wie weit in die Vergangenheit reicht die Verantwortung, die wir für unsere Handlungen haben? Ist es plausibel, dass die Verantwortung für eine Handlung verjährt? Und welche Bedeutung kommt dem Verstreichen von Zeit bei der Allokation knapper Güter und für die Gewährleistung von Chancengleichheit zu?
Der Band veranschaulicht die zeitliche Dimension der Gerechtigkeit, die in der Ethik bisher kaum beachtet worden ist, aus philosophischer, rechtswissenschaftlicher und sozialwissenschaftlicher Perspektive. Dabei zeigt sich, dass jede Theorie gerechter Verteilung dem Verstreichen von Zeit Rechnung tragen muss und Zukunftsethik sich nicht nur auf das Verteilungsparadigma stützen kann.
Die Beiträge stammen von Jan Niklas Bunnenberg, Thomas Gutmann, Sören Hilbrich, Ortrud Leßmann, Thomas Meyer, Johannes Müller-Salo, Esther Neuhann und Nadia Primc.
Justice cannot be established once and for all, but can only be established for concrete times and periods. The volume illustrates the temporal dimension of justice, which has so far been neglected in ethics. Eight legal scholars and philosophers show that any theory of just distribution must take into account the passing of time and that an ethics of the future cannot be based on the distribution paradigm alone.

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Reinold Schmücker ist Professor für Philosophie am Philosophischen Seminar der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Im mentis Verlag gibt er die Buchreihe KunstPhilosophie heraus.
Ludwig Siep ist Seniorprofessor am Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Universität Münster. Er war Mitglied diverser nationaler Ethik-Beiräte.
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