Instrumentalisierung

Zu einer Grundkategorie der Ethik der Mensch-Tier-Beziehung

AutorIn: Samuel Camenzind
Moralphilosophische Untersuchung zur Kategorie der Instrumentalisierung in der Ethik der Mensch-Tier-Beziehung.
Instrumentalisierung ist zu einer zentralen moralischen Kategorie geworden, die über die Philosophie hinaus auch in Gesetzestexte und ethische Richtlinien eingegangen ist. Diese moralphilosophische Untersuchung beschäftigt sich mit der Instrumentalisierung von Tieren. Angelehnt an Immanuel Kant wird argumentiert, dass Instrumentalisierung nicht per se eine negative Kategorie ist, sondern dass zwischen moralisch zulässigen und moralisch unzulässigen Formen unterschieden werden muss. In einer kritischen Würdigung zeitgenössischer kantianischer Positionen, der Tierrechtstheorie und dem Konzept der Tierwürde werden die Schwierigkeiten und Möglichkeiten einer Übertragung von Immanuel Kants Verbot der vollständigen Instrumentalisierung auf die Mensch-Tier-Beziehung herausgearbeitet. Im Rahmen einer vergleichenden Analyse wird gezeigt, wie die Phänomene Instrumentalisierung, Verdinglichung und Ausbeutung von Tieren zueinanderstehen.

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Samuel Camenzind forscht und lehrt als Senior Scientist am Messerli Forschungsinstitut an der Veterinärmedizinischen Universität Wien und ist Lehrbeauftragter am Institut für Philosophie der Universität Wien.