Formen kollektiver Akteurschaft und Metakognition in verteilten Systemen

Es gibt Kollektive, die eigenständig Handeln, Überzeugungen besitzen und unter bestimmten Bedingungen sogar Reflektieren können. Schon seit einiger Zeit beschäftigt sich die Sozialphilosophie mit einer Analyse kollektiver Akteurschaft.
Sind Kollektive auf das Handeln ihrer Mitglieder zu reduzieren oder formt sich in kollektiven Urteilen eine eigenständige kollektive Intentionalität? Das Buch zeigt, dass wir nur Fortschritte bei dieser Analyse und derartigen Fragen machen, sofern wir mittels der Differenzierung kollektiver Dispositionen und kollektiver Urteile rekonstruieren, wie Kollektive dazu befähigt werden, über sich selbst zu reflektieren (Metakognition) und sich selbst zu entwerfen. Es ist daher notwendig die etablierten Ansätze kollektiven Handelns, die sich entweder nur auf kollektive Urteile oder aber nur auf kollektive Dispositionen beziehen, miteinander zu synthetisieren, um so Formen kollektiver Akteurschaft unterscheiden zu können.
We make progress toward an understanding of collective action and collective intentionality by differentiating collective dispositions from collective judgments. This distinction allows us to reconstruct how collectives are enabled to reflect on (metacognition) as well as shape themselves. By synthesizing established approaches to collective agency, it is thus possible to propose a theory of different forms of collective agency.

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Tobias Störzinger ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Philosophischen Seminar der Georg-August Universität Göttingen.