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Zur Kritik der Ethik medizinischen Handelns
Author: Theda Rehbock
Wie sollen und dürfen wir mit Menschen umgehen, die noch nicht geboren sind, die schwer dement oder "hirntot" sind, die den Abbruch medizinischer Therapie oder gar aktive Sterbehilfe verlangen? Sind sie im vollen moralischen Sinne (autonome) Personen, mit einem Anspruch auf die Achtung ihrer Würde und Autonomie? Oder ist dieser Anspruch nur eingeschränkt und unter Umständen gar nicht erfüllbar? Ausgehend vom Verständnis dieser Situationen als Grenzsituationen unternimmt die Studie eine breit angelegte Kritik der Ethik medizinischen Handelns, die eine philosophische Kritik der Medizin als Wissenschaft einschliesst. Diese Kritik eröffnet einen ebenso umfassenden wie differenzierten "ethischen Blick" auf die lebenspraktische Realität ethischer Problemlagen, der durch die naturwissenschaftliche Sprache und Methodik der Medizin oft allzu sehr eingeengt ist. So wird auch die besondere Bedeutung der Ethik nicht-ärztlicher Heilberufe, insbesondere der Pflege deutlich. Gegenüber vorwiegend begründungs- und handlungsorientierten Ansätzen versteht die Autorin Ethik als Kritik der Moral mittels anthropologischer Reflexion des personalen Sinnhorizontes menschlicher Lebenspraxis. Auf dieser Grundlage argumentiert sie für die These, dass der moralische Status der Person sich nicht auf positive metaphysische oder empirische Qualitäten gründet, sondern auf die praktische Einsicht in die Nicht-Verfügbarkeit der Person. Dass und wie diese Einsicht gerade auch für die Achtung der Würde und Autonomie in Grenzsituationen moralisch massgebend ist, wird durch genaue Analysen medizinethischer Problemlagen verdeutlicht.
Philosophie der Person in Antike und Mittelalter
Author: Berthold Wald
Neuzeitliche Theorien der Person gehen zumeist von Personmerkalen aus, die unmittelbar aus der Selbsterfahrung und der gegenseitigen Anerkennung gewonnen sind. Weitergehende seinsphilosophische Begründungen, wie sie etwa für den von Boethius entwickelten substanzontologischen Personbegriff kennzeichnend sind, gelten als unausweisbar (John Locke, Immanuel Kant) oder aber als kategorial verfehlt (Max Scheler, Martin Heidegger). Als Konsequenz aus dem Metaphysikverzicht neuzeitlicher Persontheorien wird dann nicht allein die Identität von Personen in der Zeit als auch die durchgehende Identität von Menschsein und Personsein zum Problem - oder zu einer erwünschten Option in der bioethischen Diskussion (Michael Tooley, Peter Singer). Die vorliegende Studie untersucht ausgehend von dieser Problemlage die Frage, in welcher Weise Selbstbewußtsein, Relationalität und Identität als Personmerkmale grundlegend für das Verständnis menschlicher Personalität in Antike und Mittelalter gewesen sind. Ansatzpunkte bieten hier bereits die Diskussion um das Personverständnis in der altgriechischen Literatur wie auch die politische Philosophie Platons. Schwerpunkte der Untersuchung sind die Grundlegung der politschen Philosophie und der Psychologie des Aristoteles in seiner Metaphysik und die christologischen Schriften des Thomas von Aquin im Anschluß an die kritische Rezeption des boethianischen Personbegriffs bei Richard von Sankt Viktor und Bonaventura. Mit dem Nachweis, daß die relevanten Personmerkmale als im Begriff einer Substanz eingeschlossen zu denken sind, wird ein kohärentes Gegenmodell zu neuzeitlichen Persontheorien begründet, das die Identität von Menschsein und Personsein einschließt.
Author: Mark Textor
Die Diskussion über die Semantik von EigenNamen in den letzten 30 Jahren ist von zwei Positionen geprägt. So genannte "Millianer" behaupten, dass EigenNamen keinen Sinn ausdrücken und blosse Bezeichner sind; Kennzeichnungstheorien gehen davon aus, dass der Sinn eines EigenNamens der einer Kennzeichnung des EigenNamenträgers ist. Die Schwächen des Millianismus sind die Stärken der Kennzeichnungstheorien (und umgekehrt). Auf der Basis der Standardargumente für bzw. gegen die beiden Positionen scheint daher keine Entscheidung der Debatte möglich. "Über Sinn und Bedeutung von EigenNamen" versucht, Licht auf die vertrackte Diskussion zu werfen, indem ein neuer Gesichtspunkt herangezogen wird. Eine Antwort auf die Frage "Wozu sind EigenNamen gut?" liefert einen von den Annahmen der Millianer und Kennzeichnungstheoretikern unabhängigen Grund für die These, dass EigenNamen einen Sinn haben (contra Mill), dieser aber nicht mit dem einer Kennzeichnung identisch ist (contra Kennzeichnungstheorie)
Eine Perspektive auf die praktische Philosophie nach Wittgenstein
Author: Christian Strub
Im Anschluss an Wittgensteinsche Überlegungen wird versucht, einen gehaltvollen Begriff von Normativität zu skizzieren, der weder in der privaten Instanz individueller Gewissheit noch in der sozialen Instanz der Institutionen fundiert ist. Zum einen wird die Einnahme eines privaten Standpunkts als eine eigene wichtige soziale "Gepflogenheit" begriffen, aus der Kritik an schon etablierten Gepflogenheiten erwächst. Zum anderen kann die Entscheidung eines Individuums, in eine soziale Gruppe einzutreten oder sie zu verlassen, selbst nicht als eine soziale Gepflogenheit beschrieben werden. Beides zusammen bildet ein Gegengewicht zur Macht der Institution, mit dem diese rechnen muss, wenn sie ihre Macht ausübt - als Macht, auf Regelverletzungen Sanktionen zu verhängen. - Eine Sanktionstheorie der Normen soll als sinnvolle Explikation der Wittgensteinschen Auffassung plausibel gemacht werden. Aber keine Sanktion ohne die Möglichkeit ihrer Kritik.
Grundlagenprobleme der Erforschung tierischen Bewusstseins
Author: Thorsten Galert
Wer einem Tier "ohne vernünftigen Grund" Schmerzen zufügt, verstösst in Deutschland gegen eine Rechtsnorm, die seit 2002 Verfassungsrang geniesst. Wenn kein Einvernehmen darüber hergestellt werden kann, Tiere welcher Arten unter welchen Umständen tatsächlich Schmerzen haben, muss die Proklamation des Tierschutzes als Staatsziel wirkungslos bleiben. Ein kurzer Blick auf die akademische Debatte zu diesen Fragen zeigt, dass ein derartiges Einvernehmen in weiter Ferne liegt. Während am einen Ende des Meinungsspektrums über den möglichen Schmerz von Pflanzen spekuliert wird, wird am anderen Ende bestritten, dass Tiere überhaupt im gleichen Sinn wie Menschen Schmerzen haben. Dieses Buch etabliert an der Schnittstelle zwischen Psychologie, Medizin, Neuro- und Verhaltenswissenschaft eine wahrnehmungstheoretische Schmerzdefinition, die auf menschlichen ebenso wie auf tierischen Schmerz anwendbar ist. Insofern es sich bei Wahrnehmungen und Schmerzen um Bewusstseinsphänomene handelt, ist die Arbeit weiterhin als exemplarischer Beitrag zu der allgemeineren Fragestellung zu betrachten, wie sich das Auftreten derartiger Phänomene an Tieren erforschen lässt.
Zur Naturphilosophie der Theorie der Ur-Alternativen und einer abstrakten Theorie der Information
Author: Holger Lyre
Die Quanteninformationstheorie bildet eines der faszinierendsten Arbeitsgebiete der modernen Physik. Ihre rasche Entwicklung ist von den sich eröffnenden technischen Möglichkeiten getrieben. Carl Friedrich von Weizsäcker hat jedoch bereits in den 60er Jahren einen tiefliegenden Zusammenhang zwischen einer radikalen Quantentheorie binärer Alternativen, also Quantenbits, und der Struktur der Raum-Zeit vermutet und in Form einer "Quantentheorie der Ur-Alternativen" zu entwickeln versucht. In der vorliegenden Arbeit wird den diesbezüglichen philosophisch-begrifflichen wie auch physikalisch-mathematischen Zusammenhängen von Informations- und Quantentheorie nachgespürt. Ausgehend von Weizsäckers "Ur-Theorie" wird eine abstrakte Theorie der Information in transzendentalphilosophischer Perspektiye entworfen und es werden die begrifflichen Implikationen einer konsequenten Quantentheorie der Information umfassend diskutiert. Das Buch präsentiert eine Fülle von Material aus den Bereichen Informations- und Komplexitätstheorie, Quantentheorie und Raum-Zeit-Physik sowie der Philosophie der Physik. Seine philosophische Kernthese ist, dass der Begriff der Information im Wesentlichen aus den zwei apriorischen Vorannahmen der Unterscheidbarkeit und Zeitlichkeit begründbar ist.
Bausteine einer antirealistischen Theorie der Bedeutung
Author: Doris Gerber
Die Arbeit beschäftigt sich mit mit dem Zusammenhang und der begrifflichen Interdependenz von Bedeutung, Wahrheit und Verstehen. Vor dem Hintergrund einer Diskussion von Donald Davidsons Theorie der Bedeutung werden zunächst Michael Dummetts direkte Kritik an Davidson sowie seine antirealistische Argumentation dargestellt. Die antipsychologistischen VorausSetzungen von Dummetts Argumentation, die die Begründung für seine berühmte Manifestationsforderung bilden, werden kritisiert und das antirealistische Argument reformuliert. Auf der Grundlage einer Kritik der von Gareth Evans und Martin Davies entwickelten Konzeptionen von implizitem semantischem Wissen wird eine Analyse von sprachlicher Kompetenz vorgeschlagen, in der eine Kombination von vorbegrifflichem informationellem Gehalt, syntaktischen Fähigkeiten und semantischem Regelwissen als notwendige Bedingungen sprachlichen Verstehens beschrieben werden. Diese Bedingungen des Verstehens sind, so die These zur Relation zwischen den Grundlagen des Verstehens und der Theorie der Bedeutung, zugleich hinreichend für die Kenntnis der Bedingungen, durch die die Bedeutung einer Aussage bestimmt sind. Diese bedeutungsbestimmenden Bedingungen werden dann, in AuseinanderSetzung mit Crispin Wrights Vorschlag zur Form einer antirealistischen Theorie der Bedeutung, als die Bedingungen prinzipieller Behauptbarkeit charakterisiert. In einem abschließend vorgeschlagenen Modell der Beziehung zwischen Sprache und Realität wird für die Vereinbarkeit eines semantischen Antirealismus mit einem metaphysischen Realismus argumentiert.
Semiotik, analytische Philosophie, feministische Erkenntnistheorie
Es ist viel von einer 'Krise der Repräsentation' die Rede. In erkenntnistheoretischer Hinsicht bedeutet diese 'Krise' eine Krise der Gewißheit, daß in Erkenntnisprozessen eine vorgängig existierende Welt einfach abgebildet werden soll. Die entgegengsSetzte These, daß in solchen Prozessen die Welt überhaupt erst hergestellt wird, droht nach Meinung vieler aber in einen Relativismus zu münden, in dem erlaubt ist, was gefällt und der Gedanke einer wie auch immer gearteten Repräsentation von 'Welt' ganz aufgegeben werden muß. In diesem Buch werden Ansätze vorgestellt, die sich dem Problem der Repräsentation unterschiedlich nähern und dabei doch zu ähnlichen Ergebnissen gelangen: Die Peircesche Semiotik, die der analytischen Philosophie entstammende Theorie der Begriffsschemata und feministische Erkenntnistheorien gelangen unabhängig voneinander zu dem Schluß, daß der Gedanke der 'Repräsentation' nicht aufgegeben werden kann, aber neu gedacht werden muß: So werden die Bausteine für eine neue Repräsentationstheorie bereitgestellt.
Mehr als die meisten anderen Methoden der klassischen Physik hat das Prinzip der kleinsten Wirkung immer wieder philosophische Debatten ausgelöst. Durch historische und systematische Analysen wird in diesem Sammelband untersucht, ob durch dieses Prinzip in der Tat Aspekte formaler Teleologie und Modalität in der Physik existieren. Dabei repräsentiert formale Teleologie keinen eigenständigen Erklärungsbeitrag, sondern ist eng mit kausaler Erklärung verknüpft und durch sie mitbestimmt. Daher runden Arbeiten zur Kausalität in der Physik und zur funktionalen Erklärung in der Biologie den Band ab. Over the centuries, the principle of least action has intrigued philosophers more than quite another method of classical physics. The collection investigates whether elements of formal teleology and modality thus persist within physical science, to be sure, without, representing a genuine mode of explanation. Since formal teleology is closely linked with and its character partially defined by causality, the volume is rounded off by papers on causality in physics and functional explanation in biology.
Die zweite Natur des Menschen
Author: Klaus J Grün