In Facetten des Sozialen ergänzt Meggle seine systematischen Arbeiten über kommunikatives Handeln und sprachliche Bedeutung und konzentriert sich auf einige konkrete Aspekte einer allgemeineren Theorie der Sozialität.
Außer den sogenannten Kollektiven Identitäten (Teil A) – einem derzeit breit diskutierten sozialpolitischen Thema – stehen in diesem Band die folgenden drei Aspekte des Sozialen im Zentrum: Gemeinsames Wissen (Teil B), Offenheiten – in Opposition zu Täuschungen – (Teil C) und Reflexivitäten (Teil D). Sind das wirklich drei verschiedene Aspekte? Oder handelt es sich letztlich nur um einen einzigen in gelegentlich verschiedenen Gewändern (Bezeichnungen)? Nicht einmal diese Frage ist bisher entschieden.
Interpretationen
IIn einer Reihe von Interpretationen verschafft dieser Band einen Überblick über Klings lyrisches Gesamtwerk sowie Zugänge zu seinen wichtigsten Gedichten. Die Analysen und Interpretationen erläutern den literaturgeschichtlichen Kontext der Gedichte, erklären ihre Machart und erschließen ihren Sinn.
Logische, rhetorische, ästhetische und literarische Erkenntnisformen
Erkenntnis wird weitgehend mit propositionalem Wissen gleichgesetzt und damit am Begriff der begründeten wahren Aussage festgemacht. Diesem Wissensbegriff werden weitere Erkenntnisformen an die Seite gestellt. Die Entfaltung eines derartigen pluralistischen Erkenntnisbegriffs besagt, dass es unterschiedliche Erkenntnisformen gibt, die einander zu einer umfassenden Weltorientierung ergänzen. Ein solcher Pluralismus ist daher kein Relativismus, sondern ein Komplementarismus. Die einzelnen Erkenntnissweisen werden in ihren jeweiligen Besonderheiten untersucht. Die Bandbreite reicht von präziser logischer Argumentation bis hin zu prägnanter ästhetischer Vergegenwärtigung – im spannungsreichen Feld von Logik, Rhetorik, Ästhetik und Poetik.

Aus der Presse:
„Die große Leistung […] besteht darin, dass der Autor wie noch keiner zuvor die Komplementarität unterschiedlicher Darstellungs- und Erkenntnisformen systematisch darstellt und hermeneutisch vertieft einsichtig macht.“ (Wolfgang G. Müller in Anglia, 138.2, 2020)
Probleme und Perspektiven der gegenwärtigen Forschung
Der philosophische Begriff der Person ist komplex, da er verschiedene Dimensionen in sich vereint. Neben der theoretischen Dimension von Personen – ihrer Ontologie, Identität und Persistenz – ist es gerade die praktische Dimension – ihre Autonomie und Würde –, die Personen auszeichnet. Ontologische und praktische Dimension hängen im Begriff der Person aufs Engste zusammen, so dass sie sich eigentlich nur schwer isolieren und unabhängig voneinander betrachten lassen. Ein umfassender und integrativer Personbegriff, der beide Dimensionen in einen systematischen Bezug setzt und in ihrem Verhältnis transparent macht, darf nach wie vor als ein Desiderat der philosophischen Forschung gelten. Dieser Band vereint Beiträge der neueren internationalen Debatte, die sich der verschiedenen Dimensionen des Personbegriffs annehmen, und bringt sie in ein systematisches Gespräch.
Normatives Fundament und anwendungspraktische Geltungskraft
HerausgeberInnen: Gunnar Duttge und Christian Lenk
Spätestens mit Inkrafttreten des Gendiagnostikgesetzes wird in Recht, Ethik und Genetik verstärkt diskutiert, wie das dort dem Grunde nach anerkannte „Recht auf Nichtwissen“ in den jeweiligen konkreten Anwendungskontexten rechtspraktisch operationalisiert werden kann. Vor diesem Hintergrund etablierte sich eine vom BMBF geförderte Göttinger Projektgruppe (2013–2015), die sich aus renommierten Vertretern der Fachdisziplinen Ethik, Humangenetik, Genetischer Psychiatrie und Recht zusammensetzte. Ihr Ziel war es, unter besonderem Fokus auf die aktuellen bzw. absehbaren technologischen Entwicklungen der modernen Gensequenzierung den zentralen Wertekonflikt im Spannungsfeld von „Autonomie“ und „ärztlicher Fürsorge“ interdisziplinär und systematisch unter anderem auf Grundlage einer begleitenden Fragebogenstudie zu analysieren. Dieser Band bündelt die wesentlichen Erkenntnisse der einzelnen Forschungsdisziplinen; zudem beziehen weitere namhafte Experten zu den Ergebnissen und aktuellen Entwicklungen vertiefend Stellung.
Die Würde des Menschen ist unantastbar. – Trotz ihrer prominenten Rolle im Grundgesetz und in vielen anderen Dokumenten nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich die moderne Philosophie lange Zeit nur wenig um die Menschenwürde gekümmert. Erst als um die Jahrtausendwende herum die Würde von Embryonen zur Diskussion stand, zeigte es sich, wie spannend und schwierig es ist, ein angemessenes philosophisches Verständnis der Menschenwürde zu finden. Dieses Buch basiert auf drei Grundgedanken: dass die Menschenwürde aus ihren Verletzungen heraus verstanden werden muss, dass wir sie in ihrem historischen Kontext betrachten sollten und dass es vor allen Dingen wichtig ist, ihre vielfältige Verwendung in unterschiedlichen Feldern der Angewandten Ethik zu untersuchen. Entsprechend vereint das Buch theoretische philosophische Überlegungen mit konkreten Untersuchungen zu öffentlich vieldiskutierten Themen wie Hirntod, assistiertem Suizid, Todesstrafe und Ehrenmord. Reflexionen zur Würde des Kindes, des Alters und des Sterbens bilden den Abschluss des Buches. Dabei erweist es sich, dass der Menschenwürde eine unverzichtbare Rolle in der Ethik zukommt, weil sie die Bedeutung eines für jedermann geltenden Schutzes vor Erniedrigungen ausdrückt, und damit für uns alle einen – vielleicht sogar den – Kern unseres moralischen Status formuliert.
Wir erleben heute einen deutlichen Wandel in den Interessen und im Selbstverständnis der Philosophie. Diese Geschichte der Philosophie ist eine Geschichte der philosophischen Erkenntnis und keine narrative Darstellung von philosophischen Epochen oder Schulen. Damit trägt sie dem gegenwärtigen Interesse an analytischer Durchdringung zentraler philosophischer Fragen Rechnung und unterscheidet sich von vorliegenden Philosophiegeschichten.
Im Rückblick auf die lange Tradition der Philosophie wird die Genese wichtiger Einsichten und ihre Weiterführung in Erkenntnistheorie, Sprachphilosophie, Religionsphilosophie, Ethik u.a. dargestellt. So verbindet sich das systematische mit dem historischen Interesse: Es werden die großen Zusammenhänge, Tendenzen, Parallelen und Unterschiede herausgearbeitet. Der systematische Standpunkt kann nur der der Gegenwart sein, und so fordert diese Philosophiegeschichte den Leser zur kritischen Prüfung von Gewicht und Tragfähigkeit der entwickelten Argumente und Einsichten auf.
The Text and its History
HerausgeberIn: Christian Erbacher
Contributor: Allan Janik
Every student of the twentieth century has heard both of the great Viennese economist Friedrich von Hayek and of the equally great philosopher Ludwig Wittgenstein. But what isn’t well known is that the two were distant cousins and that, shortly after Wittgenstein’s death in 1951, Hayek set out to write a biography of his cousin. The project was derailed by Wittgenstein family members, who felt it was to soon to publish such a work. But Hayek’s draft acquired an underground readership, and Wittgenstein’s biographers have used it extensively.Here finally, is the text of that work itself. Hayek’s account has the great merit of being close to its subject; the draft, moreover sheds light, not only on Wittgenstein but on Hayek as well. Allan Janik’s elegant afterword makes these links clear. Anyone interested in Wittgenstein or, for that matter, in the thought and culture of the earlier twentieth century, will want to read Christian Erbacher’s excellent edition of Hayek’s draft biography. – Marjorie Perloff
Eine kritische Untersuchung von Freges Konzeption der Existenz
Freges Konzeption der Existenz zählt zu seinen einflussreichsten und originellsten Beiträgen zur Philosophie. In diesem Buch wird Freges Konzeption neu interpretiert, historisch eingeordnet, mit den wichtigsten verwandten Konzeptionen verglichen und einer detaillierten systematischen Kritik unterzogen. „Die sogenannte ‘Frege-Russell-Theorie der Existenz’, dass Existenz eine Eigenschaft von Eigenschaften ist, gilt als eine der wichtigsten Errungenschaften der analytischen Philosophie. Angesichts der philosophischen Bedeutung der Frege-Russell Theorie ist es überraschend, dass es bisher keine Monographie gibt, die sich ihrer Entwicklung und den Argumenten für sie widmet. Ramis Buch füllt eben diese Lücke. Es wirft neues Licht auf Freges Texte und entwickelt eine originelle, Frege-inspirierte Theorie der Existenz.“ - Mark Textor „Dieses Buch stellt eine neue Konzeption der Existenz vor, die sich aus der Kritik an Freges Auffassung herleitet: Das Kernstück ist eine neue und sehr differenzierte Interpretation, der zufolge Frege zwischen einem Begriff erster Stufe und einem Begriff zweiter Stufe der Existenz unterscheidet.“ - Dirk Greimann
Hegel’s philosophy of mind is a systematically current conception due to its consistent anti-scientism and its multifaceted rejection of all forms of philosophical scepticism and its being a conception that has many references to pragmatism.

In its detailed examination of Hegelian texts this book offers various systematic references to current philosophy of mind. From the starting point of a basis of action theory the specific moves of Hegel’s concept of mind are developed: The antidualistic synthesis of corporality and spirituality and the genuine sociability of the human mind create the framework in which Hegel develops a modern conception of concrete freedom.
The primary goal of this book is to turn Hegel’s philosophy of mind into fertile terrain for the addressing of central problems of the present by bringing his systematic views into a dialogue with philosophical positions which have proponents today.

“Quante’s Hegel deserves to play a significant role in discussions of the most important contemporary issue in philosophy: the nature and importance of human freedom.” (Robert Pippin)