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Author: Dirk Hartmann
Das Werk behandelt in sieben Bänden die philosophischen Probleme in ihrem Zusammenhang. Das heißt, die klassischen philosophischen Problemstellungen wie etwa „Was können wir wissen?“, „Was ist Wissenschaft und wie lässt sie sich methodisch beginnen?“, „Wie verhalten sich Körper und Geist?“, „Ist der Wille frei?“ „Warum gibt es überhaupt etwas und nicht vielmehr nichts?“, „Lassen sich moralische Normen objektiv begründen?“, „Gibt es universelle Menschenrechte?“, „Hat das Dasein der Welt einen Sinn und ein Ziel?“, „Gibt es einen Gott?“ usw. werden nicht einfach katalogisch nacheinander und voneinander unabhängig abgehandelt, sondern vielmehr konsequent auseinander entwickelt und entsprechend beantwortet.
Daher handelt es sich hier um ein philosophisches System und seine Absicht und Anspruch ist die philosophische Behandlung des Ganzen. Hiermit befindet sich der Autor im Gegensatz zu der sich seit dem Zusammenbruch des Hegelschen Systems auch in der Philosophie immer stärker durchsetzenden Tendenz der Spezialisierung und Fokussierung auf Einzelfragen.
Das Werk steht insgesamt in der Tradition der Transzendentalphilosophie Kants und des Deutschen Idealismus von Fichte, Schelling und Hegel, der Phänomenologie Husserls, der sprachkritischen Philosophie Freges und Wittgensteins und der konstruktiven und methodisch-kulturalistischen Wissenschaftstheorie.


Grundlagen einer metaphilosophischen Positionierung
Author: Daniel Minkin
Die Philosophie sieht sich selbst als ein durchgehend rationales Unternehmen an. Die Untersuchung zieht dieses Selbstverständnis in Zweifel.
Philosoph*innen streiten sich seit den Anfängen ihres Fachs über diverse Fragen. Dementsprechend existiert zum Thema „philosophischer Dissens“ heute eine reichhaltige Forschung. Anders sieht es jedoch mit Blick auf den metaphilosophischen Dissens aus. In metaphilosophischen Dissensen treffen zwei oder mehr unvereinbare Philosophieverständnisse aufeinander. Das Buch präsentiert zum ersten Mal eine systematische Auseinandersetzung mit diesen Dissensen. Aus der Tatsache des Bestehens solcher Dissense folgt – so die Hauptthese – ein grundsätzliches Rechtfertigungsdefizit philosophischer Positionen. Trifft die Hauptthese zu, scheint die gesamte philosophische Forschung als rationales Unternehmen bedroht zu sein.
Ein deutsch-japanischer Dialog
Der Band bringt deutsche wie japanische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen, die sich dem Begriff der Person in seinen Dimensionen und vielfältigen Debattenkontexten sowie seinen historischen Prägungen widmen. Die Beiträge des Bandes gehen den historischen Konturen sowie systematischen Potenzialen des Begriffs nach. So werden die zahlreichen Kontexte theoretischer wie praktischer, klassischer wie zeitgenössischer Philosophie explizit, für die der Begriff der Person eine zentrale Rolle spielt.
Wir erleben heute einen deutlichen Wandel in den Interessen und im Selbstverständnis der Philosophie. Diese Geschichte der Philosophie ist eine Geschichte der philosophischen Erkenntnis und keine narrative Darstellung von philosophischen Epochen oder Schulen. Damit trägt sie dem gegenwärtigen Interesse an analytischer Durchdringung zentraler philosophischer Fragen Rechnung und unterscheidet sich von vorliegenden Philosophiegeschichten.
Im Rückblick auf die lange Tradition der Philosophie wird die Genese wichtiger Einsichten und ihre Weiterführung in Erkenntnistheorie, Sprachphilosophie, Religionsphilosophie, Ethik u.a. dargestellt. So verbindet sich das systematische mit dem historischen Interesse: Es werden die großen Zusammenhänge, Tendenzen, Parallelen und Unterschiede herausgearbeitet. Der systematische Standpunkt kann nur der der Gegenwart sein, und so fordert diese Philosophiegeschichte den Leser zur kritischen Prüfung von Gewicht und Tragfähigkeit der entwickelten Argumente und Einsichten auf.
Eine philosophische Streitschrift
Der verbreitete zeitgenössische Anti-Realismus in den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften, in Kulturinstitutionen, Feuilletons und gebildeten Kreisen ist Ausdruck einer intellektuellen Krise. Der Realismus, für den Julian Nida-Rümelin plädiert, geht von lebensweltlichen Selbstverständlichkeiten aus und bestimmt vor diesem Hintergrund die Rolle der Philosophie neu. So stellt sich dieses Buch gegen geistige Verwirrungen, die sich als Begleitphänomene einer intellektuellen Krise zeigen.
Das Erwachsenwerden ist Ergebnis der Auseinandersetzung mit der empirischen und der normativen Realität. Insofern hat der postmoderne Anti-Realismus, nämlich die Vorstellung, dass wir es sind, die in einem bestimmten kulturellen Kontext die Realität nach unserem Bild formen, etwas Kindliches.
In dieser Streitschrift nimmt der Autor eine umfassendere realistische Position ein: Als Teilhaber an der menschlichen Lebensform ist unsere Kommunikation stets auf einen unaufgebbaren Realismus angewiesen. Der systematische Zusammenhang zwischen wissenschaftlichem Realismus, meta-ethischem Realismus und einem umfassenden lebensweltlichen Realismus wird durch das Ethos epistemischer Rationalität gestiftet, also durch die Fähigkeit, sich von guten, auf unsere Alltagserfahrungen bezogenen Gründen überzeugen zu lassen. Die Philosophie setzt die lebensweltliche Praxis des Gründe-Gebens und Gründe-Nehmens fort, verallgemeinert und systematisiert diese und integriert einzelwissenschaftliche Methoden und Befunde zu einer stimmigen Weltsicht. Dieser Realismus ist unaufgeregt insofern, als er keine metaphysische Position umreißt und keine apriorischen Argumente ins Feld führt. Er verteidigt letztlich nur Trivialitäten gegen den in intellektuellen Diskursen häufig unternommenen Versuch, sich dieser zu entledigen.
Author: Michael Quante
Leading one’s life as a person is an essential feature of our human existence which is constitutively characterized by finiteness, sociality and vulnerability. Within the framework of a pragmatistic anthropology central features of our being persons (i.e. personal identity, self-consciousness, freedom, autonomy and responsibility) are made explicit in this study. The such unfolded conception is anthropological in the sense of being restricted to the human life-form. The explication is pragmatistic in a double sense: Firstly, action is taken as a complex and not reducible basic feature; secondly, the study is committed to the pragmatistic model of justification. Leading one’s life as a human person, this is the study’s central thesis, is realized in constellations of recognition (intersubjective or institutionally framed). These can be made explicit as basic grammar of our evaluative Praxis within an ascriptivist framework.
Bausteine zu einer praktischen Philosophie der Gegenwart
Das Kernanliegen der philosophischen Arbeiten Ludwig Sieps ist die Formulierung einer praktischen Philosophie für die Gegenwart. In seinen jüngeren Arbeiten sind insbesondere der Begriff der Natur und der Begriff der Erfahrung in den Fokus gerückt. Eine plausible Ethik muss nach Siep einerseits eine evaluative Naturbetrachtung und insbesondere eine Reflexion der Natur des Menschen umfassen. Andererseits muss sie aber auch, weil sie sich nicht auf apriorische Prinzipien stützen kann, ein Konzept der historischen Erfahrung heranziehen, wenn sie Antworten auf die heute relevanten Fragen geben möchte. Der Band behandelt anlässlich des 75. Geburtstages Ludwig Sieps zentrale Aspekte seiner jüngeren Arbeiten, teils kritisch und teils mit Vorschlägen für mögliche Weiterentwicklungen. Ziel dieser Auseinandersetzung mit dem philosophischen Denken Ludwig Sieps ist es, entlang der systematischen Linien »Natur« und »Erfahrung« Bausteine zu einer praktischen Philosophie der Gegenwart zu diskutieren.
Anders als in historisierenden Deutungen wird in dieser neuen Darstellung des Kantischen Gesamtwerks dem Autor in allen literarischen und philosophischen Belangen die volle Souveränität über die Gestaltung des Werkganzen zugesprochen. In dieser neuen Perspektive stellt sich sein Gesamtwerk als eine einzige konsistente Argumentation dar, die ihre Untersuchungshinsichten auf unterschiedliche Schriften verteilt, unter Verwendung satirischer und ironischer Gestaltungsmittel bestimmte Positionen der Tradition teils scharf kommentiert, auf den hintersinnigen Spott der frühen Schriften diejenigen Schriften folgen lässt, in denen Grundlagen und Prinzipien des philosophischen Systems sowie deren Rechtfertigung fundiert werden, und die schließlich von dort den Überstieg zur Anwendung in Wissenschaft und Gesellschaft in Angriff nimmt. Dabei wird stets die methodologische Idee verfolgt, dass, auch mittels absichtlich inszenierter Irritationen, der LeserIn immer wieder auf sich selbst gestellt sein sollen, um das eigene Denken einzuüben und um es als solches überhaupt zu bemerken. So muss also Kants rhetorische und literarische Konzeption der erste Schlüssel zu seinem Verständnis sein.
Während die Bedeutung Freges für die Philosophie der Gegenwart, soweit sich diese der analytischen Philosophie verpflichtet fühlt, allgemeine Anerkennung gefunden hat, ist seine Stellung innerhalb der eigenen Zeit noch weitgehend unaufgeklärt geblieben. So herrscht die Auffassung vor, Frege habe seine Ideen ganz aus sich selbst oder geradezu im Gegensatz zur deutschen philosophischen Tradition seiner Zeit gewonnen. Bei genauerer Textanalyse weisen Freges Schriften dagegen vielfältige Beziehungen zur zeitgenössischen Logik, Erkenntnistheorie, Sprachphilosophie und Philosophie der Mathematik auf, so dass bei ihm von einem Bruch mit der kontinentalen Philosophie nicht die Rede sein kann. Weil die historischen Voraussetzungen unberücksichtigt geblieben sind, ist ein unzutreffendes Bild von Freges Einsichten entstanden. Dieses Bild wird durch die Entfaltung des historischen Kontextes korrigiert. Bestimmend ist dabei ein problemorientierter Zugang, der sich systematischer Bewertungen und Weiterführungen nicht enthält.
Band 1
Author: Godehard Link
Das Werk bietet eine Einführung in die moderne Logik mit Anwendungen in der Philosophie und den Wissenschaften, die mathematischen Standards genügt, zugleich jedoch Wert legt auf Anschaulichkeit und pädagogische Sorgfalt. Das Werk setzt sich mehrere Ziele: 1. Logische Theoriebildung; 2. Philosophische Anwendungen in Sprachphilosophie, Ontologie, Erkenntnistheorie, Philosophie der Mathematik; 3. Anwendungen in den Wissenschaften: Methodologie (Definitions- und Argumentationslehre, Mengenlehre, Modellierung); Interpretation und Reduktion von Theorien; Wahrscheinlichkeit als Logik der Wissenschaften; Kausalität; 4. Neben der Vermittlung von Standard-Wissen fließen eigene Forschungen in die Darstellung ein, die den Stoff vertiefen und aktuelle Forschungsthemen aufgreifen. Das Werk richtet sich an alle, die Kenntnisse in der Logik auf zwei Ebenen erwerben wollen: (i) Logik als formales Instrument zur Modellierung logischer Zusammenhänge sowie (ii) Logik als Gegenstand der Untersuchung (Metalogik). In seiner ausführlichen Darstellungsweise eignet sich das Werk gleichermaßen als Lehrbuch wie für das Selbststudium und führt zugleich an die Forschungsliteratur heran. Das Werk erscheint in zwei Bänden. Band 1 enthält eine Einführung in die klassische Logik bis hin zum Vollständigkeitssatz der Prädikatenlogik. Band 2 befaßt sich mit Modallogik, Theorien der ersten Stufe (Mereologie, Arithmetik, Mengentheorie), den Gödelschen Unvollständigkeitssätzen sowie der Logik der Wissenschaften.