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Selbstpositionierungsstrategien der Philosophie im 20. Jahrhundert
Author: Maria Dätwyler
Mit welchen Argumentationsstrategien begründen und legitimieren Philosophen im Laufe des 20. Jahrhunderts ihre eigene Disziplin?
Die Daseinsberechtigung und Aufgaben der Philosophie werden am Anfang des 20. Jahrhunderts durch die zunehmende Geltung anderer Disziplinen stark infrage gestellt. Philosophen reagieren auf diese Infragestellung strategisch: Sie de-legitimieren diese Kritik mit gezielten Argumenten, um dadurch ihre eigene philosophische Position begründen und die Deutungsmacht ihrer Disziplin rehabilitieren zu können. Indem die Selbstpositionierungen der drei prominenten philosophischen Paradigmen Phänomenologie, Wiener Kreis und Kritische Theorie explizit gemacht werden, gewährt dieses Buch Einsichten in das Selbstverständnis der westlichen Philosophie. Die kritische Analyse zeigt, wie sich die Philosophie als Disziplin mit ihrem Anspruch auf Wahrheit bis heute behauptet.
Geschichte und Kontroversen
Polarität: das ist die Idee, dass die Naturphänomene von Gegensätzen beherrscht werden, die einander symme-trisch gegenüberstehen. Diese Idee leitete so verschiedene Forscher wie Goethe und Ritter, den Entdecker des UV-Lichts.
Während derzeit über die richtige Methode in der Grundlagenforschung heftig gestritten wird, lohnt ein Blick in die Vergangenheit. Nicht anders als heute hielten schon um 1800 viele Denker nach tiefen Symmetrien Ausschau. Was das damals genau bedeutet hat und was sich daraus noch heute lernen lässt, zeigen in diesem Band auf kontroverse Weise Physiker, Philosophen und Wissenschaftshistoriker.
Selbstbewusstsein, Leiblichkeit und Persistenz
Author: Markus Herrmann
Manche meinen, unsere Existenz hänge an Erinnerung und Persönlichkeit. Andere glauben, wir seien unsere Biologie. Tatsächlich sind wir körperliches Selbstbewusstsein, das durch all das unbestimmt ist.
Wir haben nicht Bewusstsein, wie wir Hände oder eine Leber besitzen. Denn unsere Fähigkeit, über uns selbst zu reden, kommt zu einem gewissen Preis: Sie legt uns darauf fest, dass wir Selbstbewusstsein sind und nicht nur solches haben. Aber dieses Bewusstsein ist unbestimmt von all dem, was uns wichtig ist. Unsere Existenz besteht nicht in unserer Erinnerung oder Persönlichkeit. Doch über uns selbst zu sprechen, legt uns auf noch mehr fest: Wir können keine reinen Denker sein. Notwendig befinden wir uns körperlich in Raum und Zeit. Diese Körperlichkeit können wir aber nicht vollständig verstehen, wenn wir sie ausschließlich anhand empirischer Wissenschaft erklären wollen.
Eine Untersuchung zur Fundamentalstruktur des Panentheismus
Author: Ruben Schneider
Das Buch versteht sich als ein Beitrag zu einer Theorie über das Verhältnis von Absolutem und Endlichem im Rahmen der von Lorenz B. Puntel vorgelegten struktural-systematischen Philosophie.
Dieses Verhältnis soll als die „(primordiale) Einheit von (korrelativer) Einheit und Vielheit“ bzw. als „Autoimmanenz von Immanenz und Transzendenz“ bestimmt werden, was nach Meinung des Autors zugleich die Fundamentalstruktur des richtig verstandenen (Einheit-in-Vielheit-)Panentheismus darstellt: Das allumfassende Absolute stellt eine Einheit dar, welche die Vielheit der endlichen Entitäten umfasst und ihr dennoch auch gegenübersteht. Diese bei vielen Klassikern vorkommende Konzeption stellt eine analytisch-formallogisch orientierte Philosophie vor erhebliche konzeptuelle Schwierigkeiten, die diese Studie mit Ausblick auf eine mögliche Lösung mit Methoden der mathematischen Kategorientheorie artikuliert. Dabei wird im Gespräch mit ausgewählten Klassikern die Seinstheorie der struktural-systematischen Philosophie als ein angemessener philosophischer Theorierahmen vorgestellt, der sich insbesondere in den gegenwärtigen Diskussionen der analytischen Religionsphilosophie als weiterführende Anregung erweist.
Max Scheler, Helmuth Plessner und Nicolai Hartmann in Köln – historische und systematische Perspektiven
Die philosophische Anthropologie des 20. Jahrhunderts ist ohne sie undenkbar: Plessner, Scheler und Hartmann. Dass die drei Denker nicht nur Pioniere einer philosophischen, sondern auch einer interdisziplinären Anthropologie waren, macht sie zu idealen Dialogpartnern für die großen Fragen unserer Gegenwart und Zukunft.
Der Band liefert eine einzigartige Standortbestimmung der philosophischen Anthropologie und Ontologie von Max Scheler, Nicolai Hartmann und Helmuth Plessner. Der Band dokumentiert auf umfassende Weise, wie die Denker an der nach dem 1. Weltkrieg neu gegründeten Kölner Universität einen nachhaltigen interdisziplinären Dialog initiierten und dabei eine erhebliche internationale Strahlkraft entfalteten.
Analytical Explications & Interventions
Philosophie nach Georg Meggle zeichnet sich aus durch kom - munikative Offenheit, durch begriffliche Unbestechlichkeit und durch ihr Engagement in der Welt. Die Beiträge in diesem Band orientieren sich an diesem Philosophieverständnis und sind aus Anlass eines Symposiums zu Ehren von Georg Meggle als Originalbeiträge geschrieben worden. Der Band verbindet die theoretischen und praktischen Aspekte der analytischen Philosophie: So sind die Essays zur Hälfte der theoretischen, meist sprach-analytischen, zur Hälfte der praktischen, meist praktisch-politischen Philosophie zuzuordnen. Die Texte vereint das Ideal des Strebens nach begrifflicher Klarheit und welthaltiger Relevanz, nach Dialog. Sie beschreiten neue Wege der analytischen Philosophie und weisen somit den Weg in die Zukunft der Philosophie als gesellschaftlich relevanter Disziplin. Mit Beiträgen u.a. von: Franz von Kutschera, Peter Singer, Wolfgang Lenzen, Wolfgang Spohn, Reinhard Merkel, Rainer Hegselmann, Peter Rohs und Georg Meggle.
Die frühe Krankheitsphase zwischen Autonomie und Verantwortung
Author: Ina Herbst
Dementielle Erkrankungen stellen für Betroffene und Angehörige eine große Herausforderung dar. Bisher wird vor allem die späte Phase der Erkrankung in den Blick genommen. Doch auch bei Krankheitsbeginn stellen sich Fragen, deren Beantwortung für die Bewältigung des weiteren Krankheitsverlaufs entscheidend ist. Haben Betroffene ein moralisches Recht auf Nichtwissen hinsichtlich der eigenen medizinischen Symptome und gesundheitlichen Veränderungen? Die Autorin behandelt zunächst Argumente, die für dieses Recht sprechen: die Autonomie der Betroffenen, ihr Recht auf Privatsphäre oder das Recht, ihre ganz eigene Haltung in Bezug auf die beginnende Krankheit einnehmen zu dürfen. Eine andere Antwort ergibt sich, wenn man die Frage nach dem Recht auf Nichtwissen den Interessen nahestehender Personen gegenüberstellt, die einen Teil der Last tragen und deswegen einbezogen werden müssen. Zur Verantwortung in Nahbeziehungen gehört eine wechselseitige Rechenschaftspflicht, die die Bereitschaft zum Dialog einschließt. Insofern kann es moralisch fragwürdig sein, als betroffene Person das Recht auf Nichtwissen wahrzunehmen, da dies der Verantwortung gegenüber Nahestehenden nicht gerecht wird.
Grundlagen einer metaphilosophischen Positionierung
Author: Daniel Minkin
Die Philosophie sieht sich selbst als ein durchgehend rationales Unternehmen an. Dennoch existieren tiefgreifende und langanhaltende Dissense, die anscheinend nicht durch rationale Mittel gelöst werden können. Philosoph*innen streiten sich seit den Anfängen ihres Fachs über diverse Fragen. Dementsprechend existiert zum Thema „philosophischer Dissens“ heute eine reichhaltige Forschung. Anders sieht es jedoch mit Blick auf den metaphilosophischen Dissens aus. In metaphilosophischen Dissensen treffen zwei oder mehr unvereinbare Philosophieverständnisse aufeinander. Das Buch präsentiert zum ersten Mal eine systematische Auseinandersetzung mit diesen Dissensen. Aus der Tatsache des Bestehens solcher Dissense folgt – so die Hauptthese – ein grundsätzliches Rechtfertigungsdefizit philosophischer Positionen. Trifft die Hauptthese zu, scheint die gesamte philosophische Forschung als rationales Unternehmen bedroht zu sein.
Herausgegeben von Klaus Robering
Author: Bernd Mahr
Editor: Klaus Robering
Modelle sind allgegenwärtig: man begegnet ihnen in Technik, Kunst und Wissenschaft. In diesem Buch erklärt Bernd Mahr, was Modelle sind, wie sie funktionieren und was sie leisten. Eine Person, die ein Maler porträtiert, ein maßstabsgerecht verkleinertes Auto, das im Windkanal getestet wird, ein Satz von Differentialgleichungen, die meteorologische Veränderungen in der Atmosphäre beschreiben: diese Objekte werden gleichermaßen als Modell bezeichnet. Angesichts der Unterschiedlichkeit solcher Beispiele argumentiert Bernd Mahr, dass die Frage nach den Eigenschaften, die ein Gegenstand aufweisen muss, um ein Modell zu sein, verfehlt ist. Eine wirklich allgemeine Modelltheorie, die all diese Beispiele erklären kann, muss zwischen dem Modell selbst und dem Modellgegenstand unterscheiden. Es gibt keine genau abgegrenzte Menge von Eigenschaften, die ein Objekt zum Modell machen. Vielmehr wird im jeweiligen Kontext geurteilt, dass ein in bestimmter Weise aufgefasster Gegenstand ein Modell „von etwas für etwas ist“. In den Kapiteln des ersten Teils des Buches wird diese Grundidee einer allgemeinen Modelltheorie entwickelt und theoretisch fundiert. Die Beiträge des zweiten Teils befassen sich mit den Modellen der Logik, Mathematik und Informatik und der abschließende dritte Teil geht der Rolle von Modellen in Kunst und Ästhetik nach.
Band II: Mathematik und Naturwissenschaft
Author: Dirk Hartmann
Volume Editor: Dirk Hartmann
Band II baut auf Band I auf und behandelt – als einen spezifischen Teil der Erkenntnistheorie – die Philosophie der Mathematik und die allgemeine Wissenschaftstheorie der Naturwissenschaften. In der Philosophie der Mathematik geht es um Fragen wie „Was sind die Gegenstände der Mathematik?“, „Lässt sich Mathematik insgesamt auf eine grundlegende Theorie, etwa die Logik, zurückführen?“, „Was ist Wahrscheinlichkeit?“. Die allgemeine Wissenschaftstheorie der Naturwissenschaften führt dies weiter in das empirische Feld mit Fragen wie: „Was ist Messen?“, „Was leisten Experimente?“, „Was ist Kausalität?“, „Gibt es Naturgesetze?“, „In welchem Sinne existieren theoretisch postulierte Entitäten wie beispielsweise Atome und Elektronen?“. Im Zusammenhang der letzten Frage wird der im ersten Band formulierte Antirealismus weiter konkretisiert: Anders als dem Antirealismus bzw. Idealismus üblicherweise zugeschrieben, wird vom Autor nicht behauptet, dass es die theoretischen Entitäten in Wahrheit gar nicht gibt, sondern vielmehr, dass ihre Existenz nicht unabhängig von der prinzipiellen Möglichkeit des Wissens um sie ist.