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Konzeptionelle, soziale und ethische Implikationen neuer Mensch-Technik-Verhältnisse
Die Beiträge des Bandes untersuchen, inwiefern aktuelle Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) zu neuartigen Interaktionsprozessen führen und das Verhältnis von Menschen und Maschinen verändern. Dabei werden zunächst neue Entwicklungen von KI-basierten Technologien in diversen Anwendungs- und Entwicklungsbereichen vorgestellt. Hieran anschließend diskutieren ausgewiesene Expert:innen neuartige Mensch-Maschine-Interaktionen aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven und befragen diese auf ihre sozialen, ethischen und epistemologischen Implikationen. Der Band begreift sich als interdisziplinärer Beitrag zu der soziopolitisch drängenden Frage, wie die aktuellen technologischen Veränderungen Mensch-Maschine-Verhältnisse verändern und welche Konsequenzen dies für ein Denken von Mensch und Technik hat.
Synthesizing Generalized Evolution Theory
Author:
Do social systems evolve similarly to biological ones and societies similarly to organisms? For some time now, an interdisciplinary paradigm has been developing in this regard: the Generalized Evolution Theory. After pointing out differences between biological and cultural evolution, as well as different inheritance strategies, the book proposes a philosophy of science classification of the different approaches in this vast and ever-growing field of research. It leads from generalized microevolution to generalized macroevolution and to their synthesis. As evolution favors groups with high internal cohesion, it will also favor strategies and reward agents responsible for this cohesion. In the long run, generalized evolution selects those populations that exhibit a higher density of interaction.
Zum Begriff und ethischen Status
In philosophisch-kritischer Auseinandersetzung mit gängigen Vorstellungen und anhand zahlreicher Beispiele wird ein neuartiges Verständnis des Manipulationsbegriffs entwickelt. Es wird erklärt, warum wir es bei Manipulation mit einem genuin ethisch problematischen Phänomen zu tun haben und warum es ein Irrweg ist, Manipulation als Form der Einflussnahme auf menschliches Handeln zu rekonstruieren, bei der die Vernunft einer Person umgangen wird – wie es etwa das populäre Bild von Manipulation als sinistrer Puppenspielerei nahelegt. Die Arbeit unternimmt es erstmals erfolgreich, Manipulation von verwandten Begriffen wie ‚Überzeugen‘ und ‚physischem Zwang‘ klar abzugrenzen. Die detaillierten philosophischen Analysen vermitteln grundlegende Einsichten in die Praxis des Gebens und Nehmens von Gründen und vertiefen das Verständnis interpersonaler Einflussnahme. Nicht nur für alle, die mit dem Manipulationsbegriff arbeiten, sollte diese Untersuchung von großem Nutzen sein.
Die unvoreingenommene Suche nach der Wahrheit bildet nicht allein das Leitmotiv der Wissenschaft, sondern kann auch in der Ethik eine entsprechende Relevanz entfalten. Wer eine solche Auffassung näher beleuchten will, ist gut beraten, auf die Realismus-Debatten aus der modernen Philosophie zu rekurrieren und ihre oftmals vernachlässigten Verbindungen in den Blick zu nehmen. Das Buch leistet eine derartige Zusammenführung und macht den wissenschaftlichen und den moralischen Realismus in einem größeren Zusammenhang sichtbar, indem es deren wahrheitstheoretischen Grundgedanken herausarbeitet und sich gegen eine erkenntnistheoretische Überformung der Thematik wendet: Ein Realismus (über Wissenschaft oder Ethik) ist eine Auffassung über Wahrheit, nicht jedoch über unseren Erkenntniszugang zur Wahrheit. Im Zentrum eines Realismus steht die Vorstellung von der Objektivität der Wahrheit - eine Vorstellung, die für unser wissenschaftliches und ethisches Denken gleichermaßen von Bedeutung ist.
Die Zielsetzung der geplanten Reihe ist es, Ethik und Empirie eng miteinander zu verbinden: So sollen möglichst konkrete, auch in der breiteren Öffentlichkeit diskutierte ethische Fragestellungen aufgegriffen werden, die empirischen Befunde aus den jeweils relevanten empirischen Wissenschaften zu diesen Fragestellungen gesichtet und philosophischen, theologischen, juristischen usw. Reflexionen und Beurteilungen unterworfen werden. Mögliche Themen sind: Xenotransplantation, Sterbehilfe und assistierter Suizid, Organspende, Kinderethik, Tierethik usw. Gerade angesichts der neuen molekularbiologischen Entwicklungen gewinnen Fragen zur Bedeutung der Natur für das ethische Argument und für bioethische Debatten an Dringlichkeit und Relevanz, die sich auch in der Arbeit von Ethik-Kommissionen zeigt. Es soll auch untersucht werden, wie die empirischen Fragestellungen und die Arbeit von Ethik-Kommissionen die ethische Theoriebildung beeinflusst.

The new series aims to closely combine ethics and empiricism: It is intended to address concrete ethical questions that are also discussed in the broader public, to examine the empirical results from the relevant empirical sciences on these questions, and to discuss philosophical, theological, legal, etc. issues in a more comprehensive way. Possible topics are: Xenotransplantation, euthanasia and assisted suicide, organ donation, child ethics, animal ethics, etc. Particularly in view of the new developments in molecular biology, questions about the significance of nature for ethical arguments and for bioethical debates are becoming increasingly urgent and relevant, which is also reflected in the work of ethics committees. The study also examines how empirical questions and the work of ethics commissions influence ethical theory formation.
Das vierbändige Werk „Eine Globalgeschichte der Lyrik“ rekonstruiert die Geschichte der Lyrik aus den Quellen. Es nimmt die Lyrik in allen schriftlich dokumentierten Sprachen in den Blick und erfasst einen Zeitraum von ca. 4500 Jahren. Das Werk zeigt mit wissenschaftlichen Mitteln, seit wann, wo überall, wie genau und wozu es diese Art der Sprachverwendung eigentlich gab und gibt, die wir als ‚Lyrik‘ bezeichnen. Die Globalgeschichte der Lyrik ist darüber hinaus ein Beitrag zur Epistemologie des komparatistischen Kulturvergleiches und stellt ein Modell für komparatistische globale Literaturgeschichtsschreibung dar.
Gegenstand des ersten Bandes ist die Lyrik zwischen ca. 2500 v.u.Z. und ca. 1500 u.Z. – von den Anfängen im Alten Orient bis zum europäischen Mittelalter. Der zweite Band knüpft an die Untersuchung von Lyriken in unterschiedlichen Sprachräumen und Schriftkulturkreisen an und behandelt den Zeitraum zwischen ca. 1500 und ca. 1800 u. Z. Der dritte Teil der Untersuchung befasst sich mit der globalen Lyrik zwischen ca. 1800 und der Gegenwart und der zunehmenden Verflechtung der Lyriken miteinander. Der vierte Teil schließt die Globalgeschichte als Registerband ab.

Das Werk wird voraussichtlich Anfang 2023 als XML-basierte Datenbank auf der BrillOnline Reference Works Plattform zur Verfügung stehen.
Die Reihe ISPR ist vornehmlich der Religionsphilosophie gewidmet, aber auch offen für philosophische Grundlagenforschungen verschiedener Art, die einen Religionsbezug haben oder für die philosophische Auseinandersetzung mit Religion relevant sind. In ihr erscheinen Monographien, thematisch fokussierte Sammelbände, aber auch Editionen und Übersetzungen wichtiger Werke. Es gibt keine Beschränkung auf bestimmte philosophische Stile; verbindlich ist für alle Publikationen das Niveau philosophischen Fragens und Denkens, dem sich das Innsbrucker Institut für Christliche Philosophie verpflichtet weiß.
Die Zeit der „philosophischen Systeme“ scheint seit Kant und Hegel endgültig vorbei. Darum ist das Erscheinen des Werkes „Neues System der philosophischen Wissenschaften im Grundriss“ ein geradezu spektakuläres philosophisches Ereignis: Dirk Hartmann schließt mit seinem Werktitel bewusst an Hegels „Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse“ von 1817 an, um Absicht und Anspruch seines opus magnum deutlich zu machen: Im Gegensatz zur verstärkten Fragmentarisierung und Spezialisierung der Philosophie im 20. Jahrhundert geht Hartmann auf die philosophische Behandlung des Ganzen: In sieben Bänden erörtert er die klassischen philosophischen Problemstellungen in ihrem Zusammenhang – gleichermaßen für die Natur- wie die Geisteswissenschaften – nicht katalogisch nacheinander, sondern indem er sie konsequent auseinander entwickelt.
Als ein für das gesamte Werk grundlegendes Prinzip, das Hartmann als Sinnprinzip begründet, erweist sich das Prinzip der Wissbarkeit – dass das Wahre prinzipiell gewusst werden kann. In diesem antirealistischen Prinzip – der „einen Idee“, von der Kant spricht - manifestiert sich der Idealismus in seiner modernen, zeitgemäßen Form.

Dieses Referenzwerk ist auch online auf der Major Reference Works-Plattform von Brill erhältlich.

The time of „philosophical systems“ seems to be definitively over since Kant and Hegel. On this background, the publication of the work „Neues System der philosophischen Wissenschaften im Grundriss“ (New System of Philosophical Sciences in Ground Plan) is a truly spectacular philosophical event: Dirk Hartmann deliberately follows Hegel‘s „Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse“ of 1817 in the title of his work, in order to make clear the intention and claim of his opus magnum: In contrast to the increased fragmentation and specialization of philosophy in the 20th century, Hartmann focuses on the philosophical treatment of the whole: In seven volumes, he discusses the classical philosophical problems in their interdependent context, not cataloguing them one after the other, but by consistently developing them from one another.

This reference work is also available online on the Major Reference Works platform by Brill.
Die in dieser Reihe erscheinenden Bände widmen sich in systematischer Perspektive dem philosophischen Denken von Karl Marx. Auf der Grundlage der derzeit erscheinenden Kritischen Edition Karl Marx Friedrich Engels Gesamtausgabe (MEGA) sollen zentrale philosophische Konzeptionen und Fragestellungen im Gesamtwerk von Marx expliziert und auf ihre systematische Tragfähigkeit hin untersucht werden.

The volumes published in this series are dedicated to the philosophical thought of Karl Marx from a systematic perspective. Based on the currently published Critical Edition Karl Marx Friedrich Engels Gesamtausgabe (MEGA), central philosophical conceptions and questions in Marx's complete works will be explicated and examined for their systematic viability.