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Eine kleine Geschichtsphilosophie Koreas
Das Buch will interessierten Leserinnen und Lesern einen kompakten Überblick über die Geschichte Koreas geben. Zum einen kann es also wie eine kurzgefasste Chronik, wie ein historischer Abriss über jene Geschichte gelesen werden - vom Beginn an bis in die heutige Zeit. Der Unterschied zu gewöhnlichen Geschichtsbüchern besteht allerdings darin, dass der Schwerpunkt der Darstellung auf strukturellen Aspekten dieser Geschichte liegt und nicht so sehr auf dem einzelnen Detail. Das bedeutet nicht, dass Episodisches völlig ausgespart wäre. Und es wird auch nicht vermieden, das dem europäischen Leser fremdartig Anmutende als charakteristische Differenz darzulegen. Aber das wirklich Wichtige in der vorliegenden Betrachtung ist der Aufweis des Gemeinsamen inmitten jeder Geschichte, die immer auch Weltgeschichte ist. So ist diese Studie auch als eine über die blosse historische Betrachtung hinausgehende geschichtsphilosophische Untersuchung aufzufassen. Seit Jean-Paul Sartres sozialphilosophischen Arbeiten, wissen wir ja, in welchem Sinne an der Wurzel jeder Sozialphilosophie eine Anthropologie zu finden ist: Tatsächlich lehrt uns die richtig verstandene, menschliche Geschichte etwas darüber, was denn der Mensch sei.
Series:  ethica, Volume: 11
Fragen nach gerechter medizinischer Versorgung stellen sich in vielen Ländern immer dringlicher. Kontrovers diskutiert wird dabei die Frage, welche Rolle der Gleichheitsgedanke spielen soll. Sollen alle Patienten den gleichen Zugang zu medizinischen Leistungen haben oder diejenigen vorrangig behandelt werden, denen es besonders schlecht geht? Kommt es darauf an, mit den Ressourcen einen möglichst grossen medizinischen Nutzen zu erzielen, oder sollen auch "teure" Patienten mit einer schlechten Prognose und hohen Opportunitätskosten eine Behandlungschance erhalten? Gibt es ein allgemeines Recht auf eine solidarische Grundversorgung und worin bestünde dies? Wann sind Personen für ihre Krankheit selbst verantwortlich und was folgt daraus für die öffentliche Versorgung? Der Band versammelt Beiträge internationaler Experten verschiedener Disziplinen zu diesen Fragen.
Internationale Gerechtigkeit durch transnationale Legitimation
Lassen sich in einer Welt, die einerseits durch das Faktum einer politisch-rechtlichen Souveränität von Staaten und durch ein Selbstbestimmungsrecht der Völker geprägt ist und andererseits durch institutionelle und ökonomische Interdependenzen, supranationale Gerechtigkeitsforderungen und Rechtfertigungspflichten begründen? In einem Versuch, die "Grenzen der Gerechtigkeit" zu vermessen, wird auf der Grundlage einer kritischen Erörterung der in der aktuellen Debatte vertretenen Hauptpositionen für ein Konzept von internationaler Gerechtigkeit durch transnationale Legitimation argumentiert. In diesem werden die wechselseitigen Verpflichtungen sozialer Gerechtigkeit, die Staaten in einer Welt der Interdependenz einander schulden, anhand der Reichweite von Kooperation gemäß einem Grundsatz transnationaler Legitimation bestimmt. Staaten, die in Beziehungen wechselseitiger normativer Anerkennung im Rahmen eines gemeinsamen Völkerrechts stehen, dürfen darüber hinaus aber auch Ansprüche politischer Gerechtigkeit an das binnenstaatliche Verhalten anderer Staaten geltend machen. Deren Art und Reichweite ergeben sich aus einem Vier-Stufen-Modell der Rechtskultur.
Author: Klaus Cammann
Ziel des Buches ist es, die europäische und amerikanische Gegenwartsphilosophie mit der Philosophie der Inder ins Gespräch zu bringen. Dabei versucht die Art der Darstellung im Auge zu behalten, daß Philosophen nur selten auch Indologen sind und man sich nicht gar so gehorsam an die Grenzen halten darf, was nach Ansicht einer der beiden Seiten zum Thema gemacht werden darf und was nicht. Der erste Teil widmet sich der Untersuchung von "Bewußtsein" und "Willensfreiheit". Das Thema "Bewußtsein" ist in der indischen Philosophie, wenn wir vom frühen Buddhismus absehen, von elementarer Bedeutung. Gerade bei den wichtigsten Schulen wird "Bewußtsein" als etwas jenseits von Raum und Zeit Liegendes angesehen und bei bestimmten Schulen durchaus mit "Gott" gleichgeSetzt. Zunächst wird untersucht, was wichtige Autoren wie Kant, Libet, Strawson, Dennett, Churchland, Chalmers u.a. unter "Bewußtsein", "Selbstbewußtsein" und "Willensfreiheit" verstehen. Damit ist eine Grundlage für ein Verständnis dafür gegeben, was die beiden wichtigen indischen Schulen des Advaita und des Sankhya zum Thema "Bewußtsein" zu sagen haben. Der zweite Hauptteil trägt den Titel "Von der Logik und der Mathematik zur Lehre des Advaita". Hier wird u.a. den Begriffen der Negation und der Existenz nachgegangen: Gerade der Begriff der Existenz ist für die indischen Lehren von großer Bedeutung. Das Thema "Zeit" wird im dritten Teil mit dem Problem der Willensfreiheit verbunden. Darüber hinaus wird gefragt, inwieweit die Vorstellungen mancher Mystiker und buddhistischer Schulen zum Thema "Zeit" akzeptabel sein könnten. Die Allwissenheit Gottes und die Freiheit des Menschen, Unendlichkeit und Unsterblichkeit sind zentrale Themen des abschließenden Teils "Gott, Freiheit und Unendlichkeit". Nach den Vorstellungen der Inder haben wir nicht etwa eine Unendlichkeit nur vor uns, sondern vielmehr eine solche bereits hinter uns. Indische Philosophie ist oft von Religion nicht zu trennen, was nicht bedeutet, daß sie dadurch rationalen Argumenten weniger zugänglich wäre. Damit ist aber auch angedeutet, daß das Buch für Religionswissenschaftler und Theologen in gleicher Weise interessant sein könnte.
Simulation und Theorie in der Alltagspsychologie
Author: Manuela Lenzen
Menschen sind Meister darin, das Verhalten ihrer Mitmenschen zu verstehen. Wie sie dies fertig bringen, liegt nicht auf der Hand. In der Philosophie werden traditionell zwei Antworten diskutiert: Die eine besagt, dass Men-schen ihresgleichen ebenso verstehen wie Vorgänge in der unbelebten Natur, dass sie also aus Erfahrungen auf allgemeine Regeln schließen und die im Einzelfall anwenden. Die andere besagt hingegen, dass es eine besondere Art des Verstehens gibt, die darauf beruht, dass man die Erlebnisse, Erfahrungen und Überlegungen des anderen aus eigener Erfahrung kennt oder sich zumindest vorstellen kann. Der Volksmund fasst diese Position mit dem Sprichwort zusammen, man könne einen anderen nur verstehen, wenn man eine Meile in seinen Schuhen gelaufen sei. Beide Positionen waren die längste Zeit Gegenstand recht unfruchtbarer Kontroversen. Neue empirische Forschungen in der Primatologie und Entwicklungspsychologie haben frischen Wind in diese Debatte gebracht. Das Buch zeichnet die Kontroverse nach und begründet, dass Verstehen durch Simulation und Verstehen durch Theoriegebrauch keine sich ausschließenden Alternativen sondern die Extrempunkte eines Kontinuums sind.
Eine kritische Untersuchung im Ausgang von Quine und Davidson
Author: Michael Anacker
Seit den 60er Jahren hat ein überwunden geglaubtes certistisches Paradigma wieder Einzug in die Analysen des Wissensbegriffes gehalten. Die Orientierung an einem cartesianischen Wissenschaftsideal kann keine Grundlage für eine moderne Wissenschaftstheorie liefern, die Wissenschaft vor allem als ein fallibles Unternehmen charakterisiert. Aus der Aufgabe des Wahrheitsgewissheitsanspruchs - die gerade für die Anschlussfähigkeit an die moderne Wissenschaftstheorie notwendig ist - folgt aber weder eine Verabschiedung noch eine Relativierung des Wahrheitsbegriffs. Ausgehend von Quines holistischem Naturalismus einerseits und einer Weiterentwicklung der interpretationalen Erkenntnistheorie Davidsons andererseits, belegt die vorliegende Untersuchung, dass gerade die skeptische Intuition der beständigen Möglichkeit der Täuschung, des sich Irren-Könnens, dem Wahrheitsbegriff zugrundeliegt. Der sowohl systematisch als auch historisch argumentierende Ansatz überwindet die bloss scheinbare Dichotomie von kohärentistisch/konventionalistischen und korrespondenztheoretischen Wahrheits- und Wissensbegriffen. Die Überwindung des Skeptizismus ist nicht Aufgabe der Erkenntnistheorie. Der Skeptizismus muss vielmehr selbst integraler Bestandteil einer Theorie sein, die die Absicht hat zu erklären, was wir als fehlbare, endliche Wesen tun, wenn wir handelnd und kommunizierend miteinander und mit der Welt umgehen.
Dient Kunst der Erkenntnis? Vermittelt sie Einsichten oder Wissen? Und wenn ja: auf welche Weise? Sind ästhetische Urteile wahr oder falsch? Beruht unsere Wertschätzung von Kunst auf ihren kognitiven Funktionen? Zu diesen Fragen, die zu den klassischen Themen der Kunstphilosophie gehören, beziehen zehn Philosophen aus dem deutschen Sprachraum in Originalbeiträgen Position. Der Band dokumentiert den gegenwärtigen Stand der Kontroversen zwischen kognitivistischen und nichtkognitivistischen Theorien der Kunst und der Kunstbewertung. Mit Beiträgen von Rüdiger Bittner, Sabine A. Döring, Christoph Jäger, Bernd Kleimann, Dirk Koppelberg, Jens Kulenkampff, Franz von Kutschera, Alexander Piecha, Jakob Steinbrenner und Henning Tegtmeyer.
Eine philosophische Untersuchung
Author: Arno Ros
Dieses Buch schlägt - unter dem Titel "synthetischer Materialismus" - einen neuen Weg zur Klärung des Geist-Materie-Problems vor. Ausgangspunkt ist die These, dass wir als Betrachter der Welt frei sind, dieselben Gegenstände in unterschiedlich komplexe raum-zeitliche Zusammenhänge einzuordnen, und dass sich daraus unterschiedliche Möglichkeiten der Klassifikation von Gegenständen ergeben können: Wenn wir von "Lebewesen", "Handlungssubjekten" und "Personen" sprechen, und ihnen psychische Phänomene zuschreiben, nutzen wir den Umstand, dass die Konstellationen von Kohlehydraten, Eiweißen, Wasser und Nukleinsäuren, die jene Entitäten auch sind, in einer besonderen Weise mit Teilen ihrer Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in Verbindung gebracht werden können. Der synthetische Materialismus vermag so zu zeigen, dass es zwischen einem ausschließlich "materialistischen" Verständnis der Welt und jenen Sichtweisen, innerhalb derer wir manche Komplexe von materiellen Phänomenen als Individuen mit ihnen selbst bewussten Empfindungen, Absichten und Überzeugungen verstehen, Übergänge gibt, die methodisch-wissenschaftlich nachvollzogen werden können und die nicht zu nutzen töricht wäre.
Eine konzeptionelle Grundlegung der Angewandten Ethik
Author: Carmen Kaminsky
Angesichts des schnellen Wandels wissenschaftlicher Erkenntnis und technischer Möglichkeiten müssen Richtungsentscheidungen hinsichtlich des Umgangs mit neuartigen Problemlagen getroffen werden. Vor dem Hintergrund einer sich zunehmend pluralisierenden moralisch-politischen Meinungsbildung und der abnehmenden Autorität bislang beherrschender Meinungsführer sind die zur Entscheidung Aufgerufenen allerdings immer weniger sicher, welchen Weg sie einschlagen wollen und sollen. Verstärkt greifen sie deshalb auf die Vorschläge von Beratungsgremien zurück, in denen den traditionell theoriebezogenen normativen Disziplinen die Aufgabe zu kommt, sich mit Realproblemen zu befassen. Den Moralphilosophen wird damit eine Rolle zugewiesen, auf die sie einigermassen unvorbereitet sind. Die Schwierigkeiten, die viele Philosophen mit der Rolle haben, in die sie die gesellschaftlichen Erwartungen drängen, liegen vor allem in einer objektiven Unischerheit über Struktur, Ziele und Verfahrensweisen ethischer Politikberatung unter den Bedingungen einer pluralistischen und liberalen Gesellschaft. Das vorliegende Buch zielt darauf, diese konzeptionelle Lücke zu schliessen.
Der Denkweg der schottischen Aufklärung in der Moral- und Rechtsphilosophie
Author: Ulli F Rühl
Ist der 'Mensch des Menschen Wolf'? Ist der Mensch eigentlich ein von Natur zur Gesellschaft ungeeignetes Wesen? Ist Recht nichts anderes als der zwangsgestützte Befehl des Souveräns, der jeden beliebigen Inhalt haben kann (Hobbes)? Haben 'Stolz und Eitelkeit mehr Hospitäler erbaut als alle Tugenden zusammengenommen' (Mandeville)? Dies sind die theoretischen Provokationen, mit denen sich die schottische Aufklärung konfrontiert sah. Moralischer Sinn, Wohlwollen, Sympathie und die Position des unparteiischen Beobachters: das sind die Begriffe, welche die schottische Aufklärung dieser Herausforderung entgegen stellte. Ohne einen moralischen Sinn, sagt Hutcheson, könnten wir die Gebote des guten Gottes nicht von den Befehlen eines bösen Dämons unterscheiden. Ziel des Werkes ist es, den Gesamtzusammenhang der schottischen Aufklärung in der Moral- und Rechtsphilosophie mit dem historisch-theoretischen Kontext im Überblick darzustellen. Das Buch zeichnet den Denkweg nach, der von der These vom moralischen Sinn bei Shaftesbury und Hutcheson, über den Neuansatz bei Hume bis zu Adam Smith' Theorie der Sympathie und des unparteiischen Beobachters führt.