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Interpretationen
Die Gedichtinterpretationen dieses Bandes zeigen die ganze Formenvielfalt und Komplexität des lyrischen Werks Franz Josef Czernins auf, das spätestens mit den "elemente, sonetten" (2002) einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde.
Die ungewöhnliche Stellung von Czernins Lyrik ergibt sich nicht nur aus ihrer in überraschende Richtungen weisenden sprachlichen Vieldeutigkeit. Indem Czernin zugleich aus verschiedensten Kontexten stammende Formen und inhaltliche Rahmungen aufgreift, setzt er Elemente von Tradition und Avantgarde in ein spannungsvolles Ineinander. Dieser Band bietet Interpretationen von Gedichten aus allen Werkphasen des österreichischen Dichters. Über das Einzelgedicht hinaus soll dadurch in der Summe zugleich ein Überblick über sein lyrisches Gesamtwerk gegeben werden.
Strategien poetischer Bewältigung
Author: Jürgen Daiber
Das sichere Wissen um die eigene Sterblichkeit ist ein schwerer Schlag für die evolutionär tief verankerten Selbsterhaltungsinstinkte des Menschen. Todesangst verlangt Bewusstsein und wir sind vermutlich – mit einem Wort Friedrich Dürrenmatts – „das einzige Lebewesen, das weiß, dass es sterben wird.“ Dieses Wissen hat von Anfang an in der Geschichte der Spezies Mensch zahlreiche Verteidigungsmechanismen und kulturelle Bewältigungsstrategien generiert. Dem psychischen und physischen Skandalon des Sterbens sollen – in unserem 21. Jahrhundert mehr denn je – Zügel angelegt werden.
Die aktuell einflussreichste sozialpsychologische Theorie zur Auseinandersetzung mit unserer Sterblichkeit, die so genannte Terror-Management-Theorie, sieht im „schöpferischen Unsterblichkeitsmodus“ (Robert Lifton) von Literatur und Kunst ein probates Mittel, unserer Todesangst zu begegnen. Dieses Buch überprüft diese und weitere Thesen aktueller Forschungen zur Todesangst am Beispiel der Verwobenheit von Biographie und literarischer Produktion unter anderem bei Annette von Droste-Hülshoff , Franz Kafka, Hermann Hesse, Wolfgang Herrndorf und Sigmund Freud.
Strukturen des Wettens und seiner literarischen Darstellung
Author: Julian Werlitz
Wetten kennen wir als alltäglich spielerische Möglichkeit, mit Ungewissheit und Meinungsstreit umzugehen. Doch ein genauer Blick auf die Struktur solcher Abmachungen legt manche Hintergründigkeit offen. Literarische Beispiele erzählen die Wette meist als Scheitern einer naiven Haltung zu Entscheidungs- und Konfliktsituationen. Für Kant war die Wette der „Probierstein“, um die eigene Überzeugung einer Prüfung zu unterziehen. Die Frage, ob man wohl das „Glück des ganzen Lebens verwetten“ würde, mache auch den „stutzig“, der zunächst jeden Irrtum ausschließt. Als Element literarischer Handlung bietet die Wette zwar ästhetisch reizvolle Möglichkeiten. Doch Figuren, die sich ihrer als Werkzeug der Reflexion und Erkenntnis bedienen, scheinen mit ihr durchgängig krachend an der Unberechenbarkeit der Welt und des Mitmenschen zu scheitern – wäre da nicht Goethes Faust, der sich in eine listige Wette mit dem Teufel flüchtet, am Ende aber gerade durch ihren Verlust gerettet wird.
Interpretationen
Der Band führt in das lyrische Gesamtwerk von Ulrike Draesner ein. Eine Reihe von Interpretationen zu einzelnen Gedichten und Gedichtgruppen folgt seiner chronologischen Entwicklung und vermittelt so einen Überblick, lässt thematische Schwerpunkte erkennen und zeigt seine fakturiellen Besonderheiten.
Die Interpretationen verdeutlichen dabei die Verwurzelung von Draesners Lyrik in literarischen Traditionen ebenso wie den selbständigen und innovativen Charakter ihrer experimentellen lyrischen Fakturen. Der Band will die Geschichte und das Gestaltungsspektrum des Werkzusammenhangs anhand von exemplarischen Gedichtinterpretationen nachzeichnen und zudem einen Beitrag zur Gegenwartsliteraturforschung im Allgemeinen wie zur Lyrikologie im Besonderen leisten.
Interpretationen
IIn einer Reihe von Interpretationen verschafft dieser Band einen Überblick über Klings lyrisches Gesamtwerk sowie Zugänge zu seinen wichtigsten Gedichten. Die Analysen und Interpretationen erläutern den literaturgeschichtlichen Kontext der Gedichte, erklären ihre Machart und erschließen ihren Sinn.
Revoluzzer, Männerfreund, Bestsellerautor
Richard Voß gehörte Ende des 19. Jahrhunderts zu den meistgelesenen Autoren im deutschsprachigen Raum. Als junger oppositioneller Schriftsteller im Kaiserreich verboten, gelang ihm eine außergewöhnliche Karriere zum Bestsellerautor. Dennoch ist sein umfangreiches Werk heute nur Kennern ein Begriff.

Dies ist die außergewöhnliche Geschichte eines genial veranlagten Autors, der mit seinem Frühwerk die Anfänge des deutschen Naturalismus maßgeblich prägte. In den 1880er Jahren war er ein gefeierter Bühnenautor, der neben Ibsen gezeigt wurde. Auch seine Italienrezeption weist ihn als Ausnahmeerscheinung aus. Sein Roman Zwei Menschen wurde zum Longseller mit weit über einer Million verkauften Exemplaren. Voß war Revoluzzer und Fürstenfreund, Wartburg-Bibliothekar und Italienkenner. Er verkehrte an den Höfen von Weimar und Meiningen, in den Salons von Berlin, Wien und Rom. Doch hinter der Maske seines „phantastischen Lebens“ verbirgt sich ein beispielloses Doppelleben, zu dem er als Homosexueller gezwungen war und das sich in seinem Schaffen niederschlug. Voß’ Leben liefert charakteristische Streiflichter zum Literaturbetrieb zwischen Gründerzeit und Erstem Weltkrieg.
Eine Analyse des kognitiven Werts der Literatur
Series:  Explicatio
Eine Grundmotivation, sich mit fiktionaler Literatur zu beschäftigen, liegt in ihrer Fähigkeit, uns Lebenswahrheiten zu vermitteln, die Welt aus einer anderen Perspektive zu zeigen und unseren Erfahrungshorizont zu erweitern. In all diesen Fällen handelt es sich um Metaphern, die auf die kognitive Relevanz unserer Auseinandersetzung mit literarischen Werken hinweisen. Die Erklärung dieser Metaphern kann nicht nur unsere Beschäftigung mit fiktionaler Literatur, sondern auch den Begriff der Erkenntnis und seine Vielfalt erhellen. In diesem Buch wird eine akkurate Analyse des kognitiven Werts fiktionaler Literatur unternommen. Neben der Vermittlung von Wahrheiten und propositionalem Wissen steht im Mittelpunkt des Buches die Untersuchung von Erkenntnisformen, welchen bislang eher wenig Aufmerksamkeit zuteil wurde. Vor diesem Hintergrund werden perspektivische, phänomenale, empathische und ethische Erkenntnisse in Betracht gezogen. Es sind insbesondere die letztgenannten Erkenntnisformen diejenigen, die für die Literatur kennzeichnend sind und die es uns ermöglichen, über uns selbst hinauszuschauen und unsere Existenz in verschiedener Form zu bereichern.
Begriff – Hermeneutik – Analyse
Series:  Explicatio
Wie kann man erklären, dass ein Autor – wie der Schriftsteller Christian Kracht im Jahr 2012 – für einen seiner Romane eine merkwürdig rassistische Sprache verwendet, seine Begeisterung für die Symbole nationalistischer Parteien äußert, deshalb mit dem Vorwurf einer rechten Gesinnung konfrontiert wird, und dennoch von der literarischen Öffentlichkeit vom Vorwurf einer rechten Gesinnung freigesprochen wird? Die Antwort lautet: Es ist ein Fall von subtiler und provokativer Selbstdarstellung. Dass sich Autoren auch mit ihren literarischen Werken selbst inszenieren, ist ein Gemeinplatz. Wie Selbstdarstellung funktioniert, die als Medium der Selbstdarstellung auch fiktionale Texte einsetzt, konnte die Literaturwissenschaft dennoch weder beschreiben noch erklären. Das liegt insbesondere daran, dass mit dem Dogma vom ›Tod des Autors‹ der Autor – zumindest in der Theorie – kategorial aus der Textanalyse ausgeschlossen wurde. Das Buch stellt deshalb die längst überfällige Interpretationstheorie der Selbstdarstellung mit literarischen Werken zur Verfügung und demonstriert in einer Fallstudie zur Selbstdarstellung in Christian Krachts Romanen deren Leistungsfähigkeit.
Interpretationen
Jan Wagners Gedichte sind in den letzten Jahren nicht nur vielfach mit renommierten Preisen ausgezeichnet worden, sondern haben auch ein stetig wachsendes Publikum für sich gewinnen können. Diese Popularität verdienen sich Wagners Gedichte dadurch, dass sie den Bezug zu alltäglichen Dingen und Naturerscheinungen mit höchster künstlerischer Finesse und ansprechender Klanggestaltung zu verbinden wissen. In einer Abfolge von Interpretationen, die jeweils ein einzelnes Gedicht Jan Wagners im Kontext des Gesamtwerkes interpretieren, führt der Band in das bisherige lyrische Schaffen des Autors ein. Das Buch vermittelt somit einen Überblick über die bisherige Entwicklung, typische Motivik und formale Besonderheiten, mit denen sich Jan Wagner gezielt in die internationalen literarhistorischen Traditionen der Gattung Lyrik einschreibt. Mit Beiträgen von Frieder von Ammon, Matthias Aumüller, Hans-Edwin Friedrich, Johannes Görbert, Gunter E. Grimm, Ingo Irsigler, Christoph Jürgensen, Sonja Klimek, Gerhard Kaiser, Daniela Kohler, Fabian Lampart, Sven Meyer, Ralph Müller, Antonius Weixler, Rüdiger Zymner.