Browse results

You are looking at 1 - 6 of 6 items for :

  • Literature and Cultural Studies x
  • Just Published x
  • Status: Out Of Print x
Clear All
Disziplinexterne Perspektiven auf Literatur
Literatur ist eine Form menschlichen Kommunikationsverhaltens. Ein wissenschaftlicher Zugang zum Gegenstandsbereich Literatur hat deshalb Instrumente zu verwenden und zu entwickeln, die neben dem Formaspekt von Literatur auch die biologischen und gesell-schaftlichen Bedingungen von ›literarischem Verhalten‹ aufzuhellen vermögen. Daß Literaturwissenschaft solchermaßen stets ›unselbständig‹ und auf trans- und interdiszipli-näres Arbeiten angewiesen ist, nehmen die Beiträger dieses Sammelbandes als Chance wahr und erarbeiten Wege einer multiperspektivisch informierten Literaturbetrachtung. Die Sorge um die Autonomie des Faches verliert ihre Gründe, wenn sein besonderer Wert als Stätte interdiskursiver Verständigung genutzt und ein heuristischer Apparat entwickelt wird, der der Vielgesichtigkeit des Gegenstandes Rechnung tragen kann. Der Band versammelt Beiträge unterschiedlicher disziplinärer Provenienz. Darunter gesellschafts- und wissensgeschichtliche Studien zu literarischen Werken sowie bio- und psychologische, kognitions- und gesellschaftswissenschaftliche Modellbildungen zu einzelnen Aspekten literarischer Produktion und Rezeption. Mit Beiträgen von Julia Abel, Philip Ajouri, William Benzon, Joseph Carroll, Leda Cosmides, Lutz Danneberg, Oliver Flade, Charles Forceville, Harald Fricke, Hans-Edwin Friedrich, Jonathan Gottschall, Norbert Groeben, Paul Hekkert, Nadine van Holt, Fotis Jannidis, Uta Klein, Katja Mellmann, Steffanie Metzger, Armin Nassehi, Michael Neumann, Christoph Rauen, Michelle Scalise Sugiyama, Ralf Stürmer, Ed Tan, John Tooby, Reuven Tsur, Eckart Voland, Friedrich Vollhardt, Gerhard Vowinckel, Manfred Weinberg, Marianne Willems und Rüdiger Zymner.
Author: Imo Moszkowicz
Das Kramen in alten Unterlagen gleicht einer Schatzsuche: sie kann Grauenhaftes, sie kann Kostbarkeiten zutage fördern. Bei einer solchen Suche stiess Imo Moszkowicz auf eine Kostbarkeit, auf eine Kladde, die er anlässlich seiner ersten Zauberflöten-Inszenierung angelegt hatte. Wie es so geht in der unvermuteten Konfrontation mit einem Relikt der eigenen Vergangenheit, man wundert sich: sei es über die damalige eigene Naivität, sei es über die Kreativität von Ideen, die sich – lange vergessen – als erstaunlich aktuell erweisen; die Gedanken beginnen zu kreisen, Erinnerungen machen sich breit – so entsteht ein Buch. Imo Moszkowicz lässt den Leser die verschiedenen Stationen der Entwicklung einer Inszenierung verfolgen, indem er die Tür zur Werkstatt künstlerischen Denkens und Fühlens, Entscheidens und Handelns, öffnet und dabei das immerwährende Schwanken zwischen Hochgefühl und Depression, zwischen Erwartung auf Erfolg und Angst vor Versagen greifbar werden lässt. Dramaturgisch folgt der hier vorliegende Text von Imo Moszkowicz dem Prozess des eigenen Erinnerns. Rhapsodische Erzählungen, angereichert mit Anekdotischem, wechseln mit Reflexionen, Kommentaren und Sottisen, die Vorlieben und Abneigungen erkennen lassen. Den roten Faden bildet dabei seine Überzeugung, dass Mozarts Zauberflöte mehr ist als ein Märchen, mehr als die Reminiszenz an einen biblischen Garten Eden: Die Zauberflöte führt ein Paradies vor, das der Menschheit aus eigener Kraft erreichbar ist, eine Welt, deren Lebensgrund die wahrhafte Liebe ist, ein Sein ohne Hass und Rache. (Dr. Werner Kudera) Imo Moszkowicz hat in seinem bewegten Leben über einhundert Theaterstücke, Opern, Musicals und Operetten an fast allen grösseren Bühnen im deutschsprachigen Raum sowie in Südamerika und Israel inszeniert. Als Assistent von Gustaf Gründgens und Fritz Kortner lernte er das Regie-Handwerk. Etwa zweihundert Fernseh- und drei Spielfilme sind auf seiner Arbeitsliste zu finden; er ist derzeit wohl der 'dienstälteste' Fernsehregisseur Deutschlands.
Allegorie im Werk Friedrich Spees
Nachdem in der Spee-Forschung bisher der Motivbestand, die literarhistorischen Traditionslinien sowie die Beziehungen zwischen Spees Engagement gegen die Hexenprozesse und seinem literarischen Werk untersucht worden sind, wird hier versucht, anhand der Kategorie ‚Allegorie‘ ins Zentrum der Poetologie Spees vorzustoßen. Es wird gefragt, wie die analysierten Texte der “Trutznachtigall” und des “Güldenen Tugendbuchs” auf die Krise des allegorischen Weltbildes im Zeichen von geschichtlicher Kontingenzerfahrung und Konfessionalismus reagieren. Wie schlägt sich dies auf die Signifikationsstrukturen der Texte nieder, die immer auch die Weltsicht des Adressaten strukturieren sollen? Was für ein Bild ergibt sich vor dem Hintergrund der poetologischen Entwicklungen zum Thema Allegorie im 17. Jahrhundert? Aus dieser Perspektive wird auch ein Blick auf die Aktualität der Allegorie-Theorie in der gegenwärtigen literaturtheoretischen Diskussion geworfen.
Literatur als Gegenwelt
Literatur hat seit jeher die Rolle gehabt, den Blick für das ausgesparte ‚Dritte‘ offenzuhalten. Sie besteht auf der Unverwechselbarkeit individueller Erfahrung und trägt zur Entwicklung alternativer Denk- und Wahrnehmungsmodelle gegen eine weitgehend normierte Normalität in der heutigen Wissensgesellschaft bei. “Das Ungenügen an der Normalität” ist der Titel einer wegweisenden wissenschaftlichen Publikation von Lothar Pikulik. Ein internationales Symposion aus Anlaß seines 65. Geburtstages griff diesen Titel auf und erörterte unter dem Thema “ ‚Das Ungenügen an der Normalität‘ – Literatur als Gegenwelt” die Möglichkeiten einer erneuerten Standortbestimmung von Aufgaben und Möglichkeiten der Literatur. Dieser Band zeigt eindrucksvoll, wie facettenreich das “Ungenügen an der Normalität” in der Literatur von der Aufklärung bis in die jüngste Vergangenheit auftritt. Mit Beiträgen von: H. Koopmann, R. M. Kully, H. Kurzenberger, Z. Mielczarek, N. Oellers, P. Pütz, H. Reinhardt, M. Siguan, H. Uerlings.
20 Jahre Paderborn Gastdozentur für Schriftstellerinnen und Schriftsteller
Seit 1982 besteht an der Universität Paderborn eine "Gastdozentur für Schriftstellerinnen und Schriftsteller". Die von dem Literaturwissenschaftler Hartmut Steinecke begründete und seither geleitete Veranstaltungsreihe hat viele bekannte Autoren angezogen: Max von der Grün, Erich Loest, Peter Rühmkorf, Peter Schneider, Dieter Wellershoff, Eva Demski, Herta Müller, Günter Kunert, Uwe Timm, Hanns-Josef Ortheil, Friedrich Christian Delius, Anne Duden, Hartmut Lange, Wilhelm Genazino, Volker Braun, Angela Krauss, Arnold Stadler, Josef Haslinger, Marcel Beyer, Robert Schindel und Ulrich Woelk. Der vorliegende Dokumentationsband zieht eine Bilanz zum 20jährigen Bestehen der Reihe im Jahre 2002. Er enthält Beiträge über ihre Entstehung und Ziele, ferner Charakteristika und Bibliographien der Gäste. Neben den literarischen und wissenschaftlichen Zeugnissen ihrer Dozentur stehen auch eher vergnügliche Spuren als Ergebnisse einer "Mail-Art"-Aktion: Schriftsteller, die bisher an der Universität gelesen haben, füllten eine Postkarte aus mit einer einzigen Auflage - das Wort "Paderborn" sollte vorkommen. Über 60 Karten gingen ein mit Reimen, Gedichten, Bildern, Aphorismen, Kurztexten. Diesen teils ironischen und geistreichen, teils kauzigen und seltsamen, nicht selten originellen "Grüssen nach Paderborn" sind auch das Titelbild und Titelzitat Peter Rühmkorfs entnommen: "Man blickt zurück und schaut nach vorn".
Poetik und Geschichte des Kabaretts
Series:  Explicatio
Author: Benedikt Vogel