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Migration bildet den Anlass für eine der zentralen Kontroversen unserer Zeit: Zuwanderung bleibt ein Topthema der Politik. Moralische und politische Standpunkte befehden einander scharf. Nicht wenige sind geneigt, ihr Urteil über Migration anhand von Alltagstheorien zu fällen. Auch bei der Frage, wie Entwicklungspolitik Fluchtursachen beseitigen kann, gehen die Meinungen auseinander. Auf eine Verständigung im Streit um Migration lässt sich nur hoffen, wenn es gelingt, die einander gegenüberstehenden Positionen im Lichte universalisierbarer Grundsätze zu vermitteln. Dabei führt nur eine interdisziplinäre Vorgehensweise weiter, die positiv-rechtliche, philosophische und empirische Erkenntnisse fruchtbar aufeinander bezieht. Dieser Band spiegelt diese Multiperspektivität.
Die Reihe ist abgeschlossen.
Herausgegeben von Klaus Robering
Author: Bernd Mahr
Editor: Klaus Robering
Modelle sind allgegenwärtig: man begegnet ihnen in Technik, Kunst und Wissenschaft. In diesem Buch erklärt Bernd Mahr, was Modelle sind, wie sie funktionieren und was sie leisten. Eine Person, die ein Maler porträtiert, ein maßstabsgerecht verkleinertes Auto, das im Windkanal getestet wird, ein Satz von Differentialgleichungen, die meteorologische Veränderungen in der Atmosphäre beschreiben: diese Objekte werden gleichermaßen als Modell bezeichnet. Angesichts der Unterschiedlichkeit solcher Beispiele argumentiert Bernd Mahr, dass die Frage nach den Eigenschaften, die ein Gegenstand aufweisen muss, um ein Modell zu sein, verfehlt ist. Eine wirklich allgemeine Modelltheorie, die all diese Beispiele erklären kann, muss zwischen dem Modell selbst und dem Modellgegenstand unterscheiden. Es gibt keine genau abgegrenzte Menge von Eigenschaften, die ein Objekt zum Modell machen. Vielmehr wird im jeweiligen Kontext geurteilt, dass ein in bestimmter Weise aufgefasster Gegenstand ein Modell „von etwas für etwas ist“. In den Kapiteln des ersten Teils des Buches wird diese Grundidee einer allgemeinen Modelltheorie entwickelt und theoretisch fundiert. Die Beiträge des zweiten Teils befassen sich mit den Modellen der Logik, Mathematik und Informatik und der abschließende dritte Teil geht der Rolle von Modellen in Kunst und Ästhetik nach.
Band II: Mathematik und Naturwissenschaft
Author: Dirk Hartmann
Volume Editor: Dirk Hartmann
Band II baut auf Band I auf und behandelt – als einen spezifischen Teil der Erkenntnistheorie – die Philosophie der Mathematik und die allgemeine Wissenschaftstheorie der Naturwissenschaften. In der Philosophie der Mathematik geht es um Fragen wie „Was sind die Gegenstände der Mathematik?“, „Lässt sich Mathematik insgesamt auf eine grundlegende Theorie, etwa die Logik, zurückführen?“, „Was ist Wahrscheinlichkeit?“. Die allgemeine Wissenschaftstheorie der Naturwissenschaften führt dies weiter in das empirische Feld mit Fragen wie: „Was ist Messen?“, „Was leisten Experimente?“, „Was ist Kausalität?“, „Gibt es Naturgesetze?“, „In welchem Sinne existieren theoretisch postulierte Entitäten wie beispielsweise Atome und Elektronen?“. Im Zusammenhang der letzten Frage wird der im ersten Band formulierte Antirealismus weiter konkretisiert: Anders als dem Antirealismus bzw. Idealismus üblicherweise zugeschrieben, wird vom Autor nicht behauptet, dass es die theoretischen Entitäten in Wahrheit gar nicht gibt, sondern vielmehr, dass ihre Existenz nicht unabhängig von der prinzipiellen Möglichkeit des Wissens um sie ist.
Philosophische Überlegungen zum Verhältnis von sprachlichem und nicht-sprachlichem Verstehen
Author: Dirk Schröder
Was heißt es, etwas zu verstehen? Dieses Buch verfolgt das Ziel, einen Beitrag zu einer Theorie des Verstehens zu leisten, indem es einen Ausschnitt aus dem Bereich der Objekte und Formen des Verstehens untersucht. Die Schwerpunkte liegen dabei auf dem Verstehen einer Sprache und dem Verstehen nicht-sprachlicher Praktiken. Der Autor setzt sich mit einer Reihe von Positionen und Argumenten aus der neueren, insbesondere analytischen Philosophie der Sprache, des Geistes und der Erkenntnis auseinander, greift aber auch Gedanken aus der klassischen sowie philosophischen Hermeneutik auf. Gegen verbreitete Ansichten argumentiert er, dass Verstehen von Wissen zu unterscheiden und grundsätzlich als Fähigkeit zu erklären ist, die im Rahmen sprachlicher, aber auch sprachunabhängiger Praktiken ausgeübt werden kann. Verstehen begreift er als praktische Form der Erkenntnis, die auf sprachlichen und nicht-sprachlichen Sinn zielt.
Die Zielsetzung der geplanten Reihe ist es, Ethik und Empirie eng miteinander zu verbinden: So sollen möglichst konkrete, auch in der breiteren Öffentlichkeit diskutierte ethische Fragestellungen aufgegriffen werden, die empirischen Befunde aus den jeweils relevanten empirischen Wissenschaften zu diesen Fragestellungen gesichtet und philosophischen, theologischen, juristischen usw. Reflexionen und Beurteilungen unterworfen werden. Mögliche Themen sind: Xenotransplantation, Sterbehilfe und assistierter Suizid, Organspende, Kinderethik, Tierethik usw. Gerade angesichts der neuen molekularbiologischen Entwicklungen gewinnen Fragen zur Bedeutung der Natur für das ethische Argument und für bioethische Debatten an Dringlichkeit und Relevanz, die sich auch in der Arbeit von Ethik-Kommissionen zeigt. Es soll auch untersucht werden, wie die empirischen Fragestellungen und die Arbeit von Ethik-Kommissionen die ethische Theoriebildung beeinflusst.
Interpretationen
Die Gedichtinterpretationen dieses Bandes zeigen die ganze Formenvielfalt und Komplexität des lyrischen Werks Franz Josef Czernins auf, das spätestens mit den "elemente, sonetten" (2002) einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde.
Die ungewöhnliche Stellung von Czernins Lyrik ergibt sich nicht nur aus ihrer in überraschende Richtungen weisenden sprachlichen Vieldeutigkeit. Indem Czernin zugleich aus verschiedensten Kontexten stammende Formen und inhaltliche Rahmungen aufgreift, setzt er Elemente von Tradition und Avantgarde in ein spannungsvolles Ineinander. Dieser Band bietet Interpretationen von Gedichten aus allen Werkphasen des österreichischen Dichters. Über das Einzelgedicht hinaus soll dadurch in der Summe zugleich ein Überblick über sein lyrisches Gesamtwerk gegeben werden.