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Die europäische Neuzeit ist eine Epoche der Befreiung der Menschen aus kirchlichen, religiösen, politischen und wirtschaftlichen Abhängigkeiten. Sie hat zu einer großartigen Entfaltung geistigen Lebens geführt. Ihr Ziel war Selbstbestimmung. Die wurde aber oft im engen Sinn einer Autonomie, einer radikalen Unabhängigkeit verstanden. Thema dieses Buches ist die große Rolle, welche die Idee der Autonomie in der neuzeitlichen Geistesgeschichte und für ihren Verlauf gespielt hat, in Philosophie und Wissenschaften, in Religion, Malerei und Literatur. Thema ist auch das Ende dieser Entwicklung. Die Literatur hat heute weithin ihren Anspruch aufgegeben, Gefühle und Gedanken mitzuteilen, die Malerei ihr Ziel, die Welt in neuem Licht zu zeigen. Die Philosophie zweifelt an einer objektiven Wahrheit und damit an der Möglichkeit von Erkenntnis, und die Neurologen sagen uns, das Projekt der Neuzeit, die Selbstbestimmung des Menschen, sei von Anfang an illusorisch, weil es weder Freiheit gebe noch zu befreiende Subjekte.
Band 1: Grundlagen. 4. Auflage
Die überaus positive Resonanz, auf die der Grundkurs Ethik seit seinem ersten Erscheinen gestoßen ist, hat nun eine vierte Auflage möglich gemacht, die sich von der ersten grundlegend unterscheidet. Maßgeblich für die Überarbeitung waren die Erfahrungen, die mit dem Buch in der Lehre gemacht wurden. Der vorliegende Grundkurs enthält sechs Teile. Nach einer Vorklärung darüber, was wir unter ›Moral‹ und unter ›Ethik‹ zu verstehen haben, folgen drei propädeutische Beiträge, die erläutern, was moralische Probleme sind, wie wir argumentierend auf sie reagieren können und wie die dabei auftretenden Gesichtspunkte abzuwägen sind. Im Anschluss daran werden die wichtigsten ethischen Theorien dargestellt: die Tugendethik, der Konsequentialismus, die Deontologie und der Kontraktualismus. Es folgen Darstellungen der metaethischen und handlungstheoretischen Grundlagen der Ethik sowie der Beziehungen zu den angrenzenden Normensystemen Recht und Religion. Den Abschluss des Bandes bilden didaktisch nützliche Materialien, die im Selbststudium ebenso wie im Unterricht eingesetzt werden können. Die Beiträge setzen keine Fachkenntnisse voraus und verdeutlichen ihre Darstellung durch zahlreiche Beispiele.
Urteilskraft in der Angewandten Ethik
Author: Sabine Salloch
Das Vermögen zu urteilen gehört zu den grundlegenden menschlichen Fähigkeiten. Erst das Urteil ermöglicht uns die Orientierung in der Welt und den handelnden Umgang mit moralisch anspruchsvollen Situationen, die uns im Alltag, aber auch in der Wissenschaft und Berufspraxis begegnen. Der Abstand zwischen abstrakten ethischen Prinzipien und den empirisch komplexen Sachlagen des »wirklichen Lebens« ist oft groß. Praktische Urteilskraft stellt als Vermögen die Verbindung zwischen normativen Orientierungsmaßstäben und lebensweltlichen moralischen Herausforderungen her. Wie genau die Urteilskraft hierbei verfährt und worin der Anspruch auf eine intersubjektive Gültigkeit des moralischen Urteils begründet ist, liegt oftmals im Dunkeln. Unter Bezugnahme auf Kants Theorie der Reflexion unternimmt das Buch den Versuch, die »black box« praktischer Urteilskraft zu erhellen. Dabei wird die spezielle Situation Angewandter Ethik in den Blick genommen, die sich als praxisorientiertes Arbeitsfeld mit spezifischen Anforderungen konfrontiert sieht. Das Buch entwickelt ein eigenes Modell praktischer Urteilskraft für die Angewandte Ethik, das an einem medizinethischen Beispiel illustriert wird.
Philosophische Grundlagen der Literaturtheorie. 3. Auflage
Editor: Maria E Reicher
Was macht ein Märchen, einen Spielfilm oder einen Roman, eine Fernsehserie oder einen Comic zu einem fiktionalen Werk? Ist eine Geschichte fiktional, weil sie nicht wahr ist? Warum tadeln wir eine Romanschriftstellerin nicht, wenn das, was sie schreibt, nicht der Wahrheit entspricht? Und wenn es zutrifft, dass fiktive Gegenstände nicht existieren, worüber sprechen wir dann, wenn wir zum Beispiel sagen, dass Sherlock Holmes klüger ist als Dr. Watson? Wie kann es sein, dass wir fiktive Personen bewundern, bemitleiden oder gar fürchten, wenn wir doch wissen, dass es sie gar nicht gibt? Und unter welchen Bedingungen (falls überhaupt) kann eine Interpretationshypothese wie 'Hamlet ist eifersüchtig auf seinen Stiefvater' wahr sein? In diesem Band werden die wichtigsten Ansätze zur Beantwortung solcher Fragen vorgestellt und diskutiert. Die Beiträge stammen von Axel Bühler, Gregory Currie, George Dickie, W. Kent Wilson, Wolfgang Künne, Alex Neill, Maria E. Reicher, John Searle, Peter van Inwagen und Kendall Walton.
Editor: Markus Rüther
Die Metaethik als Disziplin kann auf eine vergleichsweise kurze Vergangenheit zurückblicken. Datiert wird ihre Geburtsstunde zumeist auf das Erscheinen der Principia Ethica (1903) von G. E. Moore. Seitdem hat sie jedoch einen rasanten Aufstieg erlebt. So müssen sich ihre Publikationszahlen, auch im deutschsprachigen Raum, nicht vor denen der angewandten Ethik oder politischen Philosophie verstecken. Diesem Interesse steht ein auffälliges »Schweigen« gegenüber, das Forschungsfeld entsprechend zu strukturieren und überblicksartig darzustellen. Insbesondere im deutschsprachigen Raum finden wir aktuell nur wenig einführende Literatur, die dieser Zielsetzung folgt. Diesem Desiderat möchte der »Grundkurs Metaethik« abhelfen. Konzeptionell ist er als ein Einführungswerk zu verstehen, das versucht, einen Überblick über die Grundlagen, Positionen und Schlüsselkontroversen der Metaethik anzubieten. Es richtet sich an Studierende der Philosophie, an Lehrende in der Schule und Universität, sowie an alle, die an Fragen interessiert sind, die mit den Grundlagen der Moral zusammenhängen. Die einzelnen Kapitel können unabhängig voneinander studiert werden, am Ende jedes Kapitels werden Literaturhinweise zur vertiefenden Beschäftigung mit dem Thema gegeben.
Über philosophische Theorien narrativer Identität
Was macht jemanden zu dem, der er ist? Vertreter und Vertreterinnen einer philosophischen Theorie narrativer Identität antworten auf diese Frage, dass jemand derjenige ist, als der er sich selbst erzählt. Kurz gesagt ist jemand demnach seine Lebensgeschichte. Was aber heißt das genau? In welchem Sinn ist hier davon die Rede, was jemanden zu dem macht, der er ist? Was ist eigentlich eine Lebensgeschichte? Und ist eine solche These überhaupt haltbar? Was ist etwa mit den Fehlern, die Menschen manchmal machen, wenn sie von sich erzählen? Wie ist es mit den Geschichten, die andere von jemandem erzählen? Diese und andere Fragen werden in diesem Buch anhand der Untersuchung verschiedener Konzeptionen narrativer Identität beantwortet. Das Ergebnis ist ein besseres Verständnis davon, was Theorien narrativer Identität innerhalb der philosophischen Debatten um personale Identität leisten wollen und warum sie dies nicht leisten können.
Editor: Birgit Recki
Das Böse gehört zu den Begriffen, die das Denken radikal herausfordern. Die Aufgabe, das Böse philosophisch zu bedenken, stellt sich nicht zuletzt in den politischen Auseinandersetzungen, in denen „das Böse“ als Realität behauptet wird. Angesichts des als prekär empfundenen Status eines traditionellen Begriffs in zeitgenössischen Debatten schrieb der Vorstand der Stiftung „Forschungsinstitut für Philosophie Hannover“ 2015 die Preisfrage aus: »Wozu ist das Böse gut?« Die Frage zielt auf unsere Vorstellungen vom Bösen. Das Böse scheint ein häufig außerhalb der gewöhnlichen Erfahrungen angesiedeltes Phänomen zu sein. Es hat mit Unterbrechungen des Alltäglichen und Abweichungen von der Norm zu tun, auch mit Pathologisierung und Diabolisierung. Ist das Böse aber immer das, der oder die Andere? Welche Kontexte sind es, in denen wir uns ein Bild vom Bösen machen? Handelt es sich bei der Rede vom Bösen um Grenzziehungen zwischen verschiedenen Ordnungsmustern? Häufig ist die Aufmerksamkeit allein auf die interpersonale Trennlinie zwischen Gut und Böse gerichtet. Hat es etwas zu bedeuten, wenn die intrapersonale Dimension des Bösen ignoriert wird? Wer spricht wann und in welcher Absicht vom Bösen? Wem nutzt die Rede vom Bösen, wozu dient der Begriff des Bösen?
Editors: Roman Mikulas and Sophia Wege
Seit etwa drei Jahrzehnten erhalten Literaturwissenschaftler von den Kognitionswissenschaften für ihre Forschungen wichtige Impulse. Bis heute jedoch herrscht Klärungsbedarf in Bezug auf die biologischen Grundlagen unserer Kultur bzw. hinsichtlich der neuronalen Voraussetzungen semantischer Prozesse innerhalb der literarischen Kommunikation. Der Band soll ein Abbild vermitteln, wie Forscher mit unterschiedlichen (meta-)theoretischen Hintergründen mit der Anwendung der grundlegenden Konzepte der Kognitiven Literaturwissenschaft umgehen und dabei zeigen, inwiefern kognitionswissenschaftliche Erkenntnisse für literaturwissenschaftliche Fragestellungen fruchtbar gemacht werden können. Zu diesem Zweck wird der Fokus auf das dynamische Zusammenspiel von Textelementen und kognitiven Leistungen vor kulturhistorischem Hintergrund gerichtet. Um das entsprechend breite Spektrum der Möglichkeiten der Kognitiven Literaturwissenschaft sichtbar zu machen, sind die Anwendungsbereiche Text, Leser und Kontext gleichermaßen vertreten.
Vom guten Leben angesichts des Todes
Dieser Band setzt sich zum Ziel, Möglichkeiten guten und gelingenden Lebens angesichts des Todes auszuloten. Von Anfang an gehört das Eingedenk-Sein der eigenen Endlichkeit (memento mori) aber auch zu den Grundthemen der akademischen Philosophie und Theologie. Zugleich stellt es einen wesentlichen Teil der abendländischen Geistesgeschichte dar, indem es sich als zentraler kulturgenerierender Faktor erweist. Denn wirklich zu begreifen, »dass [es] ein Ende mit mir haben muss«, wie Luther das Wort des Psalmisten übersetzt und Brahms es dann im »Deutschen Requiem« kongenial vertont – dieses Wissen um die irreversible und universale Faktizität des Sterbenmüssens verlangt nicht nur nach rationalen Konzepten der Kontingenzbewältigung, sondern auch nach entsprechenden praktisch-sozialen Handlungsstrategien. Im Zentrum der Beiträge stehen weniger abstrakte Theoreme der Endlichkeit und Sterblichkeit, sondern vielmehr emotionale wie volitionale (Lebens-)Einstellungen, rationale Sinnkonzepte (sog. Denkformen) und praktisch-ethische Handlungsoptionen des Menschen angesichts seiner Konfrontation mit diesem noch ausständigen Punkt seines Endes in der Zeit und seiner relativen Nähe zu ihm.
Neue Positionen zu einer zeitlosen Frage
Die Behauptung der Unerkennbarkeit Gottes hat eine lange Tradition, die vom biblischen Bilderverbot über die negative Theologie und Mystik bis zur spätmodernen Dekonstruktion reicht. Zu dieser Tradition gehört die zeitlose Frage, wie Gott zu denken ist, wenn er nicht als ein buchstäblich existierendes Wesen im Sinne des Theismus verstanden werden kann. Diesem Problem nähern sich die Texte des Bandes mit zahlreichen historischen wie systematischen Schwerpunkten. Es geht um das Verhältnis der Transzendenzdimensionen zu den Grenzen der menschlichen Erkenntnis, damit verbunden um die sprachliche Präzisierung der Grenzproblematik, wie sie sowohl in der Tradition der negativen Theologie wie auch in zentralen Ansätzen der modernen Philosophie angezielt wird. Weitere Schwerpunkte bilden das Verhältnis von Rationalität und Theologie sowie die theologischen Aspekte der Dekonstruktion. Die Ansätze der Beiträge verfolgen stets die Frage nach dem Status der Rede von Gott im Horizont der Erkenntnisgrenzen. Sie zeigen so, dass und wie diese Frage mit dem Welt und Selbstverständnis des Menschen im Angesicht der Unbegreiflichkeit seiner Situation verbunden ist und bleibt.