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3. Auflage
Series:  ethica, Volume: 13
Die Aufgabe, extreme Armut Geschichte werden zu lassen, erachten nicht nur die Vereinten Nationen und zahlreiche Hilfswerke als die zentrale Herauforderung unserer Zeit, sondern auch viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Während in den verschiedensten Disziplinen nach den besten Strategien zur nachhaltigen Bekämpfung der Weltarmut geforscht wird, befassen sich Moralphilosophen und -philosophinnen mit den normativen Fragen, die sich im Zusammenhang mit der erwähnten Herausforderung stellen: Wer ist verantwortlich für die Beseitigung der Armut? Schulden wir einander lediglich einen minimalen Lebensstandard, der menschliches Überleben sichert – oder weitaus mehr? Wie sähe eine faire Aufgabenverteilung zwischen staatlichen, institutionellen und individuellen Akteuren im Rahmen der Armutsbekämpfung aus? Nach welchen Maßstäben sind globale Institutionen zu gestalten? Diese und weitere Themen sind in den letzten Jahren kontrovers diskutiert worden, und im Zuge der fortschreitenden Globalisierung hat sich die Debatte durch den Umstand der weltweiten ökonomischen und politischen Abhängigkeiten weiter intensiviert. Damit stellen sich neben der Frage, was wir Menschen in Not an Hilfe schulden, vermehrt auch Fragen nach der Gerechtigkeit globaler Institutionen und transnationaler Verträge. Ausgehend von Peter Singers zum Klassiker gewordenen Aufsatz 'Famine, Affluence and Morality' aus dem Jahr 1972, der zum ersten Mal in einer deutschen Übersetzung vorgelegt wird, gibt dieser Band in Originalbeiträgen von Norbert Anwander, Elizabeth Ashford, Barbara Bleisch, Garrett Cullity, Stefan Gosepath, Regina Kreide, David Miller, Thomas Pogge, Peter Schaber, Michael Schefczyk, Stephan Schlothfeldt, Barbara Schmitz und Véronique Zanetti einen Überblick über die wichtigsten Positionen zum Thema Weltarmut und Ethik.
Der Begriff der Authentizität und die bioethische Debatte um das Neuro-Enhancement
Hat die subjektive Erfahrung, uns selbst und anderen als eine bestimmte Person zu erscheinen, eine ethische Orientierungsfunktion? Und wenn ja, was geschieht, wenn wir uns auf eine Weise verändern, die uns an der Kontinuität dieser Erfahrung zweifeln lässt? Ausgehend von Schilderungen von Nicht-Authentizitäts-Erfahrungen wird in diesem Buch der Versuch unternommen, einen Begriff personaler Authentizität zu rekonstruieren, der für Fragen der angewandten Ethik handhabbar ist. Dabei verbindet das Buch auf innovative Weise zwei Diskussionsstränge aus der Bioethik und der praktischen Philosophie: die bioethische Diskussion um das Neuro-Enhancement und die Debatte um das richtige Verständnis »personaler Autonomie« in der analytischen Philosophie. Dieser Ansatz erlaubt zu zeigen, dass der Begriff der Authentizität nicht im Begriff der Autonomie aufgeht und dass ersterer für die angewandte Ethik am besten als eine Fähigkeit zu rekonstruieren ist. Dadurch kann nicht nur die Bedeutung von Selbstwissen für eine verantwortungsvolle technische Selbstgestaltung thematisiert, sondern auch die in der Enhancement-Debatte häufig stiefmütterlich behandelte Perspektive des guten Lebens hervorgehoben werden.
Der Wilensbegriff zwischen antiker Moralpsychologie und modernen Neurowissenschaften
Dieses Buch nimmt eine umfangreiche Erörterung des Willensbegriffs vor. Es beschreibt ausführlich die ideengeschichtlichen Entwicklungslinien verschiedener Willenskonzepte seit der Antike bis in die Gegenwart. Dabei liegt der Fokus darauf, ob eine Epoche überhaupt einen Willensbegriff hatte,und wozu sie ihn verwendete. Die Darstellung ist wesentlich einer systematischen Perspektive verpflichtet, die historische Entwicklungsstränge als Kontrastfolie nutzt, um gegenwärtige Willensansätze argumentativ zu diskutieren. Der ideengeschichtlich-systematische Überblick über verschiedene Willenskonzepte mündet in einer Präzisierung und Klärung, sowie letztlich einer Kritik der aktuellen Debatte um die Freiheit des Willens. Leitende Fragestellungen des Buches sind: Welche Funktionen und Stellungen nimmt der Begriff des ›Willens‹ – besonders in der Philosophie, Psychologie und den Neurowissenschaften – ein und wie verhalten sich diese Funktionen zur Alltagssprache in den lebensweltlichen Kontexten?
Der Einführung eines allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns ging in Deutschland eine heftige Debatte voraus, die bis heute nicht verstummt ist. Neben ökonomischen und juristischen Überlegungen wurden auch Argumente aus dem philosophischen Gerechtigkeitsdiskurs bemüht. Ihre Verschiedenartigkeit zeigt, dass man auf die Frage nach dem gerechten Lohn und damit auch auf die Frage nach der Legitimität eines gesetzlichen Mindestlohns nur mit einer interdisziplinären Herangehensweise eine angemessene Antwort geben kann. Das Buch dokumentiert, wie auf der 2016 abgehaltenen Sommerakademie der Juristenfakultät Leipzig in Vorträgen und Diskussionen die Problematik einer Lösung näher gebracht wurde. F. Rödl stellt den gesetzlichen Mindestlohn in den Gesamtzusammenhang des geltenden Rechts und arbeitet die Bezüge zur ausgleichenden Gerechtigkeit heraus. Th. Petersen sichtet mit philosophischem Zugang den Ertrag der marxistischen Theorie für das Thema. H.-J. Bontrup setzt sich aus wirtschaftswissenschaftlicher Perspektive mit der neoklassischen Theorie der Lohnfindung auseinander. Der Band schließt ab mit einem Beitrag von M. Köhler, dessen Lösungsansatz im Rahmen eines rechtsphilosophischen Gesamtkonzepts Aspekte der Tausch- und Teilhabegerechtigkeit integriert.
Eine Bestandsaufnahme in zehn Bänden
Die Neurowissenschaften schreiten voran, ihre Fragestellungen und Untersuchungsmethoden werden spezifischer. Es ist nicht leicht, den Überblick zu behalten. Physiologie, Psychologie, Evolutionsbiologie und Philosophie des Geistes haben ihre je eigenen Perspektiven, die nur gemeinsam ein umfassendes Bild vom Menschen ergeben. Das vorliegende Buchpaket dokumentiert die Entwicklungen des letzten Jahrzehnts in Originaltexten führender Experten des jeweiligen Gebietes. Die 10 Bände umfassen über 100 Fachbeiträge auf über 2400 Seiten. Sie bieten einen breiten Überblick über neuere Ergebnisse der Hirnforschung und ihre Relevanz für ein wissenschaftlich informiertes Menschenbild. Die Themenfelder u.a.: Sinneswahrnehmung, Bewusstsein, Willensfreiheit, Sprache, Kreativität, Emotion, Enhancement, Geschlechterunterschiede, Tierverwandtschaft und Sozialverhalten Die Autoren u.a.: Ansgar Beckermann, Dieter Birnbacher, Norbert Bischof, Brigitte Falkenburg, Angela Friederici, John-Dylan Haynes, Peter Janich, Holger Lyre, Klaus Mainzer, Hans Markowitsch, Albert Newen, Michael Pauen, Josef Reichholf, Gerhard Roth, Wolf Singer, Volker Sommer, Manfred Spitzer, Kai Vogeley, Eckart Voland, Gerhard Vollmer, Henrik Walter und Franz Wuketits
Eine Anthologie
Im Alltag wie auch in der Wissenschaft erlangen wir einen Großteil unseres Wissens durch die Worte anderer. Doch – geblendet vom Individualismus des ›Do-ityourself‹-Verfahrens in der Erkenntnistheorie – scheinen in der europäischen Philosophietradition Zeugnisse in Wort, Schrift und Bild als Voraussetzungen des Wissenserwerbs kaum eine Rolle gespielt zu haben. Erst in neuerer Zeit findet die Idee einer sozialen Epistemologie eine angemessene Beachtung. Doch das Bild von der zeugnisvergessenen Philosophietradition trügt. Diese Anthologie unternimmt daher erstmals eine Spurensuche zur philosophischen Thematisierung von Zeugenschaft seit der Neuzeit und bezieht dabei auch zeitgenössische Autoren mit ein. Anhand konkreter Quellen wird gezeigt, dass es eine reichhaltige Geschichte der philosophischen Reflexion von Zeugenschaft gibt, deren zentrale Positionen erschlossen werden. Dabei stellt sich eine grundlegende Mehrdeutigkeit des Phänomens der Zeugenschaft heraus: In den vielfältigen Konstellationen des Glaubenszeugnisses, des Gerichtszeugnisses, der Zeitzeugenschaft und des Opferzeugnisses verschlingen sich jeweils Ethik und Episteme, Sozialphilosophie und Erkenntnistheorie miteinander. Zeugenschaft, so zeigt sich, ist nicht auf das epistemologische Problem des Wissens durch die Worte anderer zu reduzieren.
Sollten Individuen angesichts des drohenden Klimawandels ihre persönlichen Treibhausgasemissionen einschränken? Ist es moralisch problematisch, ein unter ungerechten Arbeitsbedingungen produziertes Kleidungsstück zu kaufen? Die Beantwortung dieser Fragen hängt davon ab, inwiefern wir als Individuen für moralische Übel mitverantwortlich sind, die durch eine Vielzahl von Akteuren gemeinsam verursacht werden. Die Herausforderung für eine Begründung individueller Verantwortung besteht darin, dass Handlungen wie das Fahren eines Autos mit hohem Treibhausgasausstoß oder der Kauf eines unter ungerechten Bedingungen hergestellten Kleidungsstücks scheinbar keinen Einfluss auf die relevanten Übel haben: Ob ich als Individuum diese Handlungen ausführe oder nicht, ändert – so scheint es – nichts am kollektiven Ergebnis, und so entsteht der Eindruck, dass die Basis für die Zuschreibung moralischer Verantwortung fehlt. In diesem Buch wird gezeigt, dass Individuen zu kollektiv verursachten Übeln in einer Weise beitragen, die moralische Verantwortung begründet. Zudem wird diese auch dadurch nicht aufgehoben, dass andere Akteure nicht bereit sind, Beitragshandlungen zu Übeln zu unterlassen.
Aktuelle Perspektiven – Klassische Problemvorgaben
Dieser Band vereinigt Beiträge von Forschern aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen zu zentralen kinderethischen Fragestellungen. Der erste Teil des Bandes ist grundlagentheoretischen Themen der Kinderethik gewidmet, der zweite Teil enthält Beiträge zu domänenspezifischen bzw. anwendungsbezogenen Fragen. Zu den im Band diskutierten Fragestellungen gehören u. a. die folgenden: Lässt sich Paternalismus gegenüber Kindern rechtfertigen? Wie ist der Begriff des Kindeswohls zu bestimmen? Welche Rechte sollten Kinder haben? Verfügen Kinder über Menschenwürde? Inwieweit sind Kinder als politische und moralische Akteure anzusehen? Wie sollten die teilweise zueinander in Spannung stehenden Rechte, Pflichten und Interessen des Staates, der Eltern und der Kinder austariert werden? Welche Erziehungspraktiken seitens der Eltern sollte der Staat tolerieren? Welche Werte und Ziele der Kindererziehung darf oder sollte der Staat vorgeben? Was bedeutet Gerechtigkeit für Kinder konkret, z.B. mit Bezug auf Kinderarmut oder die Stellung von Kindern im Wahlrecht? Zu den von den Autorinnen und Autoren vertretenen wissenschaftlichen Disziplinen zählen Philosophie/ Ethik, Erziehungswissenschaft, Rechtswissenschaft, Entwicklungspsychologie, Soziologie und Kindheitsforschung.
Neue Perspektievn auf Gareth Ecans' Philosophie
Der englische Philosoph Gareth Evans starb 1980 im Alter von nur 34 Jahren. Gleichwohl hinterließ er maßgebliche philosophische Beiträge in den Bereichen Logik, Metaphysik, Sprachphilosophie und Philosophie des Geistes. Der Zugang zu Evans’ Philosophie wird jedoch erschwert durch den teilweise unabgeschlossenen Charakter seines Hauptwerkes The Varieties of Reference sowie durch die unterschiedlichen Diskussionskontexte, in denen sich sein Einfluss manifestiert. Dieser Band macht es sich zur Aufgabe, Evans’ Philosophie ausgehend von ihren Wurzeln in ihrem systematischen Zusammenhang zugänglich zu machen und die Relevanz seiner Positionen im Hinblick auf aktuelle philosophische Diskussionen zu verdeutlichen. Schwerpunktthemen sind Evans’ Neo-Fregeanische Konzeption der Referenz und seine Theorie der hinweisenden Bezugnahme, Evans’ Wahrnehmungstheorie zwischen Begriffen und Nicht-Begrifflichkeit sowie seine Überlegungen zu Selbstreferenz und Selbsterkenntnis.
Zum Modellcharakter der kantischen Gegenstandskonstitutionstheorie
Bildmodelle sind seit jeher in wahrnehmungs- bzw. bewusstseinstheoretische Untersuchungen eingegangen; die kantische Gegenstandskonstitutionstheorie ist bisher jedoch nicht in den Fokus einer bildtheoretisch ausgerichteten Studie geraten. Die Rekonstruktion eines ›versteckten‹ Bildes, die in dieser Studie gelingt, beleuchtet insofern einen bisher übersehenen Aspekt der kantischen Theorie des Aufbaus der gegenständlichen Welt in der Kritik der reinen Vernunft. Kernstück des Buches ist der Aufweis, dass die kantische Theorie eine mediale Instanz beinhaltet, die den Ort einer Bildoberfläche einnimmt und eine strukturelle Affinität zu ihr aufweist: die Anschauungsmannigfaltigkeit. Indem die Anschauungsmannigfaltigkeit mithilfe von Stilkategorien der formalen Ästhetik stilistisch analysiert und anschließend in die Nähe zu konkreten Bildoberflächen gesetzt wird, tritt das ›versteckte‹ Bild gleichsam anschaulich hervor. Mit ihrem innovativen Brückenschlag zwischen Kant-Interpretation und bild- und kunsttheoretischer Untersuchung stellt die Studie sowohl einen systematischen Beitrag zur Kant-Forschung als auch einen Beitrag zur aktuellen bildtheoretischen Debatte dar.