Die als Jahrbücher erscheinenden thematischen Sammelbände behandeln gesellschaftliche Herausforderungen im Spannungsfeld von Demokratie, Menschenwürde und Religion. Sie sind als Kooperationsprojekt gedacht, um den Dialog zwischen deutschen und georgischen Wissenschaftlern zu fördern. Im interdisziplinären Austausch sollen, insbesondere im Fokus der Praktischen Philosophie, zentrale normative Fragen in internationaler Perspektive erörtert werden. Die Jahrbücher wollen damit einen Beitrag zur normativen und kulturellen Selbstverständigung in Europa leisten. Zugleich werden sie auch Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern ein Forum bieten, um so die Diskussion der gesellschaftlichen Fragen auf eine breite Basis zu stellen.
Die Zielsetzung der geplanten Reihe ist es, Ethik und Empirie eng miteinander zu verbinden: So sollen möglichst konkrete, auch in der breiteren Öffentlichkeit diskutierte ethische Fragestellungen aufgegriffen werden, die empirischen Befunde aus den jeweils relevanten empirischen Wissenschaften zu diesen Fragestellungen gesichtet und philosophischen, theologischen, juristischen usw. Reflexionen und Beurteilungen unterworfen werden. Mögliche Themen sind: Xenotransplantation, Sterbehilfe und assistierter Suizid, Organspende, Kinderethik, Tierethik usw. Gerade angesichts der neuen molekularbiologischen Entwicklungen gewinnen Fragen zur Bedeutung der Natur für das ethische Argument und für bioethische Debatten an Dringlichkeit und Relevanz, die sich auch in der Arbeit von Ethik-Kommissionen zeigt. Es soll auch untersucht werden, wie die empirischen Fragestellungen und die Arbeit von Ethik-Kommissionen die ethische Theoriebildung beeinflusst.
Die Zeit der „philosophischen Systeme“ scheint seit Kant und Hegel endgültig vorbei. Darum ist das Erscheinen des Werkes „Neues System der philosophischen Wissenschaften im Grundriss“ ein geradezu spektakuläres philosophisches Ereignis: Dirk Hartmann schließt mit seinem Werktitel bewusst an Hegels „Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse“ von 1817 an, um Absicht und Anspruch seines opus magnum deutlich zu machen: Im Gegensatz zur verstärkten Fragmentarisierung und Spezialisierung der Philosophie im 20. Jahrhundert geht Hartmann auf die philosophische Behandlung des Ganzen: In sieben Bänden erörtert er die klassischen philosophischen Problemstellungen in ihrem Zusammenhang – gleichermaßen für die Natur- wie die Geisteswissenschaften – nicht katalogisch nacheinander, sondern indem er sie konsequent auseinander entwickelt.
Als ein für das gesamte Werk grundlegendes Prinzip, das Hartmann als Sinnprinzip begründet, erweist sich das Prinzip der Wissbarkeit – dass das Wahre prinzipiell gewusst werden kann. In diesem antirealistischen Prinzip – der „einen Idee“, von der Kant spricht - manifestiert sich der Idealismus in seiner modernen, zeitgemäßen Form.

Dieses Referenzwerk ist auch online auf der Major Reference Works-Plattform von Brill erhältlich.

The time of „philosophical systems“ seems to be definitively over since Kant and Hegel. On this background, the publication of the work „Neues System der philosophischen Wissenschaften im Grundriss“ (New System of Philosophical Sciences in Ground Plan) is a truly spectacular philosophical event: Dirk Hartmann deliberately follows Hegel‘s „Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse“ of 1817 in the title of his work, in order to make clear the intention and claim of his opus magnum: In contrast to the increased fragmentation and specialization of philosophy in the 20th century, Hartmann focuses on the philosophical treatment of the whole: In seven volumes, he discusses the classical philosophical problems in their interdependent context, not cataloguing them one after the other, but by consistently developing them from one another.

This reference work is also available online on the Major Reference Works platform by Brill.
Die Reihe ISPR ist vornehmlich der Religionsphilosophie gewidmet, aber auch offen für philosophische Grundlagenforschungen verschiedener Art, die einen Religionsbezug haben oder für die philosophische Auseinandersetzung mit Religion relevant sind. In ihr erscheinen Monographien, thematisch fokussierte Sammelbände, aber auch Editionen und Übersetzungen wichtiger Werke. Es gibt keine Beschränkung auf bestimmte philosophische Stile; verbindlich ist für alle Publikationen das Niveau philosophischen Fragens und Denkens, dem sich das Innsbrucker Institut für Christliche Philosophie verpflichtet weiß.