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Wie ist das Verhältnis zwischen Menschen und Maschinen in der Medizin zu verstehen? Wie funktioniert menschliches Erkennen? Wer definiert, was krank und gesund ist? Wie soll die Gesundheitsversorgung in Zukunft ausgerichtet sein? Gehören gutes Leben und gutes Sterben zu den Aufgaben der Medizin?
Die Philosophie kann Mediziner:innen sowohl in ihrer Forschungstätigkeit als auch in ihrer klinischen Praxis unterstützen, indem sie Reflexionsmöglichkeiten zu diesen und weiteren Fragen anbietet. Mit einem umfassenden Verständnis von Philosophie entwirft dieser Band ein eindringliches Bild dessen, was Philosophie für die Medizin leistet und leisten kann: Philosophie kann für die Medizin methodische Inkonsistenzen in Forschung und Praxis aufzeigen, normative Konzepte hinterfragen und klären, Grundannahmen über Welt- und Menschenbilder in Hinblick auf ihre Implikationen für die medizinische Praxis reflektieren, das Zusammenspiel von Medizin, Kultur und Gesellschaft kritisch beleuchten. Das Buch versammelt unter anderem Beiträge aus Wissenschafts- und Erkenntnistheorie, Anthropologie, Phänomenologie, Technikphilosophie, Sozialphilosophie sowie der Theorien des guten Lebens.
Eine Untersuchung zur epistemischen Abhängigkeit
Author: Felix Bräuer
Unter welchen Bedingungen sind wir geneigt, der Aussage eines Mitmenschen zu glauben?
In den meisten Fällen sind wir gerechtfertigt, der Aussage eines Mitmenschen zu glauben, sofern wir keinen konkreten Anlass haben, an seiner Verlässlichkeit zu zweifeln. Dies gilt jedoch nicht, wenn sehr hohe praktische Risiken mit einer Fehlinformation einhergehen. In einem solchen Fall benötigen wir stets erfahrungsbasierte Gründe, die für die besondere Kompetenz der fraglichen Person auf dem relevanten Gebiet sprechen. Das gilt unabhängig davon, ob wir konkreten Anlass dazu haben, an der Verlässlichkeit dieser Person zu zweifeln.
Eine Studie über Handlungs- und Selbstkontrolle
Gregor Hochstetter entwickelt ein neuartiges Erklärungsmodell von Handlungs- und Selbstkontrolle. Worin besteht der Unterschied zwischen dem, was ein Akteur tut, und dem, was ihm lediglich widerfährt?
Den Kontrast zwischen Handlungen und bloßen Ereignissen zu erklären, ist das, was Harry Frankfurt das „Problem des Handelns“ genannt hat. Bisher gingen Philosoph:innen stets davon aus, dass der Unterschied zwischen aktivem und passivem Verhalten allein durch Verweis auf die besonderen Produktionsbedingungen von Handlungen erklärt werden könne. Aber dies ist nicht der Fall. Die Kernthese dieser Arbeit ist, dass Handlungen nur verstanden und erklärt werden können, wenn man sowohl die produktiven als auch die inhibitorischen Aspekte von Handlungskontrolle berücksichtigt. Trotz der Bedeutung inhibitorischer Kontrolle im Alltag gibt es derzeit weder eine philosophische Auseinandersetzung damit noch einen philosophischen Ansatz, der inhibitorische Kontrolle erklären würde. Das Ziel des Buches ist es, diese Lücke in der philosophischen Forschungsliteratur zu schließen.
Entwurf eines wissenschaftlich fundierten Welt- und Menschenbilds
Viele glauben, dass sie eine Seele besitzen, die den Tod des Körpers überleben kann. Und viele glauben, dass es außer den Dingen unserer Erfahrungswelt auch noch Wesen und Kräfte gibt, die einer transzendenten Welt angehören. Die Wissenschaften zeigen uns heute ein anderes Bild.
Alles um uns herum besteht aus Atomen. Überall gelten dieselben Naturgesetze. Es kann heute als ausgemacht gelten, dass alle Lebensphänomene physikalisch-chemisch erklärt werden können. Nichts spricht dafür, dass wir eine immaterielle Seele besitzen. Und es gibt keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass es eine transzendente Welt gibt. Müssen wir deshalb unser Menschenbild ändern? Nein. Auch wenn wir keine Seele besitzen, bleiben wir doch Wesen, die wahrnehmen, Schmerz und Freude empfinden, nachdenken, entscheiden und handeln – manchmal sogar frei und verantwortlich. Und auch wenn es keine transzendente Welt gibt, können wir aufgrund moralischer Normen handeln, die für alle gelten.
Versuch über den Zusammenhang von Recht und Moral
Der in den modernen Gesellschaften ausgeprägte moralische Pluralismus macht es zunehmend schwieriger, das geltende Recht gegenüber allen Rechtsunterworfenen als legitim zu erweisen.
Das Buch untersucht, mit welchen Argumentationsformen die Anhänger unterschiedlicher Moralen einander von der Akzeptabilität eines bestimmten rechtlichen Rahmens überzeugen können. Dazu gehört die Verständigung auf eine Verfassung, die einen elementaren Schutz garantiert und Prozeduren für die Lösung von normativen Konflikten festlegt. Zudem wird deutlich, dass ein modernes Recht nur noch legitim sein kann, wenn es die Gefahr einer Tyrannei der Mehrheit mindert, indem es Möglichkeiten zur Regionalisierung des Rechts sowie zur Sezession bietet.
Mit der abschließenden Analyse der Toleranz als einer dem Legitimitätskonzept angepassten Tugend wird eine zentrale Anforderung an die Bürger moderner Staaten präzisiert.
Intellektuelle Tugenden und der Begriff des Wissens
Author: Steven Kindley
Diese erste deutschsprachige Monographie zur Tugenderkenntnistheorie gibt einen Überblick über die Debattenlandschaft und argumentiert für eine ihrer Varianten.
Der Fokus des Buchs liegt auf der Tugenderkenntnistheorie als Theorie von Wissen. Es führt voraussetzungslos in die Debatte ein, bietet ein einheitliches Definitionsschema für die so genannte aretaische Analyse von Wissen, klärt vor dem aristotelischen Hintergrund den Begriff der intellektuellen Tugend in unterschiedlichen Varianten und vergleicht die wichtigsten Strömungen innerhalb der aretaischen Analyse miteinander. Darüber hinaus liefert es eine Verteidigung einer bestimmten Variante der Tugenderkenntnistheorie – des Tugendreliabilismus –, in deren Rahmen der Begriff des Wissens mithilfe des Begriffs der kognitiven Fähigkeit definiert wird.
Auf dem Weg zu einer psychologisch informierten Ethik
Author: David Franz
Menschen überschätzen ihre Rationalität erheblich. Psychologische Informiertheit kann die Ethik davor bewahren, diese Selbstüberschätzung unhinterfragt aufzugreifen.
Wir Menschen halten zumindest uns selbst im Großen und Ganzen für rational. Wir glauben zu wissen, warum wir uns auf eine bestimmte Weise verhalten, und wir können auf Nachfrage viele Gründe für unsere Einstellungen und Handlungen angeben. Die psychologische Forschung zeigt jedoch die Unzulänglichkeit dieses rationalistischen Selbstverständnisses auf. Gerade in Bezug auf tiefsitzende Einstellungen und wertebezogene Handlungen sind Selbsttäuschungen eher der Regelfall als die Ausnahme. Eine psychologisch informierte Ethik versucht, diese beschränkte menschliche Selbsttransparenz umfassend zu berücksichtigen. Dadurch kann sie nicht nur philosophisch-psychologische Grenzfragen beantworten, sie überzeugt vor allem durch ein realitätsnahes Menschenbild.
Eine Untersuchung zur Fundamentalstruktur des Panentheismus
Author: Ruben Schneider
Das Buch versteht sich als ein Beitrag zu einer Theorie über das Verhältnis von Absolutem und Endlichem im Rahmen der von Lorenz B. Puntel vorgelegten struktural-systematischen Philosophie.
Dieses Verhältnis soll als die „(primordiale) Einheit von (korrelativer) Einheit und Vielheit“ bzw. als „Autoimmanenz von Immanenz und Transzendenz“ bestimmt werden, was nach Meinung des Autors zugleich die Fundamentalstruktur des richtig verstandenen (Einheit-in-Vielheit-)Panentheismus darstellt: Das allumfassende Absolute stellt eine Einheit dar, welche die Vielheit der endlichen Entitäten umfasst und ihr dennoch auch gegenübersteht. Diese bei vielen Klassikern vorkommende Konzeption stellt eine analytisch-formallogisch orientierte Philosophie vor erhebliche konzeptuelle Schwierigkeiten, die diese Studie mit Ausblick auf eine mögliche Lösung mit Methoden der mathematischen Kategorientheorie artikuliert. Dabei wird im Gespräch mit ausgewählten Klassikern die Seinstheorie der struktural-systematischen Philosophie als ein angemessener philosophischer Theorierahmen vorgestellt, der sich insbesondere in den gegenwärtigen Diskussionen der analytischen Religionsphilosophie als weiterführende Anregung erweist.
Fichtes System als Weg der kommunikativen Wissensbildung
Dieses Buch ist eine analytisch-sprachkritisch ausgerichtete Untersuchung von Johann Gottlieb Fichtes Wissenschaftslehre in ihrer Entwicklung bis ca. 1800, welche diese als ein einem universalen Bildungsideal verpflichtetes System der Begründung und Vermittlung philosophischen Wissens rekonstruiert.
In systematischer Absicht wird hier eine Interpretation der Wissenschaftslehre entwickelt, durch welche grundlegende Teile von Fichtes Projekt methodisch nachvollziehbar gemacht werden. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Analyse derjenigen Systemstellen, an welchen der Begriff der Aufforderung bzw. Kommunikation ins Zentrum rückt; diese sind namentlich Fichtes Überlegungen zum Sprachursprung in der Schrift Von der Sprachfähigkeit (1795) und sein Aufforderungsargument in der Grundlage des Naturrechts (1796/97).
Volume Editors: Tamar Tsopurashvili and Thomas Gutmann
Der erste Band der Reihe „Deutsch-Georgische Jahrbücher“ bietet Perspektiven auf die gemeinsamen Debatten um Menschenrechte und Menschenwürde, die in den beiden Ländern in unterschiedlichen Kontexten geführt werden. Den Blick zwischen Georgien und Deutschland hin- und herwendend blickt der Band u.a. auf das Verhältnis von Menschenrechten und Demokratie, auf die Spannung zwischen der historischen Entwicklung menschenrechtlicher Forderungen und ihrem Anspruch auf Irreversibilität, auf die Ressourcen zur Begründung von Menschenrechten, auf unterschiedliche Konzeptionen menschlicher Würde, auf den Zusammenhang von Würde und Selbstachtung sowie auf kommunitaristische und christlich-orthodoxe Blickwinkel auf die dynamischen Forderungen, die in den Debatten um Menschenrechte und Menschenwürde sowie um die Anerkennung kultureller Identitäten erhoben werden.