Browse results

You are looking at 1 - 10 of 142 items for :

  • Philosophy of Action Science x
  • Primary Language: German x
  • Search level: Titles x
  • Status (Books): Out Of Print x
Clear All
Ideengeschichtliche, rechtsphilosophische und ethische Beiträge. 2. ergänzte Auflage
Series:  ethica, Volume: 5
Spätestens seit der Beteiligung deutscher Soldaten am Kosovo-Krieg im Jahr 1999 hat ein verstärktes Nachdenken über die Problematik der Ethik militärischer Einsätze auch in Deutschland begonnen. Angesichts der Greuel und Massaker in vielen Teilen der Welt hat sich ein strikter, jede Form der Gewaltausübung ablehnender Pazifismus als unbefriedigende Haltung gegenüber diesen Schrecken erwiesen. Es stellt sich jedoch die Frage, was eine sinnvolle Alternative sein könnte. Die Wiederbesinnung auf Theorien gerechter Krieg e stellte sich als eine der möglichen Antworten heraus. Mit Beiträgen von: Matteo Fornari, Otfried Höffe, Dieter Janssen, James Turner Johnson, Ulrike Kleemeier, Frank Köhler, Barbara Merker, Michael Quante, Ludwig Siep, Suzanne Uniacke.
Folter im Rechtsstaat zwischen Recht und Moral
'Darf der Staat foltern, um Leben zu retten?' – Diese in Deutschland zuletzt ausschließlich im Rahmen fiktiver Szenarien gestellte Frage hat spätestens seit dem Urteil im Prozess gegen den ehemaligen Frankfurter Polizeivizepräsidenten Daschner im Jahre 2004 ihren hypothetischen Charakter verloren und steht seitdem im Mittelpunkt einer politischen und wissenschaftlichen Debatte zur so genannten 'Rettungsfolter'. Ausgehend von der Beobachtung, dass sich der Streit um die Zulässigkeit polizeilich-präventiver Folterhandlungen zur Lebensrettung vorrangig in den normativen Kategorien des Rechts und der Moral rekonstruieren lässt, stellt diese Monographie einen interdisziplinären Beitrag zur Stärkung des absoluten Folterverbots dar. Auf der Grundlage einer rechtsphilosophischen Verhältnisbestimmung rechtlicher und moralischer Normen werden dabei verschiedene argumentative Wege aufgezeigt, wie das Dilemma staatlicher Folterhandlungen zur Lebensrettung aus juristischer und ethischer Perspektive aufgelöst werden kann.
Kriterien und Grenzen
Editors: Dagmar Borchers and Jörg Luy
Versuche an Tieren gelten in weiten Bevölkerungskreisen als ein notwendiges Übel. Obwohl ihre moralische Problematik von den meisten Menschen anerkannt wird, möchten nur wenige auf Tierversuche ganz verzichten. Solange jedoch ein ausnahmsloses Tierversuchsverbot nicht mehrheitlich gewünscht wird, stellt die Differenzierung zwischen ethisch nicht vertretbaren und solchen, als rechtfertigungsfähig eingeschätzten Versuchsvorhaben eine Daueraufgabe für die Ethik dar. Die 2002 erfolgte Aufnahme des Tierschutzes unter die Staatsziele der Bundesrepublik Deutschland hat den normativen Klärungsbedarf noch erhöht. Seitdem können Tierversuchsanträge auf der Grundlage fehlender Unerlässlichkeit oder ethischer Nichtvertretbarkeit abgelehnt werden, obwohl die Forschungsfreiheit den Status eines Grundrechts besitzt. Durch die Grundgesetzänderung wurden eine Reihe ethisch-normativer Konflikte wieder ins Bewusstsein gerufen, die ihrerseits massiven moralphilosophischen Reflexions- und Klärungsbedarf evoziert haben. Diese Publikation ist mit dem Ziel entstanden, all jenen, die mit der Prüfung der Genehmigungsfähigkeit beantragter Tierversuchsvorhaben befasst sind, ethische Kriterien und praxistaugliche Überlegungen an die Hand zu geben. Da jede vorsätzliche Schädigung eines Tieres das menschliche Ungerechtigkeitsempfinden zu aktivieren vermag und daher in jedem Einzelfall auf Rechtfertigungsfähigkeit zu überprüfen ist, finden in dieser Publikation die diesbezüglich bewährten Verfahren des 3R-Konzepts und des Verhältnismäßigkeitsprinzips eine ausführliche Würdigung, insbesondere die Verhältnismäßigkeitsprüfung im engeren Sinn, die von § 7 Abs. 3 TierSchG als Prüfung der 'ethischen Vertretbarkeit' bezeichnet wird. – Fazit der ethischen Analyse: das Tierschutzgesetz erweist sich als novellierungsbedürftig.
Zur Wahrnehmung und Modellierung der geschichtlichen Welt
Interkulturelle Philosophie legt den historisch kontingenten und insofern mit dem partikulären Risiko der Fehlinterpretation behafteten und mithin dem Irrtum ausgesetzten Charakter einer philosophisch-historiographischen Praxis bloß, die alle nicht-europäischen philosophischen Traditionen nur vom Standpunkt der europäischen Philosophie(n) aus thematisiert und das tertium comparationis ausschließlich nur bei sich selbst dingfest macht. Diese Problemlage ist besonders auch für Logiken aufzuarbeiten. Logik ist nicht ein und für allemal gewählt und bleibt dann künftig unverändert erhalten. Vielmehr ist sie selbst geschichtlich verfaßt: Das Denken ist nicht nur das, was über alles, was es gibt und nicht gibt, denkt, es denkt auch insbesondere über sich selbst. Daher verändern sich nicht nur die Inhalte, über die gedacht wird, sondern es verändert sich auch die jeweilige geschichtliche Denkform, was fragen läßt: Können Erforschungen der Logik(en) zu Deutungen der kulturellen Geschichte(n) beitragen und umgekehrt Erforschungen der Geschichte(n) zu Deutungen der Logik(en)?
Philosophische Aufsätze für Georg Meggle
Menschen sprechen und werfen Bomben, philosophieren und steigen auf Berge. Dieser Band versammelt dreiundzwanzig Versuche, diese Handlungen – und das Handeln überhaupt – zu beleuchten. Besonderen Raum nimmt das Verstehen von Handlungen ein, mit denen etwas zu verstehen gegeben werden soll; und das Bewerten von Handlungen, gewaltsamen und anderen, als vernünftig oder unvernünftig, als gut oder schlecht. Mit Beiträgen von Christoph Fehige, Günther Grewendorf, Ted Honderich, Beatrice Kobow und Fitzgerald, Nikola Kompa, Wolfgang Lenzen, Weyma Lübbe, Christoph Lumer, Daniel Messelken, Julian Nida-Rümelin, Igor Primoratz, Richard Raatzsch, Peter Rohs, Oliver R. Scholz, Rudolf Schüssler, Peter Singer, Wolfgang Spohn, Pirmin Stekeler-Weithofer, Raimo Tuomela, Franz von Kutschera, Ulla Wessels und Véronique Zanetti.
Theologische Deutungen
Author: Daniel Keller
Immanuel Kant – mehr als 200 Jahre nach seinem Tod ist das kritische Denken des Königsberger Philosophen von bleibender Brisanz. Obwohl das höchste Gut ein Schlüsselbegriff des kritischen Œuvres Kants ist, wur-de es bisher in der philosophisch-theologischen Forschungslandschaft kaum wahrgenommen. Dieses Buch löst dieses Desiderat ein, indem es den Horizont des höchsten Guts Schritt für Schritt abschreitet. Themen wie die systematische Verbindung von Tugend mit Glückseligkeit in einer Ethik deontologischen Typs, die Möglichkeit gemeinschaftlichen Zusammenle-bens in einer ethischen Gemeinschaft, die Fragen nach Sinn und Zweck moralischen Handelns angesichts der Schlechtigkeit der Welt und des ‚na-türlichen’ Glücksbedürfnisses des Menschen, die Begrenztheit menschlicher Kräfte sowie ihrer Ergänzungsbedürftigkeit durch Gott im moralischen Gottespostulat im Modus der Hoffnung werden nacheinander erörtert. Die handlungspraktische Rechtfertigung des Hoffnungsbegriffs im Kontext des höchsten Guts wird abschließend als Basis verstanden, um einen Dialog zwischen theologischer Glaubenswissenschaft und philosophischer Ver-nunftwissenschaft zu initiieren.
Probleme des Sozialexternalismus und Perspektiven einer individualistischen Theorie
Author: Gerson Reuter
In der zeitgenössischen Sprachphilosophie ist die Annahme weit verbreitet, dass Bedeutungen und andere sprachliche (und auch mentale) Phänomene eine wesentlich soziale Dimension besitzen. Mit Behauptungen dieser Art ist nicht lediglich gemeint, dass Sprachen nun einmal in sozialen Zusammenhängen gelernt und üblicherweise von vielen Personen geteilt werden. Sogenannten sozialexternalistischen Theorien zufolge müssen wichtige sprachliche und mentale Phänomene - sei es unser sprachlicher Weltbezug oder auch die Gehalte unserer Gedanken - vielmehr von Beginn an in eine soziale Perspektive gerückt werden. Angenommen wird somit offenbar auch, dass eine Bedeutungstheorie, die nicht bereits mit der Wahl ihrer Grundbegriffe diese Perspektive einnimmt, ihre Gegenstände verfehlt. Das vorliegende Buch verfolgt vornehmlich zwei Ziele. Zum einen sollen auf der Grundlage einiger Unterscheidungen zwischen verschiedenen Arten von bedeutungstheoretischen Behauptungen und Erklärungen einflussreiche sozialexternalistische Positionen und Argumente im Detail untersucht und ihre Schwächen aufgedeckt werden. Zum anderen dient dieser kritische Durchgang aber auch der Profilierung einer individualistischen Alternative, in deren Zentrum die Kompetenzen, Verwendungsabsichten und Interpretationswünsche einzelner Sprecher stehen. Gezeigt werden soll insbesondere, dass eine individualistische Theorie genügend Ressourcen besitzt, um zumindest manche sozialexternalistische Ideen zu integrieren.
Der Leib-Seele-Dualismus und das naturwissenschaftliche Weltbild
Author: Bernhard Lauth
Der cartesische Dualismus ist heute eine extrem unpopuläre Position. Das gilt sowohl für die Neurowissenschaften und die Psychologie als auch für den Grossteil der philosophischen Literatur zur Philosophie des Geistes. Lauth zeigt, dass es - schon bei Descartes selbst - durchaus divergierende Lesarten des Leib-Seele-Dualismus gibt, die sich sehr deutlich durch ihre ontologischen Voraussetzungen und Konsequenzen unterscheiden. Im Mittelpunkt des Buches steht die Frage, unter welchen Voraussetzungen eine dualistische Ontologie in unser modernes naturwissenschaftliches Weltbild integriert werden kann.
Author: Rainer Trapp
Die Arbeit betrachtet Fallkonstellationen - wie "ticking-bomb"- oder bestimmte Geiselentführungsszenarien -, in denen ein Täter schuldhaft irgendwelche unschuldigen Opfer in eine Lage gebracht hat, die ihren baldigen Tod zur Folge hätte, sofern der Täter nicht durch die Preisgabe geeigneter und zugleich unverzichtbarer Information ("Wo tickt die Bombe?", "Wo ist die Geisel versteckt?" u. ä.) an der Rettung der Opfer mitzuwirken bereit ist. Für Fälle, in denen der Täter dies ablehnt, definiert sie - in scharfer Abgrenzung zum Rechtsbegriff der Folter - den Begriff der "selbstverschuldeten Rettungsbefragung (SRB)" u. a. durch den Ausschluss anderer Befragungszwecke als demjenigen der Opferrettung, durch enge Grenzen der zulässigen Zwangsanwendung sowie insbesondere durch richterliche Kontrolle und die Dokumentation der Befragung in Ton und Bild. Neben einem Abriss der Geschichte "echter" Folter und ihrer diversen "klassischen" Zwecke, der Begründung der These, dass die aufklärerischen Ideen, die im 18. Jh. zur Abschaffung der Folter führten, keineswegs das strikte SRB-Verbot mit einschlossen, sowie einer kontraktualistischen Rechtfertigung von Menschenrechten, gemäss der SRB ethisch und rechtlich eindeutig zulässig wären, besteht der grösste Teil des Buches in der minutiösen Analyse und Zurückweisung aller dem Autor bislang bekannt gewordenen Einwände gegen die Legalisierung von SRB.
Rationierung und Priorisierung im Gesundheitswesen
Rationierung und Priorisierung im Gesundheitswesen sind Begriffe aus einem politisch wie (rechts)ethisch hoch brisanten und strittigen Feld. Die Debatten über Methoden und Möglichkeiten fairer Leistungsbegrenzungen in der solidarisch finanzierten Gesundheitsversorgung werden auch in der Bundesrepublik Deutschland seit einiger Zeit kontrovers geführt. Die Beiträge des vorliegenden Bandes gehen zurück auf die Jahrestagung der Akademie für Ethik in der Medizin im Jahr 2004, bei der sich Philosophen, Juristen, Ökonomen, und Mediziner mit Problemen einer gerechten Verteilung von Ressourcen im Gesundheitswesen auseinander gesetzt haben. Das Spektrum der im Band behandelten Fragen reicht von philosophischen und rechtstheoretischen Grundlagenfragen der medizinischen Verteilungsgerechtigkeit bis zu konkreten praxisorientierten Überlegungen zu Priorisierungsverfahren, Verteilungskriterien und Implementation in der klinischen Versorgung.