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Die Münchner Bürgerkonferenz: Hintergründe – Verfahren – Ergebnisse – Reflexionen
Münchner Forschern ist es gelungen, Schweineherzen in Pavianen schlagen zu lassen. Sollen tierische Organe auch auf den Menschen übertragen werden? Die Münchner Bürgerkonferenz 2019 hat sich mit dieser Biotechnologie auseinandergesetzt.
Die Xenotransplantation geht uns alle an. Zum einen könnten wir alle als Patient*innen von der Xenotransplantation profitieren, zum anderen könnten wir zu Risikoträgern werden, wenn wir Infektionskrankheiten auf Mitmenschen übertragen. Und dürfen wir überhaupt Tiere als Ersatzteillager für menschliche Organe nutzen? Die Bürgerkonferenz zur Xenotransplantation brachte zu diesen gesellschaftlich hoch brisanten Fragen Wissenschaftler mit medizinischen Laien zusammen. Das Bürgervotum beinhaltet die Meinung von Münchner Bürger*innen, die sich mit dem Thema intensiv auseinandergesetzt haben. Es soll als Anstoß für die öffentliche Diskussion und für Entscheidungsträger in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft dienen.
Grundbegriffe der Musikphilosophie
Perspektiven in Philosophie, Logik und Rechtswissenschaft
Series:  ethica, Volume: 35
Der Band setzt sich zum Ziel, das Verhältnis von Sein und Sollen aus ontologischer, logischer, moral- und sprachphilosophischer sowie rechtswissenschaftlicher Perspektive weiter zu analysieren. Im Zentrum steht die provokative These David Humes, wonach prinzipiell nicht vom Sein auf das Sollen bzw. nicht von deskriptiven auf normative Aussagen geschlossen werden darf. Die Konsequenzen aus Humes These sind aus ethischer und meta-ethischer Perspektive überaus problematisch. Denn da der Bereich des Deskriptiven nach Hume allein die Domäne der Vernunft ist, diese aber im Bereich des Normativen keine Geltung beanspruchen kann, stellt sich die Frage, ob und wie moralische Normen überhaupt rational begründet werden können. Diese skeptische Konsequenz der Hume’schen Unterscheidung soll im Rahmen des Bandes aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und zugleich kritisch analysiert werden.
Universitätsphilosophie in Münster
Philosophiert und Philosophie gelehrt wurde an der Universität Münster von Anfang an im Spannungsfeld von Pietät und Weltbezug. Sind es einerseits die Pietät gegenüber der christlichen, in Münster vor allem katholisch geprägten Religion und der Respekt vor der Geschichtlichkeit des menschlichen Denkens wie der menschlichen Existenz überhaupt, die die Münsteraner Universitätsphilosophie prägen, dokumentiert deren Geschichte zugleich immer neue Facetten philosophischen Weltbezugs – und eine erstaunliche Offenheit für neue Impulse, wie sie beispielsweise im zwanzigsten Jahrhundert von der formalen Logik, der analytischen Philosophie und der Erneuerung der praktischen Philosophie ausgegangen sind. Aus Anlass der Eröffnung des neuen Philosophikums der Universität Münster versammelt dieser Band Studien zur Geschichte der Münsterschen Universitätsphilosophie von der Universitätsgründung 1780 bis zur Ausgliederung der Naturwissenschaften aus der Philosophischen Fakultät 1948 und zu den drei Philosophen, die Münsters Universitätsphilosophie im zwanzigsten Jahrhundert nachhaltig geprägt haben: Heinrich Scholz, Joachim Ritter und Hans Blumenberg. Die Beiträger: Margarita Kranz, Johannes Müller-Salo, Birgit Recki, Reinold Schmücker, Niko Strobach
Berkeleys Immaterialismus wird in der Geschichte der Philosophie gerne als Beispiel für ein besonders abstruses, kontraintuitives metaphysisches System angesehen. Das Buch zeigt, dass das Gegenteil zutreffend ist: Gerade Berkeley entwickelt protophänomenologische Ideen, die weit in das zwanzigste Jahrhundert vorausweisen.
In Abweichung zu den dominanten Auslegungen von Berkeleys Schriften schlägt Hartmann einen Perspektivwechsel vor, um das Werk Berkeleys dezidiert metapherntheoretisch zu lesen und zu interpretieren. Auf diese Weise bringt Hartmann evident zur Darstellung, dass man dem Werk von Berkeley eine – bisher übersehene – epochale Bedeutung für die Philosophie und die Aufklärung zusprechen kann: Unter Zuhilfenahme der metaphorologischen Studien Hans Blumenbergs wird im Buch detailliert aufgezeigt, dass sich in Berkeleys Gesamtwerk ein ausgesprochen modernes, regelrecht ökologisches Mensch-Welt-Verhältnis auffinden lässt, welches weder bisher mit Berkeley noch mit der Epoche der Aufklärung in Verbindung gebracht wird.
Gerechtigkeit hat eine zeitliche Dimension. Sie mag eine ewige Idee sein, als Zustand ist sie aber nicht von Dauer. Denn Gerechtigkeit lässt sich nicht ein für alle Mal herstellen, sondern nur für konkrete Zeitpunkte und Zeiträume konstatieren. Für unser Urteil darüber, was in einer bestimmten Situation oder in einer bestimmten Hinsicht gerecht ist, spielt das Verstreichen von Zeit deshalb eine entscheidende Rolle: Wie lange sind menschliche Willensäußerungen als verbindlich anzusehen? Wie weit in die Zukunft und wie weit in die Vergangenheit reicht die Verantwortung, die wir für unsere Handlungen haben? Ist es plausibel, dass die Verantwortung für eine Handlung verjährt? Und welche Bedeutung kommt dem Verstreichen von Zeit bei der Allokation knapper Güter und für die Gewährleistung von Chancengleichheit zu?
Der Band veranschaulicht die zeitliche Dimension der Gerechtigkeit, die in der Ethik bisher kaum beachtet worden ist, aus philosophischer, rechtswissenschaftlicher und sozialwissenschaftlicher Perspektive. Dabei zeigt sich, dass jede Theorie gerechter Verteilung dem Verstreichen von Zeit Rechnung tragen muss und Zukunftsethik sich nicht nur auf das Verteilungsparadigma stützen kann.
Die Beiträge stammen von Jan Niklas Bunnenberg, Thomas Gutmann, Sören Hilbrich, Ortrud Leßmann, Thomas Meyer, Johannes Müller-Salo, Esther Neuhann und Nadia Primc.
Zu einer Grundkategorie der Ethik der Mensch-Tier-Beziehung
Instrumentalisierung ist zu einer zentralen moralischen Kategorie geworden, die über die Philosophie hinaus auch in Gesetzestexte und ethische Richtlinien eingegangen ist. Die vorliegende moralphilosophische Untersuchung beschäftigt sich mit der Instrumentalisierung von Tieren.
Anlehnend an Immanuel Kant wird argumentiert, dass Instrumentalisierung nicht per se eine negative Kategorie ist, sondern dass zwischen moralisch zulässigen und moralisch unzulässigen Formen unterschieden werden muss. In einer kritischen Würdigung zeitgenössischer kantianischer Positionen, der Tierrechtstheorie und dem Konzept der Tierwürde werden die Schwierigkeiten und Möglichkeiten einer Übertragung von Immanuel Kants Verbot der vollständigen Instrumentalisierung auf die Mensch-Tier-Beziehung herausgearbeitet. Im Rahmen einer vergleichenden Analyse wird gezeigt, wie die Phänomene Instrumentalisierung, Verdinglichung und Ausbeutung von Tieren zueinanderstehen. Darüber hinaus wird ein Vorschlag unterbreitet, wie zwischen zulässigen und unzulässigen Instrumentalisierungsmodi bei empfindungsfähigen Tieren unterschieden werden kann.
Ein philosophischer Versuch zur Systematisierung der empirischen Erforschung des Geistes von Tieren
Wie wissen wir, ob Tiere denken können? In Erweiterung der bisherigen Debatte um Mensch-Tier-Verhältnisse analysiert dieser Band die Bedingungen und Kontexte der naturwissenschaftlichen Gewinnung unseres Wissens von Tieren.
Die aktuellen Diskussionen innerhalb der Tierphilosophie drehen sich um die drei zentralen Fragen, ob wir Tieren einen Geist zuschreiben können, worin der Unterschied zwischen Menschen und Tieren besteht und wie sich Menschen gegenüber Tieren verhalten sollen. Unser Wissen über Tiere ist meist von der empirischen Forschung übernommen. Die Methoden, Theorien und Kontexte der empirischen Forschung wurden bislang nicht zum Gegenstand gemacht. Diese Lücke will der Band mit dem zentralen Konzept der methodologischen Signaturen schließen, das den systematischen Vergleich von Forschungsansätzen anhand deren fundamentalen methodologischen, ontologischen und epistemologischen Vorannahmen erlaubt.
Blick ins Buch

Künstliche Intelligenzen erlernen immer mehr Fähigkeiten, werden eigenständiger und erledigen unterschiedliche Aufgaben. Doch können sie auch lernen, Verantwortung für ihr Verhalten zu übernehmen? Als Kerntechnologie unserer Zeit durchdringt und beeinflusst künstliche Intelligenz zunehmend unsere Lebensrealität. Mit der rasanten technologischen Entwicklung gehen allerdings auch zahlreiche ethische Herausforderungen einher. Besonders drängend ist dabei die Frage nach der Verantwortung. Wer ist verantwortlich, wenn ein autonomes System einen Schaden anrichtet? Und ist es denkbar, dass künstliche Intelligenzen eines Tages selbst für ihr Verhalten verantwortlich sind? Die philosophische Bearbeitung dieser Fragen fördert nicht nur hilfreiche Antworten für praktische Probleme der Verantwortungszuschreibung zu Tage, sondern lässt uns auch klarer erkennen, was uns Menschen als verantwortliche Akteure auszeichnet.
Strategien poetischer Bewältigung
Das sichere Wissen um die eigene Sterblichkeit ist ein schwerer Schlag für die evolutionär tief verankerten Selbsterhaltungsinstinkte des Menschen. Todesangst verlangt Bewusstsein und wir sind vermutlich – mit einem Wort Friedrich Dürrenmatts – „das einzige Lebewesen, das weiß, dass es sterben wird.“ Dieses Wissen hat von Anfang an in der Geschichte der Spezies Mensch zahlreiche Verteidigungsmechanismen und kulturelle Bewältigungsstrategien generiert. Dem psychischen und physischen Skandalon des Sterbens sollen – in unserem 21. Jahrhundert mehr denn je – Zügel angelegt werden.
Die aktuell einflussreichste sozialpsychologische Theorie zur Auseinandersetzung mit unserer Sterblichkeit, die so genannte Terror-Management-Theorie, sieht im „schöpferischen Unsterblichkeitsmodus“ (Robert Lifton) von Literatur und Kunst ein probates Mittel, unserer Todesangst zu begegnen. Dieses Buch überprüft diese und weitere Thesen aktueller Forschungen zur Todesangst am Beispiel der Verwobenheit von Biographie und literarischer Produktion unter anderem bei Annette von Droste-Hülshoff , Franz Kafka, Hermann Hesse, Wolfgang Herrndorf und Sigmund Freud.