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Die zweite Natur des Menschen
Author: Klaus J Grün
Eine ethische Analyse
Die rasante Entwicklung der Bio- und Gentechnologie stellt auch für das Patentrecht eine Herausforderung dar. Und dies nicht nur in rechtlicher, sondern auch in moralischer Hinsicht. Insbesondere an der Frage, ob transgene Lebewesen sowie Gene und Gensequenzen patentiert werden dürfen, scheiden sich die Geister. Diese Studie befaßt sich mit den verschiedenen moralischen Aspekten der Patentierung von Genen und Gensequenzen.
In vielen Bereichen unseres Lebens stellen sich heute drängende moralische und gesellschaftspolitische Fragen: In der medizinischen Forschung, in der Arbeitswelt, im Umgang mit den Medien. Das Bedürfnis nach grundsätzlicher ethischer Orientierung in diesen sensiblen Fragen wird immer lauter, und die Einsetzung eines nationalen Ethikrates ist ein unmittelbarer Reflex dieses Bedürfnisses. Die zwölf Beiträge dieses Buches greifen viele der aktuellen Probleme auf und reflektieren sie vor dem Hintergrund ethischer Theorien: Medizinethische Probleme (Klonen, Ethik im Krankenhaus, Einsatz von Technik u.a.) und medien- und umwelttechnische Fragen werden ebenso behandelt wie Gerechtigkeitsfragen in der Ökonomie. Mit Beiträgen von: Ulrich Arnswald, Dieter Birnbacher, Wilhelm Beermann, Gerhard Gräber, Jens Kertscher, Angelika Krebs, Weyma Lübbe, Jeff Malpas, Reiner Manstetten, Günter Ropohl, Hans-Martin Sass, Helmut F. Spinner, Anja Weiberg.
The Self in Philosophical Perspective
Warum verstehen wir, daß der Satz 'In diesem Augenblick beginnt der Rest meines Lebens' sich auf eine bestimmte Zeit bezieht und zwar immer wieder auf eine andere, je nach dem, wann wir diesen Satz sprechen oder lesen? Eine Antwort lautet: Es sind die 'indexikalischen' Komponenten dieses Satzes, die bei jeder Verwendung des Satzes die Zeit unserer Erfahrung mit der Zeit des Lesens, Sprechens oder Denkens des Satzes und so mit der intersubjektiven Zeit verknüpfen. Mit “Indexikalität” ist diese Anwesenheit der Welt in der Sprache und des Bezugs auf Teile der Welt – Personen, Objekte, Ereignisse – im Sprechen gemeint. In den Beiträgen dieses Bandes werden erstmals im deutschen Sprachraum wichtige Ansätze der analytischen Philosophie – u.a. von Chisholm, Castañeda, Perry, Millikan – mit anderen historischen und systematischen Zugängen zur Indexikalität – z.B. aus der Handlungstheorie und der Sprachpragmatik – verknüpft. Mit Beiträgen von: Hector-Neri Castañeda, Arthur Falk, Tomis Kapitan, Patricia Kitcher, Anton F. Koch, Ruth Millikan, Georg Mohr, John Perry, Harald Pilot, Anne Reboul, Truls Wyller.
Der Band führt mit seinen elf Originalbeiträgen die Debatte um das Regelfolgen in einer innovativen und fruchtbaren Weise weiter. International renommierte Wittgenstein-Forscher analysieren vor dem Hintergrund von Wittgensteins Regelfolgeneinsicht die Normativität wie auch die Symbolizität von Institutionen. Mit Beiträgen von: Ulrich Baltzer, Thomas Blume, Kathrin Glüer, Michael Kober, Felix Mühlhölzer, Klaus Puhl, Richard Raatzsch, Sebastian Rödl, Gerhard Schönrich, Pirmin Stekeler-Weithofer, Christian Strub.
Dieses Buch soll die intelligiblen Grundlagen einer strukturellen Anthropologie bereitstellen. Zunächst wird eine explizite Rekonstruktion des Vernunftbegriffs vorgenommen: Dabei wird das genaue Verhältnis zwischen Wahrnehmung der Welt und Modellierung der Welt durch menschliches Denken bestimmt und der Begriff der Kommunikation diskutiert, um das Spezifische an ihr erfassen zu können, wenn sie durch das Adjektiv “interkulturell” näher qualifiziert wird. Es folgen Vorschläge für jene Kategorien, die als unveränderliche Universalien menschlichen Denkens akzeptiert werden können. Unter explizitem Anschluß an Sartre und Bourdieu werden die ethischen Implikationen erörtert, die als unmittelbare Konsequenzen aus den erzielten kategorialen Ergebnissen sich weiterer Reflexion anbieten. Es soll deutlich werden, worüber man im Grunde spricht, wenn von “interkultureller Kommunikation” die Rede ist. Nur dann wird man imstande sein, das aus diesem Sachverhalt folgende Inventar von Verhaltensmöglichkeiten sinnvoll zu erwägen und praktisch werden zu lassen.
Ein naturwissenschaftlicher Erklärungsansatz
Author: Bettina Walde
Dieses Buch greift eine der in der philosophischen Debatte meist diskutierten Fragen auf, nämlich die Frage danach, wie eine erfolgreiche Erklärung des Geistes aussehen könnte. Es zeigt, daß die verschiedenen Gedankenexperimente, die stets gegen materialistische Theorieansätze vorgebracht wurden, eine bestimmte Auffassung über die metaphysische Konzeption der Modallogik voraussetzen und nur unter diesen Voraussetzungen den Materialismus widerlegen können. Als Konsequenz wird eine alternative Konzeption des metaphysischen Hintergrundes für die modallogischen Argumente vorgeschlagen; denn die auf Kripke zurückgehende metaphysische Konzeption würde letztlich eine Art metaphysischen Fundamentalismus etablieren. Die alternative Konzeption schlägt vor, die Trennung zwischen metaphysischer und logischer Möglichkeit und Notwendigkeit nicht nur auf der Ebene von Aussagen anzusiedeln, sondern auch auf der Ebene von möglichen Welten. Ausgehend von der alternativen metaphysischen Konzeption läßt sich zeigen, daß die Gedankenexperimente nur die begriffliche Unabhängigkeit, die zwischen den Ausdrücken für ein zu erklärendes Phänomen und den Ausdrücken der erklärenden Theorie besteht, illustrieren. Diese begriffliche Unabhängigkeit führt zwar zur epistemischen Irreduzibilität bestimmter Eigenschaften des Bewußtseins, nicht jedoch zu einer ontologischen Irreduzibilität.
Eine Einführung
Naturphilosophie beschäftigt sich philosophisch mit der Naturwissenschaft, im Gegensatz zur Wissenschaftstheorie aber vor allem mit ihren Inhalten und deren Bedeutung. Die vorliegende Einführung soll einen Überblick über die relevanten Fragen geben und vor allem zur eigenen Lektüre und zum eigenen Nachdenken anregen. Die Themen im einzelnen: Relativitätstheorie, Quantentheorie, Grundfragen der Evolutionstheorie (Bedeutung der “Gene”); Kognitionstheorie (“Leib-Seele-Problem”). Die leitende Frage ist dabei: Wie beschreibt Naturwissenschaft die Wirklichkeit, und was ist die Bedeutung dieser Beschreibung für das menschliche Leben? Der Text kommt ohne Formeln aus, ein mathematisch-physikalischer Anhang bietet Nachschlagemöglichkeiten für spezieller interessierte Leser. Mit einem ausführlichen Glossar und Register.
Das Phänomenale Bewußtsein ist seit Jahren Gegenstand von zentralen Auseinandersetzungen in der Philosophie des Geistes: Ist es möglich, die konkreten Qualitäten z. B. von Schmerzzuständen oder Farbempfindungen naturwissenschaftlich adäquat zu erklären, oder wird hier auf Dauer eine 'Erklärungslücke' bleiben? Besonders gute Voraussetzungen für eine Lösung dieses Problems scheint die Identitätstheorie zu bieten, die nicht zuletzt aus diesem Grunde neuerdings wieder an Bedeutung gewonnen hat. Die vorliegende Sammlung gibt zunächst anhand mittlerweile klassischer Aufsätze von U. T. Place, Kripke und Levine einen kurzen Überblick über die Vorgeschichte der gegenwärtigen Auseinandersetzung. Der Hauptteil enthält dann aktuelle Originalbeiträge von Ansgar Beckermann, Dieter Birnbacher, Michael Heidelberger, Chris Hill, Jaegwon Kim, Joseph Levine, Ulrich Majer, Brian McLaughlin, Martine Nida-Rümelin, David Papineau, Michael Pauen, Jürgen Schröder, Achim Stephan und Robert van Gulick. Der Leser gewinnt damit einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand der Diskussion zu Problemen von Identität und Phänomenalem Bewußtsein.