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Konzeptionelle, soziale und ethische Implikationen neuer Mensch-Technik-Verhältnisse
Die Beiträge des Bandes untersuchen, inwiefern aktuelle Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) zu neuartigen Interaktionsprozessen führen und das Verhältnis von Menschen und Maschinen verändern.
Im ersten Teil des Bandes werden neue Entwicklungen KI-basierter Technologien in diversen Anwendungs- und Entwicklungsbereichen vorgestellt. Im zweiten Teil werden hier zu beobachtende neuartige Mensch-Maschine-Interaktionen aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven diskutiert. Im dritten Teil werden diese auf ihre sozialen, ethischen und epistemologischen Implikationen hin befragt.
Identität – Einheit – Würde
Author: Jörg Noller
Diese Studie entwickelt einen umfassenden Begriff personaler Identität, der gleichermaßen theoretische wie praktische Fragestellungen betrifft. Personen werden dabei als Lebensformen verstanden, die komplexe Selbst- und Fremdverhältnisse eingehen. Im kritischen Durchgang durch klassische und neuere Theorien der Person entwickelt die Arbeit einen neuartigen Ansatz, der es erlaubt, Personen als Lebewesen zu denken, denen eine unantastbare Würde zukommt. Indem die Studie auf die personale Form unseres Lebens reflektiert, grenzt sie sich einerseits von Auffassungen ab, die unsere Identität allein in unserer biologischen Natur erblicken, und andererseits von solchen, die unsere Identität auf rein kognitive Prozesse zurückführen.
Eine ontologische Studie
Author: Georg Gasser
Wir handeln, um gezielt in den Lauf der Welt einzugreifen und diesen zu verändern. Als handelnde Wesen verstehen wir uns als unmittelbare kausale Urheber solcher Veränderungen. Agenskausalität greift diese Intuition der unmittelbaren kausalen Urheberschaft auf.Viele Philosophen sind allerdings der Ansicht, dass ein solches Kausalitätskonzept rätselhaft, obskur und unverständlich ist. In diesem Buch wird Agenskausalität auf die ontologischen Voraussetzungen hin untersucht. Es wird dafür argumentiert, dass diese Form der Verursachung kohärent ausbuchstabiert werden kann, wenn entsprechende ontologische Rahmenbedingungen mitberücksichtigt werden. Dabei ist Agenskausalität aber nicht auf freies menschliches Handeln zu beschränken, sondern allgemein auf Subjekte anzuwenden, die „von sich aus“ tätig werden können.
Zur Grenzziehung zwischen fiktionalen und nichtfiktionalen Erzählwerken mit Untersuchungen zu Max Frischs Montauk und Lukas Bärfuss’ Koala
Author: Victor Lindblom
Der Fokus der Studie liegt auf der Analyse des Fiktionalitätsstatus von Erzählwerken in der literaturwissenschaftlichen Praxis. Im Zentrum steht die Frage nach dem Zusammenhang zwischen Fiktionalität, der Vorstellungskraft und dem Handeln von Autorinnen und Autoren sowie Leserinnen und Lesern. Dabei wird eine wechselseitige Erhellung zwischen zwei gleichberechtigten Fragen unternommen: Was ist Fiktionalität und Nichtfiktionalität? Und: Welchen Fiktionalitätsstatus haben Max Frischs „Montauk“ (1975) und Lukas Bärfuss’ „Koala“ (2014)? So werden verschiedene Vorschläge erarbeitet und auf die Probe gestellt: erstens ein Vorschlag einer literaturwissenschaftlich operationalisierten Definition von Fiktionalität und Nichtfiktionalität; zweitens ein Vorschlag zur Klassifikation der beiden Erzählwerke, deren Fiktionalitätsstatus notorisch umstritten ist.
Open Access
Synthesizing Generalized Evolution Theory
Author: Karim Baraghith
Do social systems evolve similarly to biological ones and societies similarly to organisms? For some time now, an interdisciplinary paradigm has been developing in this regard: the Generalized Evolution Theory. After pointing out differences between biological and cultural evolution, as well as different inheritance strategies, the book proposes a philosophy of science classification of the different approaches in this vast and ever-growing field of research. It leads from generalized microevolution to generalized macroevolution and to their synthesis. As evolution favors groups with high internal cohesion, it will also favor strategies and reward agents responsible for this cohesion. In the long run, generalized evolution selects those populations that exhibit a higher density of interaction.
Author: Ludwig Siep
Recent aspirations towards the technical perfection of humanity and nature call for a new type of ethics.
The overcoming of all human weakness is often viewed as a personal right as well as a common good. But fully overcoming human weakness would undermine the basis for mutual support and recognition. The achievement of complete technical independence from natural forces would end the embeddedness of humanity within natural history. This book defends the necessity of ethical assessment against the automatism of relying on technical developments or market processes. To identify both the values and ethical limits of technology development, criteria for the goodness of human life, and for nature in general, are required. This includes a meta-ethical discussion of moral objectivity, philosophical anthropology, and moral history. On the basis of that discussion, conclusions are drawn about ethical debates in the domains of medicine, biotechnology, and information technology.
Action, Identification and Experience
Author: Maik Niemeck
The book offers new answers to two central questions that have been heavily debated, especially in recent years, in the debate on so-called de se skepticism: Is there something special about first-person thinking? And how does it relate to other forms of self-consciousness? The answer to the first question is a resounding "yes." This assertion is justified by the double-reflexive structure, motivational force, and specific concern that first-personal thinking involves. Regarding the second question, the book concludes that there are non-linguistic forms of self-consciousness. However, these should not be understood as representational contents or non-relational properties, but as mental relations that, without themselves being represented, can contribute to the phenomenal character of conscious states. In this respect, the book also provides a justification for the rarely considered impure intentionalism.
Die Auswüchse der technisch-ökonomischen Nutzung der irdischen Natur und die mit ihrer wissenschaftlichen Vergegenständlichung einhergehenden Verkürzungen lassen sich nicht ohne Kultivierung eines ästhetischen Naturverhältnisses einhegen. Damit ist kein tatenloser Ästhetizismus gemeint. Vielmehr bildet unser ästhetisches Naturverhältnis einen Zwischen-Raum, in dem natürliche Gegebenheiten und menschliche Tätigkeiten so zusammenspielen können, dass ihre schöpferische Passung sinnlich-lustvoll erlebbar wird. Somit besteht die gegenwärtige Aufgabe weder einfach darin, unsere zivilisatorischen Bedürfnisse asketisch zurückzufahren, noch darin, ein nachhaltiges Verhältnis zur Natur bloß als Mittel zum Zweck menschlichen Überlebens auszubilden. Vielmehr geht es zugleich um ein schöpferisches, potenziell lustvolles Erkunden der Möglichkeiten ‚kooperativen‘ Zusammenspiels zwischen natürlich-irdischen Vorgaben und menschlichem Gestalten. Der vorliegende interdisziplinäre Band trägt hierzu bei.
Orientierung für menschliches Wissen und Handeln
Der Band diskutiert die theoretische und praktische Bedeutung des Exemplarischen als ein Individuelles, das selbst als Manifestation eines Allgemeinen verstanden wird.
Gegenüber der gewöhnlichen Auffassung, derzufolge Beispiele lediglich zur nachträglichen Illustration bereits bestimmter abstrakter Gedanken verwendet werden, beschäftigen sich die Beiträge des Bandes mit dem Beispiel in seiner exemplarischen Bedeutung, bei der das Individuelle selbst als Manifestation des Allgemeinen verstanden wird. Die klassischen Bereiche, in denen diese Rolle und Funktion des Exemplarischen explizit thematisiert werden, sind die Rhetorik, die Kunsttheorie sowie die Didaktik. Demgegenüber spielt das Exemplarische in der allgemeinen Reflexion der theoretischen und praktischen Philosophie keine oder allenfalls eine sehr untergeordnete Rolle. Diese theoretische Vernachlässigung steht in einem auffallenden Gegensatz zur operativen Bedeutung des Exemplarischen im Kontext unseres theoretischen und praktischen Wissens.
Zwölf Studien über Freges Logik
Dieser Band vereinigt zwölf zentrale Beiträge von Christian Thiel zur Logik Gottlob Freges aus vier Jahrzehnten. Christian Thiel ist ein national und international hochgeschätzter Pionier der Fregeforschung. Mit seinen seit Mitte der 1960er Jahre vorgelegten Frege-Studien initiierte und beförderte er eine signifikante Umorientierung der damaligen mathematischen und philosophischen Auseinandersetzung mit dem Werk des Jenenser Mathematikers Gottlob Frege (1848–1925), einem der Begründer der modernen Logik. Christian Thiel prägt seit jener Zeit richtungsweisend eine spezifische Form der Behandlung des Fregeschen Werkes: systematisch interessiert vor allem an Problemstellungen in Logik, Philosophie der Mathematik und Wissenschaftstheorie, philologisch genau und historisch sensibel mit einem besonderen Augenmerk auf die Einbettung Freges in die mathematik-, logik- und philosophiehistorischen Kontexte seiner Zeit. Die Beiträge erlauben es, diesen kontextuellen Zugang nachzuvollziehen.