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Eine Darstellung und Kritik der kommunikationstheoretischen Philosophie von Jürgen Habermas und Karl-Otto Apel
Author: Uwe Steinhoff
Dieses Buch bietet eine umfassende und detaillierte Darstellung und Analyse der kommunikationstheoretischen Philosophie von Jürgen Habermas und Karl-Otto Apel. Es zeichnet deren langen Argumentationsgang von einer Analyse von Sprechakten bis hin zu einer Diskurstheorie des Rechts und des demokratischen Rechtsstaats genau und klar nach und unterzieht ihn in jedem seiner Schritte einer rigorosen Kritik. Zu den Stationen der Studie gehören unter anderem die Apelschen und Habermasschen Versuche, eine "kommunikative" oder "diskursive" Rationalität von der Zweckrationalität abzugrenzen, die Transzendentalpragmatik, die DiskurSethik, die Konsenstheorie der Wahrheit sowie Habermas' Bemühungen, seine Theorie "empirisch" zu bewähren, und sein Anspruch, mit ihr eine kritische Theorie der Gesellschaft zu liefern. Damit betrifft die Studie nicht nur die Habermasschen und Apelschen Theorien selbst, sondern auch all jene philosophischen, soziologischen, psychologischen und politischen Konzeptionen, die auf Elemente der jüngeren Frankfurter Schule affirmativ zurückgreifen.
Eine Einführung
Author: Sven Walter
Der Ausdruck 'mentale Verursachung' steht für etwas, was wir tagtäglich zu erleben scheinen - für die kausale Interaktion zwischen uns bewusstseinsbegabten Subjekten auf der einen und der uns umgebenden Welt auf der anderen Seite: ein scharfer Schmerz lässt uns aufstöhnen, eine peinliche Situation lässt uns erröten und die Wahrnehmung eines alten Freundes auf der anderen Straßenseite führt dazu, dass sich unser Arm zum Gruß hebt. Dass es mentale Verursachung gibt, erscheint ganz einfach offensichtlich. Wie aber kann unser Geist einen kausalen Einfluss auf unseren Körper und, über unseren Körper, auf die physikalische Wirklichkeit ausüben? Spätestens seit Descartes versucht die Philosophie, eine befriedigende 'Theorie mentaler Verursachung' zu formulieren, die im Stande ist zu erklären, wie sich das Mentale so in die physikalische Wirklichkeit einpasst, dass es kausal den Verlauf der Welt beeinflussen kann. Ob die Frage nach dem Wie mentaler Verursachung irgendwann zufrieden stellend beantwortet werden kann oder ob wir uns - wie so oft in der Geschichte der Wissenschaften - von etwas vermeintlich Offensichtlichem verabschieden müssen, wird die vorliegende Einführung zwar nicht abschließend klären können, aber sie zeigt, warum die Frage nach der Möglichkeit mentaler Verursachung ein interessantes und spannendes philosophisches Problem darstellt, beleuchtet dessen verschiedenen Facetten, stellt eine Reihe von Lösungsvorschlägen vor und leitet den Leser so zu einer eigenständigen AuseinanderSetzung mit dem so genannten 'Problem der mentalen Verursachung' an.
Band II: Die Herausforderung des Probabilismus
"Moral im Zweifel II" beschäftigt sich mit den Reaktionen der neuzeitlichen Philosophie auf die im ersten Band untersuchten scholastischen Wege zur Bewältigung moralischer Unsicherheit. Dabei wird gezeigt, wie neuartige Doktrinen der scholastischen Kasuistik mit einer Wiedergeburt der Skepsis in der Renaissance zusammenwirkten und eine Unsicherheitskrise der frühen Neuzeit erzeugten. Im Ausgang hiervon verfolgt "Moral im Zweifel II", wie Descartes, Locke und andere Philosophen versuchten, sowohl die skeptischen als auch die scholastischen Wurzeln dieser Krise zu beschneiden. Für ein besseres Verständnis des Zusammenhangs von Krise und Krisenbewältigung werden zusätzlich Veränderungen im neuzeitlichen Gewissensdiskurs und das Entstehen einer öffentlichen Meinung berücksichtigt. Auf dieser Grundlage lassen sich Defizite der Behandlung moralischer Unsicherheit bei Kant und im klassischen Utilitarismus erkennen. Keiner dieser beiden Hauptrichtungen der modernen Moralphilosophie gelingt es, die Unsicherheitsprobleme zu lösen, die am Ende des 16. Jh. in der katholischen Moralkasuistik hervortraten. Mit diesem Ergebnis schließt "Moral im Zweifel II" an die aktuelle Kritik (Anscombe, MacIntyre) an der modernen Moralphilosophie an und eröffnet ihr zugleich neue Perspektiven.
Author: Michael Kühler
Bei dem Thema Moralbegründung ist bereits dessen Verständnis umstritten. Was soll begründet werden, und geht es um eine eher theoretische Rechtfertigung oder um die Motivation von Personen? Kühler argumentiert für ein zweifaches Verständnis von Moralbegründung, das beide Aspekte gleichermaßen ernst nimmt. Zunächst ermöglicht die Analyse praktischer Fragen durch unterschiedlich nuancierte Formulierungen eine Bestimmung eines moralischen und eines auf die Frage nach einem guten Leben bezogenen ethischen Kontexts, in deren Spannungsfeld sich Moralbegründung bewegt. Während moralische Rechtfertigung dann zur Moral eines geteilten Wollens führt, mündet die Frage nach moralischer Motivation in die Diskussion um Theorien eines guten Lebens und deren Möglichkeit einer genuin moralischen Motivation.
Historisch-systematische Analysen eines wissenschaftlichen Grundbegriffs
Wer die Natur verstehen will, muss ihre GeSetze erforschen? Dieser Gedanke prägte die Wissenschaft der Frühen Neuzeit und begleitet noch heute die physikalische Grundlagenforschung. Mit dem NaturgeSetzbegriff sind konzeptionelle und methodische Neuerungen verbunden: Im Zeitalter Newtons stehen NaturgeSetze für eine neue Bewegungslehre, in der Astronomie und irdische Physik zusammen-fallen. NaturgeSetze sind der mathematische Aus-druck beobachtbarer Regularitäten zwischen Materiepartikeln. "Natur"- oder "BewegungsgeSetze" heißen die Fundamente eines axiomatischen Systems, in dem die Grundsätze der Natur auseinander abgeleitet sind. Der vorliegende Band zeigt die verschlungenen Pfade auf, auf denen sich der NaturgeSetzbegriff im wissenschaftlichen Denken etabliert hat. Dabei geht er bewusst über die Epoche der Frühneuzeit hinaus. Die These, dass der NaturgeSetzbegriff mit Beginn des 17. Jahrhunderts seine Karriere macht, kann auf diese Weise umso kritischer durchgespielt werden.
Warum sich der menschliche Geist nicht reduzieren lässt
Author: Peter Grönert
Die moderne Kultur ist weitgehend durch eine szientistische Grundorientierung geprägt: Als wirklich gilt nur, was sich durch (natur-)wissenschaftliche, also durch wertneutrale Darstellungs- und Erklärungsformen erfassen lässt. Grönert macht demgegenüber deutlich, dass sich der menschliche Geist einem naturwissenschaftlichen Weltzugang grundsätzlich entzieht. Denn die Zuschreibung der intentionalen Einstellungen des Glaubens, Wünschens und Beabsichtigens ist von der Bewertung der Vernünftigkeit der zugeschriebenen Einstellungen untrennbar. Damit entwickelt der Autor einen prinzipiellen Einwand gegen das in der Gegenwartsphilosophie einflussreiche Projekt einer naturalistischen Erklärung von Intentionalität, den er an Hand von Brandoms und Dennetts Version dieses Projektes exemplarisch ausbuchstabiert. Der Einwand beruht auf einer eingehenden Analyse des normativen Charakters der zentralen intentionalitätsbezogenen Begriffe des Wunsches und der Absicht, d. h. ihres internen Bezugs zu Rationalitätsbewertungen. Grönert zeigt, dass die spezifische Normativität intentionalitätsbezogener Begriffe im Kontext des praktischen Schliessens verankert ist.
Editors: Geert Keil and Udo Tietz
Phänomenologie und sprachanalytische Philosophie, die erstere mit den Namen Husserl und Heidegger verbunden, die letztere mit Wittgenstein, waren die beiden dominierenden philosophischen Strömungen des 20. Jahrhunderts. Das Spannungsverhältnis zwischen Phänomenologie und Sprachanalyse ergibt sich auf dem Hintergrund ihrer gemeinsamen Problembestände, vornehmlich in der Philosophie des Geistes, der Philosophie der Wahrnehmung und der Bedeutungstheorie. Konvergenzen sind erst im letzten Drittel des Jahrhunderts sichtbar geworden, wobei die Rezeption phänomenologischen Gedankenguts durch analytische Philosophen (Chisholm, Searle, Føllesdal, Danto, Evans, Tugendhat) intensiver war als die in umgekehrter Richtung. Die Konvergenzen betreffen die neuen Theorien der Intentionalität, die Renaissance des Themas "Bewußtsein" und die Debatte um die Qualia. Der Band versammelt zwölf Beiträge einschlägig ausgewiesener Philosophen aus Deutschland, Schweden, Norwegen, der Schweiz und den USA.
Festschrift für C. Ulises Moulines zum 60. Geburtstag
Bei diesem Sammelband handelt es sich um eine Festschrift zum 60. Geburtstag von C. Ulises Moulines. 'Philosophie der Wissenschaft - Wissenschaft der Philosophie' - diese beiden Überschriften können das Werk von Prof. Moulines vielleicht am besten charakterisieren. Zum einen liegt der Schwerpunkt seiner Arbeit im Bereich der allgemeinen und speziellen Philosophie der Wissenschaft. Aber auch in allen anderen Bereichen, in denen Prof. Moulines arbeitet - auf dem Gebiet der Ontologie, der Erkenntnistheorie, der Geschichte der analytischen Philosophie - kennzeichnet Wissenschaftlichkeit seinen Stil. Die 13 Originalbeiträge in diesem Sammelband sind von Philosophen verfasst, die sich unter der Leitung von Prof. Moulines habilitierten, beziehungsweise nach einer Promotion bei ihm eine Universitätslaufbahn im Ausland eingeschlagen haben. Sie spiegeln die Vielfalt seines Werkes wieder: angefangen von Beiträgen zu Fragen der speziellen Wissenschaftstheorie, über Aufsätze zur allgemeinen Wissenschaftstheorie bis hin zu Texten aus dem Bereich der analytischen Philosophie und deren Geschichte.
Aufsätze zur politischen Philosophie der Gegenwart Festschrift für Wolfgang Kersting
Editor: Claus Langbehn
Festschrift für Wolfgang Kersting Der Band versammelt 13 Aufsätze zeitgenössischer Philosophen, die sich zu akutellen und historischen Themen der politischen Philosophie äußern. Folgende Bereiche werden behandelt: 1. Liberalismus, Egalitarismus und die Frage der Gerechtigkeit; 2. Menschenrechte und Internationale Beziehungen; 3. Freiheit im Selbstverständnis des Menschen; 4. Dimensionen der Verantwortung; 5. Historische Perspektiven. Eine Einleitung des Herausgebers führt in Thema und Beiträge ein. Mit Beiträgen von Reinhard Brandt, Rüdiger Bubner, Christine Chwaszcza, Ludger Heidbrink, Otfried Höffe, Dieter Hüning, Peter Koller, Ralf Konersmann, Karl Mertens, Julian Nida-Rümelin, Dieter Sturma, Udo Tietz, Rüdiger Voigt.
Kultur und Natur der Liebe
Gehört die Fähigkeit, uns zu verlieben, zu unserem stammesgeschichtlichen Erbe? Ist das ein Trick der Natur, der Menschen dazu bewegt, Bindungen einzugehen? Ist Bindung Liebe? Ist Sexualität im Phänomenbereich der Liebe zu verorten? Ist Liebe überhaupt ein Gefühl oder besteht sie aus einem Netz von Gefühlen, Empfindungen und rationalen Einstellungen? Welche Rolle kommt dabei kulturell geprägten Überzeugungen und Vorstellungen zu? Und was wird daraus in der Kunst? Diesen und anderen Fragen gehen die Autorinnen und Autoren dieses Bandes aus philosophischer, biologischer, ethnologischer, psychologischer, neurologischer sowie sozial- und literaturwissenschaftlicher Perspektive nach. Herausgekommen ist dabei ein Buch, in dem neuere wissenschaftliche Erkenntnisse eng aufeinander bezogen und in einem gut verständlichen, anregenden Stil präsentiert werden.