Strategien poetischer Bewältigung
Das sichere Wissen um die eigene Sterblichkeit ist ein schwerer Schlag für die evolutionär tief verankerten Selbsterhaltungsinstinkte des Menschen. Todesangst verlangt Bewusstsein und wir sind vermutlich – mit einem Wort Friedrich Dürrenmatts – „das einzige Lebewesen, das weiß, dass es sterben wird.“ Dieses Wissen hat von Anfang an in der Geschichte der Spezies Mensch zahlreiche Verteidigungsmechanismen und kulturelle Bewältigungsstrategien generiert. Dem psychischen und physischen Skandalon des Sterbens sollen – in unserem 21. Jahrhundert mehr denn je – Zügel angelegt werden.
Die aktuell einflussreichste sozialpsychologische Theorie zur Auseinandersetzung mit unserer Sterblichkeit, die so genannte Terror-Management-Theorie, sieht im „schöpferischen Unsterblichkeitsmodus“ (Robert Lifton) von Literatur und Kunst ein probates Mittel, unserer Todesangst zu begegnen. Dieses Buch überprüft diese und weitere Thesen aktueller Forschungen zur Todesangst am Beispiel der Verwobenheit von Biographie und literarischer Produktion unter anderem bei Annette von Droste-Hülshoff , Franz Kafka, Hermann Hesse, Wolfgang Herrndorf und Sigmund Freud.
Perspektiven in Biologie, Ontologie und praktischer Philosophie
Der Band vereint aktuelle Beiträge, die sich mit der biologischen, anthropologischen, ontologischen und ethischen Dimension des Begriffs der Lebensform befassen.
Das Buch gliedert sich in drei Teile. Der erste Teil („Biologie und Anthropologie“) widmet sich verschiedenen Verwendungsweisen des Begriffes „Lebensform“ sowohl in der aristotelischen als auch zeitgenössischen Philosophie der Biologie. Der zweite Teil („Ontologie“) enthält Beiträge, die mittels des Lebensformkonzepts eine Ontologie des Lebens zu entwickeln beabsichtigen. Der dritte Teil („Praktische Philosophie“) behandelt die Frage, welche normativen Implikationen ein ontologisch-biologisch informierter Lebensformbegriff für die praktische Philosophie hat.
In: Vernunft und Temperament
In: Vernunft und Temperament
In: Vernunft und Temperament
In: Vernunft und Temperament
Ziele und Grenzen
Die Technisierung der Natur und des menschlichen Körpers droht außer Kontrolle zu geraten. Der Ethik muss es um Kriterien der Passung von Technik, Natur und Menschenwürde gehen. Ihre Methode ist eine historisch belehrte Vernunft. In der gegenwärtigen Phase der ökonomisch-technischen Entwicklung werden Natur und Mensch zunehmend zum Material der Perfektionierung. Spontaneität und Mannigfaltigkeit drohen zu verschwinden. Autonome Lebensführung wird technischen Imperativen der Leistungssteigerung unterworfen.
In diesem Buch geht es um Kriterien der Richtung und der Begrenzung technischer »Verbesserung«. Sie entstammen begrifflichen und historischen Überlegungen über eine erstrebenswerte (»gute«) Welt und die Rechte des Menschen. Dazu gehört eine Natur des Gedeihens mannigfaltiger Lebensformen und eine Kultur der Anerkennung von Menschenwürde und kultureller Vielfalt.
In: Vernunft und Temperament
In: Vernunft und Temperament
Eine Philosophie der Philosophie
Dieses Buch hat nicht die Form einer Monographie. Es ist ein philosophisches und zugleich literarisches Buch: Die fiktiven Philosophen Bill Headstrong und Wilhelm Kornblum ringen leidenschaftlich um ihren Lieblingsautor William James (1842-1910) und die eigentliche Bedeutung der Philosophie.
Ihre Arbeit an einem gemeinsamen Buch fußt auf bestimmten philosophischen Grundsätzen: So gehen beide davon aus, dass nur ein wahrer Mensch auch ein guter Philosoph sein kann, und dass philosophische Wahrheiten sich nur durch den ganzen Menschen samt seinen emotionalen Fähigkeiten erkennen lassen. Im Laufe ihrer Zusammenarbeit müssen Headstrong und Kornblum allerdings feststellen, wie verschieden sie diese Grundsätze auffassen. Letztlich wird ihr Buch in der ursprünglich geplanten Form nie erscheinen. Stattdessen präsentiert Vernunft und Temperament die von beiden Philosophen jeweils beigesteuerten Kapitel, in denen wesentliche existentielle Fragen behandelt werden, zusammen mit ihrem kontrovers geführten Briefwechsel.