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Juristische und philosophische Aspekte
Editor: Wolfgang Lenzen
Das Buch erörtert mit Blick auf den "Fall Daschner" sowie auf theoretische, bislang zum Glück fiktiv gebliebene Tickende-Bombe-Szenarien die ethischen und juristischen Aspekte der Folter-Problematik. Im Falle Daschner ging es nicht um die Androhung echter Folter, sondern allenfalls um Folter-in-Anführungszeichen, d.h. um unmittelbaren Zwang im Sinne des Polizei- bzw. Gefahrenabwehrrechts. Eine solche Unterscheidung zwischen Folter und 'Folter' ist mehr als nur rhetorische Spitzfindigkeit. Auch wenn sich eine von Staats wegen angeordnete Zufügung von Schmerzen zur Erpressung einer Information je nach nationalem oder internationalem Recht juristisch unter die Rubrik Folter subsumieren lässt, fehlt der von Daschner ins Auge gefassten Maßnahme ein entscheidendes moralisches Merkmal, durch das sich echte Folter definiert: Es war niemals intendiert, den mutmaßlichen Täter zu erniedrigen oder zu demütigen. Die Androhung von Gewalt diente einzig dem Zweck, ein unschuldiges Menschenleben zu retten. Nach fast einhelliger Meinung der in diesem Band vertretenen Autorinnen und Autoren war das Vorgehen von Daschner deshalb moralisch legitim. Kontroverser hingegen bleibt die Frage einer staatlichen Legalisierung von 'Folter'. Wäre es wirklich ein fauler Kompromiss, wenn man sich entschlösse, eine moralisch erlaubte Handlung rechtlich zu verbieten? In diesem Zusammenhang bleibt auch zu überlegen, ob jenseits des Falls Daschner z.B. bei der Suche nach einer tickenden Bombe, durch die das Leben einer großen Gruppe unschuldiger Menschen bedroht wird, eventuell drastischere Folter-Maßnahmen erlaubt sein könnten, die über die bloße (Androhung einer) Zufügung von Schmerzen hinausgehen. Hier zeichnet sich keine klare und einfache Antwort ab.
Die Beiträge dieses Bandes untersuchen die Natur menschlicher Motivation unter einem philosophischen Gesichtspunkt, d. h. sie sind darum bemüht, verschiedene begriffliche Fragen zur Motivation menschlicher Handlungen zu klären. Genauer gesagt betreffen diese Fragen die Natur rationaler Motivation. Denn die intentionalen Handlungen eines Menschen werden typischerweise durch etwas motiviert bzw. erklärt, was die betreffende Handlung rational verständlich macht: Wenn wir danach fragen, was einen Menschen veranlasst hat, etwas Bestimmtes zu tun, dann wollen wir nämlich normalerweise wissen, was sein Grund für diese Handlung war. Wir wollen wissen, was ihn bewogen hat, so zu handeln. Indem wir seine Handlung durch die Angabe des Grundes erklären, machen wir sie als etwas verständlich, was aus seiner Sicht - in seiner Situation und im Lichte seines Selbstverständnisses, seiner Wertvorstellungen, Ziele, Neigungen, Interessen und Gefühlen - zu tun vernünftig war. Vier Fragen werden von den Autoren dieses Bandes untersucht: (1) Welche Rolle spielen gute Gründe für das Verständnis der rationalen Motivation einer Handlung? (2) Was sind die Gründe, die uns zum Handeln motivieren? (3) Auf welche Weise motivieren bzw. erklären diese Gründe unser Handeln? (4) Welche Rolle für das Verständnis rationaler Motivation spielen Absichten und Gefühle?
Regeln-Fairness-Doping
Series:  ethica, Volume: 7
Der Sport ist ein Bereich, der in der modernen Gesellschaft immer breitere Kreise umfaßt. Mit der zunehmenden Präsenz in den Medien und der Tendenz zu Kommerzialisierung und Professionalisierung wachsen jedoch auch die Probleme. Dies gilt auch für den Umgang mit dem eigenen Körper im Freizeit- und Fitneßbereich. In diesem Buch werden neben praktischen Problembereichen mit dem Themenschwerpunkt Doping auch grundlegende Fragen nach Regeln und Sinn des Sports, Fairneß und Gerechtigkeit sowie die Frage nach institutioneller Verantwortung und einer adäquaten Sportethik einer kontroversen bis kritischen Reflexion unterzogen. Mit internationalen Originalbeiträgen aus Philosophie und Sportwissenschaft ist dieser Band eine Antwort auf ein offensichtliches Theoriedefizit und ein Angebot für Lehre und Forschung. Es werden darin erstmals auch Beiträge der traditionsreichen amerikanischen Sportphilosophie in deutscher ÜberSetzung zugänglich gemacht.
Ein nicht-sprachliches Mittel der Sprache
Author: Manfred Harth
Thema ist die semantische Analyse der Anführung und ihre formallogische Modellierung – Anführung in dem Sinne, in dem man ein Wort anführt, um über es zu sprechen. Anführung ist kein gewöhnliches Mittel der Bezugnahme in der Sprache: Ihr sieht man buchstäblich an, was sie bezeichnet, und sie kann in ihrem Bezug nicht fehlgehen. Diese Merkmale werfen insbesondere zwei Fragen auf: Welcher Art ist die Bezugnahme bei Anführung? Welche logische Struktur haben Sätze mit Anführung? Beide Fragen werden in diesem Buch detailliert behandelt.
Naturphilosophie von der Antike bis Descartes. Band 1
Author: Renate Huber
Das Ziel des auf drei Bände angelegten Werkes ist es, die Entstehung und Entwicklung der Naturphilosophie systematisch und problemorientiert in historischer Perspektive von der Antike bis ins 20. Jahrhundert darzustellen. Dabei geht es gerade nicht um eine nur geschichtliche Abhandlung. Es wird detailliert herausgearbeitet, (1.) wie um die Grundbegriffe und Prinzipien physikalischer Theorien gerungen wurde, (2.) welche Rolle das jeweils zur Verfügung stehende mathematische Instrumentarium für die Naturbeschreibung spielte, (3.) welche unterschiedlichen Methodenideale die Naturerkenntnis leiteten und (4.) auf welchem erkenntnistheoretischen Hintergrund das Wissen sich entfaltete. Übersichtlich gegliedert und in einer klaren Sprache geschrieben richtet sich das Buch als Einführungswerk an Studenten der Physik und der Philosophie und benachbarter Disziplinen.
Modelle und Fallstudien
Series:  Explicatio
Author: Peter Stocker
Nelson Goodmans Semantik fiktionaler Literatur
Series:  Explicatio
Beiträge zu Grundfragen einer verunsicherten Disziplin
Series:  Explicatio
Author: Harald Fricke