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Eine Fallstudie zum Problem nomologischer Reduktion
Author: Gerhard Ernst
Die Zunahme der Entropie ist ein universell anzutreffendes, aber schwer zu erklärendes Phänomen. Die Schwierigkeiten werden deutlich, wenn man die Versuche betrachtet, den Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik aus fundamentaleren GeSetzen abzuleiten. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Struktur dieser nomologischen Reduktion zu klären. Die Ableitung des Zweiten Hauptsatzes ist das Kernstück einer Reduktion der Thermodynamik auf grundlegendere physikalische Theorien. Diese wiederum gilt als klassisches Beispiel für die Reduktionsbeziehung überhaupt. Es gibt jedoch eine Reihe schwerwiegender Probleme. Das vorliegende Buch möchte diese Probleme und die Art und Weise, wie man versucht hat sie zu lösen, klären. Damit behandelt sie ein Thema an der Schnittstelle von Philosophie der Physik, Wissenschaftstheorie und physikalischer Grundlagenforschung.
Author: Gerhard Ernst
Zwei Fragen stehen im Zentrum des philosophischen Nachdenkens über Wissen. 1. Was ist Wissen? 2. Haben wir Wissen? Die erste Frage kann als Frage nach einer Definition von "Wissen" verstanden werden, die zweite formuliert die skeptische Herausforderung. Dises Buch schlägt Antorten auf beide Fragen vor. Ausgangspunkt ist eine Analyse der Art und Weise, wie der Wissensbegriff im Rahmen der analytischen Philosophie hauptsächlich untersucht wurde. Diese "übliche Vorgehensweise", die bisher zu keiner befriedigenden Antwort auf die Frage nach einer Definition von "Wissen" geführt hat, wird zugunsten einer Methode, die die *Funktion* des Wissensbegriffs ins Zentrum der Analyse rückt, aufgegeben. Das Hauptergebnis ist, daß "Wissen" nicht nach *einer* Definition verlangt, sondern nach *zwei*; anders gesagt: daß das Wort "Wissen" in gewisser Weise mehrdeutig ist. Die versteckte Mehrdeutigkeit des Wissensbegriffs macht nicht nur unseren Gebrauch des Wortes "Wissen" verständlich, sie erklärt auch, warum bisher die Suche nach einer Definition von "Wissen" zum Scheitern verurteilt war. Aus dieser Analyse von "Wissen" ergibt sich zudem ein neuer Ansatzpunkt für die Auseinandersetzung mit der skeptischen Herausforderung. Diese beruht vor allem auf einem Mißverständnis über die Natur des Wissens. Skeptische Argumente sehen so zwingend aus, weil es sich um ein *naheliegendes* Mißverständnis handelt – sie vermögen nicht zu überzeugen, weil es sich um ein naheliegendes *Mißverständnis* handelt.
Ausgewählte Sektionsvorträge des 4. internationalen Kongresses der Gesellschaft für Analytische Philosophie. Über 700 Buchseiten deutsch- und englischsprachige Beiträge im zitierfähigen (und systemunabhängigen) pdf-Format.
Investigating Eliminative Materialism
Hervorgegangen aus dem 4. Kongreß der deutschsprachigen Gesellschaft für Analytische Philosophie, der im September 2000 in Bielefeld stattfand, versammelt der Band ausgewählte Beiträge von: José A. Diez, Catherine Z. Elgin, Christel Fricke, Ulrich Gähde, Manuel Garcia-Carpintero, Pierre Jacob, Christoph Jäger, Wolfgang Lenzen, E.J. Lowe, Georg Meggle, Uwe Meixner, Karl-Georg Niebergall, Günther Patzig, Joëlle Proust, Peter Railton, Jay Rosenberg, Stephen Schiffer, Reinold Schmücker, Manfred Stöckler, Richard Swinburne, Dietmar von der Pfordten.
Grundlegung einer allgemeinen Theorie sprachlicher Kommunikation
Author: Michael Kober
Author: Bernd Lahno
Das Buch will den Begriff des Vertrauens klären und damit eine adäquate Analyse der mit dem Vertrauen verbundenen sozialen Probleme ermöglichen. Es wird argumentiert, daß Vertrauen emotionalen Charakter trägt, daß es eine gemeinsame normative Basis und eine teilnehmende Haltung der sozialen Akteure zueinander voraussetzt. Die Argumentation entwickelt sich ausgehend von einer entscheidungstheoretischen Analyse typischer Situationen, die Vertrauen erfordern, aber in kritischer Auseinandersetzung mit einer Position, die glaubt, Vertrauen sei in einer solchen entscheidungstheoretischen Analyse bereits vollständig zu erfassen. Vertrauen wird als eine emotionale Haltung charakterisiert: Diese Haltung ist ein mentaler Zustand, der seinem Träger ein besonderes Bild der Welt vermittelt. Auf der Basis einer genaueren Charakterisierung der Weise, in der ein Vertrauender grundsätzlich die Welt und seinen Partner wahrnimmt, werden unterschiedliche Formen des Vertrauens in verschiedenen sozialen Kontexten: vom Vertrauen in Wirtschaft und Politik bis zu Vertrauen in engen persönlichen Beziehungen, Selbstvertrauen und Gottvertrauen, eingehend analysiert.
Das Buch richtet sich sowohl an Philosophen als auch an Kunstwissenschaftler und kulturinteressierte Laien. Es geht die Frage nach der Begründbarkeit ästhetischer Werturteile grundsätzlich und umfassend an: Ergebnisse der Wahrnehmungspsychologie, Neurobiologie, Philosophie und der Kunstwissenschaft werden bei der Untersuchung der Objektivierbarkeit unserer ästhetischen Wertungen berücksichtigt und die Ergebnisse stets auf konkrete Beispiele aus der Kunst wie auch aus dem alltäglichen ästhetischen Erleben bezogen. In fünf Thesen wird so die Position eines ästhetischen Semikognitivismus entwickelt, der die kognitive Bedeutung unserer ästhetischen Erfahrung und die Wahrheitsfähigkeit der darauf beruhenden Werturteile berücksichtigt, ohne ihre strikte Subjektbezogenheit zu verleugnen.
Aufgaben, Methoden, Selbstverständnis
Series:  ethica, Volume: 4
Editor: Bernward Gesang