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Eine Produktion in Zusammenarbeit mit dem Projekt Jüdische Schriftstellerinnen und Schriftsteller in Westfalen
Author: Imo Moszkowicz
Von jüdischen Dichtern und Denkern Gelesen und zitiert von Imo Moszkowicz Musik: Irina Ungureanu Eine Produktion in Zusammenarbeit mit dem Projekt Jüdische Schriftstellerinnen und Schriftsteller in Westfalen. ISBN 978-3-89785-429-1 14,80 Euro In seinen Erinnerungen Der grauende Morgen (neu erschienen im mentis Verlag) ist die Lebensgeschichte des Auschwitz-Überlebenden Imo Moszkowicz nachzulesen. Diese CD widmet sich seiner Suche nach der eigenen Jüdischkeit, die er im KZ verloren hat. Seine Wiederbegegnung mit jüdischen Dichtern und Denkern macht diesen Konflikt, dem er sich mit aller erdenklichen Leidenschaft aussetzt, deutlich. Seine Lesung umfasst Gedichte und Gedanken aus alttestamentarischen bis hin zu heutigen israelischen Quellen. (…) Imo Moszkowicz führt uns mit bewundernswerter Energie durch Grenzbereiche menschlicher Existenz und steht mittendrin, klagt zwar mit an, wenn die Gerechtigkeit ins Kreuzverhör genommen wird, trotzdem ist er in einer Geduld und Sanftheit gefasst, die zutiefst bewegt. (…). Ebenfalls erschienen: Iris Nölle-Hornkamp (Reihen-Hrsg.) 'Über wackelige Stege' - Erinnerungen an Ahlen Geschrieben und gelesen von Imo Moszkowicz, Musikalische Akzente von Marius Unguranu. Reihe: Jüdische Schriftsteller in Westfalen 2006, CD-ROM, EUR 11,80 ISBN: 978-3-89785-428-4 Mit 'Über wackelige Stege…' bewahrt Imo Moszkowicz die Erinnerungen an seine Ahlener Kindheit in fünf anrührenden Erzählungen voller Wehmut, Humor und Klugheit. ////////////////////////////////////////////// Imo Moszkowicz (Hrsg.), Iris Nölle-Hornkamp (Hrsg.) 'Schlussklappe' Ein Protokoll von Hoffnung und Verzagen Reihe: Jüdische Schriftsteller in Westfalen 2007, 334 S., kart. ISBN: 978-3-89785-427-7 EUR 28,80 sFr 47,50 In diesem Buch mit dem Titel Schlussklappe dokumentiert Imo Moszkowicz seine gut 25 Jahre währenden intensiven Bemühungen darum, die Film- und Fernsehbranche davon zu überzeugen, dass das Buch von Marga Spiegel Retter in der Nacht unbedingt verfilmt werden sollte. In diesem Buch schildert Marga Spiegel, wie ihre Familie von münsterländischen Bauern in den Jahren 1943 bis 1945 versteckt und so vor der Vernichtung bewahrt wurde. - (.) Und der neueste Stand: Selbst Hollywood hat bereits Interesse an dem Stoff angemeldet. ///////////// siehe www.mentis.de
Disziplinexterne Perspektiven auf Literatur
Literatur ist eine Form menschlichen Kommunikationsverhaltens. Ein wissenschaftlicher Zugang zum Gegenstandsbereich Literatur hat deshalb Instrumente zu verwenden und zu entwickeln, die neben dem Formaspekt von Literatur auch die biologischen und gesell-schaftlichen Bedingungen von ›literarischem Verhalten‹ aufzuhellen vermögen. Daß Literaturwissenschaft solchermaßen stets ›unselbständig‹ und auf trans- und interdiszipli-näres Arbeiten angewiesen ist, nehmen die Beiträger dieses Sammelbandes als Chance wahr und erarbeiten Wege einer multiperspektivisch informierten Literaturbetrachtung. Die Sorge um die Autonomie des Faches verliert ihre Gründe, wenn sein besonderer Wert als Stätte interdiskursiver Verständigung genutzt und ein heuristischer Apparat entwickelt wird, der der Vielgesichtigkeit des Gegenstandes Rechnung tragen kann. Der Band versammelt Beiträge unterschiedlicher disziplinärer Provenienz. Darunter gesellschafts- und wissensgeschichtliche Studien zu literarischen Werken sowie bio- und psychologische, kognitions- und gesellschaftswissenschaftliche Modellbildungen zu einzelnen Aspekten literarischer Produktion und Rezeption. Mit Beiträgen von Julia Abel, Philip Ajouri, William Benzon, Joseph Carroll, Leda Cosmides, Lutz Danneberg, Oliver Flade, Charles Forceville, Harald Fricke, Hans-Edwin Friedrich, Jonathan Gottschall, Norbert Groeben, Paul Hekkert, Nadine van Holt, Fotis Jannidis, Uta Klein, Katja Mellmann, Steffanie Metzger, Armin Nassehi, Michael Neumann, Christoph Rauen, Michelle Scalise Sugiyama, Ralf Stürmer, Ed Tan, John Tooby, Reuven Tsur, Eckart Voland, Friedrich Vollhardt, Gerhard Vowinckel, Manfred Weinberg, Marianne Willems und Rüdiger Zymner.
Author: Imo Moszkowicz
Das Kramen in alten Unterlagen gleicht einer Schatzsuche: sie kann Grauenhaftes, sie kann Kostbarkeiten zutage fördern. Bei einer solchen Suche stiess Imo Moszkowicz auf eine Kostbarkeit, auf eine Kladde, die er anlässlich seiner ersten Zauberflöten-Inszenierung angelegt hatte. Wie es so geht in der unvermuteten Konfrontation mit einem Relikt der eigenen Vergangenheit, man wundert sich: sei es über die damalige eigene Naivität, sei es über die Kreativität von Ideen, die sich – lange vergessen – als erstaunlich aktuell erweisen; die Gedanken beginnen zu kreisen, Erinnerungen machen sich breit – so entsteht ein Buch. Imo Moszkowicz lässt den Leser die verschiedenen Stationen der Entwicklung einer Inszenierung verfolgen, indem er die Tür zur Werkstatt künstlerischen Denkens und Fühlens, Entscheidens und Handelns, öffnet und dabei das immerwährende Schwanken zwischen Hochgefühl und Depression, zwischen Erwartung auf Erfolg und Angst vor Versagen greifbar werden lässt. Dramaturgisch folgt der hier vorliegende Text von Imo Moszkowicz dem Prozess des eigenen Erinnerns. Rhapsodische Erzählungen, angereichert mit Anekdotischem, wechseln mit Reflexionen, Kommentaren und Sottisen, die Vorlieben und Abneigungen erkennen lassen. Den roten Faden bildet dabei seine Überzeugung, dass Mozarts Zauberflöte mehr ist als ein Märchen, mehr als die Reminiszenz an einen biblischen Garten Eden: Die Zauberflöte führt ein Paradies vor, das der Menschheit aus eigener Kraft erreichbar ist, eine Welt, deren Lebensgrund die wahrhafte Liebe ist, ein Sein ohne Hass und Rache. (Dr. Werner Kudera) Imo Moszkowicz hat in seinem bewegten Leben über einhundert Theaterstücke, Opern, Musicals und Operetten an fast allen grösseren Bühnen im deutschsprachigen Raum sowie in Südamerika und Israel inszeniert. Als Assistent von Gustaf Gründgens und Fritz Kortner lernte er das Regie-Handwerk. Etwa zweihundert Fernseh- und drei Spielfilme sind auf seiner Arbeitsliste zu finden; er ist derzeit wohl der 'dienstälteste' Fernsehregisseur Deutschlands.
Gedanken nach Auschwitz
Author: Lore Shelley
Der Strom der Zeitzeugenberichte zum Grauen des Holocaust reißt nicht ab. Sowohl als Wissenschaftlerin wie als Überlebende hat sich auch Lore Shelley eindrucksvoll beteiligt. Die Post-Auschwitz-Fragements jedoch haben einen veränderten Stellenwert. Shelley s Tochter deutet den Unterschied an, wenn sie schreibt: 'Seit 1933 ist jeder ihrer persönlichen Berichte, wie alltäglich er auch sein mag, untrennbar mit ihrer Identität als Jüdin und Konzentrationslager-Überlebende, ebenso mit Nazi-Deutschland verknüpft.' Viele der Schilderungen in diesem Buch erscheinen auf den ersten Blick alltäglich. Lore Shelley schreibt über ausgedehnte Nachkriegsreisen und -erlebnisse, ob in einem entlegengen italienischen Bergweiler, in Israel, Europa oder China, oder als Freiwillige in Ma'alot im Jahr nach dem Massaker. Sie ist eine begabte und sensible Autorin, welchem Thema auch immer sie sich zuwendet. Nur zuweilen spricht sie in dieser Sammlung direkt über den Holocaust, dann mit einer ihrer für sie charakteristischen Zurückhaltung, unter deren Oberfläche doch eine mühsam unterdrückte Wut durchschimmert. (Earl Raab)
Allegorie im Werk Friedrich Spees
Nachdem in der Spee-Forschung bisher der Motivbestand, die literarhistorischen Traditionslinien sowie die Beziehungen zwischen Spees Engagement gegen die Hexenprozesse und seinem literarischen Werk untersucht worden sind, wird hier versucht, anhand der Kategorie ‚Allegorie‘ ins Zentrum der Poetologie Spees vorzustoßen. Es wird gefragt, wie die analysierten Texte der “Trutznachtigall” und des “Güldenen Tugendbuchs” auf die Krise des allegorischen Weltbildes im Zeichen von geschichtlicher Kontingenzerfahrung und Konfessionalismus reagieren. Wie schlägt sich dies auf die Signifikationsstrukturen der Texte nieder, die immer auch die Weltsicht des Adressaten strukturieren sollen? Was für ein Bild ergibt sich vor dem Hintergrund der poetologischen Entwicklungen zum Thema Allegorie im 17. Jahrhundert? Aus dieser Perspektive wird auch ein Blick auf die Aktualität der Allegorie-Theorie in der gegenwärtigen literaturtheoretischen Diskussion geworfen.
Literatur als Gegenwelt
Literatur hat seit jeher die Rolle gehabt, den Blick für das ausgesparte ‚Dritte‘ offenzuhalten. Sie besteht auf der Unverwechselbarkeit individueller Erfahrung und trägt zur Entwicklung alternativer Denk- und Wahrnehmungsmodelle gegen eine weitgehend normierte Normalität in der heutigen Wissensgesellschaft bei. “Das Ungenügen an der Normalität” ist der Titel einer wegweisenden wissenschaftlichen Publikation von Lothar Pikulik. Ein internationales Symposion aus Anlaß seines 65. Geburtstages griff diesen Titel auf und erörterte unter dem Thema “ ‚Das Ungenügen an der Normalität‘ – Literatur als Gegenwelt” die Möglichkeiten einer erneuerten Standortbestimmung von Aufgaben und Möglichkeiten der Literatur. Dieser Band zeigt eindrucksvoll, wie facettenreich das “Ungenügen an der Normalität” in der Literatur von der Aufklärung bis in die jüngste Vergangenheit auftritt. Mit Beiträgen von: H. Koopmann, R. M. Kully, H. Kurzenberger, Z. Mielczarek, N. Oellers, P. Pütz, H. Reinhardt, M. Siguan, H. Uerlings.
20 Jahre Paderborn Gastdozentur für Schriftstellerinnen und Schriftsteller
Seit 1982 besteht an der Universität Paderborn eine "Gastdozentur für Schriftstellerinnen und Schriftsteller". Die von dem Literaturwissenschaftler Hartmut Steinecke begründete und seither geleitete Veranstaltungsreihe hat viele bekannte Autoren angezogen: Max von der Grün, Erich Loest, Peter Rühmkorf, Peter Schneider, Dieter Wellershoff, Eva Demski, Herta Müller, Günter Kunert, Uwe Timm, Hanns-Josef Ortheil, Friedrich Christian Delius, Anne Duden, Hartmut Lange, Wilhelm Genazino, Volker Braun, Angela Krauss, Arnold Stadler, Josef Haslinger, Marcel Beyer, Robert Schindel und Ulrich Woelk. Der vorliegende Dokumentationsband zieht eine Bilanz zum 20jährigen Bestehen der Reihe im Jahre 2002. Er enthält Beiträge über ihre Entstehung und Ziele, ferner Charakteristika und Bibliographien der Gäste. Neben den literarischen und wissenschaftlichen Zeugnissen ihrer Dozentur stehen auch eher vergnügliche Spuren als Ergebnisse einer "Mail-Art"-Aktion: Schriftsteller, die bisher an der Universität gelesen haben, füllten eine Postkarte aus mit einer einzigen Auflage - das Wort "Paderborn" sollte vorkommen. Über 60 Karten gingen ein mit Reimen, Gedichten, Bildern, Aphorismen, Kurztexten. Diesen teils ironischen und geistreichen, teils kauzigen und seltsamen, nicht selten originellen "Grüssen nach Paderborn" sind auch das Titelbild und Titelzitat Peter Rühmkorfs entnommen: "Man blickt zurück und schaut nach vorn".
Hermeneutik - Historismus - New Historicism - Cultural Studies
Editor: Roland Kamzelak
Das Jahrbuch für Computerphilologie versammelt Beiträge zu den vielfältigen Möglichkeiten, den Computer in der literaturwissenschaftlichen Arbeit einzusetzen. Als erstes deutschsprachiges Periodikum dieser Art enthält es Aufsätze zu den Themen: computerunterstützende und elektronische Editionen, computergestützte Inhaltsanalyse und Stiluntersuchung, digitale Fachinformationen, Hypertexterstellung und -analyse. Es bietet ausserdem Rezensionen von Büchern und literaturwissenschaftlichen CD-ROMs sowie eine Bibliographie der einschlägigen Forschungsliteratur.