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  • 19th & 20th Century Philosophy x
  • Primary Language: German x
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Series:  nachGedacht
Author: Johanna Seibt
Der Bekanntheitsgrad von Sellars’ ‚anti-Cartesischer’, naturalistischer Philosophie steht in einem erstaunlichen Missverhältnis zu ihrer Bedeutsamkeit. Sellars kritisierte die klassische These, dass unser Wissen von der Welt auf kausal ‚gegebenen’ Vorstellungsinhalten beruhen könnte. Dieser „Mythos des Gegebenen“, ja der Begriff der mentalen Repräsentation selbst, stellt eine unzulässige Vereinfachung der Beziehung zwischen Ursachen und Inhalten dar. Die Inhaltlichkeit und Weltbezogenheit (Intentionalität) unseres Denkens leitet sich nach Sellars vielmehr aus der Inhaltlichkeit und Weltbezogenheit unseres Sprechens ab, und diese ist eine Sache der Funktion—der Funktion von phonetischen Objekten innerhalb der komplexen, selbst-modifizierenden Praxis einer Sprachgemeinschaft, die im Zuge wissenschaftlicher Forschung die kausale Interaktion mit ihrer Umwelt stets zu verbessern sucht. Das Anliegen des Buches ist es, eine einführende Orientierung zu Sellars' Naturalismus zu geben. Dabei werden die systematischen Grundlinien einfach und textnah nachgezeichnet und auch wenig bekannte Elemente des Ansatzes vorgestellt, wie etwa Sellars’ nominalistische Prädikationstheorie und die prozess-ontologische Konzeption der Sinneseindrücke. Das Buch ist als Einstieg zu Sellars zu lesen, aber auch als Hintergrundinformation zur aktuellen Debatte um „folk psychology“ bzw. „theory theory of mind“, die ihre Sellarsschen Ursprünge weithin vergessen zu haben scheint.
Einführung in eine philosophische Theorie
Author: Anton F Koch
In einer Reflexion auf das Faktum, dass wir in unseren Urteilen Wahrheitsansprüche erheben, werden allgemeine Voraussetzungen unserer Urteilspraxis entwickelt und gerechtfertigt. Dabei zeigt sich, dass Wahrheit drei Aspekte hat: einen phänomenalen, einen realistischen und einen pragmatischen Aspekt (Wahrheit als Unverborgenheit, als Korrespondenz und als berechtigte Behauptbarkeit). Ferner wird gezeigt, dass ein materielles Raum-Zeit-System nur möglich ist, wenn in ihm Subjektivität, als Pluralität von Personen, vorkommt. Auf dem Boden dieser Subjektivitätsthese werden die Aspekte der Wahrheit mit den drei Dimensionen des Raumes und den drei Ekstasen der Zeit (Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit) verknüpft und es wird gezeigt, dass die Zeit objektiv ausgerichtet ist (einen „Pfeil“ besitzt), weil freie Akteure existieren. Da deren Freiheit mit dem Determinismus inkompatibel ist und da weder jene noch dieser preisgegeben werden kann, wird eine metakompatibilistische Freiheitstheorie entwickelt, mittels deren Wahrheit, Zeit und Freiheit widerspruchsfrei aufeinander bezogen werden können.
Editors: Uwe Meixner and Albert Newen
The journal provides a forum for articles in which classical philosophical texts are interpreted by drawing on the resources on modern formal logic. Das Jahrbuch bietet ein Forum für deutsch- und englischsprachige Veröffentlichungen zur Philosophiegeschichte, die die logische Analyse als methodisches Instrument zur Rekonstruktion klassischer philosophischer Texte einSetzen. The authors: Kimberley Brownlee, Friedemann Buddensiek, Rudolph Glitz, Jörg Hardy, Herbert Hochberg, Vittorio Hösle, Ludger Jansen, Franz von Kutschera, Ulrich Nortmann, Oliver Scholz, Niko Strobach, Emma Tobin The editors: Uwe Meixner is professor of philosophy at the Universität des Saarlandes, Saarbrücken. Albert Newen is professor of philosophy at the University of Tübingen.
Wann ist Kohärenz ein Indiz für Wahrheit? Können Informationsmengen immer entsprechend ihrer Kohärenz geordnet werden? Welche Rolle spielt Kohärenz bei der Theoriewahl in der Wissenschaft? Unter welchen Umständen kann eine wissenschaftliche Theorie mit nur teilweise zuverlässigen Messinstrumenten bestätigt werden? Ist die Belegvielfaltsthese wahr? Warum sind übereinstimmende Aussagen unabhängiger Zeugen so gewichtig? Dies sind einige der Fragen, die in diesem Buch in einem wahrscheinlichkeitstheoretischen Kontext und auf der Grundlage konkreter Modelle behandelt werden. Darüber hinaus bietet das Buch eine elementare Einführung in die Theorie der Bayesianischen Netzwerke und zeigt Verbindungen auf zu Debatten in der Kognitionswissenschaft (Tversky und Kahnemans Linda Problem), Sozialwahltheorie (Condorcet Jury Theorem) und Informatik (Repräsentation von Glaubenssystemen). Das Buch richtet sich an alle, die sich für die Anwendung wahrscheinlichkeitstheoretischer Methoden in der Philosophie interessieren.
Author: Ulrich Pardey
In der Philosophie sind Sprache, Logik und Metaphysik eng miteinander verbunden. Deshalb stehen sich in vielen philosophischen Kontroversen nicht einfach die Antworten 'ja' und 'nein' auf dieselbe Streitfrage gegenüber, sondern schon die Formulierung der Streitfrage und die Interpretation der in ihr verwendeten Begriffe sind umstritten. Diese philosophischen Kontroversen haben daher mit Begriffskonflikten zu tun. Manchmal wird die Sprache des Gegners explizit angegriffen, oft aber werden seine Begriffe im Sinne der eigenen Sprache uminterpretiert. Häufig erhält man als Ergebnis einer solchen Fehlinterpretation so absurde Thesen, dass die gegnerische Position nicht mehr ernsthaft diskutiert wird, falls sich die Fehlinterpretation durchSetzt. Dieser gewaltsame Umgang mit der Sprache des Gegners wird oft mit der Überzeugung gerechtfertigt, dass die eigene Sprache die einzig richtige sei. Aber gibt es die einzig richtige Sprache? Viele vermeintliche Siege in der Philosophie der Gegenwart und der Moderne beruhen weniger auf der Qualität von Argumenten als vielmehr, wie hier gezeigt wird, auf fundamentalen Fehlinterpretationen der Sprache des Gegners. 'Überhaupt hat der Fortschritt das an sich, dass er viel größer ausschaut, als er wirklich ist' (Nestroy).
Series:  nachGedacht
Author: Uwe Meixner
David Lewis ist einer der grössten amerikanischen Philosophen des 20. Jahrhunderts. Dieses Buch beschreibt – kritisiert aber auch – seine in vielen Einzelveröffentlichungen über mehrere Jahrzehnte entwickelte Philosophie in allen ihren Aspekten, insbesondere aber seine realistische Konzeption der möglichen Welten und seine materialistische Philosophie des Geistes. In einem 2001 von der Universität Princeton verbreiteten Nachruf auf David Lewis wird Mark Johnston, Vorsitzender des Philosophischen Departments der Universität Princeton, wie folgt zitiert: “He [David Lewis] is widely regarded as one of the outstanding philosophers of his time. For more than 30 years, David has made seminal contributions in philosophy of mind, philosophy of language, metaphysics and epistemology. He is the greatest systematic metaphysician since Leibniz.“ Zweifelsohne ist David Lewis als Philosoph – auch seinem eigenen Selbstverständnis nach – in erster Linie systematischer Metaphysiker (wobei die Philosophie des Geistes von der Metaphysik nicht zu trennen ist), und erst in zweiter Linie ist er Sprachphilosoph und Erkenntnistheoretiker. Es bleibt zu wünschen, daß die Arbeiten von David Lewis auch im deutschsprachigen Raum die Aufmerksamkeit erhalten, die sie verdienen. Zur Erreichung dieses Ziels will dieses Buch einen Beitrag leisten.
Fundamentalismus und Liberalismus unter Bedingungen bedrohter Autonomie
Was unterscheidet unsere Epoche von früheren? Das mehr oder weniger deutliche Bewußtsein der Fehlbarkeit all unserer inhaltlichen Urteile, unserer empirischen ebenso wie unserer moralischen Aussagen, und der Versuch, der Fehlbarkeit zu entkommen. Dem Bewußtsein unserer unaufhebbaren Fehlbarkeit hat Friedrich Nietzsche in einem Bild der Landlosigkeit und der Verlorenheit auf hoher See und Otto Neurath in einem ähnlichen Bild der Docklosigkeit unseres Lebens Ausdruck gegeben. Docklosigkeit ist daher das Emblem unserer Epoche. Diese Vermutung fordert dazu heraus, die seit Beginn der Moderne geäußerte Klage über den Verlust des Selbst, sein Zerriebenwerden in den eigengeSetzlichen Subsystemen moderner Gesellschaften, über die Unverbindlichkeit alles Wissens und aller Normen und über die moralische Schwäche des Liberalismus auf ihren Gehalt und ihre Berechtigung zu überprüfen. Der politische Fundamentalismus, der gegen unsere Docklosigkeit unfehlbare Wahrheiten behauptet, erweist sich als eine paradoxe Bewegung, da er individuelle Autonomie zugleich beschwören und brechen muß; der Liberalismus zeigt sich verwurzelt in einer prometheischen Metaphysik der Entfaltung aller Naturpotenzen und Wittgenstein, Popper und Rawls erweisen sich als Verteidiger einer Verbindlichkeit in Wissenschaft, Moral und sogar Metaphysik.
Author: Sergio Galvan
Das vorliegende Buch bietet eine umfassende und technisch detaillierte Einführung in die Unvollständigkeit formaler Theorien und in die damit einhergehenden Probleme. Das Buch ist als ein Hilfsmittel konzipiert, das dem offenkundigen Bedürfnis vieler Studenten der Philosophie nachkommt. Der Autor führt in die notwendigen Techniken ein, um ein angemessenes und philosophisch fruchtbares Verständnis der Problematik der Unvollständigkeit formaler Theorien zu ermöglichen. Diese ZielSetzung kann nämlich nicht ohne eine solide Aneignung der technischen Aspekte dieser Fragestellung erreicht werden. Aufgrund dieser Aufgabenstellung verfolgt das Werk zwei grundlegende ZielSetzungen: Zum einen soll die Bedeutung der Unvollständigkeit formaler Theorien für das Hilbertsche Programm der finitistischen Formalisierung mathematischer Theorien aufgezeigt werden. Zum anderen sollen Implikationen herausgearbeitet werden, welche mit der Unvollständigkeit formaler Theorien für das allgemeine erkenntnistheoretische Problem der Grundlegung des Wissens zusammenhängen, sei es hinsichtlich der speziellen Form mathematischen Wissens, sei es hinsichtlich der Wissensformen ohne spezielle Rücksicht.
Editor: Thomas Rentsch
In diesem Buch wird die philosophische Grundfrage nach der Einheit der Vernunft neu gestellt und im Kontext der internationalen Gegenwartsdiskussion von namhaften Philosophinnen und Philosophen neu beantwortet. Angesichts sowohl der innerwissenschaftlichen und innerphilosophischen als auch der gesellschaftlichen und interkulturellen Ausdifferenzierungsprozesse, die die Umbrüche und Verwerfungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts tiefgreifend prägen, ist die Frage nach der Einheit der Vernunft eine Herausforderung für das philosophische Denken. Die Beiträge thematisieren die Grundfrage im Blick auf das Philosophieverständnis, den Status apriorischen Wissens, die Philosophie des Geistes, den Ursprung von Normativität und Sollen, die Menschenwürde, im Blick auf die Liebe, die endliche Lebenszeit und das Verhältnis von Philosophie und Weisheit. Im Zentrum der Analysen steht das Verhältnis von Theorie und Praxis, die beide ohne normatives Fundament undenkbar sind. Der Band erscheint zum 70. Geburtstag von Friedrich Kambartel. Mit Beiträgen von: Christoph Demmerling, Gottfried Gabriel Matthias Gatzemeier Carl Friedrich Gethmann Peter Janich Thorsten Jantschek Wolfgang Kienzler Sebastian Knell Angelika Krebs Wilson P. Mendonca Barbara Merker Jürgen Mittelstraß Theda Rehbock Thomas Rentsch Hans Julius Schneider Pirmin Stekeler-Weithofer Reiner Wimmer
Der "ethical turn" als Herausforderung für die interdisziplinären Geschlechterstudien
Der 'ethical turn' fordert die Geschlechterstudien dazu heraus, zentrale ethische Begriffe, die auch in der Geschlechtertheorie eine wichtige Rolle spielen, neu zu bestimmen. Diese Herausforderung potenziert sich, wenn die philosophisch-ethischen Begriffe mit dem transdisziplinären Anspruch der Geschlechterstudien zusammen gedacht werden. "Geschlecht" als analytische Kategorie ethischer Forschung muss dabei von der philosophischen Ethik auf die inter- und transdisziplinäre Ebene der Ethik in den Wissenschaften transferiert werden. In diesem Band wird daher der Problemzusammenhang von Moralphilosophie, Geschlechterstudien und Wissenschaften aus drei unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Im interdisziplinären Gespräch werden geschlechtertheoretisch ausgerichtete Ethiken, wissenschaftstheoretische Ansätze in einzelnen Wissenschaften, die mit der Kategorie Geschlecht arbeiten, und Ansätze einer Ethik in den Wissenschaften exemplarisch zusammengeführt, mit dem Ziel, eine Modifizierung des Konzepts von "Ethik in den Wissenschaften" sowie eine Revision traditioneller feministisch ethischer Ansätze zu erreichen. Beispiele der Wissenschaftsgeschichte, der Biologie, der Hirnforschung, der Theologie, der Reproduktionsmedizin und Gendiagnostik zeigen, dass dies nicht unabhängig von konkreten Praxisfeldern geschehen kann.