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Eine Einführung
Naturphilosophie beschäftigt sich philosophisch mit der Naturwissenschaft, im Gegensatz zur Wissenschaftstheorie aber vor allem mit ihren Inhalten und deren Bedeutung. Die vorliegende Einführung soll einen Überblick über die relevanten Fragen geben und vor allem zur eigenen Lektüre und zum eigenen Nachdenken anregen. Die Themen im einzelnen: Relativitätstheorie, Quantentheorie, Grundfragen der Evolutionstheorie (Bedeutung der “Gene”); Kognitionstheorie (“Leib-Seele-Problem”). Die leitende Frage ist dabei: Wie beschreibt Naturwissenschaft die Wirklichkeit, und was ist die Bedeutung dieser Beschreibung für das menschliche Leben? Der Text kommt ohne Formeln aus, ein mathematisch-physikalischer Anhang bietet Nachschlagemöglichkeiten für spezieller interessierte Leser. Mit einem ausführlichen Glossar und Register.
Das Phänomenale Bewußtsein ist seit Jahren Gegenstand von zentralen Auseinandersetzungen in der Philosophie des Geistes: Ist es möglich, die konkreten Qualitäten z. B. von Schmerzzuständen oder Farbempfindungen naturwissenschaftlich adäquat zu erklären, oder wird hier auf Dauer eine 'Erklärungslücke' bleiben? Besonders gute Voraussetzungen für eine Lösung dieses Problems scheint die Identitätstheorie zu bieten, die nicht zuletzt aus diesem Grunde neuerdings wieder an Bedeutung gewonnen hat. Die vorliegende Sammlung gibt zunächst anhand mittlerweile klassischer Aufsätze von U. T. Place, Kripke und Levine einen kurzen Überblick über die Vorgeschichte der gegenwärtigen Auseinandersetzung. Der Hauptteil enthält dann aktuelle Originalbeiträge von Ansgar Beckermann, Dieter Birnbacher, Michael Heidelberger, Chris Hill, Jaegwon Kim, Joseph Levine, Ulrich Majer, Brian McLaughlin, Martine Nida-Rümelin, David Papineau, Michael Pauen, Jürgen Schröder, Achim Stephan und Robert van Gulick. Der Leser gewinnt damit einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand der Diskussion zu Problemen von Identität und Phänomenalem Bewußtsein.
Author: Peter Kügler
In diesem Buch findet man alles, was man über die Unterscheidung zwischen primären und sekundären Qualitäten wissen sollte. Seit dem 17. Jahrhundert galten Ausdehnung, Bewegung, Gestalt und einige andere Eigenschaften als primäre, Farbe, Klang, Geruch, Geschmack und Wärme hingegen als sekundäre Qualitäten, wobei die ersten meist als etwas Objektives, die zweiten hingegen als etwas Subjektives betrachtet wurden. Eine eigenartige Unterscheidung, doch inzwischen ist sie längst zum selbstverständlichen Bestandteil unserer Kultur geworden, der auch dann noch vorausgesetzt wird, wenn er ausdrücklich zurückgewiesen wird. In diesem Buch wird der ontologische Status der primären Qualitäten untersucht und mit dem subjektiven Wesen der sekundären Qualitäten verglichen; anschließend werden zahlreiche Unterscheidungskriterien auf ihre Anwendbarkeit geprüft. Physiker, Psychologen und Neurowissenschaftler können sich in dem Buch über die philosophischen Grundlagen ihres Faches informieren, und Fach-Philosophen werden wohl über die Schlußfolgerung überrascht sein, daß die Unterscheidung zwischen primären und sekundären Qualitäten und damit die begriffliche Trennung von “Geist” und “Körper” soziale und anthropologische Ursprünge hat.
Eine Einführung mit Anwendungen
Donald Davidson und die Grundlagen einer philosophischen Theorie des Verstehens
In welchem Verhältnis stehen psychologische und semantische Beschreibungen zu physikalischen Beschreibungen? Diese Frage hat im 20. Jahrhundert viel philosophische Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Die Grundidee, die in diesem Buch entwickelt wird, besteht darin, daß es sich um einen spezifischen Interpretationsschritt handelt, der semantische und psychologische Beschreibungen auf der Basis physikalischer Daten motiviert. Die Prinzipien der Interpretation sind diejenigen methodischen Prinzipien, die bestimmen, was Interpretation überhaupt ist und wie ihre Ergebnisse gerechtfertigt werden können. Die Prinzipien, die jede psychologische und semantische Interpretation leiten, werden am Leitfaden von Überlegungen Davidsons dargelegt. Der Darstellung der interpretationstheoretischen Thesen geht jeweils ein Rückblick auf ausgewählte Positionen traditioneller Interpretationsphilosophie, d.h. traditioneller Hermeneutik voraus.
Untersuchungen zur Grammatik von Diskursen und Texten
Author: Thorsten Sander
In der neueren Sprachphilosophie ist wiederholt der soziale Charakter des Redens betont worden. Das Buch versucht, diese These auf der Grundlage einer genauen Untersuchung der Abfolge einzelner sprachlicher Handlungen zu verteidigen. Die orthodoxe Sprechakttheorie hat sich bislang weitgehend auf die Gelingensbedingungen einzelner sprachlicher Vollzüge konzentriert. Isolierte Redehandlungen stellen allerdings in der kommunikativen Praxis einen Ausnahmefall dar: Ein kompetenter Sprecher muss nicht nur die vom sprachlichen Kontext unabhängigen Korrektheitsstandards kennen; vielmehr muss er auch in der Lage sein, die eigenen Sprechakte im Rahmen eines Textes kohärent miteinander zu verknüpfen und auf Redehandlungen anderer so zu reagieren, dass ein genuiner Diskurs zwischen den Parteien entsteht – im Gegensatz zu einer bloßen Aneinanderreihung “für sich” korrekter Äußerungen. Das Buch verfolgt das Ziel, das für die Struktur derartiger Rede(handlungs)sequenzen einschlägige Reglement in seinen wesentlichen Aspekten zu rekonstruieren und insbesondere die für ein solches Projekt relevanten sprachphilosophischen Grundfragen zu klären.
Untersuchungen zu Sprachphilosophie und Hermeneutik
Aspekte der Semantik von Kennzeichnungen
Dieses Buch diskutiert als erste Monographie vor dem Hintergrund der Kennzeichnungstheorie Russells die Thematik der unvollständigen Kennzeichnungen. Ausdrücke wie “der Tisch”, “das Kaufhaus” und “der Busfahrer” sind für natürlichsprachliche Verwendungen besonders typisch, sie erlauben die Bezugnahme auf einen Gegenstand trotz des Umstandes, daß das enthaltene Prädikat von vielen Gegenständen erfüllt wird. Von ihrer Untersuchung ausgehend entwickelt der Autor einen heterodoxen Beitrag zur Konzeption der Semantik und Pragmatik von Kennzeichnungen im allgemeinen und der Eigennamen im besonderen.
Beiträge zur Ontologie