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Fünf Disziplinen - eine Familie?
Praxis und Wissenschaft – wie hängen sie zusammen, wenn man ihr Verhältnis von der Praxis her denkt? Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede ergeben sich hierzu zwischen klinischer Medizin, Psychotherapie, Rechtspflege, Seelsorge und Pädagogik? Alle fünf Disziplinen haben es seit jeher mit der „gebrechlichen Einrichtung der Welt“ zu tun. Ihr Umgang mit den ihnen aufgegebenen Patienten, Klienten, Mandanten, Trostsuchenden, Auszubildenden hat sich zunehmend verwissenschaftlicht, beschleunigt seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Zum einen nehmen sie fortlaufend Ergebnisse diverser Bezugswissenschaften in sich auf. Zum anderen ist und war ihre Praxis immer auch ein Ort eigenständiger empirischer Forschung und Theoriebildung. Eingeleitet wird der Band durch einen historisch-genealogischen Beitrag; den Schluss bildet ein wissenschaftstheoretischer, der sich noch einmal der Familienähnlichkeit der Disziplinen widmet.
Zur Idee und Ethik von Gamification
Gamification, smarte Technologien und eine persistente digitale Erreichbarkeit führen dazu, dass immer mehr Lebensbereiche mit Aspekten von Spielen angereichert werden. Doch was zeichnet das Spiel eigentlich aus? Und ist es überhaupt möglich und ethisch legitim, das ganze Leben in ein Spiel zu verwandeln?
Vor dem Hintergrund einer humanistischen Anthropologie, die dem Menschen zutraut und zugleich zumutet, selbst Autor*in des eigenen Lebens zu sein, wird Gamification als durchaus problematische Manipulationsstrategie beschrieben, die kaum etwas mit dem Spiel zu tun hat und deren Einsatz nur unter bestimmten Bedingungen ethisch legitim ist. Denn, verabschieden wir uns nicht ein Stück weit von unserem Menschsein, wenn wir uns zurücklehnen und unser Leben in die Hände gamifizierter Anwendungen und Systeme legen, die uns durch ihre Spielmechanismen und Algorithmen gewissermaßen darauf programmieren, erwünschte Verhaltensweisen an den Tag zu legen? Schließlich sollten wir als autonome Subjekte in der Lage sein, selbst herauszufinden und umzusetzen, was wir für richtig und erstrebenswert halten.

Interdisziplinäre Perspektiven zwischen Philosophie und Praxis
Wissenschaftsreflexion: eine neue interdisziplinäre Perspektive auf die Geschichte, Theorie und Ethik der Wissenschaften sowie auf die praktischen Auswirkungen von wissenschaftlicher Forschung und Erkenntnis. Die Wissenschaften sehen sich gegenwärtig mit Blick auf ihre Geltungs- und Wahrheitsansprüche, ihre Vertrauenswürdigkeit und ihre Rolle in der Gesellschaft vor grundlegende Herausforderungen gestellt. Die Diskussionen betreffen dabei so unterschiedliche Themen wie Unsicherheit, Scheitern oder „Fake News“ in den Wissenschaften, Klimawandel, Gentechnik, Impfungen und Alternativmedizin oder Evolutionstheorien. Nur eine interdisziplinär angelegte Reflexion über die Rolle der Wissenschaften, ihren Erkenntnisanspruch und ihre Methoden wird diesen neuen Herausforderungen gerecht.
Mit dem vorliegenden Band wird erstmals der Begriff der Wissenschaftsreflexion differenziert eingeführt und interdisziplinär diskutiert. Der Band umfasst vielfältige Beiträge zu Grundlagen- und Anwendungsfragen aus unterschiedlichen Disziplinen, die gemeinsam eine pluralistische Perspektive eröffnen und konkrete Lösungsmöglichkeiten aufzeigen.
Mit Beiträgen von: Michael Jungert, Andreas Frewer, Erasmus Mayr, Miguel Ohnesorge, Nina Janich, Jon Leefmann, Rainer Bromme, Sebastian Schuol, Kärin Nickelsen, Caterina Schürch, Julia Carina Böttcher, Bernd Flessner, Christoph Merdes, Martina Schmidhuber, Katrin Götz-Votteler, Simone Hespers, Alexander Christian, Alexander Reutlinger, Martin Carrier, Martin Kusch und Carsten Könneker.

Ist die drohende Klimakatastrophe überhaupt noch abwendbar – und mit welchen politischen Mitteln? Extreme Dürre, Hungersnöte, Massenmigration und die exorbitanten Folgekosten des Klimawandels – all das ist Teil der wissenschaftlichen Diskussion über die möglichen Konsequenzen des anthropogenen Klimawandels. Diese Prognosen werfen zahlreiche normativ-ethische Fragen auf: Wer trägt eigentlich die Verantwortung für den Klimawandel? Was sind die Kosten und wie sollen sie gerecht verteilt werden? Lassen sich die dringend erforderlichen Maßnahmen zur Verringerung der Treibhausemissionen überhaupt im Rahmen nationaler Demokratien durchsetzen oder bedarf es starker internationaler Institutionen mit besonderen Machtbefugnissen? Der Band macht wichtige Beiträge zur Klimaethik erstmals in deutscher Sprache zugänglich. Neben zentralen Texten aus der internationalen Forschung finden sich die Debatte weiterführende Originalbeiträge.
Gottlob Frege wider den Zeitgeist
Author: Matthias Wille
Blick ins Buch

G9–84–92–93–02. Diesen fünfstelligen Schlüssel kennt der philosophische Kanon. Mit ihm erschließt sich das intellektuelle Wirken Gottlob Freges, verfasst in der Sprache der Logik. Doch wer kennt die Folge 82–87–99–06–08? Mit ihr öffnet sich der Subtext im Leben des Logikers, verfasst in der Sprache der Rhetorik. Die polemische Tonspur wurde zur autobiographischen Textur eines streitbaren Daseins wider den Zeitgeist, das mit einem Missverständnis seinen Anfang nahm und im Schweigen endete. Es ist dies die Geschichte Freges im Schatten seiner epochalen Werke. Hier wird sie erzählt.
Aus der Presse:
The more recent book has much to offer [...]. It impresses especially by its wealth of new information on two of Frege's publishers. (Ansten Klev in Philosophia Mathematica, Vol. 28, Issue 1, Februar 2020)
Ein deutsch-japanischer Dialog
Der Band bringt deutsche wie japanische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen, die sich dem Begriff der Person in seinen Dimensionen und vielfältigen Debattenkontexten sowie seinen historischen Prägungen widmen. Die Beiträge des Bandes gehen den historischen Konturen sowie systematischen Potenzialen des Begriffs nach. So werden die zahlreichen Kontexte theoretischer wie praktischer, klassischer wie zeitgenössischer Philosophie explizit, für die der Begriff der Person eine zentrale Rolle spielt.
Ein Kommentar des Vorworts, des Nachworts und der einleitenden Paragrafen
In seinem Hauptwerk »Grundgesetze der Arithmetik« stellt Gottlob Frege sein Logizistisches Programm – ausgearbeitet in der Philosophie der Mathematik – dar. Er leitet die Axiome der Arithmetik allein mit Beweismitteln der Logik aus logischen Wahrheiten, den Grundgesetzen der Arithmetik, ab. Rainer Stuhlmann-Laeisz leitet ein in Gottlob Freges Philosophie der Logik und der Mathematik und kommentiert das Vorwort, das Nachwort sowie die einleitenden Paragrafen der »Grundgesetze«. Ebenfalls aufgenommen in den Band sind in leicht überschaubarer Zuordnung die kommentierten Fregeschen Texte. Das Buch ist auch für die akademische Lehre in den Anfangssemestern geeignet.

Author: Cyrill Mamin
Was ist Intuition? Gibt es intuitive Erkenntnis? Intuition beschäftigt Philosophie, Psychologie und Alltagsdenken. Einschätzungen reichen dabei von „höchste Erkenntnisart“ bis „höchst unzuverlässig“.
Cyrill Mamin zeichnet zentrale Bestimmungen der Intuition in Philosophie und Psychologie nach. Wesentliche Fragen sind dabei: Wie ist es, eine Intuition zu haben? Wie kommt eine Intuition zustande? Auf dieser Grundlage bestimmt Mamin Intuition als maßgeblich nicht-propositionale Erkenntnisart, welche unsere intuitiven Überzeugungen rechtfertigen kann. Im Zentrum steht ein neuartiges Modell der intuitiven Rechtfertigung, das psychologische mit erkenntnistheoretischen Elementen verbindet. Dadurch lässt sich Intuition im Verhältnis zu anderen mentalen Akten (u.a. Wahrnehmung, Imagination, Delusion) näher bestimmen sowie ein kritischer Blick auf die philosophische Intuitionsdebatte werfen.

Open Access
Eine Verteidigung gegen zeitgenössische Einwände
Author: Nicole Rathgeb
Die »Ordinary Language-Philosophie«, nach der die klassischen Probleme der theoretischen Philosophie nicht substanzieller, sondern begrifflicher Natur sind, gilt heute in weiten Teilen der analytischen Philosophie als überholt. Zu Unrecht, wie Nicole Rathgeb argumentiert.
Sie verteidigt sie gegen Paul Grice, eine Reihe von zeitgenössischen Autoren und Vertreterinnen und Vertreter der Experimentellen Philosophie. Dabei geht es insbesondere darum, Argumente gegen die Existenz begrifflicher Wahrheiten zu entkräften, zu zeigen, wie wir auf der Grundlage unserer Sprachkompetenz nicht-triviale Erkenntnisse gewinnen können, und dafür zu argumentieren, dass wir in der Philosophie nicht auf Umfragen oder andere empirische Studien zurückgreifen müssen.
Open Access
Essays zu Ehren von Christian Thiel
2017 beging der Philosoph und Wissenschaftshistoriker Christian Thiel seinen 80. Geburtstag, der seit mehr als einem halben Jahrhundert im Besonderen die internationale Fregeforschung maßgeblich mitgestaltet hat.
Zu seinen Ehren veranstalteten Freunde, Weggefährten und Schüler ein wissenschaftliches Kolloquium, das aus der Vielfalt an Fregeschen Themen schöpfte. Dieser Band vereint die Essays, die aus diesem Anlass verfasst wurden.