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In: Goethe, Ritter und die Polarität

Ritters Bericht über seine Beobachtung von schwachen Farbschattierungen im von einem Prisma aufgefächerten Spektrum wird mit der Hypothese nachgegangen, er könnte die Effekte von Kanteninterferenz gesehen haben. Anhand von Simulationen werden wir nachweisen, dass im Nahfeld Interferenz zu charakteristischen, wenn auch sehr schwachen Farbstrukturen im Prismenspektrum führen muss. Ob es sich dabei um genau jene handelt, die Ritter beobachtet haben will, wird angesichts der Quellenlage Spekulation bleiben müssen, eine Spekulation, die gleichwohl geschichtlich, ideengeschichtlich und vielleicht sogar physikalisch einen gewissen Reiz hat.

In: Goethe, Ritter und die Polarität

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Genese von Goethes erster Schrift über die Prismatischen Farben von 1791/92, den Beiträgen zur Optik. In einzigartiger Weise versucht hier Goethe mittels 27 beigelegter Karten eine sinnliche Überzeugungskraft zu entwickeln. Auch wird der dort schon frühe Bezug zum Gedanken der Polarität beim Zustandekommen dieser Schrift aufgezeigt und ausgehend von einer zum Teil missverstandlichen Interpretation der Kantenspektren von Goethe selbst, wird in der Folge eine phanomenologisch nachvollziehbare Darstellung des Phanomens versucht. Schlieslich wird gezeigt, wie sich diese Fehldeutung bis auf den heutigen Tag in verschiedenen Publikationen wiederfindet.

In: Goethe, Ritter und die Polarität
In: Begriffssysteme und Handlungssysteme
In: Goethe, Ritter und die Polarität
In: Goethe, Ritter und die Polarität

Die von Goethe gesehene Symmetrie zwischen Licht und Finsternis bei der Entstehung von Farben beim Blick durchs Prisma wird neuerdings durch Experimente zu untermauern versucht. Hier werden Experimente besprochen, die die Grenzen dieser vermuteten Symmetrie aufzeigen. Schon zu Goethes Lebzeiten wurden die Fraunhoferlinien im Sonnenspektrum entdeckt, die in einem komplementären Experiment nicht zu sehen wären. Gäbe es die Symmetrie zwischen Licht und Dunkelheit, dann musste es auch eine Optik mit Strahlen von Dunkelheit geben, die der newtonschen äquivalent wäre. Diese Idee lässt sich mit einfachen Beispielen widerlegen.

In: Goethe, Ritter und die Polarität
Author: Wolfgang Lenzen
Dieses Buch bietet eine umfassende Darstellung der logischen Theorien des frühmittelalterlichen Philosophen (und Theologen) Abaelard.
Die wesentlichsten logischen Innovationen Abaelards umfassen die Unterscheidung zweier verschiedener Formen der Negation, durch die das traditionelle Logische Quadrat zu einem Logischen Oktagon erweitert wird, sowie die Einführung einer „relevanten“ Implikation, durch die die Paradoxien der strikten Implikation vermieden bzw. die Geltung der (zuerst von Aristoteles formulierten) Grundgesetze einer „konnexiven Logik“ gesichert werden sollen.
Selbstbewusstsein, Leiblichkeit und Persistenz
Author: Markus Herrmann
Manche meinen, unsere Existenz hänge an Erinnerung und Persönlichkeit. Andere glauben, wir seien unsere Biologie. Tatsächlich sind wir körperliches Selbstbewusstsein, das durch all das unbestimmt ist. Wir haben nicht Bewusstsein, wie wir Hände oder eine Leber besitzen. Denn unsere Fähigkeit, über uns selbst zu reden, kommt zu einem gewissen Preis: Sie legt uns darauf fest, dass wir Selbstbewusstsein sind und nicht nur solches haben. Aber dieses Bewusstsein ist unbestimmt von all dem, was uns wichtig ist. Unsere Existenz besteht nicht in unserer Erinnerung oder Persönlichkeit. Doch über uns selbst zu sprechen, legt uns auf noch mehr fest: Wir können keine reinen Denker sein. Notwendig befinden wir uns körperlich in Raum und Zeit. Diese Körperlichkeit können wir aber nicht vollständig verstehen, wenn wir sie ausschließlich anhand empirischer Wissenschaft erklären wollen.