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Author: Dirk Hartmann
Das Werk behandelt in sieben Bänden die philosophischen Probleme in ihrem Zusammenhang. Das heißt, die klassischen philosophischen Problemstellungen wie etwa „Was können wir wissen?“, „Was ist Wissenschaft und wie lässt sie sich methodisch beginnen?“, „Wie verhalten sich Körper und Geist?“, „Ist der Wille frei?“ „Warum gibt es überhaupt etwas und nicht vielmehr nichts?“, „Lassen sich moralische Normen objektiv begründen?“, „Gibt es universelle Menschenrechte?“, „Hat das Dasein der Welt einen Sinn und ein Ziel?“, „Gibt es einen Gott?“ usw. werden nicht einfach katalogisch nacheinander und voneinander unabhängig abgehandelt, sondern vielmehr konsequent auseinander entwickelt und entsprechend beantwortet.
Daher handelt es sich hier um ein philosophisches System und seine Absicht und Anspruch ist die philosophische Behandlung des Ganzen. Hiermit befindet sich der Autor im Gegensatz zu der sich seit dem Zusammenbruch des Hegelschen Systems auch in der Philosophie immer stärker durchsetzenden Tendenz der Spezialisierung und Fokussierung auf Einzelfragen.
Das Werk steht insgesamt in der Tradition der Transzendentalphilosophie Kants und des Deutschen Idealismus von Fichte, Schelling und Hegel, der Phänomenologie Husserls, der sprachkritischen Philosophie Freges und Wittgensteins und der konstruktiven und methodisch-kulturalistischen Wissenschaftstheorie.


Eine ontologische Studie
Author: Georg Gasser
Wir handeln, um gezielt in den Lauf der Welt einzugreifen und diesen zu verändern. Als handelnde Wesen verstehen wir uns als unmittelbare kausale Urheber solcher Veränderungen. Agenskausalität greift diese Intuition der unmittelbaren kausalen Urheberschaft auf.Viele Philosophen sind allerdings der Ansicht, dass ein solches Kausalitätskonzept rätselhaft, obskur und unverständlich ist. In diesem Buch wird Agenskausalität auf die ontologischen Voraussetzungen hin untersucht. Es wird dafür argumentiert, dass diese Form der Verursachung kohärent ausbuchstabiert werden kann, wenn entsprechende ontologische Rahmenbedingungen mitberücksichtigt werden. Dabei ist Agenskausalität aber nicht auf freies menschliches Handeln zu beschränken, sondern allgemein auf Subjekte anzuwenden, die „von sich aus“ tätig werden können.
Historische und systematische Verbindungslinien zum Pädagogischen
Author: Sandra Johst
Die vorliegende Analyse trägt mit der historischen und systematischen Doppelperspektive auf Kant als Lehrer der Aufklärung zur Differenzierung und Fundierung des Forschungsfelds ‚Kant und die Pädagogik‘ sowie der damit verbundenen Frage nach einer ‚Kantischen Pädagogik‘ bei. Die Vergegenwärtigung der Aufklärung als pädagogisches Projekt und die Untersuchung von Kant als ihr Lehrer kann erklären, warum einerseits umstritten ist, ob und inwiefern er als Pädagoge zu gelten hat, und warum andererseits dennoch sein Wirken und seine Philosophie seither auch für pädagogische Fragestellungen herangezogen werden. Der historisch-biographische Fokus auf Kants Unterrichtspraxis im Königsberg des 18. Jahrhunderts komplementiert weitgefasste ideen- und entwicklungsgeschichtliche Analysen, die die Wurzeln von Kants Bildungsdenken mit anderen Leitfiguren des 18. Jahrhunderts wie Rousseau und Basedow vergleichen. Derweil ergänzt der systematische Fokus auf die Exegese des Bildungs- und Erziehungsbegriffs in seinen Schriften die Forschungsbeiträge, die sich an Termini und Systematik der in ihrer Authentizität umstrittenen Rink-Schrift orientieren.
Free access
In: History of Philosophy & Logical Analysis

Abstract

The paper provides a reconstruction of proof by contradiction in Kant’s pure general logic. A seemingly less-explored point of view on this topic is how apagogical proof can account for the formal truth of a judgement. Integrating the argument held by Kjosavik (2019), I intend to highlight how one can use proof by contradiction, conceived as a modus tollens, to establish the logical actuality (logical or formal truth) of a cognition. Although one might agree on the capacity of the proof to prove formal falsity, the logical actuality of a judgement is assessable based on a logically grounded judgement and, as for transcendental logic, this cognitive operation has to presuppose the real possibility of an object.

In: History of Philosophy & Logical Analysis

In the past forty years, epistemology is one of the fastest growing branches of philosophy. Among the new topics studied by epistemologists are peer disagreement, wisdom, know-how, propaganda, understanding and explanation, testimony, epistemic value, collective and extended knowledge, epistemic injustice, and memory. Research on Kant has also grown immensely over the last decades. Given the unique legacy of Kant’s philosophy, and the fact that philosophy always benefits from a serious and sustained engagement with its history one would expect Kantian ideas to figure prominently in contemporary epistemology. But this is not the case. Even bracketing differences in terminology, Kant’s epistemological

Free access
In: History of Philosophy & Logical Analysis
Author: Simon Dierig

Abstract

In this essay, I discuss three readings of Descartes’ Meditations. According to the first reading, “I exist” is for Descartes the foundation of our knowledge. This reading is dismissed on the grounds that, in his view, as long as God’s existence is not proven there is a good reason to doubt this proposition. Proponents of the second reading claim that there are two kinds of Cartesian knowledge: perfect and imperfect knowledge. The meditator has imperfect knowledge of “I exist” before God’s existence is proven. Subsequently, she acquires perfect knowledge of various metaphysical theorems. This reading is repudiated, too. I argue for a third reading, according to which “I think” – and not “I exist” – is the foundation of our knowledge.

In: History of Philosophy & Logical Analysis
Die Reihe „Perspektiven der analytischen Philosophie“, zunächst von Georg Meggle und Julian Nida-Rümelin und seit 2021 von Jochen Briesen und Ulla Wessels herausgegeben, umfasst bislang mehr als 35 Bände. Sie ist offen für alle Forschungsarbeiten, die sich aus systematischer Perspektive mit Problemen der theoretischen oder praktischen Philosophie auseinandersetzen und eigene Akzente setzen. Sie ist dem Ideal verpflichtet, Voraussetzungen, Argumente und Schlussfolgerungen sorgfältig und präzise anzuführen, um so ein hohes Maß an Klarheit, Kritisierbarkeit sowie Anbindbarkeit an andere Disziplinen zu gewährleisten. Die Expertise des Herausgeber-Teams sowie die qualitätssichernde Begutachtung – auch unter Zuhilfenahme wissenschaftlicher Beraterinnen und Berater – gewährleisten eine hohe wissenschaftliche Qualität der Publikationen.
Sprachen: Deutsch, Englisch
Author: I-Kai Jeng

Abstract

This paper examines the terms ‘elenchos’ and ‘elenchō’ as they occur in the Sophist in order to reveal a refined view of elenchos as a philosophical method. The explicit discussion of elenchos as a method in 226a6–231b8 must be read together with other passages described by these terms. Once this is done, it shall be seen that there are two types of elenchus employed in several ways. The first type, which I identify with the familiar Socratic elenchus, is used to purge false opinions or to arrive at plausible answers to philosophical difficulties. The second type, which appears to be the Stranger’s own method, is used to positively disclose relations between Forms. On this reading, elenchos is not merely destructive or preparatory for dialectic; it also forms a part of it.

In: History of Philosophy & Logical Analysis

Abstract

Formulations of Anselm’s ontological argument have been the subject of a number of recent studies. We examine these studies in light of Anselm’s text and (a) respond to criticisms that have surfaced in reaction to our earlier representations of the argument, (b) identify and defend a more refined representation of Anselm’s argument on the basis of new research, and (c) compare our representation of the argument, which analyzes that than which none greater can be conceived as a definite description, to a representation that analyzes it as an arbitrary name.

In: History of Philosophy & Logical Analysis