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Konturierungen eines umstrittenen Themas
Volume Editor: Winfried Löffler
Ein aktueller Überblick zur Ideen- und Missbrauchsgeschichte eines schillernden Schlagworts, aber auch zu seinen Potenzialen als philosophisches Analysewerkzeug.
Die Wortgeschichte von „Weltanschauung“ ist kurz: Zwischen seinem ersten, eher beiläufigen Auftauchen bei Kant 1790, subjektivierenden Aufladungen in der Romantik und den inflationären Ideologisierungen und Politisierungen von „Weltanschauung“ im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert liegen nur 150 Jahre. Besonders sein Missbrauch durch NS-Ideologen hat das Wort in Verruf gebracht, es lebt aber u.a. im juristischen Sprachgebrauch fort und erlebt in der gegenwärtigen Religionskritik wieder etwas Konjunktur: Dort wird z.T. wieder eine naturalistische „wissenschaftliche Weltanschauung“ in Aussicht gestellt. Als philosophisches Analysewerkzeug hat das Wort aber Potenzial: „Weltanschauung“ könnte nicht nur für religiös-politische Bewertungen stehen, sondern auch für jenes implizite theoretische Koordinatensystem, das jeden Menschen in seinem Verstehen, Denken und Handeln leitet.
Grenzdenken und Denkgrenzen von A(llwissen) bis Z(eit)
Paradoxien rufen Staunen, Verwirrung und die Lust am Außergewöhnlichen hervor. Aber nicht nur das: Es sind Paradoxien, die bis heute auf Grundprobleme der Philosophie, der Mathematik sowie der Naturwissenschaften hinweisen und uns zu revolutionären Lösungsvorschlägen herausfordern.
Einige Paradoxien markieren dabei vielleicht sogar unüberwindbare Grenzen unseres Wissens. Dieser Band stellt eine Reihe der wichtigsten Paradoxien – Paradoxien der Wahrheit, des Wissens, des Infiniten, der Bestätigung, der Vagheit, der Quantenmechanik, der Zeit, des Visuellen und des Auditiven – sowie Überlegungen zu deren grundlegender Bedeutung aus einer analytisch-philosophischen Perspektive vor. Dabei richtet er sich an interessierte Einsteiger in die Thematik, ohne den Gegenstand dabei zu sehr zu verkürzen.
Ethik-Kommissionen als Orte ethischen Lernens und ethischer Theorie-Bildung
Ethik-Kommissionen sind ein etabliertes und bewährtes Instrument ethischer Deliberation und Beratung in unterschiedlichen Handlungs- und Erfahrungsfeldern (Medizin, Biotechnologie etc.). Der Band geht der Frage nach, inwieweit Ethik-Kommissionen selbst Orte ethischen Lernens und ethischer Theorie-Bildung sind.
Neuartige ethische Herausforderungen in Medizin, Biotechnologie, Technik, Umwelt u.a.m. werfen die Frage auf, wie im Kontext einer pluralen Gesellschaft empirisch fundiert und ethisch reflektiert verantwortliche Handlungsempfehlungen, normative Entscheidungen und gesetzliche Regelungen getroffen werden können. Ethik-Kommissionen lassen sich dabei als konkrete Orte angewandter Ethik in praktischer Perspektive verstehen. Doch wie wirken sich die Erfahrungen von Ethik-Kommissionen auf das Ethik-Treiben selbst und das Selbstverständnis als Ethiker aus? Der Band versammelt Beiträge von Ethikern, die vielfältige Erfahrungen in Ethik-Kommissionen gemacht haben.
Jochen Sautermeister war 2014-2017 Inhaber der Stiftungsprofessur für Moraltheologie unter besonderer Berücksichtigung der Moralpsychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Derzeit ist er Professor für Moraltheologie und Direktor des Moraltheologischen Seminars an der Universität Bonn und seit 2019 Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät.
Er ist Mitglied der Zentralen Ethik-Kommission für Stammzellenforschung am Robert-Koch-Institut, des Instituts für Wissenschaft und Ethik der Universität Bonn und des International Xenotransplantation Association Ethics Committee.
Rechtsethische Aufsätze zu Krieg und Frieden, Freiheit und Schuld, Leben und Tod
Author: Reinhard Merkel
Grund- und damit Ewigkeitsfragen des Rechts sind der Gegenstand dieser Aufsätze. Sie öffnen weitläufige Flanken zur Philosophie, insbesondere zur Ethik und zur politischen Philosophie, aber auch zu anderen philosophischen Sphären wie der Philosophie des Geistes und der Metaphysik.
Im ersten Teil geht es um Grenzen der Rechtfertigung tödlicher Gewalt, die Staaten ausüben: in Kriegen gegeneinander, aber in Ausnahmelagen des innerstaatlichen Notstands auch gegen die eigenen Bürger.
Eine legitime Form staatlicher Gewalt ist das Strafrecht. Lässt sich sein Begriff aus archaischen Wurzeln von Rache und Vergeltung erhellen? Setzt strafrechtliche Schuld den freien Willen des Täters voraus? Darf ihn das Recht wegen besonders gravierender Verbrechen als „Feind“, statt als Bürger der Gesellschaft behandeln? Grundfragen, denen der zweite Teil nachgeht.
Der dritte Teil fragt nach den Grenzen zwischen Leben und Tod in der Medizin und nach Zuständigkeit wie Berechtigung, darüber zu entscheiden.
Band IV: Biologie, Naturgeschichte, Neurowissenschaft
Author: Dirk Hartmann
Während sich Band III der erkenntnistheoretischen Reflexion und Rekonstruktion der „unbelebten“ Naturwissenschaften Physik und Chemie widmete, stehen in Band IV die Biowissenschaften im Fokus, die mit dem Leben Dasjenige zu ihrem Forschungsgegenstand machen, was (notwendigerweise) zwischen Physis und Psyche vermittelt.
Typisch philosophische Fragen in diesem Zusammenhang sind u.a.: Was ist „Leben“ im für die Biowissenschaften relevanten Sinn des Ausdrucks? Woher wissen wir, dass es Leben nicht „immer schon“ gegeben hat, sondern dass es im Zuge einer Abiogenese aus der unbelebten Natur heraus entstanden sein muss? Was ermöglicht uns insbesondere, konkretes Wissen über die Naturgeschichte des Menschen zu erwerben und wie verhält sich in diesem Zusammenhang dann der spezifisch biologische Gattungsbegriff „Homo“ zum allgemeineren Begriff des Menschen als eines Vernunft- und Kulturwesens? In diesem Kontext wird auch der Begriff der „Rasse“ und die in jüngerer Zeit aufgeworfene These, dass die praktische Philosophie Kants durch seine „Rassenlehre“ implizit rassistisch sei, untersucht. Schließlich werden die methodischen Grundlagen der Neurowissenschaften und ihre Grenzen als Beitrag zur Philosophie des Geistes untersucht, die als solche in Band VI zu Wort kommen wird.
Konzeptionelle, soziale und ethische Implikationen neuer Mensch-Technik-Verhältnisse
Die Beiträge des Bandes untersuchen, inwiefern aktuelle Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) zu neuartigen Interaktionsprozessen führen und das Verhältnis von Menschen und Maschinen verändern.
Im ersten Teil des Bandes werden neue Entwicklungen KI-basierter Technologien in diversen Anwendungs- und Entwicklungsbereichen vorgestellt. Im zweiten Teil werden hier zu beobachtende neuartige Mensch-Maschine-Interaktionen aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven diskutiert. Im dritten Teil werden diese auf ihre sozialen, ethischen und epistemologischen Implikationen hin befragt.
Identität – Einheit – Würde
Author: Jörg Noller
Diese Studie entwickelt einen umfassenden Begriff personaler Identität, der gleichermaßen theoretische wie praktische Fragestellungen betrifft. Personen werden dabei als Lebensformen verstanden, die komplexe Selbst- und Fremdverhältnisse eingehen. Im kritischen Durchgang durch klassische und neuere Theorien der Person entwickelt die Arbeit einen neuartigen Ansatz, der es erlaubt, Personen als Lebewesen zu denken, denen eine unantastbare Würde zukommt. Indem die Studie auf die personale Form unseres Lebens reflektiert, grenzt sie sich einerseits von Auffassungen ab, die unsere Identität allein in unserer biologischen Natur erblicken, und andererseits von solchen, die unsere Identität auf rein kognitive Prozesse zurückführen.
Eine ontologische Studie
Author: Georg Gasser
Wir handeln, um gezielt in den Lauf der Welt einzugreifen und diesen zu verändern. Als handelnde Wesen verstehen wir uns als unmittelbare kausale Urheber solcher Veränderungen. Agenskausalität greift diese Intuition der unmittelbaren kausalen Urheberschaft auf.Viele Philosophen sind allerdings der Ansicht, dass ein solches Kausalitätskonzept rätselhaft, obskur und unverständlich ist. In diesem Buch wird Agenskausalität auf die ontologischen Voraussetzungen hin untersucht. Es wird dafür argumentiert, dass diese Form der Verursachung kohärent ausbuchstabiert werden kann, wenn entsprechende ontologische Rahmenbedingungen mitberücksichtigt werden. Dabei ist Agenskausalität aber nicht auf freies menschliches Handeln zu beschränken, sondern allgemein auf Subjekte anzuwenden, die „von sich aus“ tätig werden können.
Synthesizing Generalized Evolution Theory
Author: Karim Baraghith
Do social systems evolve similarly to biological ones and societies similarly to organisms? For some time now, an interdisciplinary paradigm has been developing in this regard: the Generalized Evolution Theory. After pointing out differences between biological and cultural evolution, as well as different inheritance strategies, the book proposes a philosophy of science classification of the different approaches in this vast and ever-growing field of research. It leads from generalized microevolution to generalized macroevolution and to their synthesis. As evolution favors groups with high internal cohesion, it will also favor strategies and reward agents responsible for this cohesion. In the long run, generalized evolution selects those populations that exhibit a higher density of interaction.
Author: Ludwig Siep
Recent aspirations towards the technical perfection of humanity and nature call for a new type of ethics.
The overcoming of all human weakness is often viewed as a personal right as well as a common good. But fully overcoming human weakness would undermine the basis for mutual support and recognition. The achievement of complete technical independence from natural forces would end the embeddedness of humanity within natural history. This book defends the necessity of ethical assessment against the automatism of relying on technical developments or market processes. To identify both the values and ethical limits of technology development, criteria for the goodness of human life, and for nature in general, are required. This includes a meta-ethical discussion of moral objectivity, philosophical anthropology, and moral history. On the basis of that discussion, conclusions are drawn about ethical debates in the domains of medicine, biotechnology, and information technology.