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Seit Descartes gehört das Wissen, das wir von unseren eigenen psychischen Zuständen und Vorgängen besitzen, zu den meistdiskutierten Themen der Erkenntnistheorie. Was genau heißt es, in diesem Sinne über “Selbstbewußtsein” zu verfügen? Das Buch fragt, wie tragfähig jene Antworten sind, nach denen wir uns eines epistemisch privilegierten Zugangs zu den eigenen Gedanken und Bewußtseinsinhalten erfreuen. Das “Bewußtsein seiner selbst”, so bemerkte indessen schon Kant in diesem Kontext, manifestiert sich in der Fähigkeit eines Subjektes, sich als ein Ich zu denken und “ich” zu sich zu sagen. Selbstbewußtsein haben Wesen demnach, allgemein gesprochen, wenn sie sich in der Ersten Person Singular auf sich beziehen können. Erst in jüngerer Zeit sind die Besonderheiten dieser Form der Selbstreferenz zum Gegenstand ausgiebiger sprachphilosophischer Untersuchungen geworden. Das Buch versucht, diese bedeutungstheoretischen Diskussionen für einige klassische Fragen der Selbstbewußtseinstheorie fruchtbar zu machen.
Eine philosophische Untersuchung
Author: Armin Berger
Haben wir etwas unterlassen, wenn wir es tun könnten, es aber nicht tun? Muss uns dabei bewusst sein, dass wir es tun könnten? Dürfen wir dabei keine Körperbewegungen ausüben, wenn wir etwas unterlassen? Kann etwas dadurch eine Unterlassung sein, dass wir etwas nicht tun, was uns geboten war? Ist zwischen dem Unterlassen und Unterlassungen zu unterscheiden? Um solche und viele weitere Fragen geht es in dieser Arbeit. Sie ist dabei die erste philosophische Monographie, die dem Thema der Unterlassungen aus handlungstheoretischer Sicht gewidmet ist. Zunächst wird eine allgemeine Handlungstheorie entworfen, um durch deren Grundlagen einen systematischen Zusammenhang für die weitere Erörterung zu schaffen. Für die wesentlichen Begriffe werden Explikationen vorgeschlagen, wobei darauf geachtet wird, den Unterschied zwischen Unterlassungen und einem bloßen Nichttun zu wahren. Die verschiedenen möglichen Positionen werden dargestellt, ihre VorausSetzungen aufgezeigt sowie kritisch gegeneinander abgewogen. Es wird insbesondere gezeigt, warum Unterlassungen nicht allgemein durch körperliche Inaktivität charakterisiert werden können und weshalb es unerlässlich ist, bei jedem deskriptiven Unterlassungsbegriff auch normative Aspekte zu berücksichtigen. Kritisch betrachtet werden die wenigen einschlägigen Texte zum Thema in systematisch relevanter Hinsicht, insbesondere das Buch "Tun und Unterlassen" von Dieter Birnbacher. Abschließend wird der entfaltete Unterlassungsbegriff auf die Ethikdebatte "Töten versus Sterbenlassen" angewendet und die Konsequenzen in formaler Hinsicht aufgezeigt.
Zur Rolle des Körpers in ontologischen und ethischen Persontheorien
Author: Anne Reichold
Zwischen ontologischen und ethischen Persontheorien in der analytischen Philosophie besteht eine auffällige Diskrepanz hinsichtlich der Rolle des Körpers der Person: In ontologischen Persontheorien wird die körperliche Natur der Person betont, in der Ethik dagegen werden ausschließlich geistige Aspekte der Person hervorgehoben. Dieses Buch thematisiert die Körperlichkeit als vergessenen Aspekt des ethischen Personbegriffs und versucht damit, eine dualistische Trennung von mentalen und körperlichen Bestimmungen auch in der Ethik zu überwinden. Für die Thematisierung der Körperlichkeit in ethischen Kontexten wird der phänomenologische Begriff der Leiblichkeit mit der analytischen Persondiskussion verbunden. Neben physikalistischen Bestimmungen des Körpers verweist Reichold damit auf die normativ-ethischen Aspekte des Körpers der Person. Nach einer historischen Einführung wird die systematische Rolle körperlicher Bestimmungen insbesondere in den Personkonzepten von Chisholm, Dennett, Frankfurt, Korsgaard, Parfit, Singer, Taylor, Ryle, Strawson, Wiggins und Williams untersucht.
Author: Theodor Ebert
In zwei Bänden erscheinen die wichtigsten Aufsätze Theodor Ebert s aus den Jahren 1976 bis 2002. Band I enthält insgesamt neun Beiträge zur Philosophie des Aristoteles. Sechs Aufsätze gelten Themen der aristotelischen Logik und Ontologie; diskutiert werden Fragen der Deutung der Analytica Priora und der Topik/Metaphysik. Die übrigen Beiträge befassen sich mit der Wahrnehmungstheorie des Aristoteles und mit Themen seiner praktischen Philosophie: der Unterscheidung von Praxis (Handeln) und Poiesis (Herstellen) sowie dem Begriff der Klugheit (Phronesis). Band II enthält sechzehn Beiträge zur Geschichte der Philosophie: Elf sind Philosophen der griechischen Antike gewidmet, acht davon Platon, die übrigen vorsokratischen Philosophen (Parmenides und Empedokles) sowie der hellenistischen Philosophie. In den Aufsätzen zur Philosophie der Neuzeit werden Descartes, Spinoza, Leibniz und Kant diskutiert.
Die kognitive Neurowissenschaft untersucht die Mechanismen des Wahrnehmens und Erkennens als Gehirnprozesse. In den letzten Jahren wurden dabei die Emotionen wiederentdeckt und ihre grundlegende, ja unverzichtbare Rolle im Verhalten und Handeln erkannt und gewürdigt. Nicht zuletzt durch diese neuen Ansätze haben auch Psychologie und Philosophie sich diesen lange vernachlässigten Phänomenen mit neuem Interesse zugewandt. Der vorliegende, interdisziplinäre Band gibt eine Übersicht über die Vielfalt dieser Ansätze und die dabei neu gewonnenen Einsichten und Erkenntnisse. Der erste Teil ist einführender Natur. Er gibt Auskunft über psychologische und entwicklungspsychologische Theorien der Emotion sowie über Beiträge neuer Methoden wie z.B. die funktionell bildgebenden Verfahren. Weiterhin werden spezifische Einzelthemen genauer erörtert, wie Emotionen bei Tieren, die emotionale Entwicklung im Kleinkindesalter sowie die neurobiologischen Grundlagen von Liebe und Lust. Der zweite Teil hat die Fehlfunktion von Emotionen zum Thema, etwa das Gebiet von Angst und Depression und das Phänomen der emotionalen Hemmung, sowie die Frage, inwiefern psychische Struktur und unbewußte Emotionen an der Genese krankhafter Phänomene beteiligt sind. Der dritte Teil schließlich umfaßt reflektierende philosophische Momente über das Verhältnis von Vernunft und Leidenschaft, die Affektenlehre von Kant und Hume, Emotionen im Kulturvergleich sowie die Frage nach der Natur künstlicher Gefühle.
Allegorie im Werk Friedrich Spees
Nachdem in der Spee-Forschung bisher der Motivbestand, die literarhistorischen Traditionslinien sowie die Beziehungen zwischen Spees Engagement gegen die Hexenprozesse und seinem literarischen Werk untersucht worden sind, wird hier versucht, anhand der Kategorie ‚Allegorie‘ ins Zentrum der Poetologie Spees vorzustoßen. Es wird gefragt, wie die analysierten Texte der “Trutznachtigall” und des “Güldenen Tugendbuchs” auf die Krise des allegorischen Weltbildes im Zeichen von geschichtlicher Kontingenzerfahrung und Konfessionalismus reagieren. Wie schlägt sich dies auf die Signifikationsstrukturen der Texte nieder, die immer auch die Weltsicht des Adressaten strukturieren sollen? Was für ein Bild ergibt sich vor dem Hintergrund der poetologischen Entwicklungen zum Thema Allegorie im 17. Jahrhundert? Aus dieser Perspektive wird auch ein Blick auf die Aktualität der Allegorie-Theorie in der gegenwärtigen literaturtheoretischen Diskussion geworfen.
Literatur als Gegenwelt
Literatur hat seit jeher die Rolle gehabt, den Blick für das ausgesparte ‚Dritte‘ offenzuhalten. Sie besteht auf der Unverwechselbarkeit individueller Erfahrung und trägt zur Entwicklung alternativer Denk- und Wahrnehmungsmodelle gegen eine weitgehend normierte Normalität in der heutigen Wissensgesellschaft bei. “Das Ungenügen an der Normalität” ist der Titel einer wegweisenden wissenschaftlichen Publikation von Lothar Pikulik. Ein internationales Symposion aus Anlaß seines 65. Geburtstages griff diesen Titel auf und erörterte unter dem Thema “ ‚Das Ungenügen an der Normalität‘ – Literatur als Gegenwelt” die Möglichkeiten einer erneuerten Standortbestimmung von Aufgaben und Möglichkeiten der Literatur. Dieser Band zeigt eindrucksvoll, wie facettenreich das “Ungenügen an der Normalität” in der Literatur von der Aufklärung bis in die jüngste Vergangenheit auftritt. Mit Beiträgen von: H. Koopmann, R. M. Kully, H. Kurzenberger, Z. Mielczarek, N. Oellers, P. Pütz, H. Reinhardt, M. Siguan, H. Uerlings.
Die Imagery-Debatte
"Bilder im Geiste" richtet sich an Kognitionswissenschaftler, kognitive Psychologen und Philosophen des Geistes sowie an alle, die sich für nicht-sprachliches Denken und Repräsentation interessieren. Bezüglich der Chancen der Postulierung von Bildern im Geiste stehen sich in der Imagery-Debatte auch nach fast 40 Jahren vollständig gegensätzliche Einschätzungen gegenüber. Innerhalb der Kognitionswissenschaft herrscht in weiten Kreisen die Meinung, Stephen Kosslyn habe mit seiner aktuellen Theorie die Debatte zugunsten des Piktorialismus entschieden. Sein Hauptkontrahent Zenon Pylyshyn und mit ihm die meisten Philosophen meinen: Der Piktorialismus ist prinzipiell nicht zu verteidigen. Die Autorin argumentiert gegen beide Positionen und zeigt auf, wo die entscheidende Ursache für diese Divergenz in der Einschätzung liegt: Es liegen vage, völlig unterschiedliche und vor allem unverträgliche Charakterisierungen dessen vor, was ein "Image" bzw. eine mentale bildhafte Repräsentation ausmacht und eine piktorialistische Position kennzeichnet. Die Position des Piktorialismus wird detailliert rekonstruiert und in ihren verschiedenen Lesarten kritisch beurteilt. So wird die Debatte entscheidend weiterentwickelt.
Versuch über den Menschen zwischen Artefakt und Lebewesen
Ein Biofakt ist ein semiartifizielles Lebewesen, begrifflich gefaßt als Verschmelzung von "Leben" (gr. bios) und "Artefakt". Damit wird ein neuer Begriff eingeführt, mit dem die vage Grenze zwischen Natur und Technik in bezug auf bio-, nano- und informationstechnische Methoden deutlichere Konturen bekommt. Vor dem Hintergrund der philosophischen Anthropologie, die gegenwärtig versucht, den Menschen als Hybrid zwischen Techniknutzer und Naturwesen zu beschreiben, spielt das Phänomen des Wachstums eine entscheidende Rolle. Denn Natur ist dasjenige, das sich von selbst bewegt, das wächst - Technik und Kunst ist dasjenige, das von außen bewegt und geschaffen wird. So zog schon Aristoteles die Unterscheidung zwischen Natürlichkeit und Künstlichkeit, eine Unterscheidung, die durch moderne Techniken zunehmend problematisch wird. Autoren aus verschiedenen Perspektiven und Disziplinen gehen dieser Unterscheidung auf den Grund.
Anfragen der Neurowissenschaften an unser Menschenbild
Die Frage nach dem Menschen ist so alt wie der Mensch selbst: "Erkenne dich selbst" war das Motto des Orakels zu Delphi, und Kant fasste seine drei Fragen "Was kann ich wissen?", "Was soll ich tun?" und "Was darf ich hoffen?" unter der Gesamtfrage: "Was ist der Mensch?" zusammen. Schon in früheren Zeiten bedurfte das Selbstbild des Menschen des Bezuges auf Weltbilder, technische Errungenschaften und religiöse Ideen. So auch heute: Mit den naturwissenschaftlichen und technischen Entwicklungen der Neuzeit unterliegt das menschliche Selbstverständnis einem steten Wandel. Aus zahlreichen Disziplinen wird der Anspruch auf eine exklusive Deutung des Menschen erhoben, in jüngster Zeit vor allem von den höchst erfolgreichen Neurowissenschaften. Der Band versucht, einen Überblick über die verschiedenen Antworten auf die Frage nach dem Menschen zu gewinnen. Zu Wort kommen Vertreter aus Philosophie, Hirnforschung, Physik, Psychologie und Theologie. Ziel des Bandes ist es, die prinzipielle Offenheit des anthropologischen Selbstverständnisses hervorzuheben und gegen die verengenden Perspektiven singulär-disziplinärer Ansätze eine multidimensionale Sicht auf das Wesen Mensch zu Setzen.