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Grundlagen einer metaphilosophischen Positionierung
Author: Daniel Minkin
Die Philosophie sieht sich selbst als ein durchgehend rationales Unternehmen an. Die Untersuchung zieht dieses Selbstverständnis in Zweifel.
Philosoph*innen streiten sich seit den Anfängen ihres Fachs über diverse Fragen. Dementsprechend existiert zum Thema „philosophischer Dissens“ heute eine reichhaltige Forschung. Anders sieht es jedoch mit Blick auf den metaphilosophischen Dissens aus. In metaphilosophischen Dissensen treffen zwei oder mehr unvereinbare Philosophieverständnisse aufeinander. Das Buch präsentiert zum ersten Mal eine systematische Auseinandersetzung mit diesen Dissensen. Aus der Tatsache des Bestehens solcher Dissense folgt – so die Hauptthese – ein grundsätzliches Rechtfertigungsdefizit philosophischer Positionen. Trifft die Hauptthese zu, scheint die gesamte philosophische Forschung als rationales Unternehmen bedroht zu sein.
Das Buch möchte den Leser für die zentralen Fragen der Philosophie interessieren und ihm ein tieferes Verständnis für ihre Überlegungen vermitteln. Es setzt daher keine philosophischen Kenntnisse voraus, sondern nur die Bereitschaft und die Fähigkeit, ungewohnten und oft abstrakten Gedankengängen zu folgen. Die Fragen, die in diesem Buch erörtert werden, gehören zu verschiedenen Gebieten der Philosophie, zur Erkenntnistheorie, Metaphysik, zur Philosophie des Geistes, der Sprache und der Mathematik, zur Wissenschaftstheorie, praktischen Philosophie, Ästhetik und zur philosophischen Anthropologie. Doch es stellt diese Fragen nicht nur, sondern es gibt auch Antworten. Es ist aus der Überzeugung geschrieben, dass sich oft Antworten auch auf sehr grundsätzliche philosophische Fragen finden lassen, sofern man sie nur klar formuliert und systematisch erörtert. Der Leser ist aufgefordert, diese Antworten selbst kritisch zu überdenken: Denn Philosophieren heißt ja vor allem, selbst zu denken, und dazu lädt dieses Buch ein.
In this volume we have placed three essays concerning the history of philosophy in general before the thematic focus. These general essays comprise a new discussion of scepticism, an analysis of logical atomism, and a discussion of the concept of number. The thematic focus concerning the practical syllosism was organzized by our colleague Christof Rapp, Berlin. They have succeeded in putting together an impressive sequence of interlocking essays about a perennially important topic from ancient philosophy. The authors: Klaus Corncilius, Yiftach J.H. Fehige, Wolfgang Gombocz & Alessandro Salice, Paula Gottlieb, Jean-Baptiste Gourinat, Jörg Hardy, Vojtech Kolman, Holger Leerhoff, Pierre Marie Morel, Anselm Müller, Anthony W. Price, Christof Rapp & Philipp Brüllmann, Matthew Tugby, Sven Walter, Ron Wilburn.
Author: Dietmar Hübner
Die kontroversen Diskussionen, die durch jüngere Forschungen in Genetik und Neurowissenschaften ausgelöst worden sind, beziehen sich sowohl auf die Deutung der gewonnenen Erkenntnisse als auch auf die Beurteilung der eröffneten Handlungsmöglichkeiten. In beiden Fällen erweist sich der Begriff der Person als zentral: Denn es ist die Person, als zurechenbare Bewusstseinseinheit, deren Auffassung sich mit den neuen Erkenntnissen verschieben könnte. Und es ist die Person, als Subjekt einer besonderen Schutzwürdigkeit, um deren Bewahrung es bei den fraglichen Handlungsmöglichkeiten geht. Wie können die personalen Charakteristika der Vernunftfähigkeit und Verantwortlichkeit vor dem Hintergrund der Einsichten in Genom und Gehirn adäquat begriffen werden? Und wie können umgekehrt die Grenzen genetischen und neurowissenschaftlichen Tuns so bestimmt werden, dass sie einem reflektierten Verständnis der menschlichen Person entsprechen? Die Beiträge des Bandes widmen sich diesen Fragen aus den relevanten normativen und deskriptiven Perspektiven, indem sie die Blickwinkel von Philosophie, Theologie, Medizin, Biologie, Psychologie, Rechtswissenschaft und Wissenschaftsgeschichte zusammenführen. Dabei erschließen sie konkrete Einzelaspekte des Personseins wie Gedächtnis, Emotionalität, Sexualität oder Intelligenz ebenso wie die Grundsatzprobleme des Gehirn-Geist-Verhältnisses, der Willensfreiheit und der Schuldfähigkeit.
Über Rationalität, Selbstformung, Politik und Postmoderne
Author: Uwe Steinhoff
In der Wahl der eigenen Ethik liegt die größte, zumeist ungenutzte Möglichkeit menschlicher Selbstformung und Freiheit. Das Buch legt dar, wie eine solche Wahl zweckrational zu erfolgen hat und argumentiert, daß es für die meisten Menschen unter den meisten Umständen rational ist, sich eine liberale Ethik sowohl zu eigen zu machen als auch national und global zu fördern. Der Liberalismus baut allerdings auf gewisse in jüngster Zeit nicht unumstrittene GrundvorausSetzungen, insbesondere auf das autonome Individuum, die universalistisch verstandene Rationalität und den realistischen Wahrheitsbegriff. Diese VorausSetzungen werden gegen kommunitaristische und vor allem postmodernistische Einwände im Stile der Subjekt- und Rationalitätskritik verteidigt. Zudem werden sich oft als Alternativen zum Liberalismus darstellende postmodernistische Ethik- und Politikkonzeptionen wie u.a. die Derridas, Lévinas', Foucaults oder Lyotards im einzelnen analysiert und zurückgewiesen. Die Erörterung der möglichen institutionellen Formen einer liberalen politischen Ordnung gelangt schließlich zu dem Ergebnis, daß Institutionen allein zum Schutz und zur Radikalisierung einer liberalen Ordnung nicht ausreichen, auch nicht eine 'kritische Öffentlichkeit'. Vielmehr bedarf es wehrhafter Individuen. In der Entwicklung seiner Argumentation führt dieses Buch in direkter AuseinanderSetzung mit den aktuellsten philosophischen Debatten sowohl in ewige Themen der Philosophie ein als auch über bisherige ethische Ansätze hinaus.
Author: Rainer Trapp
Die Arbeit betrachtet Fallkonstellationen - wie "ticking-bomb"- oder bestimmte Geiselentführungsszenarien -, in denen ein Täter schuldhaft irgendwelche unschuldigen Opfer in eine Lage gebracht hat, die ihren baldigen Tod zur Folge hätte, sofern der Täter nicht durch die Preisgabe geeigneter und zugleich unverzichtbarer Information ("Wo tickt die Bombe?", "Wo ist die Geisel versteckt?" u. ä.) an der Rettung der Opfer mitzuwirken bereit ist. Für Fälle, in denen der Täter dies ablehnt, definiert sie - in scharfer Abgrenzung zum Rechtsbegriff der Folter - den Begriff der "selbstverschuldeten Rettungsbefragung (SRB)" u. a. durch den Ausschluss anderer Befragungszwecke als demjenigen der Opferrettung, durch enge Grenzen der zulässigen Zwangsanwendung sowie insbesondere durch richterliche Kontrolle und die Dokumentation der Befragung in Ton und Bild. Neben einem Abriss der Geschichte "echter" Folter und ihrer diversen "klassischen" Zwecke, der Begründung der These, dass die aufklärerischen Ideen, die im 18. Jh. zur Abschaffung der Folter führten, keineswegs das strikte SRB-Verbot mit einschlossen, sowie einer kontraktualistischen Rechtfertigung von Menschenrechten, gemäss der SRB ethisch und rechtlich eindeutig zulässig wären, besteht der grösste Teil des Buches in der minutiösen Analyse und Zurückweisung aller dem Autor bislang bekannt gewordenen Einwände gegen die Legalisierung von SRB.
Die Deutungsoffenheit der Kunst
Worum geht es in der Kunst? Gibt es Schönheit, oder handelt es sich dabei nur um eine subjektive Illusion? Wie ist es möglich, dass wir Kunstwerke verstehen, aber typischerweise nicht angeben können, was sie bedeuten? Was ist überhaupt ein Kunstwerk? Gibt es die Kunst, oder gibt es nur Künste? Fragen wie diese haben die Philosophie, gerade auch die Analytische Ästhetik, immer wieder zu radikalen Antworten geführt, bis zu den Extremen des Zweifels an der Bedeutsamkeit oder gar der Existenz von Kunst, aber auch an der Leistungsfähigkeit der Philosophie in diesem Bereich. Gegen die Versuchung zur Kunst- und Kunsttheorieskepsis wird in diesem Buch die Notwendigkeit einer Ästhetik als Kunstphilosophie verteidigt. Diese muss Kunst holistisch als Institution begreifen, semiotisch-hermeneutisch als komplexe Zeichen- und Auslegungspraxis, ästhetisch als deutungsoffene Darstellung der conditio humana. Dabei zeigt sich, dass die Kunst nicht zufällig, sondern notwendig als geordnete Pluralität von Künsten existiert, wie romantische und idealistische Ästhetiker zu Recht behauptet haben. Das System der Künste muss jedoch mit Hegel historisch-genealogisch als offenes gedacht werden. Die genealogische Perspektive auf Kunst und Künste eröffnet auch eine neue Sichtweise auf die Leistung der Kunst-Avantgarden des 20. Jahrhunderts und auf die prekäre Situation der Kunst in der Gegenwart als einer fragilen, vom Verschwinden bedrohten Institution.
Band II: Die Herausforderung des Probabilismus
"Moral im Zweifel II" beschäftigt sich mit den Reaktionen der neuzeitlichen Philosophie auf die im ersten Band untersuchten scholastischen Wege zur Bewältigung moralischer Unsicherheit. Dabei wird gezeigt, wie neuartige Doktrinen der scholastischen Kasuistik mit einer Wiedergeburt der Skepsis in der Renaissance zusammenwirkten und eine Unsicherheitskrise der frühen Neuzeit erzeugten. Im Ausgang hiervon verfolgt "Moral im Zweifel II", wie Descartes, Locke und andere Philosophen versuchten, sowohl die skeptischen als auch die scholastischen Wurzeln dieser Krise zu beschneiden. Für ein besseres Verständnis des Zusammenhangs von Krise und Krisenbewältigung werden zusätzlich Veränderungen im neuzeitlichen Gewissensdiskurs und das Entstehen einer öffentlichen Meinung berücksichtigt. Auf dieser Grundlage lassen sich Defizite der Behandlung moralischer Unsicherheit bei Kant und im klassischen Utilitarismus erkennen. Keiner dieser beiden Hauptrichtungen der modernen Moralphilosophie gelingt es, die Unsicherheitsprobleme zu lösen, die am Ende des 16. Jh. in der katholischen Moralkasuistik hervortraten. Mit diesem Ergebnis schließt "Moral im Zweifel II" an die aktuelle Kritik (Anscombe, MacIntyre) an der modernen Moralphilosophie an und eröffnet ihr zugleich neue Perspektiven.
Author: Michael Kühler
Bei dem Thema Moralbegründung ist bereits dessen Verständnis umstritten. Was soll begründet werden, und geht es um eine eher theoretische Rechtfertigung oder um die Motivation von Personen? Kühler argumentiert für ein zweifaches Verständnis von Moralbegründung, das beide Aspekte gleichermaßen ernst nimmt. Zunächst ermöglicht die Analyse praktischer Fragen durch unterschiedlich nuancierte Formulierungen eine Bestimmung eines moralischen und eines auf die Frage nach einem guten Leben bezogenen ethischen Kontexts, in deren Spannungsfeld sich Moralbegründung bewegt. Während moralische Rechtfertigung dann zur Moral eines geteilten Wollens führt, mündet die Frage nach moralischer Motivation in die Diskussion um Theorien eines guten Lebens und deren Möglichkeit einer genuin moralischen Motivation.
Das Leib-Seele-Problem, das Problem, wie sich die seelisch-geistige Realität zur physischen verhält, ist ein Labyrinth. Viele Wege sind schon erkundet worden, der Weg ins Zentrum ist aber immer noch nicht gefunden. Es gibt drei klassische Positionen mit jeweils zahlreichen Varianten: den Materialismus, nach dem sich psychische Phänomene auf physische zurückführen lassen, den Idealismus, nach dem auch die physische Realität in letzter Analyse etwas Geistiges ist, und den Dualismus, nach dem es sich beim Physischen und beim Psychischen um zwei von Grund auf verschiedene, eigenständige und nicht aufeinander reduzierbare Realitätsbereiche handelt. Der Materialismus ist widerlegt und der Idealismus ist seit den Tagen Hegels und Schellings praktisch tot. Der Dualismus ist zwar in einer Version sicher richtig, er ist aber doch eine sehr schwache Position, die nicht verständlich machen kann, warum die eine Wirklichkeit in zwei heterogene Teile zerfallen soll. In dieser Situation stellt sich die Frage, ob nicht vielleicht doch eine erneute Diskussion idealistischer Theorien lohnen könnte. Dieser Frage geht das Buch nach. Es beginnt mit einem kurzen Rückblick auf frühere idealistische Entwürfe und den gegenwärtigen Stand der Diskussion des Leib-Seele-Problems, um dann eine Version des Idealismus zu entwickeln, in der er bessere Chancen haben könnte als in seinen bisherigen Varianten.