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Fichtes System als Weg der kommunikativen Wissensbildung
Dieses Buch ist eine analytisch-sprachkritisch ausgerichtete Untersuchung von Johann Gottlieb Fichtes Wissenschaftslehre in ihrer Entwicklung bis ca. 1800, welche diese als ein einem universalen Bildungsideal verpflichtetes System der Begründung und Vermittlung philosophischen Wissens rekonstruiert.
In systematischer Absicht wird hier eine Interpretation der Wissenschaftslehre entwickelt, durch welche grundlegende Teile von Fichtes Projekt methodisch nachvollziehbar gemacht werden. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Analyse derjenigen Systemstellen, an welchen der Begriff der Aufforderung bzw. Kommunikation ins Zentrum rückt; diese sind namentlich Fichtes Überlegungen zum Sprachursprung in der Schrift Von der Sprachfähigkeit (1795) und sein Aufforderungsargument in der Grundlage des Naturrechts (1796/97).
Herausgegeben von Klaus Robering
Author: Bernd Mahr
Editor: Klaus Robering
Modelle sind allgegenwärtig: man begegnet ihnen in Technik, Kunst und Wissenschaft. In diesem Buch erklärt Bernd Mahr, was Modelle sind, wie sie funktionieren und was sie leisten. Eine Person, die ein Maler porträtiert, ein maßstabsgerecht verkleinertes Auto, das im Windkanal getestet wird, ein Satz von Differentialgleichungen, die meteorologische Veränderungen in der Atmosphäre beschreiben: diese Objekte werden gleichermaßen als Modell bezeichnet. Angesichts der Unterschiedlichkeit solcher Beispiele argumentiert Bernd Mahr, dass die Frage nach den Eigenschaften, die ein Gegenstand aufweisen muss, um ein Modell zu sein, verfehlt ist. Eine wirklich allgemeine Modelltheorie, die all diese Beispiele erklären kann, muss zwischen dem Modell selbst und dem Modellgegenstand unterscheiden. Es gibt keine genau abgegrenzte Menge von Eigenschaften, die ein Objekt zum Modell machen. Vielmehr wird im jeweiligen Kontext geurteilt, dass ein in bestimmter Weise aufgefasster Gegenstand ein Modell „von etwas für etwas ist“. In den Kapiteln des ersten Teils des Buches wird diese Grundidee einer allgemeinen Modelltheorie entwickelt und theoretisch fundiert. Die Beiträge des zweiten Teils befassen sich mit den Modellen der Logik, Mathematik und Informatik und der abschließende dritte Teil geht der Rolle von Modellen in Kunst und Ästhetik nach.