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Action, Identification and Experience
Author: Maik Niemeck
The book offers new answers to two central questions that have been heavily debated, especially in recent years, in the debate on so-called de se skepticism: Is there something special about first-person thinking? And how does it relate to other forms of self-consciousness? The answer to the first question is a resounding "yes." This assertion is justified by the double-reflexive structure, motivational force, and specific concern that first-personal thinking involves. Regarding the second question, the book concludes that there are non-linguistic forms of self-consciousness. However, these should not be understood as representational contents or non-relational properties, but as mental relations that, without themselves being represented, can contribute to the phenomenal character of conscious states. In this respect, the book also provides a justification for the rarely considered impure intentionalism.
Voraussetzungen und Grenzen einer Metapher für rationales Entscheiden
Das Konzept der Abwägung wird in der praktischen Philosophie ebenso ubiquitär verwendet wie in den Wirtschaftswissenschaften und im Recht. Es ist jedoch voraussetzungsvoller und umstrittener als zumeist angenommen. „Abwägung“ bezeichnet einen Vorgang praktischen Überlegens, in den mehrere Aspekte in vergleichender Weise eingehen. Die Skepsis gegen das Konzept gründet darin, dass sich die Metapher nicht auf beliebige Items anwenden lässt. Insbesondere müssen die Wertzuschreibungen, die das Gewicht der Items bestimmen, in ihren normativen Grundlagen widerspruchsfrei sein und sie müssen ähnlich wie die Gewichtskräfte, mit denen Körper auf die Schalen einer Balkenwaage einwirken, eine gewisse Kontextinvarianz aufweisen. Das setzt Unabhängigkeitsannahmen voraus, deren Gültigkeit im Falle normativer Bewertungen nicht trivial ist. Der Band dient dem Zweck, diese Zusammenhänge durchsichtiger zu machen. Er entstand auf der Basis einer mehrjährigen Zusammenarbeit von Autor:innen aus den Fächern Philosophie, Jurisprudenz und Ökonomie.
Zwölf Studien über Freges Logik
Dieser Band vereinigt zwölf zentrale Beiträge von Christian Thiel zur Logik Gottlob Freges aus vier Jahrzehnten. Christian Thiel ist ein national und international hochgeschätzter Pionier der Fregeforschung. Mit seinen seit Mitte der 1960er Jahre vorgelegten Frege-Studien initiierte und beförderte er eine signifikante Umorientierung der damaligen mathematischen und philosophischen Auseinandersetzung mit dem Werk des Jenenser Mathematikers Gottlob Frege (1848–1925), einem der Begründer der modernen Logik. Christian Thiel prägt seit jener Zeit richtungsweisend eine spezifische Form der Behandlung des Fregeschen Werkes: systematisch interessiert vor allem an Problemstellungen in Logik, Philosophie der Mathematik und Wissenschaftstheorie, philologisch genau und historisch sensibel mit einem besonderen Augenmerk auf die Einbettung Freges in die mathematik-, logik- und philosophiehistorischen Kontexte seiner Zeit. Die Beiträge erlauben es, diesen kontextuellen Zugang nachzuvollziehen.
Orientierung für menschliches Wissen und Handeln
Der Band diskutiert die theoretische und praktische Bedeutung des Exemplarischen als ein Individuelles, das selbst als Manifestation eines Allgemeinen verstanden wird.
Gegenüber der gewöhnlichen Auffassung, derzufolge Beispiele lediglich zur nachträglichen Illustration bereits bestimmter abstrakter Gedanken verwendet werden, beschäftigen sich die Beiträge des Bandes mit dem Beispiel in seiner exemplarischen Bedeutung, bei der das Individuelle selbst als Manifestation des Allgemeinen verstanden wird. Die klassischen Bereiche, in denen diese Rolle und Funktion des Exemplarischen explizit thematisiert werden, sind die Rhetorik, die Kunsttheorie sowie die Didaktik. Demgegenüber spielt das Exemplarische in der allgemeinen Reflexion der theoretischen und praktischen Philosophie keine oder allenfalls eine sehr untergeordnete Rolle. Diese theoretische Vernachlässigung steht in einem auffallenden Gegensatz zur operativen Bedeutung des Exemplarischen im Kontext unseres theoretischen und praktischen Wissens.
A New Theory of Constructive Reasoning
This book develops a modern evolutionary anthropological theory of the cognitive conditions for explanatory descriptions of the world.
Within the broad framework of processual hermeneutics, this monograph studies rationality by investigating what are the fundamental cognitive mechanisms required for the cultural development of rational constructions. It analyses the basic cognitive competences through which the human being connects categories and operations in a manner that allows it to orient itself in the world. If both understanding and explaining are forms of human-specific orientation, what does asking the question “how” imply cognitively? This monograph focuses therefore on the human-specific array of cognitive mechanisms, here referred to as enarrativity.
Zur ethischen Selbstbestimmung des Einzelnen
Author: Lorenz Kähler
Der Einzelne ist nicht nur gegenüber anderen, sondern auch gegenüber sich selbst verpflichtet; denn es gibt ethische Gründe, die ihm aufgeben, Rücksicht auf sich selbst zu nehmen. Dazu gehört die Pflicht, sich selbst ernst zu nehmen. Zu diesem Zweck müssen Entscheidungen nicht allein die eigenen Interessen berücksichtigen, vielmehr soll in ihnen auch die eigene Person eine Rolle spielen. Mit Selbsterniedrigungen verfehlt man sich daher selbst. Führt man in dieser Weise Pflichten gegen sich selbst auf ethische Gründe zurück, so lassen sich die gegen sie gerichteten Einwände der Widersprüchlichkeit und Überforderung zurückweisen. Es wird deutlich, dass die Ethik unvollständig bliebe, wenn man das Selbstverhältnis der Einzelnen außer Acht ließe. Auswirkungen hat das auch für politische Institutionen. Diese können ebenfalls gegenüber sich selbst verpflichtet sein und sollen Bedingungen schaffen, unter denen die Einzelnen in verantwortbarer Weise mit sich umgehen können.
Versuch zu einem vertieften Verständnis der durch John Rawls bekannt gewordenen Rechtfertigungsmethode
Author: Michael Schmidt
Die mit John Rawls‘ Idee des Überlegungsgleichgewichts verbundene Rechtfertigungsmethode ist eine der einflussreichsten Methoden der Philosophie. Doch angesichts konkurrierender Interpretationen stellt sich die Frage wie sie zu verstehen ist.
In diesem Buch wird dafür argumentiert, dass es einen konzeptionellen Kern der Methode des Überlegungsgleichgewichts gibt, der alle Interpretationen miteinander verbindet und über den sie definiert werden kann. Bei paradigmatischen Konzeptionen der Methode lassen sich zwar Unterschiede und Eigenheiten feststellen, aber auch ein methodologischer Grundkonsens: Vier miteinander verbundene Regeln müssen stets eingehalten werden. Ob die Methode selbst gerechtfertigt ist, ist eine weitergehende Frage, die ebenfalls untersucht wird.
Konturierungen eines umstrittenen Themas
Volume Editor: Winfried Löffler
Ein aktueller Überblick zur Ideen- und Missbrauchsgeschichte eines schillernden Schlagworts, aber auch zu seinen Potenzialen als philosophisches Analysewerkzeug.
Die Wortgeschichte von „Weltanschauung“ ist kurz: Zwischen seinem ersten, eher beiläufigen Auftauchen bei Kant 1790, subjektivierenden Aufladungen in der Romantik und den inflationären Ideologisierungen und Politisierungen von „Weltanschauung“ im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert liegen nur 150 Jahre. Besonders sein Missbrauch durch NS-Ideologen hat das Wort in Verruf gebracht, es lebt aber u.a. im juristischen Sprachgebrauch fort und erlebt in der gegenwärtigen Religionskritik wieder etwas Konjunktur: Dort wird z.T. wieder eine naturalistische „wissenschaftliche Weltanschauung“ in Aussicht gestellt. Als philosophisches Analysewerkzeug hat das Wort aber Potenzial: „Weltanschauung“ könnte nicht nur für religiös-politische Bewertungen stehen, sondern auch für jenes implizite theoretische Koordinatensystem, das jeden Menschen in seinem Verstehen, Denken und Handeln leitet.
Perspektiven der Wissenschaftsforschung
Dieser Band analysiert erstmals systematisch und interdisziplinär Geschichte, Formen, Funktionen und Auswirkungen des Scheiterns im Kontext der Wissenschaften.
Das Scheitern ist in seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen ein ständiger Begleiter der wissenschaftlichen Praxis. Theorien, Hypothesen oder Experimente einzelner Forscher:innen und Forschergruppen scheitern – vorläufig oder endgültig, partiell oder vollständig. Für ein adäquates Verständnis des wissenschaftlichen Erkenntnisprozesses ist es daher unabdingbar, sich mit den Formen, Funktionen, Mechanismen und Auswirkungen des Scheiterns zu befassen, was bis dato allerdings kaum geschieht – weder innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft noch in der öffentlichen Debatte. Durch diese „Vernachlässigung des Scheiterns“ in den Wissenschaften bleiben auch dessen mitunter produktive Effekte zumeist unerwähnt. Über Versuch und Irrtum führen die „Irrwege“ des Erkenntnisprozesses häufig zu Erfolgen und Lösungen.
Der Band schließt diese Forschungslücke und verbindet dabei Perspektiven aus vielen Bereichen der Wissenschaftsforschung und aus der Wissenschaftspraxis.
Series:  ethica, Volume: 36
Editor: Dieter Sturma
Kaum ein Begriff hat so viele Erweiterungen und Umdeutungen erfahren wie der Begriff der Natur. Seit seiner Einführung in der ionischen Naturphilosophie befindet er sich in einem Prozess stetiger Revision und inhaltlicher Ausdifferenzierungen.
Die damit einhergehende Inkohärenz und Unübersichtlichkeit ist aber kein semantisches Unglück. In den verschiedenen begrifflichen Konstellationen zeichnen sich vielmehr der Ort der humanen Lebensform in der Natur und die epistemischen, ethischen und ästhetischen Einstellungen zur Natur ab. Die Beiträge thematisieren arbeitsteilig semantische, systematische und normative Aspekte menschlicher Naturverhältnisse wie Ursprung und Veränderung, die menschliche Natur, Verbindungen von Naturwissenschaft, Ethik, Technik und Ästhetik sowie bioethische, tierethische, umweltethische und klimaethische Herausforderungen.