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Ein anderer Blick auf die Philosophie des „Mittelalters“
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Das Buch zeigt, warum es kein Mittelalter gegeben hat, und warum sich auf diese Weise ein ganz neuer Blick auf 1000 Jahre Philosophie eröffnet. Es zeigt zugleich, dass dieses Jahrtausend vielgestaltig und vielsprachig, interdisziplinär, transkulturell und multireligiös war. Das gilt auch für die Philosophie. Das gemeinsame spätantike Erbe bildete den Ausgangspunkt für vielfältige Austauschbeziehungen über Sprachgrenzen hinweg. Hierfür bietet das Buch viele anschauliche Beispiele. Grundlage sind die Übersetzungen aus dem Griechischen in das Arabische, Hebräische und Lateinische. Zugleich werden zentrale philosophische Fragen weiterentwickelt. Die Erweiterung der Wissenschaften erhält ihren Ort an verschiedenen Bildungsinstitutionen, vor allem an den neuen Universitäten, die ab dem 13. Jahrhundert ihren weltweiten Siegeszug antreten. Eine zentrale Rolle spielt die Philosophie, die dieses vielfältige Jahrtausend wie keine andere Wissenschaft repräsentiert und in Gedanken fasst.
Philosophie der Person in Antike und Mittelalter
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Neuzeitliche Theorien der Person gehen zumeist von Personmerkalen aus, die unmittelbar aus der Selbsterfahrung und der gegenseitigen Anerkennung gewonnen sind. Weitergehende seinsphilosophische Begründungen, wie sie etwa für den von Boethius entwickelten substanzontologischen Personbegriff kennzeichnend sind, gelten als unausweisbar (John Locke, Immanuel Kant) oder aber als kategorial verfehlt (Max Scheler, Martin Heidegger). Als Konsequenz aus dem Metaphysikverzicht neuzeitlicher Persontheorien wird dann nicht allein die Identität von Personen in der Zeit als auch die durchgehende Identität von Menschsein und Personsein zum Problem - oder zu einer erwünschten Option in der bioethischen Diskussion (Michael Tooley, Peter Singer). Die vorliegende Studie untersucht ausgehend von dieser Problemlage die Frage, in welcher Weise Selbstbewußtsein, Relationalität und Identität als Personmerkmale grundlegend für das Verständnis menschlicher Personalität in Antike und Mittelalter gewesen sind. Ansatzpunkte bieten hier bereits die Diskussion um das Personverständnis in der altgriechischen Literatur wie auch die politische Philosophie Platons. Schwerpunkte der Untersuchung sind die Grundlegung der politschen Philosophie und der Psychologie des Aristoteles in seiner Metaphysik und die christologischen Schriften des Thomas von Aquin im Anschluß an die kritische Rezeption des boethianischen Personbegriffs bei Richard von Sankt Viktor und Bonaventura. Mit dem Nachweis, daß die relevanten Personmerkmale als im Begriff einer Substanz eingeschlossen zu denken sind, wird ein kohärentes Gegenmodell zu neuzeitlichen Persontheorien begründet, das die Identität von Menschsein und Personsein einschließt.
Editors: and
Mit Beiträgen von: Martin Carrier, Anthony Dardes, Kevin Guilfoy, Carsten Held, Gyula Klima, Volker Peckhaus, Eric M. Rubenstein, Rudolf Schüßler, Heda Segvic, Niko Strohbach, David Sullivan, Ron Wilburn.
Der pantheistische Charakter der Impetustheorie im Mittelalter
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Editor-in-Chief:
History of Philosophy & Logical Analysis (HPLA) holds that the goal of systematic philosophy of uncovering and substantiating philosophical truths should also be a central tenet when investigating the history of philosophy, especially considering that historical texts were written with this goal in mind, i.e., out of an interest in truth. For this reason we should read these texts as potential conveyors of truths, and if — despite benevolent interpretation — this proves to be unfeasible, then as conveyors of falsehoods. Only in this manner can a lively dialogue with our philosophical past be initiated, and only thus can we properly pay tribute to it. On the whole, this approach promises to shed new light on classical texts, making them even more fruitful in dealing with the controversial issues of modern philosophy.
HPLA provides a forum for articles in which texts from the history of philosophy are approached with the aim of offering a systematic reconstruction of theories concerning pertinent philosophical problems (often deploying the resources of modern logical analysis in the course of reconstruction). Discovered theories or fragments of such theories can be carefully elucidated and developed further. In this way, novel questions can be put to an historical author, and profitably pursued within the framework of the established system.
The works of the history of philosophy should not only be honoured as historical documents, but first and foremost be taken seriously from a philosophical point of view.
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