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Physikalismus und phänomenale Eigenschaften in der analytischen Philosophie des Geistes
Author: Jan G. Michel
Zu den großen Rätseln der Philosophie des Geistes, ja der Philosophie überhaupt, gehört die folgende Frage: Wie lässt sich der qualitative oder phänomenale Charakter bewusster Erlebnisse beschreiben, erklären oder verstehen? Wie lässt sich beispielsweise erklären, wie es ist, eine Rose zu riechen? Einerseits erscheint angesichts der Erfolgsgeschichte der modernen Naturwissenschaften die Annahme plausibel, dass sich letztlich alles physikalisch erklären lässt, auch bewusste Erlebnisse. Bei dieser Annahme handelt es sich um die physikalistische Intuition, die in der analytischen Philosophie des Geistes die Hauptmotivation der gegenwärtig dominierenden Position darstellt: der Position des Physikalismus. Andererseits stellt der nur subjektiv erfassbare qualitative Charakter bewusster Erlebnisse das Kernproblem für eine physikalische Erklärung des Bewusstseins dar: Wie sollte das Erlebnis von Rosenduft physikalisch erklärbar sein? Dabei handelt es sich um die antiphysikalistische Intuition, auf deren Grundlage in den letzten Jahren verschiedene Argumente gegen den Physikalismus vorgebracht worden sind. Indem in der vorliegenden Studie diesen beiden, zumindest auf den ersten Blick unvereinbar erscheinenden Intuitionen ausführlich und vorbehaltlos Rechnung getragen wird - sie stellen sowohl den Ausgangspunkt als auch den argumentativen Rahmen der Studie dar -, wird untersucht, wie sich der qualitative Charakter bewusster Erlebnisse im Rahmen einer Theorie des Bewusstseins fassen lässt.
Bei der Suche nach dem Geist handelt es sich seit Jahrhunderten um ein zentrales Unterfangen in der Philosophie, das u. a. durch die folgenden Fragen charakterisiert ist: Was sind Merkmale des Geistes? Welche Arten geistiger Zustände lassen sich unterscheiden? Ist eine naturwissenschaftliche oder physikalische Erklärung des Geistes möglich? Lässt sich das Geistige auf das Physikalische reduzieren? Ist das Physikalische kausal abgeschlossen? Was heißt es eigentlich, dass etwas physikalisch ist? Wie kann der Geist Handlungen bewirken? Können wir denn so handeln, wie wir wollen? Ist unser Wille frei? Welche Rolle spielen neurowissenschaftliche Ergebnisse für die Entwicklung einer guten Theorie des Geistes? Und welche Rolle spielen philosophische Gedankenexperimente? Was macht überhaupt eine gute Theorie des Geistes aus? Dieser Band, der auch an Einsteiger gerichtet ist, versammelt Beiträge zur Suche nach dem Geist von Andreas Hüttemann, Holger Lyre, Jan G. Michel, Gernot Münster, Martine Nida-Rümelin, Achim Stephan und Henrik Walter.
Series:  nachGedacht
John Searle zählt zweifellos zu den weltweit wichtigsten und einflussreichsten Denkern der Gegenwart. Seine grundlegenden und nachhaltigen Beiträge zur Sprachphilosophie, zur Philosophie des Geistes, zur Handlungstheorie und zur Sozialphilosophie werden weit über die Grenzen des Fachs Philosophie hinaus wahrgenommen und gehören vielfach zum Standardrepertoire wissenschaftlicher Forschung und Lehre. Michael Kober und Jan G. Michel bieten in diesem Buch eine übersichtliche sowie gut verständliche, aber auch kritische Einführung in das Gesamtwerk John Searles: Neben einer sehr persönlichen biographischen Notiz und einem kurzen Überblick über seine Leitfragen und Positionen wird jeder der genannten Arbeitsbereiche John Searles in seinen wesentlichen Grundzügen historisch wie systematisch eingeordnet, dargestellt und diskutiert. Indem Kober und Michel dabei nicht chronologisch, sondern inhaltlich systematisch vorgehen, treten außerdem die Zusammenhänge innerhalb des Gesamtwerks John Searles deutlich hervor, so dass dieses schließlich im Lichte der heutigen Philosophie bewertet werden kann.
Die Debatten zu den Themen Physikalismus, Willensfreiheit und Künstliche Intelligenz stehen seit einigen Jahren im Mittelpunkt der Philosophie des Geistes. In den Debatten um den Physikalismus geht es dabei u.a. um folgende Fragen: Lässt sich alles, was es gibt, physikalisch erklären - auch der menschliche Geist? Lässt sich alles auf das Physische reduzieren? Ist der Bereich des Physischen kausal geschlossen? Realisiert das Physische das Mentale? Wie lässt sich mentale Verursachung erklären? In den Debatten um Willensfreiheit fragt man sich: Sind wir physikalisch determiniert? Können wir freie Entscheidungen treffen? Sind wir für unsere Handlungen verantwortlich? Wie verhalten sich Freiheit und Determinismus zueinander? Welchen Beitrag kann die empirische Forschung leisten? In den Debatten um Künstliche Intelligenz werden diese Fragen verhandelt: Können Maschinen denken? Unterscheiden sich Menschen von Maschinen? Sind uns Computer geistig überlegen? Stellt maschinelle Intelligenz ein Modell für menschliche Kognition dar? Welchen wissenschaftlichen Nutzen kann Künstliche Intelligenz haben? Zu jedem der drei Themen Physikalismus, Willensfreiheit und Künstliche Intelligenz bietet das Buch drei Originalbeiträge von renommierten Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen sowie jeweils einen kritischen Kommentar. Auf diese Weise soll deutlich werden, dass die drei Themen nicht nur eng miteinander zusammenhängen, sondern auch interdisziplinär von großem Interesse sind.
Ausgewählte Aufsätze
Der Band versammelt ausgewählte Arbeiten der Philosophin Rosemarie Rheinwald (1948-2009). Der Titel Logik, Kausalität, Freiheit deutet das breite Themenspektrum an: Es reicht von der Achilles-Paradoxie bis zum Problem der Willensfreiheit. Rheinwald wandte sich vorzugsweise schwierigen und grundlegenden Problemen zu: den logischen und semantischen Paradoxien, den Rätseln des induktiven Schließens und der Natur der Kausalität. Zu den frühen Forschungsinteressen in der Philosophie der Mathematik, der Logik und der Wissenschaftstheorie kamen im Laufe der Jahre Interessen in der Philosophie des Geistes, der Erkenntnistheorie und der Metaphysik hinzu. Jedem Aufsatz dieser Sammlung wurde eine kleine Einleitung eines Philosophen vorangestellt, der Rosemarie Rheinwald kannte und mit ihrer wissenschaftlichen Arbeit vertraut ist. Die Vorbemerkungen enthalten Hinweise zum Diskussionskontext und kritische Einwände ebenso wie persönliche Erinnerungen und Anmerkungen. Eine kommentierte Biblio - graphie am Ende des Bandes informiert über alle Veröffentlichungen – auch diejenigen, die nicht in diese Sammlung aufgenommen wurden. Möge dieser Band die Erinnerung an eine liebenswerte Persönlichkeit wach halten und zu der Auseinandersetzung mit einem eindrucksvollen Werk anregen.
Beiträge zur These des erweiterten Geistes
Im Jahre 1998 verblüfften Andy Clark und David Chalmers die philosophische Gemeinschaft mit der so genannten These des erweiterten Geistes, die im Kern besagt, dass kognitive Systeme nicht-biologische Komponenten enthalten können und sich damit über die Grenzen biologischer Organismen hinaus erstrecken können. Die These wird seitdem nicht nur von Philosophen, sondern auch von Kognitions- und Neurowissenschaftlern intensiv und kontrovers diskutiert. In den Beiträgen, die in dem vorliegenden ersten deutschsprachigen Band zur These des erweiterten Geistes versammelt sind, werden u.a. die folgenden Fragen behandelt: Was soll es heißen, dass der Geist nicht (nur) im Kopf ist? In welchem Sinne könnte er erweitert sein, und welche Möglichkeiten der Erweiterung gibt es? Welche Zusammenhänge bestehen zwischen Geist und Kognition sowie zwischen Kopplung und Konstitution? Was genau besagt der von Clark und Chalmers vorgebrachte aktive Externalismus? Welche Bedeutung hat die These des erweiterten Geistes für repräsentationalistische und für funktionalistische Theorien des Geistes sowie für Theorien kollektiver Intentionalität und sozialer Kognition? Welche Anwendungen der These könnte es geben?
Interdisciplinary Reflections
Scientific progress depends crucially on scientific discoveries. Yet the topic of scientific discoveries has not been central to debate in the philosophy of science. This book aims to remedy this shortcoming. Based on a broad reading of the term “science” (similar to the German term “Wissenschaft ”), the book convenes experts from different disciplines who reflect upon several intertwined questions connected to the topic of making scientific discoveries.
Among these questions are the following: What are the preconditions for making scientific discoveries? What is it that we (have to) do when we make discoveries in science? What are the objects of scientific discoveries, how do we name them, and how do scientific names function? Do dis-coveries in, say, physics and biology, share an underlying structure, or do they differ from each other in crucial ways? Are other fields such as theology and environmental studies loci of scientific discovery? What is the purpose of making scientific discoveries? Explaining nature or reality? Increasing scientific knowledge? Finding new truths? If so, how can we account for instructive blunders and serendipities in science?
In the light of the above, the following is an encompassing question of the book: What does it mean to make a discovery in science, and how can scientific discoveries be distinguished from non-scientific discoveries?
Reflections in Philosophy, Theology, and the Social Sciences
This book discusses major issues of the current AI debate from the perspectives of philosophy, theology, and the social sciences: Can AI have a consciousness? Is superintelligence possible and probable? How does AI change individual and social life? Can there be artificial persons? What influence does AI have on religious worldviews? In Western societies, we are surrounded by artificially intelligent systems. Most of these systems are embedded in online platforms. But embodiments of AI, be it by voice or by actual physical embodiment, give artificially intelligent systems another dimension in terms of their impact on how we perceive these systems, how they shape our communication with them and with fellow humans and how we live and work together. AI in any form gives a new twist to the big questions that humanity has concerned herself with for centuries: What is consciousness? How should we treat each other - what is right and what is wrong? How do our creations change the world we are living in? Which challenges do we have to face in the future?