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  • Author or Editor: Franz von Kutschera x
  • Brill | mentis x
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In: Methodisches Denken im Kontext
In: Geist und Moral
In: Was vom Christentum bleibt
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In: Was vom Christentum bleibt
Dietrich Bonhoeffer schrieb 1944: 'Unserem ganzen bisherigen Christentum wird das Fundament entzogen.' Er sah, dass der traditionelle Glaube in einer veränderten geistigen Welt in eine tiefe Krise geraten ist, und ihn bewegte die Frage, was in dieser neuen Welt vom Christentum bleiben würde. Das ist auch das Thema dieses Buches. Es gibt eine Diagnose und macht einen Therapievorschlag. Die zentrale Ursache der Glaubenskrise wird darin gesehen, dass das Christentum stark vom mythischen Denken geprägt ist, das heute definitiv überwunden und zu einer Sache der Vergangenheit geworden ist. Diese Behauptung wird ausführlich begründet. Nach dieser Diagnose kann das Christentum seine Krise nur durch eine entschlossene Entmythisierung überleben. Es wird gezeigt, dass es sich dabei nicht um eine Demontage mit unbedeutendem Restbestand handeln muss. Die Reduktion bietet vielmehr die Chance, zentrale Elemente der Botschaft Jesu neu zu beleben.
Das Leib-Seele-Problem, das Problem, wie sich die seelisch-geistige Realität zur physischen verhält, ist ein Labyrinth. Viele Wege sind schon erkundet worden, der Weg ins Zentrum ist aber immer noch nicht gefunden. Es gibt drei klassische Positionen mit jeweils zahlreichen Varianten: den Materialismus, nach dem sich psychische Phänomene auf physische zurückführen lassen, den Idealismus, nach dem auch die physische Realität in letzter Analyse etwas Geistiges ist, und den Dualismus, nach dem es sich beim Physischen und beim Psychischen um zwei von Grund auf verschiedene, eigenständige und nicht aufeinander reduzierbare Realitätsbereiche handelt. Der Materialismus ist widerlegt und der Idealismus ist seit den Tagen Hegels und Schellings praktisch tot. Der Dualismus ist zwar in einer Version sicher richtig, er ist aber doch eine sehr schwache Position, die nicht verständlich machen kann, warum die eine Wirklichkeit in zwei heterogene Teile zerfallen soll. In dieser Situation stellt sich die Frage, ob nicht vielleicht doch eine erneute Diskussion idealistischer Theorien lohnen könnte. Dieser Frage geht das Buch nach. Es beginnt mit einem kurzen Rückblick auf frühere idealistische Entwürfe und den gegenwärtigen Stand der Diskussion des Leib-Seele-Problems, um dann eine Version des Idealismus zu entwickeln, in der er bessere Chancen haben könnte als in seinen bisherigen Varianten.