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Dass man seine Versprechen halten muss, weiß jedes Kind. Philosophen geraten indes ins Straucheln, wenn sie zu erklären versuchen, was ein Versprechen überhaupt ist und warum moralisch falsch handelt, wer es bricht. Norbert Anwander diskutiert systematisch die klassischen Positionen zu Versprechen, Setzt sich kritisch mit ihren aktuellen Vertretern auseinander und legt eine alternative Theorie vor. Im ersten Teil dieses Buches wird untersucht, was Versprechen gegenüber Phänomenen wie Ankündigungen oder Gelübden auszeichnet, und aufgezeigt, was dafür spricht, das Versprechen als gemeinsame Willensbindung zu analysieren. Einsichten aus den Diskussionen um Normativität und praktische Rationalität können uns verständlich machen, in welcher Weise wir per Willensdekret Verpflichtung zu schaffen vermögen. Der zweite Teil befasst sich mit der moralischen Bedeutung von Versprechen. Anwander argumentiert, dass es bei der moralischen Pflicht, sein Versprechen zu halten, um die Achtung von Autonomie geht. Noch vor allen anderen Erwägungen sind wir es der Person, gegenüber der wir ein Versprechen eingegangen sind, schuldig, ihre Autonomie zu respektieren.