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  • Author or Editor: Brigitte Falkenburg x
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Philosophie im interdisziplinären Dialog
Der Band zeichnet ein facettenreiches Bild der Schnittstellen, an denen sich die Philosophie heute im Dialog mit den Einzelwissenschaften befindet. Während naturwissenschaftliche Erklärungen größere Relevanz denn je für unser Naturverständnis und Menschenbild beanspruchen, ist ihre Tragweite in vielen Hinsichten ungeklärt. Weil in der heutigen Forschungslandschaft die Grenzen zwischen Natur, Technik und Kultur verschwimmen, kommt der Philosophie die Aufgabe zu, die Konturen zu schärfen. Dabei geht es aus unterschiedlichen Perspektiven immer wieder um Reduktionsversuche und ihre Grenzen - im Verhältnis von Naturerkenntnis und Technikorientierung, realistischen und instrumentalistischen Einstellungen, einheitlichen und uneinheitlichen Erklärungen, physikalischen und biologischen GeSetzmäßigkeiten, neurophysiologischen und kulturellen Determinanten, technisch-ökonomischen und ganz anderen menschlichen Interessen. Mit Beiträgen von Martin Carrier, Eva-Maria Engelen, Brigitte Falkenburg & Wolfgang Rhode, Susanne Hauser, Reiner Hedrich, Andreas Keil, Kristian Köchy, Reiner Kümmel, Eva M. Neuman-Held, Thomas Petersen, Rudolf Schüßler und Marcel Weber
Geschichte und Kontroversen
Polarität: das ist die Idee, dass die Naturphänomene von Gegensätzen beherrscht werden, die einander symmetrisch gegenüberstehen. Diese Idee leitete so verschiedene Forscher wie Goethe und Ritter, den Entdecker des UV-Lichts.
Während derzeit über die richtige Methode in der Grundlagenforschung heftig gestritten wird, lohnt ein Blick in die Vergangenheit. Nicht anders als heute hielten schon um 1800 viele Denker nach tiefen Symmetrien Ausschau – eine Suche, die sie in ihren eigenen Kategorien führten. Was das damals genau bedeutet hat und was sich daraus noch heute lernen lässt, zeigen in diesem Band auf kontroverse Weise Physiker, Philosophen und Wissenschaftshistoriker. Genies von Newton bis Hegel werden in frisches Licht getaucht und etablierte Resultate zum Auge oder zum UV-Licht werden neu beleuchtet.